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Zur Shop-Startseite › BWL - Rechnungswesen, Bilanzierung, Steuern

Ansatz und Bewertung von Rückstellungen

Titel: Ansatz und Bewertung von Rückstellungen

Hausarbeit , 1979 , 42 Seiten

Autor:in: Dr. Klaus-Uwe Gerhardt (Autor:in)

BWL - Rechnungswesen, Bilanzierung, Steuern

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Bei Rückstellungen handelt es sich um Verbindlichkeiten gegenüber Dritten, die am Bilanzstichtag dem Grunde nach bekannt sind, aber sowohl von ihrer Entstehung her als auch der Höhe sowie ihrer Fälligkeit nach unbestimmt sind. Die Dax-Unternehmen gehen immer noch recht lax mit den Rückstellungen um und Aktionäre müssen oft auf Ausschüttungen verzichten. Börsennotierte Aktiengesellschaften müssen seit 2013 allerdings bei Pensionsrückstellungen realitätsnäher bilanzieren.

Diese Seminararbeit wurde am Institut für Treuhandwesen der Goethe-Universität zu Frankfurt im Wintersemester 1978/79 eingereicht. Die gesetzlichen Grundlagen haben sich seither erheblich verändert. Wie werden Rückstellungen heute bilanziert? Welche juristischen Kommentare spiegeln die herrschende Meinung heute wieder? In dieser Arbeit wird problematisiert, dass Rückstellungen immer mehr zu einem Finanzierungsmittel werden und die Unternehmen sich einer Kontrolle gerade durch eine kritische Öffentlichkeit entziehen können. Bei der Bilanzierung sind mehrfach geänderte Grundsätze der Vorsicht und Sorgfalt zu beachten. Zunächst ist zu klären, welche gesetzlichen Grundlagen heute greifen. Auf die Historie dieser Veränderungen wird später eingegangen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Rückstellungen im Vergleich zu anderen Passivposten

2.1 Rückstellungen

2.2 Rückstellungen und Rücklagen

2.3 Wertberichtigungen

2.4 Verbindlichkeiten

2.5 Passive Rechnungsabgrenzungsposten

2.6 Zwischenfazit

3. Ansatz von Rückstellungen

3.1 Zur Entstehungsgeschichte des Passivpostens Rückstellungen

3.2 Statische und dynamische Betrachtungsweise

3.3 Welche Rückstellungen sind erlaubt?

3.4 Rückstellungen und die Grundsätze ordnungsgemäßer Buchführung

3.5 Ansatzwahlrecht oder Ansatzpflicht von Rückstellungen

3.6 Zwischenfazit

4. Vorschläge zur Bewertung von Rückstellungen

4.1 Zielkonflikte: Vorsichtsgedanke oder Informationspflicht

4.2 Wertansatz nach dem Vorsichtsprinzip

4.3 Wertansatz nach kumulierter Glaubwürdigkeit

4.4 Mittelwertansatzmethode bei Rückstellungen

4.5 Änderungen durch das BilMoG

4.6 Zwischenfazit

5. Wirtschaftsentwicklung und Bilanzierung von Rückstellungen

5.1 Gesamtwirtschaftliche Betrachtungsweise

5.2 Die Relation der Rückstellungen und Bilanzsumme im Zeitverlauf

5.3 Tausch der Kapitalpositionen (Passivtausch)

5.4 Zwischenfazit

6. Thesenpapier

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit befasst sich mit der Analyse von Rückstellungen als Instrument zur Bilanzierung und möglichen Gewinnverschleierung in Unternehmen, wobei untersucht wird, wie sich gesetzliche Rahmenbedingungen auf den Ansatz und die Bewertung auswirken.

  • Charakterisierung und Abgrenzung von Rückstellungen im Vergleich zu anderen Passivposten
  • Untersuchung der Bilanzierungspraxis und gesetzlicher Anforderungen, insbesondere durch das BilMoG
  • Analyse verschiedener Bewertungsmethoden für Rückstellungen (Vorsichtsprinzip vs. Glaubwürdigkeit)
  • Diskussion der Rolle von Rückstellungen als Finanzierungsmittel und Einfluss auf das externe Informationsbild

Auszug aus dem Buch

3.1 Zur Entstehungsgeschichte des Passivpostens Rückstellungen

Rückstellungen gab es als Instrument schon zu Anfang des 20. Jahrhunderts, auch wenn dies damals begrifflich noch nicht vereinheitlicht wurde. Daher stellten Unternehmen schon vor 1929 Rückstellungen in ihre Bilanzen ein. Einen Schub gab es durch die Entscheidung des RFH vom 17.12.1929, wonach Rücklagen und Rückstellungen als Vorsorge für künftige Ausgaben bzw. Schulden anzusehen seien. Mit der Aktienrechtsnovelle von 1931 wurden mit § 261a AktG eine Gliederungsvorschriften erlassen, die zunächst schlecht voneinander abgegrenzt waren, aber mit § 131 Abs. 1 und 2 des Gesetzes über Aktiengesellschaften und Kommanditgesellschaften (AktG) von 1937 entsprechend kodifiziert.

