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Das ethische Dilemma des modernen Wissenschaftlers in "Die Physiker" von Friedrich Dürrenmatt und "In der Sache J. Robert Oppenheimer" von Heinar Kipphardt

Title: Das ethische Dilemma des modernen Wissenschaftlers in "Die Physiker" von Friedrich Dürrenmatt und "In der Sache J. Robert Oppenheimer" von Heinar Kipphardt

Pre-University Paper , 2017 , 19 Pages , Grade: 13

Autor:in: Dominik Schönhofen (Author)

Didactics for the subject German - Literature, Works

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Summary Excerpt Details

Jeder kennt den berühmten Atompilz, der in seiner äußeren Erscheinung durchaus ästhetisch aussieht, jedoch gesamte Landstriche zu zerstören vermag. Doch wer steckt hinter dieser destruktiven Erfindung?
Es sind die Wissenschaftler, die, während der zweite Weltkrieg tobte, diesen Mechanismus in Laboren ausklügelten. Auch sie sind letztendlich nur Menschen, die in einem ethischen Konflikt gefangen waren und in dem sie sich für eine Seite zu entscheiden hatten: Entweder sie halfen ihrem Land beim Gewinnen des Krieges oder sie entschieden für die Menschheit und die Verschonung von Leben. Thema dieser Abhandlung ist die Untersuchung, inwieweit dieser Prozess in den Werken "Die Physiker" und "In der Sache J. Robert Oppenheimer" dargeboten wird. Fernerhin wird der Stoff mit Weizsäckers Wissenschaftsphilosophie in Verbindung und der heutigen Genforschung in Verbindung gebracht.

Die 1961 erschienene, von Friedrich Dürrenmatt verfasste Tragikomödie handelt von den drei Physikern Newton, Einstein und Möbius, die in einer Nervenheilanstalt behandelt werden. Tatsächlich sind sie aber im Vollbesitz ihrer geistigen Fähigkeiten. Möbius hat weltverändernde Entdeckungen gemacht, die nicht in die falschen Hände fallen dürfen, und wird von Einstein und Newton, den eigentlichen Geheimagenten verschiedener Regierungen, observiert. Mathilde von Zahnd, die Leiterin der Anstalt, manipuliert diese, um selbst an die Erkenntnisse von Möbius zu geraten und diese für die Weltherrschaft zu benützen, womit der Versuch der Geheimhaltung des brisanten Wissens scheitert.

Das im Jahre 1964 uraufgeführte dokumentarische Schauspiel orientiert sich an Verhören aus dem Jahre 1954, in denen der Atomphysiker Oppenheimer vernommen wurde. Daran beteiligt waren Vertreter der Atomenergiekommission Robb und Rolander, Oppenheimers Anwälte Garrison und Marks und der Untersuchungsausschuss, bestehend aus Gray, Evans und Morgan. Der Wissenschaftler Oppenheimer stand unter dem Verdacht, Landesverrat aufgrund von möglicher kommunistischer Gesinnung und kommunistischen Verbindungen begangen zu haben. Fernerhin sollte ermittelt werden, ob er weiterhin in der amerikanischen Atomforschung arbeiten durfte, was ihm letztendlich verwehrt wurde.

Excerpt


Gliederung

1 Einleitung:

2 Inhalt:

2.1 Die Physiker

2.2 In der Sache J. Robert Oppenheimer

3 Die Werke im Vergleich

3.1 Thematiken in den Werken

3.1.1 Das Verhältnis zwischen Politik und Wissenschaft

3.1.2 Die Machtgier in „Die Physiker“

3.2 Darstellungsweise

3.2.1 Sprache und Gestaltungselemente

3.2.2 Dokumentarisches Theater versus Tragikomödie

3.2.3 Der ethische Konflikt des Wissenschaftlers

4 Wissenschaftsethik

4.1 Weizsäcker über die Verantwortung der Wissenschaft im Atomzeitalter

4.2 Aktuelle Bezüge - Gentechnik

5 Fazit

5.1 Angemessenheit der Darstellung

5.2 Eigene Meinung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das ethische Dilemma moderner Wissenschaftler, die in der Forschung für militärische oder machtpolitische Zwecke gefangen sind. Anhand der Dramen „Die Physiker“ und „In der Sache J. Robert Oppenheimer“ wird analysiert, wie Wissenschaftler in Entscheidungskonflikte zwischen staatlicher Loyalität, persönlichem Gewissen und ihrer Verantwortung gegenüber der Menschheit geraten.

  • Vergleich der thematischen Auseinandersetzung mit Wissenschaft und Politik in beiden Dramen.
  • Analyse der unterschiedlichen Darstellungsformen (Tragikomödie vs. dokumentarisches Theater).
  • Diskussion des ethischen Konflikts im Spannungsfeld von militärischem Druck und moralischer Verantwortung.
  • Transfer der ethischen Problemstellung auf zeitgenössische Themen wie die Gentechnik.
  • Einordnung der Thematik durch die philosophische Perspektive von Carl Friedrich von Weizsäcker.

