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Verschiedene Augustus-Bilder in der antiken Literatur. Augustus bei Sueton, Augustus' Autobiographie und Augustus bei Plinius dem Älteren

Title: Verschiedene Augustus-Bilder in der antiken Literatur. Augustus bei Sueton, Augustus' Autobiographie und Augustus bei Plinius dem Älteren

Term Paper , 2013 , 16 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Michaela Caputo (Author)

Latin philology - Literature

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In der modernen Zeit findet man Bilder und Berichte über berühmte Persönlichkeiten in Zeitungen und Magazinen, Geschichten aus ihrem Leben füllen oftmals ganze Fernsehsendungen, es entstehen Biographien und Autobiographien – ein hoher Wahrheitsgehalt ist dabei leider nicht immer garantiert. Einerseits sind Horden von Journalisten damit beschäftigt, neueste Neuigkeiten und Hintergründe – möglicherweise auch unangenehme – auszugraben, und andererseits versuchen die VIPs verständlicherweise, ein gewisses Image aufrecht zu erhalten, das ihnen dienlich ist. Auch wenn den Berühmtheiten der Antike die Paparazzi erspart blieben, setzte man sich (auch posthum) mit ihnen auseinander und versuchte, möglichst viel über ihr Leben in Erfahrung zu bringen. Die Gründe hierfür reichen von bloßer Neugierde bis hin zu dem Versuch, durch die Studie des Lebens eines Menschen mehr über seinen Charakter und damit über die Beweggründe seines Handelns zu erfahren. Dabei war die Berichterstattung, kaum anders als heute, gefärbt von Meinungen und Vorurteilen wie auch politischen Interessen.
Ein solcher Mensch, der durch seine Taten große Berühmtheit erlangte, war Augustus, der erste römische Kaiser. Er bekämpfte die politischen Unruhen, die nach dem Ende der Republik und dem Tode Caesars entstanden waren und „brachte nach siebzig leidvollen Jahren endlich Ordnung, Ruhe und Frieden. Und die Römer waren ihm dankbar.“ Nach seinem Tod sind über Augustus mehrere Abhandlungen oder biographische Darstellungen verfasst worden, in denen sehr unterschiedliche Haltungen gegenüber dem ehemaligen Herrscher eingenommen werden, wodurch auch der Wahrheitsgehalt und die historische Zuverlässigkeit dieser Werke in Frage gestellt werden muss. Somit drängt sich aber die Frage auf, warum - wenn die historische Zuverlässigkeit nicht das Hauptziel war - diese Abhandlungen a) überhaupt geschrieben wurden und sie b) zu teils sehr unterschiedlichen Ansichten gelangen.

Die vorliegende Arbeit wird sich mit der Augustus-Vita Suetons, dem Bild des Augustus in der Naturgeschichte Plinius des Älteren und mit dem von Augustus selbst verfassten Tatenbericht beschäftigen und dabei die Gemeinsamkeiten, vor allem aber die Unterschiede aufzeigen. Durch eine Analyse der jeweiligen Augustus-Darstellung sowie eine genauere Betrachtung der (möglichen) Absichten des Autors und der gewählten Textgattung soll diese Arbeit versuchen zu erklären, wie die so unterschiedlichen literarischen Bilder des Augustus zustande kommen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. August bei Sueton

2.1 Der Autor und sein Werk

2.2 Die Gattung der Kaiserbiographie

2.3 Absichten und Publikum Suetons

2.4 Die Augustus-Vita

3. August bei Plinius

3.1 Der Autor und sein Werk

3.2 Zur Philosophie des Plinius

3.3 Der Abschnitt über Augustus (HN 7, 147-150)

4. Der Tatenbericht des Augustus: Res Gestae

4.1 Wichtige Aussagen

4.2 Gattung und damit verbundener Zweck

5. Zusammenfassung und Schluss

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht die unterschiedlichen literarischen Darstellungen des ersten römischen Kaisers Augustus bei Sueton, Plinius dem Älteren und in dessen eigenen Tatenbericht, den Res Gestae. Ziel ist es, durch eine Analyse der Autorenabsichten, der gewählten Textgattungen und der jeweiligen inhaltlichen Schwerpunkte aufzuzeigen, wie und warum so divergierende Bilder derselben historischen Person entstehen konnten.

  • Vergleich der Augustus-Vita bei Sueton mit dem Bild in der Naturalis Historia des Plinius.
  • Analyse des Tatenberichts (Res Gestae) als Instrument der kaiserlichen Selbstdarstellung und Propaganda.
  • Untersuchung der Bedeutung von Textgattung (Biographie vs. Naturkunde vs. Tatenbericht) für die historische Darstellung.
  • Einfluss persönlicher Lebensumstände, Interessen und Weltanschauungen der Autoren auf das Augustus-Bild.
  • Bewertung von Objektivität, Auslassungen und Rechtfertigungsstrategien in den antiken Quellen.

Auszug aus dem Buch

2.4.2 Wichtige Aussagen

Die Augustus-Vita ist bis zu Augustus‘ Antritt des Erbes seines Onkels Caesar chronologisch aufgebaut. Caesar spielt ohnehin eine große Rolle für die Interpretation der Augustus-Darstellung. Zunächst einmal ist auffällig, dass die Kaiserbiographien Suetons mit Caesar beginnen, obwohl dieser noch kein legitimer Alleinherrscher war und Augustus als Begründer des Prinzipats gilt. Caesar hat dafür aber die Weichen gestellt, und Augustus konnte als Erbe in dessen Fußstapfen treten. Lambrecht beobachtet, dass Sueton „im Principatsbegründer Augustus den Erben des Monarchen Caesar herausstellen will.“ Laut Sueton beginnt Augustus kurz nach dem Antritt seines Erbes, Kampfhandlungen durchzuführen. Doch soll offensichtlich deutlich werden, dass Augustus alle Kriege, die er nach seinem Erbschaftsantritt führte, nicht aus Machtgier, sondern aus Verpflichtung gegenüber Caesar geführt hat: Omnium bellorum initium et causam hinc sumpsit: nihil convenientius ducens quam necem avunculi vindicare tuerique acta […].“ (Suet. Aug. 10,1) Somit werden die Taten des Augustus gerechtfertigt, denn sie dienen dem Erhalt der Errungenschaften Caesars.

