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Solidarität für Tiere? Von Staatsbürgerrechten und Tierrechten

Title: Solidarität für Tiere? Von Staatsbürgerrechten und Tierrechten

Term Paper (Advanced seminar) , 2015 , 21 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Jeff Mannes (Author)

Sociology - Individual, Groups, Society

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Summary Excerpt Details

Staatsbürger_innenrechte gelten heute als eine der bedeutendsten Errungenschaften moderner Gesellschaften. Als Interessengebiet der Solidaritätsforschung spielen sie auch in der Soziologie eine zentrale Rolle, da sie als Inklusionsform westlicher Demokratien gelten. Diese Arbeit möchte jedoch nicht nur die Entstehung von Staatsbürger_innenrechten nachvollziehen, sondern auch die Frage behandeln, ob hier eine Ausweitung auf Tierrechte denkbar wäre.

In den letzten Jahren hat sich die mediale Aufmerksamkeit auf Tierrechtsthemen in Deutschland wie weltweit gesteigert. Massentierhaltung, Zoos, Tierversuche und ähnliches finden immer mehr Einzug in politische Debatten. Als Beispiele seien hier Lebensmittelskandale, die Tötung der Giraffe Marius im Kopenhagener Zoo oder auch Berichte über Fleisch allgemein und die vegane Bewegung genannt.

Ein weiteres interessantes Beispiel ist die jüngste Meldung aus Großbritannien, laut derer die Green Party plane, u.a. den Artikel 3 der UN-Menschenrechtskonvention (Verbot der Folter) auf alle empfindungsfähigen Wesen auszuweiten. Und in den USA hat ein Gericht zwei Schimpansen als juristische Personen anerkannt, das eine Universität nun zwingt, zu begründen, wieso sie diesen Affen im Rahmen von Tierversuchen einer Freiheitsberaubung unterziehen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Neue Debatten

2. Eine Definition der Solidarität

3. Staatsbürger_innenrechte: Definitionen und Differenzierungen

4. Tierrechte

4.1. Zu der (Nicht-)Anwesenheit des Tiers in der Soziologie

4.2. Von Staatsbürger_innenrechten zu Tierrechten?

5. Fazit

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht die theoretischen Möglichkeiten, den Begriff der Solidarität sowie das Konzept der Staatsbürger_innenrechte auf Tiere auszuweiten, und analysiert dabei die bisherige soziologische Vernachlässigung des Mensch-Tier-Verhältnisses.

  • Soziologische Solidaritätsforschung und ihre Grenzen
  • Entwicklung und Funktionen von Staatsbürger_innenrechten
  • Die soziologische (Nicht-)Anwesenheit von Tieren
  • Potenziale einer Ausweitung politischer Rechte auf verschiedene Tiergruppen
  • Human-Animal Studies als interdisziplinärer Forschungsrahmen

Auszug aus dem Buch

4.1. Zu der (Nicht-)Anwesenheit des Tiers in der Soziologie

Eine der Schwierigkeiten der Soziologie war und ist wohl die Tatsache, dass ihre Vertreter_innen Teil der Gesellschaft sind, die sie untersuchen und erklären möchten. Von daher kommt der Soziologie eine besondere Rolle in der wissenschaftlichen Distanz zu ihrem Forschungsfeld zu. Soziolog_innen sind Teil ihres Untersuchungsgegenstandes und von daher auch von diesem beeinflusst. Ihnen kommt die Aufgabe zu, sich so gut wie möglich von der Gesellschaft und der Sozialisierung zu trennen, um wirklich wissenschaftlich abgesicherte Aussagen über diese treffen zu können. Dass das nicht immer gelingen muss zeigt das Beispiel an der Abwesenheit von Tieren in der Soziologie. Manche würden behaupten, dass es nicht Aufgabe der Soziologie sei, Tiere zu untersuchen. Vielmehr wäre dies das Forschungsfeld der Naturwissenschaften, spezifischer der Zoologie oder der Tierverhaltensforschung. Dass jedoch Tiere auch Untersuchungsgegenstand der Soziologie sein können und sollen, und zwar nicht nur jene Tiere, die tatsächlich mit der menschlichen Gesellschaft agieren (“Haustiere”, “Nutztiere”, “Versuchstiere”, u.s.w.) möchte ich nachfolgend belegen.

Dieses einfache Gedankenspiel verdeutlicht, wie stark Tiere in unser aller Leben vorkommen. Und dennoch hat sich die Soziologie, bis auf wenige Ausnahmen, kaum mit Tieren beschäftigt. Selbst diejenige Klassiker_innen (zum Beispiel Theodor W. Adorno und Max Horkheimer) oder auch modernere Sozialwissenschaftler_innen (zum Beispiel Wiedenmanns Ansatz der “human-animalischen Sozialverhältnisse”), die über Tiere und Gesellschaft geschrieben haben, werden zwar zahlreich rezipiert, jedoch vergleichsweise wenig bis gar nicht in ihren Arbeiten zum Thema Mensch-Tier-Verhältnis. Dabei zeigt das obige Beispiel, wie stark Tiere in unterschiedlichen Formen in die menschliche Gesellschaft verstrickt sind (z.B. als Haustiere, als Nahrungsmittel, oder als Symbolträger) und verdeutlicht damit die Bedeutsamkeit, Tiere mit in soziologische Theorie und Forschung einzubeziehen. Tiere spielen eine bedeutende Rolle in der Konstruktion von Gesellschaft, Sprache, Erleben, Denken und der Sozialisierung und eignen sich somit in jeder Hinsicht Untersuchungsgegenstand der Soziologie zu sein.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Neue Debatten: Einleitende Darstellung der wachsenden medialen und wissenschaftlichen Relevanz von Tierrechtsthemen und der Entstehung der Human-Animal Studies.

