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Vom Konflikt zur Kooperation. Systemisches Denken über Symptome. Problematisches Schülerverhalten/ Unterrichtsstörungen

Title: Vom Konflikt zur Kooperation. Systemisches Denken über Symptome. Problematisches Schülerverhalten/ Unterrichtsstörungen

Seminar Paper , 2017 , 13 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Sabine Schmidt (Author)

Didactics - Common Didactics, Educational Objectives, Methods

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Wenn man indessen jedoch fragt: ‚Was sind typische Probleme und was sind erfolgreiche Lösungen in der Schule?’ fällt es einem jeden Lehrer leichter, für die jeweiligen Probleme „Beispiele“ zu finden, als solche für Lösungen. Demgemäß konnten auch bspw. zwei große Untersuchungen zur Arbeitssituation von Lehrern entsprechend zeigen, dass alle Lehrer folgende Bedingungen als stärkste Belastungen empfanden: 1. schwierige Schüler, 2. Klassenstärke, 3. Stundenzahl. Siehe jedoch: Auch hier werden wiederrum „nur die Phänomene/ Symptome“ benannt, aber keine Lösungen! „Liegt das in der Natur der Sache oder an unserer Denkweise?“ (Hubrig & Herrmann, 2005) So kann man in der Schule wiederrum beobachten, dass Lehrer - die mit schwierigen Schülern zu tun haben - häufig Ideen entwickeln, wie: „Woran das liegen könnte, oder wer oder was „Schuld“ daran ist.“

„Wer lebt, stört.“ (Tankred Dorst)

Doch muss man wirklich für die Lösung eines Problems seine Ursachen kennen? Und sind Schuldzuweisungen in diesem Sinne eher nicht hinderlich?

Gegenstand dieser Arbeit wird es indessen sein, in diesem Zusammenhang die Frage zu klären, ob bzw. inwiefern Lehrer, bei einem problematischen Schülerverhalten, von einem systemischem Denken und Handeln in ihrem Unterricht profitieren können.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Symptome im Schulalltag

2.1 Die Wahrnehmung/ Interpretation der Symptome aus Lehrersicht

2.2 Sowie dessen Einfluss, auf die pädagogische Lehrer-Schüler-Beziehung

2.2.1 Das Konfliktpotenzial zweier unterschiedlicher Beobachterinteressen

2.3 Systemisches Denken über Symptome - Konfliktlösung in der Schule

3. Fazit

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die Arbeit untersucht, inwiefern Lehrkräfte von einem systemischen Denk- und Handlungsansatz profitieren können, um konstruktiver mit problematischem Schülerverhalten und Unterrichtsstörungen umzugehen, anstatt lediglich in defizitorientierten Schuldzuweisungen zu verharren.

  • Kritische Analyse der lehrerzentrierten Wahrnehmung von Symptomen im Schulalltag.
  • Untersuchung der negativen Auswirkungen von Schülertypisierungen auf die Lehrer-Schüler-Beziehung.
  • Reflektion über das Konfliktpotenzial durch unterschiedliche Beobachterinteressen in der Schule.
  • Einführung in die systemisch-konstruktivistische Perspektive als lösungsorientierte Alternative.
  • Bedeutung der Ressourcenorientierung für eine flexible und konstruktive Unterrichtsgestaltung.

Auszug aus dem Buch

2.3 Systemisches Denken über Symptome - Konfliktlösung in der Schule

Der systemisch-konstruktivistische Ansatz [...] berücksichtigt die Tatsache der Autonomie lebender Systeme und das Verhältnis zwischen Erkenntnis und Wirklichkeit. Aus systemisch-konstruktivistischer Sicht sind alle Individuen in Bezug zur Umwelt Beobachter, die entsprechend ihren subjektiven Erkenntnisstrukturen Beschreibungen anfertigen. [...] Es gibt infolgedessen nur subjektive und nicht ‚richtige’ oder ‚falsche Beschreibungen’, da die Umwelt als ‚Ding an sich’ Beobachtern nicht zugänglich ist [...].

In der systemischen Orientierung richtet sich das Interesse nicht auf die Ursachen, sondern auf die Bedeutungsgebung und auf die Auswirkungen von Verhalten. Ergo können wir im Hier und Jetzt - da wir bekanntermaßen keinen Zugang zum Innern eines Menschen haben - nur unser eigenes Denken und Verhalten verändern, um ein jeweiliges Problem zu lösen.

Nach Maturana (1982) sind lebende Systeme gegenüber ihrer Umwelt ‚strukturdeterminiert und autonom’, das heißt, ihr Verhalten wird nicht im Sinne einer gradlinigen Ursache-Wirkungs-Beziehung durch äußere Ereignisse bestimmt, sondern jedes System reagiert entsprechend seinen eigenen inneren Strukturen darauf.

Entsprechend wird das systemische Denken auch als eine: „Denkhaltung, die das Verhalten eines Menschen nicht auf seine personalen Eigenarten zurückführt, sondern es einordnet in den situativen Zusammenhang, den Kontext, in dem es gezeigt wird“, beschrieben. Systemisch-lösungsorientiert zu Handeln bedeutet demnach also, dass man Veränderungen anregt, indem man auf der einen Seite Problemen/ Symptomen mit anderen inneren Haltungen begegnet; sowie andererseits, dass man dabei auch, die daraus resultierenden Verhaltensstrategien kennenlernt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Schwierigkeit von Lehrern, bei Problemen im Unterricht tatsächliche Lösungen statt bloßer Symptombeschreibungen zu finden, und stellt die Forschungsfrage nach dem Nutzen systemischen Handelns.

