Diese Arbeit ist eine Analyse der Entwicklung von Künstlicher Intelligenz (KI). Um den Umfang zu spezifizieren, wird eine Eingrenzung auf schwache Künstliche Intelligenz vorgenommen. In diesem Sinne wird die Technologie beleuchtet und eine Beschreibung dargestellt. Mit dieser Grundlage müssen weitere Rahmenbedingungen geschaffen werden. Diesbezüglich wird ein Zeithorizont und eine geographische Einschränkung gesetzt, hier Europa und die letzten zehn Jahre bis 2017. Darauf Bezug nehmend werden Einflussfaktoren und spezifizierend Schlüsselfaktoren gewählt und dessen Interdependenzen bewertet, um ein Szenario zu erarbeiten. Mithilfe dieser Szenarien kann eine qualitative Handlungsoption dargelegt werden, die als Basis für Entscheidungen dienen kann.
Inhaltsverzeichnis
1. Technologiebeschreibung
2. Szenariogestaltung
2.1 Gestaltungsfeld
2.2 Schwache künstliche Intelligenz
2.3 Eingrenzung des Zeithorizonts
2.4 Bestimmung eines geographischen Raums
2.5 Business Potential
2.6 Höhe und Typ der Technologieentwicklung
2.6.1 Players
2.6.2 Lifecycle Stage
3. PESTEL Analyse
4. Einflussmatrix
5. Projektionen
6. Auswertung und Einbeziehung der Delphi Methode
7. Verknüpfung der Projektionen
8. Konsistenzanalyse
9. Zukunftsszenarien
9.1 Pessimistisches Zukunftsszenario „KI – Der Feind der Bevölkerung?“
9.2 Realistisches Szenario „Wandel der Infrastruktur – Zum Besseren?“
9.3 Optimistisches Zukunftsszenario „Schlaue Köpfe für die Zukunft“
10. Handlungsoptionen
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit analysiert die zukünftige Entwicklung der Künstlichen Intelligenz (KI), mit einem spezifischen Fokus auf schwache KI, um durch die Erstellung verschiedener Zukunftsszenarien und die Bewertung von Einflussfaktoren qualifizierte Handlungsoptionen für die kommenden zehn Jahre abzuleiten.
- Grundlagen und technologische Einordnung von schwacher KI
- Einflussfaktoren und Schlüsselfaktoren mittels PESTEL-Analyse und Einflussmatrix
- Prognosen und Zukunftsszenarien (pessimistisch, realistisch, optimistisch)
- Bewertung der ökonomischen, sozialen und technologischen Potenziale und Risiken
- Delphi-Befragung zur Validierung der Annahmen durch Expertenmeinungen
Auszug aus dem Buch
1. Technologiebeschreibung
„Intelligenz ist die allgemeine Fähigkeit eines Individuums, sein Denken bewußt auf neue Forderungen einzustellen. Sie ist die allgemeine geistige Anpassungsfähigkeit an neue Aufgaben und Bedingungen des Lebens.“
Die Forschung der Künstlichen Intelligenz wird in der Literatur als das Ziel beschrieben, menschliche Wahrnehmungs- und Verstandsleistungen zu operationalisieren und durch Systeme verfügbar zu machen. Dabei geht es überwiegend um Berechnungsverfahren, die es ermöglichen, wahrzunehmen, zu schlußfolgern und zu handeln. Schon heute beherrscht die Künstliche Intelligenz unser Leben, ohne das es vielen bewußt ist. Smartphones, die mit uns sprechen oder Armbanduhren, die unsere Gesundheitsdaten aufzeichnen sind in der heutigen Gesellschaft ganz normal. Die Forschung der KI steht dabei in enger Zusammenarbeit mit Bereichen aus der Informatik, Mathematik, Philosophie, Psychologie, Linguistik, Logik und den Neurowissenschaften. Der Kernpunkt dieser Forschungen ist das systematische schlußfolgernde Denken zu rekonstruieren. Dies bedeutet auch, eine Vielzahl von Informationen zu kombinieren und dadurch Lösungen finden zu können. Der zielführende Einflußfaktor immer neue Problematiken in kürzester Zeit lösen zu können liegt hierbei darin, dass die meisten Aufgaben nicht vollständig neu sind, sondern in einem engen und meist auch systematischen Zusammenhang mit alten, bereits gelösten Problematiken stehen. Das bedeutet, dass die Lösung kognitiver und perzeptiver Aufgaben auf früheren Erfahrungen basiert.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Technologiebeschreibung: Definiert Künstliche Intelligenz und erläutert ihre Einbettung in den Alltag sowie die enge Zusammenarbeit verschiedener wissenschaftlicher Disziplinen bei ihrer Erforschung.