Nach dem Krieg wurde gemäß § 152 Abs. 7 AktG 1965 der Rückstellungskatalog verfeinert, was dazu führte, dass Aufwandsrückstellungen nunmehr die Ausnahme spielen sollten. Eine neue Bestimmung kam mit § 156 Abs. 4 hinzu. Hier heißt es, dass der Rückstellungsbetrag nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung zu erfolgen habe. Der Ansatz von Rückstellungen wurde schließlich mit dem Bilanzrichtliniengesetz (BiRiLiG) 1985 in § 249 HGB, die Bewertung von Rückstellungen in § 253 Abs. 1 Satz 1 HGB, sowie die Ausweisung von Rückstellungen in § 266 Abs. 1 und 3 (B) HGB neu gefasst.

Aufgrund der 4. EG-Richtlinie gilt aktuell § 249 HGB. Die damit gekoppelte Aufhebung des § 152 Abs. 7 AktG aus 1965 waren die erweiterte Zulassung von Aufwandstückstellungen sowie eine Neufassung der Passivierungspflicht für bestimmte Rückstellungen verbunden. Mit dem Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (BilMoG) wurden die Vorschriften zum Rückstellungsansatz nach § 253 HGB, § 249 HGB nochmalig mit der Absicht geändert, die Bildung von Aufwandsrückstellungen erneut stark einzuschränken.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Problematik des Rückstellungswesens bei Dax-Unternehmen und erläutert die Motivation sowie die theoretischen Grundlagen der Seminararbeit.

2. Rückstellungen im Vergleich zu anderen Passivposten: Dieses Kapitel arbeitet die charakteristischen Merkmale von Rückstellungen heraus und grenzt diese von anderen Passivposten wie Rücklagen, Verbindlichkeiten und Rechnungsabgrenzungsposten ab.

3. Ansatz von Rückstellungen: Es werden die historische Entwicklung, die gesetzlichen Grundlagen und die Kriterien für den Ansatz von Rückstellungen sowie das Spannungsfeld zwischen Ansatzwahlrecht und Ansatzpflicht analysiert.

4. Vorschläge zur Bewertung von Rückstellungen: Dieses Kapitel diskutiert verschiedene theoretische Ansätze zur Bewertung, darunter das Vorsichtsprinzip und die Methode der kumulierten Glaubwürdigkeit, unter Berücksichtigung der BilMoG-Änderungen.

5. Wirtschaftsentwicklung und Bilanzierung von Rückstellungen: Es wird untersucht, wie Unternehmen Rückstellungen im Zeitverlauf nutzen und welche Auswirkungen dies auf die Bilanzstruktur sowie die Gewinnverschleierung hat.

6. Thesenpapier: Das Kapitel fasst die zentralen Erkenntnisse der Arbeit in zwölf prägnanten Thesen zusammen.

Schlüsselwörter

Rückstellungen, Bilanzierung, Bewertung, Vorsichtsprinzip, Gewinnverschleierung, BilMoG, Passivposten, Fremdkapital, Handelsbilanz, Steuerbilanz, Rücklagen, Verbindlichkeiten, Bilanzklarheit, Unternehmensrechnung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die bilanzielle Behandlung von Rückstellungen und problematisiert deren Nutzung als Finanzierungsinstrument sowie als Mittel zur potenziellen Gewinnverschleierung.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind der Ansatz und die Bewertung von Rückstellungen, die Abgrenzung zu anderen Passivpositionen sowie die Auswirkungen gesetzlicher Änderungen durch das BilMoG auf die Bilanzpraxis.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die Charakteristika von Rückstellungen aufzuzeigen und kritisch zu analysieren, ob und wie Unternehmen diese nutzen, um Gewinne zu steuern und externe Kontrolle zu erschweren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse und der Auswertung statistischer Daten der Deutschen Bundesbank zur Entwicklung von Rückstellungen bei deutschen Unternehmen im Zeitverlauf.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil behandelt theoretische Konzepte zur Bewertung (z.B. Vorsichtsprinzip), gesetzliche Rahmenbedingungen sowie eine empirische Betrachtung der Verwendung von Rückstellungen in verschiedenen Wirtschaftszweigen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Rückstellungen, Bilanzierung, Gewinnverschleierung, Vorsichtsprinzip, BilMoG, Passivtausch und Fremdkapital.

Wie beeinflusst das BilMoG die Bildung von Rückstellungen?

Das Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (BilMoG) hat die Vorschriften zum Ansatz und zur Bewertung verschärft, insbesondere um die Bildung von Aufwandsrückstellungen einzuschränken und die steuerliche sowie handelsrechtliche Bilanzierung stärker zu harmonisieren.

Warum sind Rückstellungen als „Finanzierungsmittel“ attraktiv?

Da Rückstellungen als Fremdkapital das Eigenkapital gegenüber Dritten neutralisieren können und ihre Höhe Schätzungsspielräume zulässt, können sie in Zeiten hoher Gewinne genutzt werden, um Liquidität im Unternehmen zu halten und Dividenden oder Steuerlasten zu mindern.

Ende der Leseprobe aus 42 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Ansatz und Bewertung von Rückstellungen
Hochschule
Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main  (Seminar für Treuhandwesen)
Veranstaltung
Unternehmensrechnung
Autor
Dr. Klaus-Uwe Gerhardt (Autor:in)
Erscheinungsjahr
1979
Seiten
42
Katalognummer
V380508
ISBN (eBook)
9783668588318
ISBN (Buch)
9783668588325
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Rückstellungen Bilanz Bilanzierung Pensionsrückstellungen Rechnungslegung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Dr. Klaus-Uwe Gerhardt (Autor:in), 1979, Ansatz und Bewertung von Rückstellungen, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/380508
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Leseprobe aus  42  Seiten
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