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Zum Eimer-Argument von Isaac Newton (1687)

Betrachtung zur "Absoluten Bewegung" an Hand des Gedankenexperimentes mit einem Eimer Wasser

Titel: Zum Eimer-Argument von Isaac Newton (1687)

Seminararbeit , 2014 , 12 Seiten , Note: 2,3

Autor:in: Udo Scheer (Autor:in)

Philosophie - Philosophie der Neuzeit (ca. 1350-1600)

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

In dieser Seminararbeit geht es um die philosophisch-metaphysische Debatte, die sich mit dem physikalischen Raum und der Bewegung von materiellen Gegenständen beschäftigt. Dabei ist eine Hauptfrage, ob die beschleunigte Bewegung eine absolute Bewegung ist. Mit absoluter Bewegung ist dabei im Gegensatz zur Relativbewegung eine Bewegung gemeint, die sich relativ zu einem absoluten Raum feststellen läßt.

Die Konzeption des Raums ist eng mit der Konzeption von Bewegung verbunden. Ein Teil dieser Hausarbeit soll die substantialistische Konzeption vom Raum behandeln. Ein weiterer Teil soll an Hand des viel zitierten Eimer-Experiments von Newton die Betrachtung von beschleunigten Bewegungen hinsichtlich der Frage nach der absoluten Bewegung und dem absoluten Raum beinhalten.

Um 1650-1720 n. Chr. gab es in der katholischen Kirche einen Index der verbotenen Bücher, . Die Existenz eines absoluten Raumes war für den Papst von theologischer Wichtigkeit, weil Gott ohne diesen Raum keine Möglichkeit hätte, die Dinge, die er geschaffen habe, irgendwo zu platzieren. Dazu war damals der "Raum" als Ding, als ontologische Seinsqualität von Nöten, so glaubten einige.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Substantialismus

3. Relationismus des Raumes und der Bewegung

4. Das Eimer-Experiment

4.1. Aufbau und Ablauf

4.2. Randbedingungen

4.3. Deutung

4.4. Schlussfolgerungen

5. Weiterführende Fragestellungen

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die philosophisch-metaphysische Debatte um den absoluten Raum und die absolute Bewegung anhand von Isaac Newtons Eimer-Experiment. Dabei wird analysiert, ob beschleunigte Bewegungen als Indiz für einen absoluten Raum dienen können oder ob eine relationistische Sichtweise der physikalischen Realität besser gerecht wird.

  • Grundlagen des Substantialismus und Relationismus
  • Physikalische Interpretation von Newtonschem Eimer-Experiment
  • Rolle von Zentripetalkräften und Trägheitskräften
  • Kritische Würdigung der Newtonschen Schlussfolgerungen
  • Historische und wissenschaftstheoretische Einordnung

Auszug aus dem Buch

4.4. Schlussfolgerungen

Newton zieht aus dem Eimer-Experiment den Schluss, daß es eine absolute Bewegung, die Drehbewegung, geben muss. Der Beweis dafür sei die sichtbare konkave Oberfläche des Wassers, die ein Maß für die Drehgeschwindigkeit darstelle.

Zerlegt man aber anschaulich, ohne viel Mathematik, die Bewegungen in ihre Komponenten relativ zur Verbindungslinie zwischen der Eimerwand und der Drehachse und tangential zur Kreisbewegung der Eimerwand, so stellt man fest, daß es sich bei Newtons Prämisse, es gebe zwischen Eimer und Wasser in dem Zustand, in dem beide sich drehen, keine Relativbewegung zwischen Eimer und Wasser, um einen Fehler, der aus der einfachen Anschauung resultiert. In Wirklichkeit übt die Eimerwand auf das Wasser eine ständige Kraftkomponente in Richtung der Drehachse aus. Das Wasser im Eimer wird daher durch die beschleunigte Eimerwand in Bewegung gesetzt. Die Eimerwand übt dabei auf die benachbarten Wasserteilchen eine ständige Kraft aus. Die Relativbewegung zwischen Eimerwand und Wasser ist offensichtlich und ähnelt der Bewegung des Spatens gegen die ruhende Wassermenge in dem oben erwähnten linearisierten Vergleichsversuchsablauf. Newtons Argument ist daher nicht gültig, weil diese eine seiner Voraussetzungen nicht stimmt. Zugegeben sei aber, daß die menschliche Anschauung hier sehr leicht fehl geht, zumal wenn ein „Magier“, wie Newton (der zweifellos eine räumliches Vorstellungsvermögen besaß, welches dasjenige der meisten Menschen bei weitem überragt, mich selbst eingeschlossen) ein solches „Zauberkunststück“ wie das „notorische Eimerargument“ (Dainton) präsentiert e.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die Debatte um absoluten Raum und Bewegung, sowie die Vorstellung des Eimer-Experiments als zentrales Untersuchungsobjekt.