2. Symptome im Schulalltag: Dieses Kapitel thematisiert, wie Lehrer problematisches Verhalten meist auf individuelle Defizite der Schüler zurückführen, was oft zu einer Stigmatisierung und negativen Lehrer-Schüler-Beziehung führt.

2.1 Die Wahrnehmung/ Interpretation der Symptome aus Lehrersicht: Hier wird dargelegt, wie die Lehrerewartung an schulische Normen dazu führt, dass abweichendes Verhalten schnell als „problematisch“ typisiert wird.

2.2 Sowie dessen Einfluss, auf die pädagogische Lehrer-Schüler-Beziehung: Das Kapitel analysiert, wie ein defizitorientierter Blick des Lehrers die Interaktion mit dem Schüler belastet und zirkuläre Verstärkerprozesse in Gang setzen kann.

2.2.1 Das Konfliktpotenzial zweier unterschiedlicher Beobachterinteressen: Hier wird erläutert, wie divergierende Erwartungen und Normvorstellungen von Schülern und Lehrern innerhalb der schulischen Struktur unvermeidlich zu Konflikten führen.

2.3 Systemisches Denken über Symptome - Konfliktlösung in der Schule: Es wird die systemisch-konstruktivistische Sichtweise vorgestellt, die den Fokus von der Ursachensuche auf die Bedeutungskonstruktion und Ressourcenorientierung verlagert.

3. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass systemisches Denken Lehrern einen notwendigen Interpretationsspielraum bietet, um durch eine Veränderung der eigenen Haltung das Handlungsrepertoire zu erweitern und Unterrichtssituationen flexibler zu gestalten.

Schlüsselwörter

Systemisches Denken, Konstruktivismus, Unterrichtsstörung, Lehrer-Schüler-Beziehung, Ressourcenorientierung, Defizitorientierung, Symptom, Schülertypisierung, Konfliktlösung, Pädagogik, Interaktion, Verhaltensänderung, soziale Systeme, Reflexion, Lernkultur.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit im Kern?

Die Arbeit thematisiert den Umgang mit Unterrichtsstörungen und problematischem Schülerverhalten aus einer systemisch-konstruktivistischen Perspektive.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Zentrale Themen sind die kritische Reflexion des lehrerzentrierten Defizitblicks, der Einfluss von Typisierungen auf die pädagogische Beziehung sowie das Potenzial des systemischen Denkens zur Konfliktbewältigung.

Welches primäre Ziel verfolgt die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es zu klären, ob und inwiefern Lehrer durch einen Wechsel hin zu systemischem Denken und Handeln effektiver und pädagogisch gewinnbringender auf Unterrichtsstörungen reagieren können.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit angewandt?

Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf einer Literaturanalyse systemisch-konstruktivistischer Konzepte sowie erziehungswissenschaftlicher Studien zur Lehrer-Schüler-Interaktion basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Entstehung von „Problemschülern“ durch Wahrnehmungsmuster, die Dynamik von Konflikten als Folge unterschiedlicher Beobachterinteressen und die praktische Anwendung der Ressourcenorientierung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Systemisches Denken, Unterrichtsstörung, Lehrer-Schüler-Beziehung, Ressourcenorientierung und Konstruktivismus sind die zentralen Begriffe.

Warum führen Schuldzuweisungen laut Autor oft in einen Teufelskreis?

Weil sie den Lehrer entmündigen und keine Handlungsspielräume eröffnen, da weder die familiäre Situation noch die gesellschaftlichen Bedingungen vom Lehrer direkt änderbar sind, was die negative Interaktion weiter verstärkt.

Was versteht man in diesem Kontext unter einer „positiven Umdeutung“?

Es ist die bewusste Haltung des Lehrers, ein problematisches Verhalten nicht als Defizit zu sehen, sondern als einen Ausdruck von Ressourcen oder einen Lösungsversuch des Schülers in einem bestimmten Kontext, um die Beziehungsebene zu verbessern.

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Details

Title
Vom Konflikt zur Kooperation. Systemisches Denken über Symptome. Problematisches Schülerverhalten/ Unterrichtsstörungen
College
University of Cologne  (Humanwissenschaftliche Fakultät, Abteilung - Beratung, Supervision)
Course
Vom Konflikt zur Kooperation
Grade
2,0
Author
Sabine Schmidt (Author)
Publication Year
2017
Pages
13
Catalog Number
V384900
ISBN (eBook)
9783668598065
ISBN (Book)
9783668598072
Language
German
Tags
Konflikt Kooperation Schule Unterrichtsstörungen Lehrer-Schüler-Interaktion systemische Beratung System-Theorie
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Sabine Schmidt (Author), 2017, Vom Konflikt zur Kooperation. Systemisches Denken über Symptome. Problematisches Schülerverhalten/ Unterrichtsstörungen, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/384900
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