Diese Ausarbeitung beschäftigt sich mit klinischen Erhebungsverfahren und Methoden zur Untersuchung gestörten Verhaltens. Diese Themen sind wichtige Instrumente der Diagnostik, welche einen Bereich der Klinischen Psychologie darstellt. Die Diagnostik beschäftigt sich im Allgemeinen mit psychologischen Merkmalen und Störungen einer Person und daraus resultierenden Empfehlungen und Entscheidungen zum Wohle dieser.
Zunächst werden im Folgenden die Klinischen Erhebungsverfahren definiert. Daraufhin werden die verschiedenen Arten der Verfahren vorgestellt und die bekanntesten Verfahren einer Art aufgezeigt. Hierbei wird ein Augenmerk auf den Zweck und die Funktionsweise eines Verfahrens gelegt. Daraufhin folgt die Darstellung der Methoden zur Untersuchung gestörten Verhaltens. Die wichtigsten und populärsten Methoden werden eingehend beleuchtet und deren Zweck und Funktionsweise wird aufgezeigt. Abschließend wird ein Fazit gezogen, das die wichtigsten Erkenntnisse zusammenfasst und die Ausarbeitung somit abschließt.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Klinische Erhebungsverfahren
2.1 Allgemeines
2.2 Psychologische Erhebungsverfahren
2.3 Biologisch-psychologische Erhebungsverfahren
3. Methoden zur Untersuchung gestörten Verhaltens
3.1 Allgemeines
3.2 Fallstudie
3.3 Epidemiologische Forschung
3.4 Die Korrelation
3.5 Das Experiment
3.6 Gemischte Versuchspläne
4. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, die zentralen Instrumente der klinisch-psychologischen Diagnostik sowie die wissenschaftlichen Methoden zur Untersuchung gestörten Verhaltens systematisch darzustellen. Dabei wird der Fokus auf die Definition, Funktionsweise und Zweckmäßigkeit verschiedener Erhebungs- und Forschungsmethoden gelegt.
- Klassifizierung klinischer Erhebungsverfahren (psychologisch vs. biologisch-psychologisch)
- Strukturierung und Anwendung klinischer Interviews und Testverfahren
- Methoden der epidemiologischen Forschung und Korrelationsanalyse
- Experimentelle Designs in der Untersuchung gestörten Verhaltens
- Qualitätskriterien wie Reliabilität, Validität und Objektivität in der Diagnostik
Auszug aus dem Buch
2.2 Psychologische Erhebungsverfahren
Insgesamt sind psychologische Erhebungsverfahren hilfreich, wenn Merkmale der Kognition, Emotion, Persönlichkeit und des Verhaltens gemessen werden sollen. Zu den psychologischen Erhebungsverfahren zählen beispielsweise klinische Interviews. Klinische Interviews sind freie Gespräche über Probleme und Ressourcen. Das klinische Interview soll den Interwievten ermutigen, relevante persönliche Informationen wie die eigene Biografie, das Verhalten in bestimmten Situationen und Gefühle und Empfindungen zu äußern (Keßler, 2005). Ein Vorteil bei diesem Verfahren ist es, dass das nonverbale Verhalten hilft, das Gespräch zu interpretieren.
Das klinische Interview basiert auf einem vertrauensvollen Verhältnis zwischen dem Interviewer und dem Klienten, da es dem Klienten somit leichter fällt, seine Probleme und Erfahrungen preiszugeben. Um das Vertrauen des Klienten zu gewinnen, erfordert es Empathie und spezielle Methoden der Gesprächsführung. Überdies können die Interviews zu einem unterschiedlichen Maß strukturiert sein. Somit wird strengen oder vagen Leitlinien gefolgt, die Interviews sind also strukturiert, halb- oder semistrukturiert oder folgen einer freien Verhaltensweise (Keßler, 2005).
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Themengebiete der klinischen Erhebungsverfahren sowie der Untersuchungsmethoden gestörten Verhaltens ein und erläutert den Aufbau der Arbeit.
2. Klinische Erhebungsverfahren: Das Kapitel definiert klinische Erhebungsverfahren als standardisierte diagnostische Methoden und unterscheidet zwischen psychologischen und biologisch-psychologischen Zugängen.
3. Methoden zur Untersuchung gestörten Verhaltens: Hier werden wissenschaftliche Forschungsansätze wie Fallstudien, Epidemiologie, Korrelationsmethoden und Experimente hinsichtlich ihrer Eignung zur Untersuchung von Störungen analysiert.
4. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass die Wahl der Methode wesentlich von der diagnostischen Intention abhängt und der Entwicklung wissenschaftlich fundierter Gesetzmäßigkeiten dient.
Schlüsselwörter
Klinische Psychologie, Diagnostik, Erhebungsverfahren, Fallstudie, Epidemiologie, Korrelation, Experiment, Reliabilität, Validität, klinisches Interview, psychophysiologische Diagnostik, Verhaltensauffälligkeiten, wissenschaftliche Methoden, Persönlichkeitstests, Störungsbilder.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt die Grundlagen der klinischen Diagnostik und stellt die verschiedenen Verfahren vor, die zur Erhebung psychischer Merkmale und zur wissenschaftlichen Untersuchung gestörten Verhaltens eingesetzt werden.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen sind klinische Erhebungsmethoden (Interviews, Tests, biologisch-psychologische Verfahren) sowie wissenschaftliche Forschungsmethoden wie Fallstudien, epidemiologische Ansätze und experimentelle Versuchspläne.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, einen Überblick über die Funktionsweise und den Zweck der gängigen diagnostischen und wissenschaftlichen Untersuchungsmethoden in der Klinischen Psychologie zu geben.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine systematische Literaturarbeit, die existierende diagnostische Verfahren und Forschungsmethoden auf Basis relevanter Fachliteratur (z. B. Davison, Neale & Hautzinger) zusammenfasst.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Im Hauptteil werden zunächst Erhebungsverfahren wie Interviews, Projektive Tests und bildgebende Verfahren definiert, gefolgt von der Darstellung von Forschungsmethoden wie Experimenten und Korrelationsstudien.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Diagnostik, Klinische Psychologie, Reliabilität, Validität, klinische Interviews, Fallstudie, Epidemiologie und experimentelle Forschung.
Welchen Stellenwert haben Reliabilität und Validität für die Diagnostik?
Diese Qualitätskriterien sind essenziell, da sie die Zuverlässigkeit und Genauigkeit der Messungen sicherstellen, um fundierte Entscheidungen für Behandlungsmaßnahmen treffen zu können.
Wie unterscheiden sich Fallstudien von experimentellen Ansätzen?
Während Fallstudien detaillierte Einblicke in die Biografie einer Einzelperson ermöglichen, dienen Experimente der Identifikation kausaler Zusammenhänge zwischen unabhängigen und abhängigen Variablen unter kontrollierten Bedingungen.
Was genau messen biologisch-psychologische Verfahren?
Diese Verfahren messen körperliche Auswirkungen psychischer Umstände, wie etwa die Hautleitfähigkeit oder neurochemische Prozesse, um biologische Grundlagen menschlichen Verhaltens sichtbar zu machen.
Was sind gemischte Versuchspläne?
Hierbei handelt es sich um eine Kombination aus experimentellen und korrelativen Methoden, um die Wirkung manipulativer Variablen in Abhängigkeit von anderen Faktoren (wie z. B. der Art der Krankheit) zu untersuchen.
- Quote paper
- S. H. (Author), 2014, Methoden der klinischen Diagnostik. Klinische Erhebungsverfahren zur Untersuchung von Verhaltensstörungen, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/383606