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Ungleichheit der Bildungschancen und die gesellschaftliche Relevanz des Bildungssystems in Frankreich

Pierre Bourdieus und Jean-Claude Passerons "Die Illusion der Chancengleichheit"

Title: Ungleichheit der Bildungschancen und die gesellschaftliche Relevanz des Bildungssystems in Frankreich

Term Paper , 2017 , 16 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Philipp Knaus (Author)

Sociology - Work, Education, Organisation

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Summary Excerpt Details

In seinem Werk „Die Illusion der Chancengleichheit: Untersuchungen zur Soziologie des Bildungswesens am Beispiel Frankreichs“, das 1964 in Frankreich und 1971 in deutscher Sprache und ergänzt um den zweiten Teil „Die Aufrechterhaltung der Ordnung“ veröffentlicht wurde, beschreibt und begründet Pierre Bourdieu zusammen mit Jean-Claude Passeron die Ungleichheit der Bildungschancen und die gesellschaftliche Relevanz des Bildungssystems, wie der Titel bereits aussagt, am Beispiel Frankreichs. Dabei gehen sie sowohl auf die offensichtliche Form der Ungleichheit in Form von erhobenen Daten, als auch auf die verborgene, sich selbst erhaltende und die gesellschaftlichen Verhältnisse legitimierende Funktion des Bildungssystems ein, das diese Ungleichheit erzeugen soll. Das Hinterfragen von in der Gesellschaft allgemein anerkannten Wahrheiten wie der „Begabung“ und das Benennen von verborgenen Mechanismen macht das Werk Bourdieus und Passerons hoch brisant und lässt auch eine deutliche Kritik an den gesellschaftlichen Zuständen erkennen.

In dieser Hausarbeit werden die wesentlichen Thesen der Autoren herausgearbeitet. Warum die angesprochenen und im weiteren Verlauf dieses Texts beleuchteten Mechanismen, die Bourdieu und Passeron entlarven, nach den Autoren zu ändern wären (sollten sie unser Schul- oder Universitätssystem überhaupt noch betreffen) und für welche Alternativen sie dabei plädieren, soll Teil einer kritischen Betrachtung werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Ungleiche Bildungschancen

3. Das Studentenmilieu und professorales Verhalten

4. Funktionen des Bildungssystems und die Aufrechterhaltung der alten Ordnung

5. Zusammenfassung und Schlussbetrachtung

6. Kritik

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die Arbeit analysiert das soziologische Werk "Die Illusion der Chancengleichheit" von Pierre Bourdieu und Jean-Claude Passeron, um die Mechanismen der sozialen Ungleichheit im französischen Bildungssystem aufzuzeigen, deren heimliche Funktionen zu beleuchten und diese mit Bourdieus Theorie der verschiedenen Kapitalsorten zu verknüpfen.

  • Analyse der ungleichen Bildungschancen basierend auf der sozialen Herkunft.
  • Untersuchung des studentischen Milieus und des professoralen Verhaltens.
  • Aufdeckung der legitimierenden Funktionen des Bildungssystems für soziale Privilegien.
  • Verknüpfung der Ergebnisse mit Bourdieus Kapitaltheorie (ökonomisches, soziales, kulturelles Kapital).
  • Kritische Reflexion über die Forderungen nach einer rationalen Hochschuldidaktik.

Auszug aus dem Buch

3. Das Studentenmilieu und professorales Verhalten

Um zu erklären, wie Ungleichheiten im Bildungssystem durchgehend bestehen können, muss auch ein Blick auf das Studentenmilieu und das Verhalten der Professoren geworfen werden. Wie bereits vorher erwähnt, unterscheiden sich die Lebensbedingungen und (Vor-)Kenntnisse der elitären Studenten von denen der unprivilegierten, was zu unterschiedlichen Einstellungen zum Studium und Arbeitsweisen führt. Die elitär geprägte Kultur an der Universität führt bei den unprivilegierten Studenten zu einer Erfahrung von „Irrealität“ und zu Sorgen über ihre Zukunft (ebd., S. 69). Auch das ist für sie, wie im weiteren Verlauf erläutert wird, ein Nachteil

Nach den beiden Autoren beinhaltet das Studentendasein als „provisorischer Zustand“ allein die Aufgabe, sein „eigenes Studentsein aufzuheben“ (ebd., S. 71). Es wird also nicht im klassischen Sinne etwas Produktives geleistet, sondern an sich selber gearbeitet und geübt, bis man produktionsfähig ist. Allerdings wird über eine Mystifizierung des Studiums und des Professors (der demzufolge eigentlich auch an seiner Aufhebung arbeiten müsste) dieser Zustand von Seiten der Studenten und Professoren ignoriert und geleugnet (ebd.). Die geschieht indem „sie ihre Gegenwart von ihrer Zukunft, die Mittel von den Zwecken abtrennen“ (ebd., S. 72). Die Verleugnung des eigenen Zustands geschieht im gegenseitigen Einvernehmen der Professoren und Studenten (ebd.). Es ergibt sich ein weiter Vorteil für die privilegierten Klassen, wenn man diese Beobachtungen weiterdeutet: Die vorher erwähnte Erfahrung des Studiums als irreal und die Zukunftsangst machen es den Studenten der unteren Klassen schwerer, die Realität ihres Studentendaseins erfolgreich zu verdrängen und sich damit mit Eifer in das „intellektuelle Spiel zu stürzen“ (ebd., S. 78). Besonders Studentinnen sind, angesichts ihrer besonders schlechten realen Berufsaussichten, davon betroffen (ebd., S. 74 f.).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung stellt Pierre Bourdieu und sein Werk "Die Illusion der Chancengleichheit" vor, erläutert die Zielsetzung der Arbeit und ordnet die soziologische Relevanz des Themas ein.

