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Die Liquidity Coverage Ratio LCR. Anforderungen an das Liquiditätsmanagement von Banken

Title: Die Liquidity Coverage Ratio LCR. Anforderungen an das Liquiditätsmanagement von Banken

Elaboration , 2016 , 18 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Christian Püschel (Author)

Business economics - Banking, Stock Exchanges, Insurance, Accounting

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Viele Banken waren in der anfänglichen "Liquiditätsphase" der 2007 einsetzenden Finanz- und Wirtschaftskrise trotz angemessener Eigenkapitalausstattung mit Schwierigkeiten konfrontiert, da sie kein effizientes Liquiditätsrisikomanagement besaßen. Liquidität ist für die Funktionsfähigkeit der Finanzmärkte und des Bankensektors von enormer Wichtigkeit, was diese Krise einmal mehr verdeutlichte. (...)

Wie schnell die Liquidität der Banken versiegen und Illiquidität längere Zeit andauern kann, zeigte der rasche Umschwung der Marktbedingungen in dieser Zeit. Unzureichende Liquiditätspolster aufgrund von positiven Fristentransformationen, verbunden mit einen hohen Grad an Fremdfinanzierung führten zu einem Vertrauensverlust in die Solvenz und Liquidität vieler Kreditinstitute.

Das Finanz- und Bankensystem bekam große Probleme und um die Funktionsfähigkeit der Märkte, wie auch teilweise einzelne Finanzinstitute zu stützen, mussten die Zentralbanken ein-greifen. Einige Banken missachteten vor der Finanzkrise elementare Grundsätze der Steuerung des Liquiditätsrisikos.

Die bestehenden Systeme zur Sicherung der Stabilität des Finanz- und Bankensektors reichten nicht aus, um die Krise zu verhindern. Daraufhin veröffentlichte der Basler Ausschuss im Jahr 2008 als Grundlage seines Rahmenkonzepts zur Liquidität Grundsätze für eine solide Steuerung und Überwachung des Liquiditätsrisikos (Principles for Sound Liquidity Risk Management and Supervision).

Diese Grundsätze enthalten explizite und detaillierte Empfehlungen zum Risikomanagement und zur Überwachung der Deckung des Liquiditätsrisikos. Um diese Grundsätze weiter zu ergänzen hat der Ausschuss sein Rahmenkonzept zur Liquidität durch zwei Mindeststandards für die Liquiditätsbeschaffung weiter verstärkt. Diese Standards dienen zwei verschiedenen, aber einander ergänzenden Zielen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1 Umbruch im Liquiditätsmanagement der Banken

1.2 Aufbau der Arbeit

2. Grundlagen und Begriffsabgrenzung

2.1 Risiko und Liquidität

2.2 Liquiditätsrisiken in Kreditinstituten

3. Die Mindestliquiditätsquote (Liquidity Coverage Ratio, LCR)

3.1 Definition und Zweck der LCR

3.2 Bestandteile der LCR

3.3 Die LCR als Kostenfaktor und Steuerungsgröße

4. Auswirkungen der LCR

4.1 Kreditvergabeeinschränkung durch die LCR

4.2 Anforderungen an das Liquiditätsmanagement

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Einführung der Liquidity Coverage Ratio (LCR) als quantitativen Mindeststandard im Rahmen von Basel III. Ziel ist es, die Auswirkungen dieser regulatorischen Anforderung auf das Liquiditätsmanagement von Banken zu analysieren und aufzuzeigen, wie sie zur Stabilität des Finanzsystems beiträgt sowie welche ökonomischen Konsequenzen für die Kreditvergabe entstehen.

  • Grundlagen der Liquiditätsrisikosteuerung in Banken
  • Struktur, Berechnung und Zielsetzung der LCR
  • Die LCR als Kostenfaktor in der Banksteuerung
  • Konsequenzen der LCR für die Kreditvergabekapazität
  • Qualitative Anforderungen an das Liquiditätsmanagement durch MaRisk

Auszug aus dem Buch

3.2 Bestandteile der LCR

Um das Liquiditätsrisiko weiterhin zu begrenzen wurde die LCR eingeführt und der Stresstest der LCR ist als aufsichtliche Mindestanforderung für Banken anzusehen. Die Nettoabflüsse von Barmitteln einer Bank dürfen innerhalb der ersten 30 Kalendertage den Bestand an HQLA nicht überschreiten, ansonsten gilt der Stresstest als gescheitert. Eine weitere Voraussetzung ist, dass die LCR außerhalb der Stresszeiten mindestens 100 % betragen muss. Ein höherer Erfüllungsgrad wird als Liquiditätspuffer bezeichnet und soll angestrebt werden.19