2. Substantialismus: Erläuterung der metaphysischen Position, die den Raum als eigenständige, reale Entität begreift, die über materielle Objekte hinausgeht.

3. Relationismus des Raumes und der Bewegung: Darstellung der Gegenposition, nach der Bewegung nur relativ zu anderen Objekten und nicht zu einem absoluten Raum definierbar ist.

4. Das Eimer-Experiment: Detaillierte Betrachtung des Experiments inklusive historischer Quellen und spezifischer Parameter.

4.1. Aufbau und Ablauf: Beschreibung des Versuchsaufbaus mit einem an einer Schnur hängenden, rotierenden Eimer voller Wasser.

4.2. Randbedingungen: Analyse der physikalischen Voraussetzungen wie Gravitation, Luftdruck und Materialbeschaffenheit, die für das Experiment maßgeblich sind.

4.3. Deutung: Auseinandersetzung mit Newtons Interpretation der konkaven Wasseroberfläche als Nachweis für absolute Bewegung.

4.4. Schlussfolgerungen: Kritische Analyse der Newtonschen Argumentation, die die Annahme einer fehlenden Relativbewegung zwischen Eimer und Wasser als fehlerhaft entlarvt.

5. Weiterführende Fragestellungen: Ausblick auf spätere Experimente wie das Foucaultsche Pendel und moderne physikalische Konzepte zur Raumzeit.

Schlüsselwörter

Isaac Newton, Eimer-Experiment, absoluter Raum, Relativbewegung, Substantialismus, Relationismus, Klassische Mechanik, Trägheitskraft, Zentripetalkraft, Metaphysik, Beschleunigung, Raumzeit, Foucaultsches Pendel, Drehimpuls, Naturphilosophie

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht die philosophische und physikalische Auseinandersetzung über die Existenz eines absoluten Raums anhand von Isaac Newtons berühmtem Eimer-Experiment.

Welche zwei zentralen philosophischen Strömungen werden gegenübergestellt?

Die Arbeit thematisiert den Substantialismus, der den Raum als reale Substanz betrachtet, im Kontrast zum Relationismus, der Raum als bloße Beziehung zwischen Objekten definiert.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, Newtons Beweisführung für die Existenz einer "absoluten Bewegung" durch das Eimer-Experiment kritisch zu prüfen und auf ihre logische Konsistenz hin zu hinterfragen.

Welche wissenschaftliche Methodik kommt zum Einsatz?

Es handelt sich um eine theoretisch-philosophische Analyse, die physikalische Argumente (wie Trägheitskräfte) und historische Quellen (Principia) kombiniert, um die Argumentationslogik zu dekonstruieren.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Definition der Raumkonzepte, die detaillierte Beschreibung des Eimer-Experiments, die Analyse der physikalischen Randbedingungen und eine kritische methodische Schlussfolgerung.

Welche Keywords charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit lässt sich am besten mit Begriffen wie absoluter Raum, Relationismus, Newtons Eimer-Experiment, Zentripetalkraft und Naturphilosophie beschreiben.

Warum spielt die Religion eine Rolle in Newtons Überlegungen?

Newton verknüpfte seine mechanischen Theorien mit einer mystisch-theologischen Vision, in der der absolute Raum als ein Attribut Gottes verstanden wurde.

Wie bewertet der Autor Newtons Argumentation letztlich?

Der Autor kommt zu dem Schluss, dass Newtons Argumentation in Bezug auf die fehlende Relativbewegung zwischen Eimer und Wasser physikalisch unzureichend ist, da sie die ständige Einwirkung von Kraftkomponenten ignoriert.

Ende der Leseprobe aus 12 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Zum Eimer-Argument von Isaac Newton (1687)
Untertitel
Betrachtung zur "Absoluten Bewegung" an Hand des Gedankenexperimentes mit einem Eimer Wasser
Hochschule
Humboldt-Universität zu Berlin  (Philosophische Antropologie)
Veranstaltung
Proseminar "Raum und Zeit"
Note
2,3
Autor
Udo Scheer (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2014
Seiten
12
Katalognummer
V384275
ISBN (eBook)
9783668592896
ISBN (Buch)
9783668592902
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Time Space Raum Zeit Newton Eimer Bucket Absoluter Raum Gottesbeweis Klassische Mechanik Metaphysik der Raumzeit Drehimpulserhaltungssatz
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Udo Scheer (Autor:in), 2014, Zum Eimer-Argument von Isaac Newton (1687), München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/384275
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  12  Seiten
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