2. Ungleiche Bildungschancen: Dieses Kapitel thematisiert die ungleiche Verteilung von Bildungschancen basierend auf der sozialen Herkunft und erläutert, wie diese Ungleichheiten durch "verborgene" Mechanismen und kulturelle Privilegien reproduziert werden.

3. Das Studentenmilieu und professorales Verhalten: Hier wird analysiert, wie unterschiedliche studentische Lebenswelten und das Verhalten von Professoren dazu beitragen, soziale Ungleichheiten zu zementieren und eine elitär geprägte Kultur aufrechtzuerhalten.

4. Funktionen des Bildungssystems und die Aufrechterhaltung der alten Ordnung: Das Kapitel untersucht, wie das Bildungssystem soziale Privilegien in "Begabung" umdeutet und somit als Instrument zur Legitimierung der alten gesellschaftlichen Ordnung fungiert.

5. Zusammenfassung und Schlussbetrachtung: Hier werden die zentralen Erkenntnisse zu den heimlichen Funktionen des Bildungssystems zusammengeführt und mit der Theorie der Kapitalsorten von Bourdieu verknüpft.

6. Kritik: Der Autor reflektiert kritisch über Bourdieus und Passerons "Plädoyer für eine rationale Hochschuldidaktik" und hinterfragt die utilitaristischen Maßstäbe sowie die praktische Umsetzbarkeit ihrer Forderungen.

Schlüsselwörter

Bildungssystem, soziale Ungleichheit, Pierre Bourdieu, kulturelles Kapital, soziale Herkunft, Bildungsaufstieg, Legitimierung, Habitus, Hochschuldidaktik, soziale Hierarchien, Begabungsideologie, Privilegien, Reproduktion, Chancengleichheit, Studienwahl.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Bildungssystem unter soziologischen Gesichtspunkten, insbesondere im Hinblick auf die Reproduktion sozialer Ungleichheit und die Rolle von Bildung als Mittel zur Legitimierung von Klassenunterschieden.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zu den zentralen Themen gehören die Bedeutung der sozialen Herkunft für den Bildungserfolg, die Funktionsweise des französischen Universitätssystems sowie der Einfluss kulturellen Kapitals auf den akademischen Verlauf.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, die zentrale Argumentation von Bourdieu und Passeron zusammenzufassen, die soziale Ungleichheit und die "heimliche" Funktion des Bildungssystems aufzuzeigen und mit der Theorie der Kapitalsorten zu verknüpfen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf der Analyse soziologischer Fachliteratur (vornehmlich Bourdieu und Passeron) sowie statistischer Daten aus der untersuchten Primärquelle basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil behandelt die ungleichen Bildungschancen, das studentische Milieu im Verhältnis zum professoralen Verhalten sowie die Funktion des Bildungssystems zur Aufrechterhaltung bestehender Machtstrukturen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie soziale Ungleichheit, Bildungssystem, kulturelles Kapital, soziale Herkunft und Legitimierung geprägt.

Was meinen die Autoren mit der "Illusion der Chancengleichheit"?

Damit ist die Diskrepanz zwischen der postulierten formalen Gleichheit im Bildungssystem und der faktischen sozialen Benachteiligung gemeint, welche durch das System selbst verschleiert wird.

Inwiefern beeinflusst das "kulturelle Privileg" den Studienerfolg?

Studenten aus privilegierten Schichten besitzen bereits durch ihr familiäres Milieu kulturelle Kompetenzen, die vom Bildungssystem als "natürliche Begabung" honoriert werden, während Studenten aus unteren Schichten diese mühsam erwerben müssen.

Warum ist die Kritik an der "rationalen Hochschuldidaktik" relevant?

Die Kritik hinterfragt, auf welchen normativen Grundsätzen die Forderung nach Reformen basiert und ob das bloße Ändern der Zugangsregeln tatsächlich die zugrunde liegende soziale Ungerechtigkeit beseitigen könnte.

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Details

Title
Ungleichheit der Bildungschancen und die gesellschaftliche Relevanz des Bildungssystems in Frankreich
Subtitle
Pierre Bourdieus und Jean-Claude Passerons "Die Illusion der Chancengleichheit"
College
Friedrich-Alexander University Erlangen-Nuremberg
Course
Soziale Ungleichheit und Bildung
Grade
1,3
Author
Philipp Knaus (Author)
Publication Year
2017
Pages
16
Catalog Number
V381068
ISBN (eBook)
9783668585188
ISBN (Book)
9783668585195
Language
German
Tags
Die Illusion der Chancengleichheit illusion chancengleichheit pierre bourdieu Jean-Claude Passeron soziale ungleichheit frankreich zusammenfassung hausarbeit kritik rationale hochschulpädagogik bildung ungleichheit bildungswesen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Philipp Knaus (Author), 2017, Ungleichheit der Bildungschancen und die gesellschaftliche Relevanz des Bildungssystems in Frankreich, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/381068
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