In Abbildung 1 ist zu erkennen, dass sich die LCR aus zwei Komponenten zusammensetzt. Zum einen der Zähler, der Bestand der HQLA, und zum anderen der Nenner, der gesamte Nettoabfluss von Barmitteln, die gemäß den weiter unten beschriebenen Szenario Parametern berechnet werden. Laut dem Standard der LCR müssen die Banken einen Bestand an lastenfreien HQLA halten, die die erwarteten Nettomittelabflüsse über einen 30-Tages-Zeitraum unter dem Stressszenario abdecken. Der Basler Ausschuss hat dennoch bestätigt, dass die Banken in Krisenzeiten auch den Bestand an HQLA über das Mindestmaß hinaus angreifen dürfen.20 HQLA sind erstklassige liquide Aktiva, die ohne Weiteres und unverzüglich mit keinem oder nur geringerem Wertverlust flüssig gemacht werden können.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den Umbruch im Liquiditätsmanagement nach der Finanzkrise 2007 und führt in die Problematik unzureichender Liquiditätspolster ein.

2. Grundlagen und Begriffsabgrenzung: Dieses Kapitel definiert die zentralen Begriffe Risiko und Liquidität und erläutert die verschiedenen Arten von Liquiditätsrisiken in Kreditinstituten.

3. Die Mindestliquiditätsquote (Liquidity Coverage Ratio, LCR): Hier werden Zweck, Bestandteile sowie die Rolle der LCR als Kostenfaktor und Steuerungsgröße detailliert vorgestellt.

4. Auswirkungen der LCR: Das Kapitel analysiert die Folgen der LCR auf die Kreditvergabe und beschreibt die qualitativen Anforderungen an ein professionelles Liquiditätsmanagement.

5. Fazit: Das Fazit fasst die Bedeutung der regulatorischen Verschärfungen zusammen und bewertet die LCR vor dem Hintergrund künftiger Herausforderungen für die Banken.

Schlüsselwörter

Liquidity Coverage Ratio, LCR, Liquiditätsrisiko, Basel III, Liquiditätspuffer, HQLA, Bankenregulierung, Risikomanagement, MaRisk, Refinanzierung, Finanzkrise, Zahlungsfähigkeit, Kreditvergabekapazität, Liquiditätsmanagement, Stresstest.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der neuen regulatorischen Anforderung der Liquidity Coverage Ratio (LCR), die im Zuge von Basel III eingeführt wurde, um die Liquiditätsvorsorge von Banken zu stärken.

Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?

Die zentralen Felder umfassen die regulatorischen Grundlagen der Bankenaufsicht, die Definition und Berechnung der LCR, die Auswirkungen auf die Banksteuerung und die qualitativen Anforderungen an das Risikomanagement.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist die Darstellung der LCR als kurzfristige Liquiditätsanforderung sowie die Analyse ihrer Auswirkungen auf die Kreditvergabe und das operative Bankgeschäft.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine theoretische Analyse der Baseler Rahmenkonzepte (Basel III), relevanter gesetzlicher Anforderungen (KWG, LiqV, MaRisk) sowie aktueller Fachliteratur.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst die Grundlagen des Liquiditätsrisikos und der LCR erläutert, gefolgt von einer Analyse der LCR als Steuerungsgröße und ihrer Auswirkungen auf die Kreditvergabekapazität.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie LCR, Liquiditätspuffer, HQLA, Basel III und Liquiditätsrisikomanagement charakterisiert.

Was unterscheidet das Marktliquiditätsrisiko von anderen Risikoarten?

Das Marktliquiditätsrisiko beschreibt die Gefahr, dass Vermögenswerte aufgrund außergewöhnlicher Ereignisse nur mit Preisabschlägen veräußert werden können, wobei die Zuständigkeit hier eher im Marktrisikomanagement liegt.

Wie wirkt sich die LCR auf die Kreditvergabe aus?

Die Einhaltung der LCR verursacht zusätzliche Kosten, die die Rentabilität von Geschäften mindern können, was wiederum zu einer restriktiveren Kreditvergabepolitik der Banken führen kann.

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Details

Title
Die Liquidity Coverage Ratio LCR. Anforderungen an das Liquiditätsmanagement von Banken
College
Berlin School of Economics and Law
Grade
1,3
Author
Christian Püschel (Author)
Publication Year
2016
Pages
18
Catalog Number
V380699
ISBN (eBook)
9783668573383
ISBN (Book)
9783668573390
Language
German
Tags
LCR Liquiditätsmanagement Bank
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Christian Püschel (Author), 2016, Die Liquidity Coverage Ratio LCR. Anforderungen an das Liquiditätsmanagement von Banken, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/380699
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