Dieses Portfolio befasst sich mit den Grundlagen eines alternativen demokratischen Wirtschaftskonzepts – die Gemeinwohl-Ökonomie. Dabei wird sowohl der geschichtliche Hintergrund, als auch die Grundidee des Konzepts erläutert. Des Weiteren befasst sich das Portfolio mit der theoretischen Funktionsweise der Gemeinwohl-Ökonomie.
Anschließend wird beschrieben, welche Erkenntnisse mir die Lerninhalte und das Besuchen der Lehrveranstaltung in Bezug auf die Betrachtung und Gegenüberstellung von sozialer Verantwortung und Wirtschaft offenbart haben. Darüber hinaus werde ich in einem Fazit die Themen „Gemeinwohl-Ökonomie“ und „Wirtschaft und soziale Verantwortung“ reflektieren.
Inhaltsverzeichnis
Einleitung
Gemeinwohl-Ökonomie
Geschichtlicher Hintergrund
Grundlagen der Gemeinwohl-Ökonomie
Gemeinwohl-Indikatoren
Maßnahmen der Gemeinwohl-Ökonomie
Wirtschaft und soziale Verantwortung
Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit setzt sich mit der Gemeinwohl-Ökonomie als einem alternativen, demokratischen Wirtschaftskonzept auseinander, das soziale Verantwortung und unternehmerisches Handeln in Einklang bringen möchte. Dabei wird untersucht, wie soziale Belange in das wirtschaftliche Handeln integriert werden können und ob dafür bereits wissenschaftlich fundierte Modelle vorliegen.
- Historische Herleitung des Gemeinwohl-Konzepts
- Theoretische Grundlagen und Grundbausteine der Gemeinwohl-Ökonomie
- Methoden der Erfolgsmessung: Gemeinwohl-Produkt, -Bilanz und -Prüfung
- Konkrete Maßnahmen zur Transformation der Wirtschaftsstruktur
- Kritische Reflexion von Anreizsystemen und Einkommensbegrenzung
Auszug aus dem Buch
Maßnahmen der Gemeinwohl-Ökonomie
Die Gemeinwohl-Ökonomie sieht vor, neue Anreizsysteme für Unternehmen einzuführen. Die Anreizsysteme sollen gute Gemeinwohl-Bilanzen durch monetäre Vorteile, wie niedrigere Steuern, geringe Zollgebühren und kostengünstige Kredite belohnen. Diese Art von Anreizsystem soll dazu beitragen, dass sich ethisch korrekte Unternehmen gegen unethische Unternehmen durchsetzen können. Außerdem sollen so alle Unternehmen zum Erreichen guter Gemeinwohl-Bilanzen motiviert werden.
Die Finanzbilanz wird durch das Einführen der Gemeinwohl-Bilanz vom Zweck zum Mittel. Das Verwenden von bilanziellen Überschüssen soll in der Gemeinwohl-Ökonomie klaren Regeln unterliegen. Es ist vorgesehen, dass bilanzielle Überschüsse von Unternehmen ausschließlich für Projekte mit sozialem und ökologischem Mehrwert verwendet werden dürfen. Hierdurch sollen demokratische Allmenden gefördert werden und eine Daseinsvorsorge geschaffen werden. Unternehmen sollen im Gegenzug von der Gewinnbesteuerung befreit werden.
Im Konzept der Gemeinwohl-Ökonomie wird davon ausgegangen, dass die Umstrukturierung der wirtschaftlichen Ziele die Wettbewerbssituation verändert. Das Ändern der Ziele soll dazu führen, dass auf Unternehmen kein stetiger Wachstumszwang wirkt. Wenn der Wachstumszwang nicht weiterbesteht, schafft das für Unternehmen ein neues Umfeld. In diesem Umfeld soll es weniger Konkurrenz geben, und darüber hinaus soll es Unternehmen zu Kooperationen verhelfen.