Auszug aus dem Buch

3.1.1 Das Verhältnis zwischen Politik und Wissenschaft

Zwischen Staat, beziehungsweise Politik und Wissenschaft besteht ein gegenseitiges Abhängigkeitsverhältnis: Der Staat braucht die Forschung „Auch unser politisches System muss der Wissenschaft aus der Hand fressen“1 um die Entwicklung von Waffen voranzutreiben. Die Wissenschaft wiederum profitiert von den Förderungen, die die Physik weiterentwickeln können. Wegen dieser finanziellen Zuwendung erscheint die Frage von Morgan durchaus begründet: „Ist einem Staat, der riesige Gelder für Forschungsarbeit hergibt, das Recht zu bestreiten, über die Ergebnisse dieser Forschungen frei zu verfügen?“ 2

In Dürrenmatts Stück wird der technische Rüstungswettlauf als Missbrauch der Wissenschaft charakterisiert: „Dann kommen die Techniker. Sie kümmern sich nur noch um die Formeln. Sie gehen mit der Elektrizität um wie der Zuhälter mit der Dirne. Sie nützen sie aus.“ (Phy 22). Die eigentlichen Geheimagenten Einstein und Newton versuchen, Möbius für sich zu gewinnen, wobei die eigene Meinung des Wissenschaftlers übergangen wird: „Sie sind ein Genie und als solches Allgemeingut. (…) Aber Sie haben die Wissenschaft nicht gepachtet.“(Phy 68) Damit wird dem Wissenschaftler eine Pflicht gegenüber den Weltmächten aufgebunden: „Sie haben die Pflicht, die Türe auch uns aufzuschließen, den Nicht-Genialen“(Phy 68). Möbius erkennt, dass ihm, egal welche Seite er wählt, er in einer unfreien Situation enden wird: „Jeder preist mir einen andere Theorie an, doch die Realität, die man mir bietet, ist dieselbe: ein Gefängnis“(Phy 73). Es widerstrebt ihm, für weltpolitische Interessen instrumentalisiert zu werden: „Da ziehe ich mein Irrenhaus vor. Es gibt mir wenigstens die Sicherheit, von Politikern nicht ausgenützt zu werden.“(Phy 73). Um ihre Ziele zu verwirklichen, gehen die Geheimagenten sogar über Leichen, indem sie die Krankenschwestern erwürgen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik des ethischen Dilemmas von Wissenschaftlern während des Zweiten Weltkriegs ein und stellt die zu untersuchenden Werke vor.

2 Inhalt: Dieses Kapitel gibt einen inhaltlichen Überblick über die behandelten Dramen „Die Physiker“ von Friedrich Dürrenmatt und „In der Sache J. Robert Oppenheimer“ von Heinar Kipphardt.

3 Die Werke im Vergleich: In diesem Hauptkapitel werden inhaltliche Schwerpunkte und die unterschiedlichen Darstellungsweisen beider Stücke in Bezug auf den Wissenschaftlerkonflikt analysiert und verglichen.

4 Wissenschaftsethik: Hier wird die Verantwortung der Wissenschaft anhand von Weizsäckers Überlegungen zum Atomzeitalter sowie durch aktuelle Bezüge zur Gentechnik ethisch reflektiert.

5 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet die Angemessenheit der Darstellungen sowie die literarische Qualität beider Werke.

Schlüsselwörter

Wissenschaftsethik, Atomforschung, ethisches Dilemma, politisches System, Dokumentarisches Theater, Tragikomödie, Friedrich Dürrenmatt, Heinar Kipphardt, Carl Friedrich von Weizsäcker, Gentechnik, Verantwortung, Krieg, Macht, Wettrüsten, Moral.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert das Spannungsfeld zwischen wissenschaftlicher Forschung, staatlicher Machtpolitik und ethischer Verantwortung von Wissenschaftlern.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Zentral sind der Missbrauch von Wissenschaft, der militärische Druck im Kalten Krieg und die Frage nach der moralischen Verpflichtung gegenüber der Menschheit.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es aufzuzeigen, wie Literatur die Problematik der wissenschaftlichen Verantwortung widerspiegelt und wie verschiedene Autoren diese Dilemmata thematisieren.

Welche wissenschaftlichen Methoden kommen zum Einsatz?

Die Arbeit nutzt eine literaturwissenschaftliche Analyse sowie den Vergleich der zwei Dramen und zieht ergänzend philosophische Texte von Weizsäcker heran.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil widmet sich dem inhaltlichen Vergleich der beiden Werke, der Gegenüberstellung ihrer Darstellungsweisen sowie einer ethischen Diskussion.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung am besten?

Wichtige Begriffe sind Wissenschaftsethik, Atomzeitalter, politischer Missbrauch der Forschung, Verantwortung und die Abwägung zwischen technischem Fortschritt und Humanität.

Wie unterscheidet sich die Darstellung in „Die Physiker“ von der in „In der Sache J. Robert Oppenheimer“?

„Die Physiker“ nutzt das Mittel der Groteske und Tragikomödie, während Kipphardt das dokumentarische Theater verwendet, das auf Faktennähe und die Rekonstruktion eines historischen Verhörs setzt.

Welchen Bezug stellt die Arbeit zur modernen Gentechnik her?

Die Arbeit überträgt die historische Problematik der Atomforschung auf moderne ethische Fragen wie das „Genome Editing“, um die zeitlose Notwendigkeit ethischer Grundsätze zu verdeutlichen.

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Details

Title
Das ethische Dilemma des modernen Wissenschaftlers in "Die Physiker" von Friedrich Dürrenmatt und "In der Sache J. Robert Oppenheimer" von Heinar Kipphardt
Grade
13
Author
Dominik Schönhofen (Author)
Publication Year
2017
Pages
19
Catalog Number
V378819
ISBN (eBook)
9783668565876
ISBN (Book)
9783668565883
Language
German
Tags
dilemma wissenschaftlers physiker friedrich dürrenmatt sache robert oppenheimer heinar kipphardt
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Dominik Schönhofen (Author), 2017, Das ethische Dilemma des modernen Wissenschaftlers in "Die Physiker" von Friedrich Dürrenmatt und "In der Sache J. Robert Oppenheimer" von Heinar Kipphardt, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/378819
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