2. Szenariogestaltung: Legt den Rahmen der Analyse fest, spezifiziert schwache KI als Untersuchungsgegenstand und definiert geografische sowie zeitliche Grenzen der Arbeit.
3. PESTEL Analyse: Identifiziert externe Einflussfaktoren aus politischer, wirtschaftlicher, sozialer, technologischer, ökologischer und rechtlicher Sicht, die die Entwicklung von KI beeinflussen.
4. Einflussmatrix: Bewertet die Interdependenzen zwischen den verschiedenen identifizierten Faktoren, um die kritischen Schlüsselfaktoren der Entwicklung zu bestimmen.
5. Projektionen: Entwirft Best-, Real- und Worst-Case-Szenarien für jeden Schlüsselfaktor, um die Bandbreite möglicher Entwicklungen abzubilden.
6. Auswertung und Einbeziehung der Delphi Methode: Validiert die getroffenen Annahmen durch ein Experten-Meinungsspektrum aus verschiedenen Fachbereichen und zeigt die erwarteten Trends auf.
7. Verknüpfung der Projektionen: Analysiert logische Abhängigkeiten zwischen den Projektionsergebnissen und verdeutlicht die Zusammenhänge der verschiedenen Faktoren.
8. Konsistenzanalyse: Überprüft die Konsistenz der Szenarien und bewertet die gegenseitige Unterstützung oder Inkonsistenz der verschiedenen Einflussfaktoren.
9. Zukunftsszenarien: Erarbeitet drei konkrete Zukunftsbilder (pessimistisch, realistisch, optimistisch) auf Basis der vorangegangenen Analysen.
10. Handlungsoptionen: Leitet konkrete Maßnahmen für Politik, Wirtschaft, Technik, Soziales, Umwelt und Recht ab, um auf die prognostizierten Entwicklungen zu reagieren.
Schlüsselwörter
Künstliche Intelligenz, schwache KI, PESTEL-Analyse, Einflussmatrix, Zukunftsszenarien, Delphi-Methode, Infrastruktur, Technologietrend, Digitalisierung, Datenschutz, Wirtschaftswachstum, Innovationsförderung, Prozessautomatisierung, Innovationsmanagement, Expertenbefragung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert die zukünftige Entwicklung der Künstlichen Intelligenz (KI), insbesondere der schwachen KI, und bewertet deren Auswirkungen auf verschiedene gesellschaftliche und wirtschaftliche Bereiche über einen Zeithorizont von zehn Jahren.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentrale Themen sind die technologische Beschreibung der KI, die Analyse ihrer Einflussfaktoren mittels PESTEL und Einflussmatrix, sowie die Entwicklung und Konsistenzprüfung von Zukunftsszenarien zur Ableitung von Handlungsoptionen.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, auf Basis einer systematischen Analyse von Einflussfaktoren und Expertenmeinungen qualitative Handlungsoptionen zu formulieren, die als Entscheidungsgrundlage für die KI-Entwicklung dienen können.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Autorin nutzt eine Kombination aus Literaturanalyse, PESTEL-Analyse, Einflussmatrix, Konsistenzanalyse, der Szenariotechnik sowie einer Delphi-Methode zur Expertenbefragung.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Im Hauptteil werden nach der technologischen Einleitung und der Gestaltung des Szenario-Rahmens die Einflussfaktoren analysiert, Projektionen erstellt, Experten ausgewertet und schließlich Szenarien (pessimistisch bis optimistisch) entwickelt.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Künstliche Intelligenz, schwache KI, Szenariotechnik, Einflussmatrix, Delphi-Methode, technologische Prognose, Digitalisierung und Handlungsoptionen.
Welche Rolle spielt die schwache KI in den Zukunftsszenarien?
Schwache KI dient als Fokus der Arbeit, da sie bereits heute Anwendung findet; die Szenarien untersuchen ihre Ausbreitung, ihre Rolle bei der Automatisierung und die damit verbundenen ökonomischen und sozialen Konsequenzen.
Warum wurde ein Zeithorizont von 10 Jahren gewählt?
Der Zeitraum bis ca. 2027 wurde gewählt, da er auf Basis der Entwicklung von 2006 bis 2017 und unter Berücksichtigung der exponentiellen Dynamik technischer Innovationen halbwegs belastbare qualitative Schlussfolgerungen zulässt.
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- Florian Köttig (Author), 2017, Künstliche Intelligenz. Zukunftsszenarien für schwache KI, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/387825