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Zeitalter der verwahrlosten Jugend? Zum Wandel der Jugendsexualität

Title: Zeitalter der verwahrlosten Jugend? Zum Wandel der Jugendsexualität

Elaboration , 2016 , 18 Pages , Grade: 1,00

Autor:in: Anna Mindlina (Author)

Sociology - Children and Youth

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Kaum ein Lebensbereich Jugendlicher hat sich in den letzten Jahrzehnten so stark gewandelt wie der sexuelle. Sexualität wird heute wie nie zuvor öffentlich in Zeitschriften, Fernsehen und vor allem im Internet in zumeist pornografischer Weise vorgeführt und beeinflusst erheblich Vorstellungen und Praxis der Sexualität Jugendlicher. Ein exzessives Sexualleben, Pornokonsum, frühe Schwangerschaften, ständiger Partnerwechsel und Desinteresse an der emotionalen Basis des sexuellen Handelns werden als Symptome der Verwahrlosung genannt. Aus diesem Grund ist der Wandel von Sexualität und Beziehungen Jugendlicher ein untersuchungswürdiges Phänomen. Meine Forschungsfrage lautet: Kann man im Bezug auf das Sexualverhalten und die Sexualmoral von Jugendlichen von einer „sexuell verwahrlosten Jugend“ sprechen? Da die These über die „sexuell verwahrloste Jugend“, eine von den Medien hervorgebrachte und eher unbegründete These ist, gilt es, sie mithilfe von Studien und Forschungserkenntnissen zu hinterfragen.

Diese Ausarbeitung setzt sich im ersten Teil mit historischen und aktuellen gesellschaftstheoretischen und sexualwissenschaftlichen Theorien, zum Wandel von Sexualität und explizit Jugendsexualität auseinander. Zu allererst soll geklärt werden, inwieweit sich Sexualität gewandelt hat, im Hinblick auf die Liberalisierung der Sexualität in den 60er- und frühen 70er-Jahren. Anschließend befasst sich dieses Kapitel mit der Frage nach dem Wandel der Jugendsexualität. Bereits hier werde ich auf einige nennenswerte empirische Befunde von Gunter Schmidt eingehen. Dieses Kapitel bildet den theoretischen Rahmen und dient als Vorarbeit für das dritte Kapitel. Des Weiteren wird auf den ersten Geschlechtsverkehr eingegangen. An dieser Stelle ist es wichtig, anhand von empirischen Daten von Matthiesen, Schmidt, Klein und der PARTNER 4-Studie, festzustellen, ob es eine Vor oder Nachverlagerung des ersten Geschlechtsverkehrs gibt. Das heißt, ob die mediale Aussage, dass Jugendliche immer früher Sex haben, berechtigt ist. An dieser Stelle ist eine Differenzierung der Jugendlichen anhand von Bildungshintergründen, bzw. Schultypen wichtig, um herauszufinden, ob diese die sexuelle Aktivität beeinflussen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Der historische Wandel von Sexualität

2.1. Wandel der Sexualität

2.2. Wandel der Jugendsexualität

3. Sexualverhalten und Sexualmoral Jugendlicher in der Spätmoderne

3.1. Orientierung an Liebe, Treue und Beziehung?

3.2. Stellenwert der Sexualität

3.3. Der erste Geschlechtsverkehr

3.4. Verhütung: Verantwortliche Sexualität von Anfang an

4. Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht den Wandel der Jugendsexualität in der Bundesrepublik Deutschland, um die mediale These einer zunehmenden "sexuellen Verwahrlosung" Jugendlicher wissenschaftlich zu hinterfragen. Ziel ist es, auf Basis empirischer Studien das tatsächliche Sexualverhalten und die Sexualmoral heutiger Jugendlicher zu analysieren und dem oft skandalisierten Bild der "Generation Porno" entgegenzutreten.

  • Historische Entwicklung der Sexualmoral seit den 1960er Jahren
  • Stellenwert von Liebe, Treue und festen Beziehungen
  • Empirische Analyse zum Alter beim ersten Geschlechtsverkehr
  • Verantwortungsbewusstsein und Verhütungspraktiken
  • Kritische Auseinandersetzung mit medialen Mythen über Jugendliche

Auszug aus dem Buch

Stellenwert der Sexualität

Nach Matthiesen (2013) zeigen Jugendstudien, dass Sexualität von heterosexuellen Männern und Frauen, sich vor allem in „festen“ Beziehungen abspielt. Dies verdeutlicht Matthiesen (2013) anhand folgender Zahlen: „Von allen Geschlechtsverkehrer unserer Befragten [...] fanden 91% bei Männern bzw. 99% bei Frauen in festen Beziehungen statt“ (Matthiesen et al. 2013, S. 40). Zwischen dem Moment des Zusammenkommens und dem ersten Mal liegen unterschiedliche Zeitspannen. Nichtsdestotrotz, sind es nur wenige, genau genommen 10% der Befragten, die miteinander schliefen, bevor sie eine Beziehung miteinander eingingen.