Zusammenfassung der Kapitel
Einleitung: Der Autor erläutert seine Motivation, das Modul Wirtschaft und soziale Verantwortung zu belegen, und steckt den Rahmen für die Untersuchung der Gemeinwohl-Ökonomie ab.
Gemeinwohl-Ökonomie: In diesem Kapitel werden die historischen Wurzeln des Konzepts aufgezeigt, die theoretischen Grundbausteine definiert und die notwendigen Instrumente wie die Gemeinwohl-Bilanz sowie Maßnahmen zur Umstrukturierung der Wirtschaft vorgestellt.
Wirtschaft und soziale Verantwortung: Es folgt eine persönliche Reflexion des Autors über die im Modul behandelten Inhalte sowie eine kritische Auseinandersetzung mit der Vereinbarkeit von Gemeinwohlzielen und monetären Anreizsystemen.
Fazit: Die Arbeit schließt mit einer zusammenfassenden Bewertung des Konzepts, wobei insbesondere der Widerspruch zwischen der Abkehr von monetären Anreizen und deren praktischer Anwendung hervorgehoben wird.
Schlüsselwörter
Gemeinwohl-Ökonomie, Soziale Verantwortung, Wirtschaftsethik, Gemeinwohl-Bilanz, Gemeinwohl-Produkt, Nachhaltigkeit, Unternehmertum, Anreizsysteme, Wirtschaftliche Transformation, Demokratische Wirtschaftsordnung, Chancengleichheit, Menschenwürde, Kooperation, Wettbewerb.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht das Konzept der Gemeinwohl-Ökonomie als eine Alternative zur gewinnorientierten Wirtschaftsweise und analysiert, wie soziale Verantwortung in unternehmerisches Handeln integriert werden kann.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Die zentralen Felder umfassen die historische Herleitung des Gemeinwohlgedankens, die theoretische Funktionsweise des Modells, die Einführung von Gemeinwohl-Indikatoren sowie die kritische Reflexion gesellschaftspolitischer Maßnahmen.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Ziel ist es, zu ergründen, wie soziale Verantwortung in unternehmerisches Handeln eingegliedert werden kann und ob hierfür bereits wissenschaftlich ausgearbeitete Konzepte existieren.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse sowie einer kritischen Reflexion der theoretischen Grundlagen und praktischen Anwendbarkeit der Gemeinwohl-Ökonomie.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Grundbausteine des Konzepts, die Erläuterung von Indikatoren wie dem Gemeinwohl-Produkt und der Bilanz sowie eine Diskussion über steuerliche und strukturelle Anreizsysteme.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Kernbegriffe sind insbesondere Gemeinwohl-Ökonomie, soziale Verantwortung, Nachhaltigkeit, Gemeinwohl-Bilanz und ethisches Unternehmertum.
Wie steht der Autor zur Einkommensbegrenzung?
Der Autor äußert sich diskursiv und kritisch: Während er die Förderung der Chancengleichheit durch Umverteilung sieht, warnt er gleichzeitig vor dem Motivationsverlust leistungsstarker Arbeitskräfte.
Warum hält der Autor die Gemeinwohl-Ökonomie für diskussionswürdig?
Der Autor kritisiert eine gewisse Inkongruenz: Das Modell fordert die Abkehr von einer rein monetären Anreizkultur, setzt jedoch selbst wieder auf finanzielle Belohnungsmechanismen, um seine Ziele zu erreichen.
Welche Rolle spielt das Menschenbild in der Analyse?
Der Autor betont, dass die Relevanz des Modells stark davon abhängt, ob man den Menschen als kooperatives, am Gemeinwohl orientiertes Wesen betrachtet oder als Individuum, das Freizeit primär eigennützig verwendet.
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- Gabriel Hilbrig (Author), 2017, Die Gemeinwohl-Ökonomie. Grundlagen eines alternativen demokratischen Wirtschaftskonzepts, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/384871