2. Eine Definition der Solidarität: Theoretische Eingrenzung des Solidaritätsbegriffs im Kontext soziologischer Debatten und seiner potenziellen Anwendung auf die Mensch-Tier-Beziehung.

3. Staatsbürger_innenrechte: Definitionen und Differenzierungen: Analyse der historischen Entwicklung von Staatsbürger_innenrechten nach Thomas H. Marshall sowie kritische Auseinandersetzung mit aktuellen Citizenship-Modellen.

4. Tierrechte: Eingehende Untersuchung der theoretischen Grundlage von Tierrechten und der spezifischen Einordnung von Tieren in soziologische Konzepte.

4.1. Zu der (Nicht-)Anwesenheit des Tiers in der Soziologie: Kritische Reflexion über die Gründe der soziologischen Marginalisierung von Tieren als Forschungsgegenstand trotz deren Allgegenwärtigkeit.

4.2. Von Staatsbürger_innenrechten zu Tierrechten?: Theoretischer Entwurf zur Übertragung von Rechten auf Tiere basierend auf Kategorien wie Staatsbürger_innen, Einwohner_innen und Souveräne.

5. Fazit: Zusammenfassende Einschätzung der theoretischen Möglichkeiten einer Rechte-Ausweitung auf Tiere sowie Hinweis auf die Notwendigkeit weiterer soziologischer Debatten.

Schlüsselwörter

Solidarität, Staatsbürger_innenrechte, Tierrechte, Soziologie, Mensch-Tier-Verhältnis, Human-Animal Studies, Citizenship, Speziesismus, Karnismus, Inklusion, Exklusion, Anthropozentrismus, politische Partizipation, soziale Konstruktion, Rechtssubjekt.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, inwiefern soziologische Theorien über Staatsbürger_innenrechte und Solidarität auf Tiere übertragen werden können, um deren moralischen und rechtlichen Status neu zu definieren.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die Entwicklung von Staatsbürger_innenschaft, das Verhältnis von Mensch und Tier in der Gesellschaft sowie die Inklusion nicht-menschlicher Wesen in soziale Gerechtigkeitsmodelle.

Welches Ziel verfolgt die Forschungsfrage?

Das primäre Ziel ist es zu analysieren, ob und wie eine theoretische Ausweitung von Staatsbürger_innenrechten auf Tierrechte denkbar und begründbar ist.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Analyse soziologischer und politikwissenschaftlicher Konzepte, insbesondere unter Rückgriff auf klassische Theorien zur Citizenship und aktuelle Ansätze der Human-Animal Studies.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Definition von Solidarität, die historische Analyse von Staatsbürger_innenrechten, die Untersuchung der soziologischen Vernachlässigung von Tieren und den theoretischen Übertragungsversuch der Rechte auf verschiedene Tierkategorien.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den prägenden Begriffen zählen Solidarität, Staatsbürger_innenschaft, Tierrechte, Human-Animal Studies, Anthropozentrismus und Rechtssubjektivität.

Welche Rolle spielen domestizierte Tiere in der Argumentation?

Domestizierte Tiere werden als potenzielle "Mitbürger_innen" gesehen, da sie durch ihre Abhängigkeit von menschlichen Gesellschaften eine besondere rechtliche Schutzbedürftigkeit und Zugehörigkeit aufweisen.

Wie unterscheidet die Arbeit zwischen verschiedenen Tiergruppen?

Die Autorin unterscheidet basierend auf Ansätzen von Donaldson und Kymlicka zwischen domestizierten Tieren, wildlebenden Tieren als souveränen Völkern und einer Zwischenkategorie von Tieren, die städtische Räume mit Menschen teilen.

Warum wird die Soziologie für das Thema Tierrechte als kritisch betrachtet?

Die Arbeit kritisiert, dass sich die Soziologie historisch als Humanwissenschaft definiert hat und dabei Tiere meist als "das Andere" definierte, anstatt sie als Teil der gesellschaftlichen Konstruktion wahrzunehmen.

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Details

Title
Solidarität für Tiere? Von Staatsbürgerrechten und Tierrechten
College
University of Trier
Grade
1,7
Author
Jeff Mannes (Author)
Publication Year
2015
Pages
21
Catalog Number
V387089
ISBN (eBook)
9783668614086
ISBN (Book)
9783668614093
Language
German
Tags
solidarität gesellschaft staatsbürgerrechte tiere human animal studies
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Jeff Mannes (Author), 2015, Solidarität für Tiere? Von Staatsbürgerrechten und Tierrechten, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/387089
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