Bei 40% der Befragten, kommt es innerhalb des ersten Monats nach der Beziehungsgründung zum Akt. Bei einem Viertel dauerte es zwei bis drei Monate, bei einem weiteren Viertel, bis zu zwei Jahre. Hier wird der Geschlechtsakt zu einem besonderen Ereignis empor gehoben und wird dem/der Partner/in, z.B. zum Geburtstag, geschenkt (vgl. ebd.). Einige der Befragten, z.B. Lin (18) sagte folgendes: „Ich habe das speziell festgelegt, dass ich erst nach einem Jahr, wenn ich mir richtig sicher bin [...] [mit ihm schlafe] zum Einjährigen“ (ebd.) und Franzi (17) betont: „Die müssten bei mir mindestens ein Vierteljahr warten bis ich mit denen schlafe, ich muss mir da auch wirklich sicher sein [...]“ (ebd.). Solche Aussagen zeigen, dass Jugendliche mehr als in der Lage sind, ihr eigenes Tempo in puncto Sex zu finden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung stellt die Forschungsfrage, ob man von einer „sexuell verwahrlosten Jugend“ sprechen kann, und legt den theoretischen sowie empirischen Rahmen der Arbeit fest.

2. Der historische Wandel von Sexualität: Dieses Kapitel analysiert die gesellschaftlichen Umbrüche seit den 60er Jahren, insbesondere die sexuelle Revolution und deren Einfluss auf die Endtraditionalisierung der Sexualmoral.

3. Sexualverhalten und Sexualmoral Jugendlicher in der Spätmoderne: Hier werden aktuelle empirische Daten zur Partnerschaftsbildung, zum ersten Geschlechtsverkehr und zum verantwortungsbewussten Verhütungsverhalten analysiert.

4. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und dementiert die mediale These der sexuellen Verwahrlosung durch den Nachweis einer normativen Orientierung an Intimität und festen Beziehungen.

Schlüsselwörter

Jugendsexualität, Sexuelle Revolution, Sexualmoral, Partnerschaft, Verhütung, Verhandlungsmoral, Intimität, Erstes Mal, Liebesbeziehung, Empirische Daten, Jugendstudie, Werte, Treue, Spätmoderne, Sexualaufklärung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht den Wandel der Jugendsexualität in Deutschland und hinterfragt kritisch die mediale Darstellung einer angeblichen "sexuellen Verwahrlosung" der heutigen Jugend.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die Schwerpunkte liegen auf der historischen Entwicklung der Sexualmoral, der Bedeutung von Liebe und festen Partnerschaften, dem Alter beim ersten Geschlechtsverkehr sowie dem Verhütungsverhalten.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die Beantwortung der Frage, ob das heutige Sexualverhalten Jugendlicher tatsächlich als "verwahrlost" einzustufen ist, oder ob es sich vielmehr um einen Wandel hin zu einer reflektierten "Verhandlungsmoral" handelt.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Die Autorin stützt sich auf eine Sekundäranalyse zahlreicher empirischer Studien (z.B. PARTNER 4-Studie, Arbeiten von Gunter Schmidt und Silja Matthiesen), um aktuelle Daten mit historischen Entwicklungen zu vergleichen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit analysiert?

Im Hauptteil werden empirische Befunde zu Beziehungsbiografien, zum Stellenwert der Sexualität innerhalb von Partnerschaften und zur Entwicklung der Verhütungsmethoden detailliert ausgewertet.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind "Verhandlungsmoral", "Endtraditionalisierung", "Intimität", "sexuelle Revolution" und "Verantwortungsbewusstsein".

Wie hat sich laut der Autorin das Verständnis der "Ehe" auf Jugendliche ausgewirkt?

Die Institution Ehe hat laut der Arbeit an Bedeutung verloren und wurde durch die Institution der "festen Beziehung" ersetzt, die nun als Rahmen für die Ausübung von Sexualität dient.

Welche Rolle spielt die Bildung bei der sexuellen Aktivität laut den untersuchten Daten?

Die Arbeit stellt fest, dass es Unterschiede beim Alter des ersten Geschlechtsverkehrs gibt, wobei Jugendliche mit Haupt- oder Realschulabschluss tendenziell früher sexuell aktiv werden als Gymnasiasten.

Was widerlegt laut dem Fazit die These der "sexuell verwahrlosten Jugend"?

Die Arbeit widerlegt diese These durch den Nachweis, dass Jugendliche sehr verantwortungsbewusst verhüten und Sexualität eng an emotionale Bindungen, Vertrauen und feste Partnerschaften koppeln.

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Details

Title
Zeitalter der verwahrlosten Jugend? Zum Wandel der Jugendsexualität
College
University of Kassel
Grade
1,00
Author
Anna Mindlina (Author)
Publication Year
2016
Pages
18
Catalog Number
V381087
ISBN (eBook)
9783668578296
ISBN (Book)
9783668578302
Language
German
Tags
Sexualität Jugendsexualität Jugend Generation Porno
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anna Mindlina (Author), 2016, Zeitalter der verwahrlosten Jugend? Zum Wandel der Jugendsexualität, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/381087
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