Die Hausarbeit zum Thema Beschreiben als wissenschaftliche Methode gliedert sich in drei Teile. Der erste Teil ist ein selbsterstelltes Erlebensprotokoll zum Thema Kaffee. Erlebensprotokolle bilden die Voraussetzung für die Durchführung von Tiefeninterviews in der qualitativen, morphologisch ausgerichteten Psychologie und sind persönliche Beschreibungen im Umgang mit einem Gegenstand.
Im zweiten Teil geht es um eine persönliche Reflexion zur Erstellung von Erlebensprotokollen. Die Beantwortung folgender Fragen steht im Vordergrund des zweiten Teils: Was ist einfach und was ist schwer an der Erstellung von Erlebensprotokollen? Was macht es schwierig bzw. einfach, Erlebensprotokolle zu erstellen? Wie ist die persönliche Einschätzung zum Beschreiben als wissenschaftliche Methode? Und wie hat sich das Anfertigen von Erlebensprotokollen im Laufe des ersten Semesters entwickelt?
Im dritten Teil geht es um die objektive Einordnung des Beschreibens in wissenschaftliche Forschungsmethoden. Er unterteilt sich zur besseren Verständlichkeit in die Unterscheidung von quantitativen und qualitativen Methoden und die tatsächliche Einordnung des Beschreibens in die Methoden.
Inhaltsverzeichnis
1 Zusammenfassung der Hausarbeit
2 Erlebensprotokoll zum Thema „Kaffee“
3 Persönliche Reflexion zur Erstellung von Erlebnisprotokollen
4 Beschreiben als wissenschaftliche Methode
4.1 Unterscheidung zwischen quantitativen und qualitativen Methoden
4.2 Einordnung des Beschreibens als Forschungsmethode
Zielsetzung und thematische Schwerpunkte
Die vorliegende Hausarbeit befasst sich mit der Bedeutung des Beschreibens als wissenschaftliche Methode innerhalb der qualitativen Wirtschaftspsychologie. Ziel ist es, den Prozess der Erlebensprotokollierung zu reflektieren und das Beschreiben methodisch korrekt in den wissenschaftlichen Forschungskontext einzuordnen.
- Grundlagen des Erlebensprotokolls als Werkzeug der morphologischen Psychologie.
- Persönliche Reflexion über den Prozess der Protokollerstellung.
- Abgrenzung zwischen quantitativen und qualitativen Forschungsmethoden.
- Integration des Beschreibens in die wissenschaftliche Marktforschung.
Auszug aus dem Buch
4.2 Einordnung des Beschreibens als Forschungsmethode
Wie im Kapitel zuvor bereits erwähnt, gibt es mehrere Methoden der qualitativen Forschung. Alle morphologisch tiefenpsychologischen Methoden haben gemein, dass in einem bestimmten Rahmen Verhaltensformen im Umgang mit einem Gegenstand von einer jeweiligen Zielgruppe beschrieben werden.
Eine Methode ist das Tiefeninterview. Laut Moser (2007) ist die Zielsetzung eines Tiefeninterviews die „Analyse schwer erfassbarer psychologischer Sachverhalte, z.B. tiefer liegende, vor- oder unbewusste Motive und Einstellungen, [welche einen] häufigen Einsatz in der Motivforschung [finden].“ Sie werden in einem „zwanglosen Gespräch von [einem] geschulten Interviewer unauffällig gelenkt“ (Moser, 2007, S. 179). Schulte (1997-2001) sieht den Zweck im Tiefeninterview darin, die Phänomene des Gegenstandes im Umgang mit einem Produkt beschreibend zu erfassen (Schulte, 1997-2001, S.2).
Um sich als Forscher auf ein solches Tiefeninterview vorzubereiten, um bereits erste eigene Phänomene des Gegenstandes zu erfahren, bietet sich die Möglichkeit zur Erstellung eines Erlebensprotokolls. Die Psychologie unterscheidet sich nach Schulte (2016) nämlich von anderen Wissenschaften, in dem sie den Gegenstand des menschlichen Erlebens und Verhaltens zu ihrem Gegenstand macht. Somit beschäftigt sich der Psychologe auch immer mit sich selbst, weswegen eine erste eigene Auseinandersetzung mit dem Thema einen ersten Einblick in die Komplexität des Gegenstandes bringt und somit sehr sinnvoll erscheint (Schulte, 2016, S.4).
Zusammenfassung der Kapitel
1 Zusammenfassung der Hausarbeit: Die Einleitung strukturiert die Arbeit in drei Hauptteile: das Erlebensprotokoll, die Reflexion dazu und die theoretische Einordnung des Beschreibens.
2 Erlebensprotokoll zum Thema „Kaffee“: Ein subjektiver, detaillierter Bericht über die persönliche Beziehung zum Kaffeekonsum, der als praktisches Beispiel für die Methode dient.
3 Persönliche Reflexion zur Erstellung von Erlebnisprotokollen: Eine kritische Auseinandersetzung mit den Schwierigkeiten und Lernprozessen bei der Anfertigung von Protokollen während des Studiums.
4 Beschreiben als wissenschaftliche Methode: Dieser Abschnitt ordnet das Beschreiben in den wissenschaftlichen Kanon ein und erläutert dessen Relevanz für die qualitative Wirtschaftspsychologie.
4.1 Unterscheidung zwischen quantitativen und qualitativen Methoden: Gegenüberstellung beider Forschungsansätze hinsichtlich ihrer Zielsetzung, Forschungslogik und Auswertungsmethoden.
4.2 Einordnung des Beschreibens als Forschungsmethode: Untersuchung des Beschreibens als notwendige Voraussetzung für Tiefeninterviews und als Instrument der Selbstreflexion des Forschenden.
Schlüsselwörter
Erlebensprotokoll, Beschreiben, Qualitative Forschung, Morphologische Psychologie, Tiefeninterview, Wirtschaftspsychologie, Marktforschung, Forschungslogik, Subjektivität, Phänomenologie, Selbstreflexion, Datenerhebung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Hausarbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht das „Beschreiben“ als wissenschaftliche Methode in der Wirtschaftspsychologie, wobei der Schwerpunkt auf der Erstellung und Reflexion von Erlebensprotokollen liegt.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Die zentralen Felder sind die qualitative Methodik, die morphologische Psychologie, das Erlebensprotokoll und die Anwendung dieser Methoden in der Marktforschung.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das primäre Ziel ist die methodische Einordnung des Beschreibens sowie die persönliche Reflexion über den Prozess der wissenschaftlichen Protokollierung eigener Alltagserfahrungen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wird die qualitative Forschungsmethode des „Beschreibens“ angewandt, ergänzt durch eine Literaturanalyse zur Abgrenzung gegenüber quantitativen Methoden.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in ein exemplarisches Erlebensprotokoll, die methodische Reflexion des Autors sowie die theoretische Fundierung des Beschreibens in der Wissenschaft.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Erlebensprotokoll, morphologische Psychologie, qualitative Forschung und Marktforschung charakterisiert.
Warum ist das Erlebensprotokoll für das Tiefeninterview wichtig?
Es dient der Vorbereitung des Forschenden, um eigene blinde Flecken zu erkennen, Phänomene des Gegenstandes besser zu verstehen und den Probanden im Interview professionell führen zu können.
Wie unterscheidet sich die qualitative von der quantitativen Forschung?
Während die quantitative Forschung auf Messbarkeit, Objektivität und Zahlen basiert, zielt die qualitative Forschung auf die Verbalisierung subjektiver Erfahrungswirklichkeiten ab.
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- Anonym (Author), 2017, Beschreiben als wissenschaftliche Methode, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/378633