Dabei zeigt Augustus eine oft grausame Vorgehensweise, ähnlich der seines Onkels, da „er die ihm zu Gebote stehenden Mittel genau so unbedenklich einsetzt wie Caesar; seine Skrupellosigkeit wird dadurch umso mehr betont.“ So heißt es beispielsweise in Suet. Aug. 13: Nec successum victoriae moderatus est, sed capite Bruti Romam misso, ut statuae Caesaris subiceretur, in splendidissimum quemque captivum non sine verborum contumelia saeviit; Ein Beispiel für die fehlende Gnade gegenüber der eingenommenen Länder findet sich in Aug. 15: Perusia capta in plurimos animadvertit, orare veniam vel excusare se conantibus una voce occurrens, moriendum esse. (Suet. Aug. 15) Alles geschieht unter dem Vorwand der Rache „für die Ermordung seines ‚Vaters‘“. Diese private Rache wird in der Auffassung Suetons zu einer Staatsangelegenheit, da auf diese Weise die Alleinherrschaft nicht nur erhalten, sondern neu geordnet werden kann. Sueton vermittelt „das Bild vom Principat als einer Erbmonarchie, und dieser Gedanke ist im Hinblick auf die weiteren Kaiserbiographien wichtig.“

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Problematik der historischen Wahrheit in Biographien und führt in die drei zu untersuchenden Quellen zur Person des Augustus ein.

2. August bei Sueton: Dieses Kapitel analysiert Suetons methodische Herangehensweise, seine Rolle als Autor und die Art und Weise, wie er Augustus in seiner Vita als eine Art „guten“ Kaiser darstellt.

3. August bei Plinius: Das Kapitel untersucht das Augustus-Bild in der Naturalis Historia, wobei der Fokus auf Plinius' philosophischer Weltanschauung liegt, die Augustus primär als einem der Natur unterworfenen Menschen betrachtet.

4. Der Tatenbericht des Augustus: Res Gestae: Hier wird der Tatenbericht des Augustus als politisches Propagandainstrument analysiert, das ein idealisiertes Selbstbild des Herrschers vermitteln soll.

5. Zusammenfassung und Schluss: Das Fazit führt die Ergebnisse zusammen und verdeutlicht, dass das Bild des Augustus durch die subjektive Motivation und Absicht des jeweiligen Autors entscheidend geprägt wurde.

Schlüsselwörter

Augustus, Sueton, Plinius der Ältere, Res Gestae, Kaiserbiographie, Prinzipat, historische Wahrheit, antike Geschichtsschreibung, Herrscherbild, Propaganda, Naturalis Historia, De Vita Caesarum, Quellenkritik, römische Kaiserzeit, Selbstdarstellung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, wie verschiedene antike Autoren ein Bild der historischen Person Augustus konstruieren und durch welche Mittel sie dies erreichen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die Themenfelder umfassen die biographische Technik Suetons, die naturphilosophische Sichtweise des Plinius und die politische Intention von Augustus' eigenem Tatenbericht.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, zu erklären, wie und warum so unterschiedliche literarische Bilder des Augustus entstehen konnten, indem die jeweiligen Absichten der Autoren und ihre Gattungswahl betrachtet werden.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine komparative Textanalyse angewandt, die das Augustus-Bild in drei unterschiedlichen Werken vergleicht und in den Kontext der jeweiligen Zeit und Autorenabsichten stellt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil widmet sich detailliert der Analyse der Sueton-Vita, dem Abschnitt über Augustus bei Plinius sowie dem Tatenbericht Res Gestae, inklusive der Einordnung von Autor, Werk und Intention.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich am besten mit Begriffen wie Augustus, Kaiserbiographie, Quellenkritik, Propaganda und antike Geschichtsschreibung charakterisieren.

Warum stellt Sueton Augustus insgesamt positiver dar als Plinius?

Sueton verfolgt das Ziel, ein Charakterbild des Kaisers zu zeichnen, wobei er positive Aspekte betont und negative Handlungen als notwendige Entwicklungen rechtfertigt, während Plinius Augustus als Beispiel für die Unausweichlichkeit von Schicksal und menschlichem Unglück innerhalb der Naturgesetze anführt.

Welche Funktion erfüllten die Res Gestae für Augustus?

Die Res Gestae dienten als politisches Instrument zur Rechtfertigung und Propagierung des neuen Systems des Prinzipats sowie zur Vermittlung eines unfehlbaren Selbstbildes an die Nachwelt und den Nachfolger Tiberius.

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Details

Title
Verschiedene Augustus-Bilder in der antiken Literatur. Augustus bei Sueton, Augustus' Autobiographie und Augustus bei Plinius dem Älteren
College
University of Tubingen
Course
Proseminar: Sueton
Grade
1,3
Author
Michaela Caputo (Author)
Publication Year
2013
Pages
16
Catalog Number
V379360
ISBN (eBook)
9783668566439
Language
German
Tags
verschiedene augustus-bilder literatur augustus sueton autobiographie plinius älteren
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Michaela Caputo (Author), 2013, Verschiedene Augustus-Bilder in der antiken Literatur. Augustus bei Sueton, Augustus' Autobiographie und Augustus bei Plinius dem Älteren, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/379360
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