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Versuch einer Einordnung des gegenwärtigen "Popfeminismus"

Title: Versuch einer Einordnung des gegenwärtigen "Popfeminismus"

Term Paper (Advanced seminar) , 2017 , 17 Pages

Autor:in: Martha-Lotta Körber (Author)

Ethnology / Cultural Anthropology

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Diederich Diederichsen diagnostizierte 2002, dass Frauen konstitutiv aus pop- und subkulturellen Milieus ausgeschlossen würden, dass „eine Fülle von ,Anderen‘ nicht mithört, um besser Gegenstand sein zu können.“ Die so von ihm behauptete sexistische Grundstruktur des Popkulturfeldes wird in ähnlicher Weise von vielen Poplinken und Popfeministinnen rezipiert. In dieser Lesart von Popkultur als patriarchaler Kulturpraxis könne sich das „>Subjekt Frau < […] nur über eine mimetische Aneignung an eine männliche Bilderwelt herstellen und sich dabei entlang des an der Kategorie >Sexualität< orientierten Spektrums von männlichen Weiblichkeitsbildern orientieren.“ Vor diesem Hintergrund prägten subversive Interventionen innerhalb des Feldes, wie die der Riot-Grrrls in den 1990er Jahren, das Konzept des Popfeminismus, der seitdem insbesondere im deutschen Sprachraum im Kontext des popaffinen Dritte Welle Feminismus rezipiert wird. Seit 2014, dem "Year of Popfeminism", ist er auch in den amerikanischen Sprachraum eingezogen und umreißt eine Welle der öffentlichkeitswirksamen Feminismus-Bekenntnisse etwa durch PopsängerInnen, Mode-Kampagnen, TV-Formate und mediale Debatten. So scheint der Feminismus scheinbar wieder im (Mainstream-Pop-)Diskurs angekommen zu sein, was aus poplinken Kreisen in Folge einer postfeministischen, materialistischen Girlie-Kultur der 1990er und 2000er Jahre wohl niemand für möglich gehalten hätte.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Theoretische Diskussion

3. (Begriffs-)Geschichte des Popfeminismus

4. „Femojis“ und Celebrity Feminismus

4.1 Diskussion

4.1.1 im ökonomischen Kontext

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Entwicklung und Einordnung des gegenwärtigen Popfeminismus, insbesondere im Kontext von Celebrity-Kultur und ökonomischer Vereinnahmung, und analysiert, inwieweit dieser an die Tradition linkspolitischer feministischer Interventionen anknüpfen kann oder diese untergräbt.

  • Historische Einordnung des Popfeminismus von den Riot Grrrls bis zur Gegenwart
  • Die Rolle des Celebrity Feminism als vermarktungsstrategisches Instrument
  • Kritische Analyse der ökonomischen Dimension und des "Choice-Feminismus"
  • Die Spannung zwischen subversiven Gender-Performances und Mainstream-Medien
  • Die Ambivalenz von Feminismus als Lifestyle-Label

Auszug aus dem Buch

3. (Begriffs-)Geschichte des Popfeminismus

Wie schwierig Popfeminismus einzuordnen ist, wird bereits in einer Vielfalt von Bezeichnungen, die unterschiedlichste Implikationen mit sich bringen, ersichtlich, denn Pop und Feminismus ergeben nicht gleich Popfeminismus. Stattdessen wird der „bewusst offen gehaltene Terminus […] seit seiner Setzung in den Nuller Jahren unterschiedlich ausgehandelt, mit Bedeutungen aufgeladen, affirmiert und kritisiert“ und ist ein Phänomen des deutschen Sprachraums. In den USA hingegen entsprach der Popfeminismus-Diskurs bis vor wenigen Jahren dem des popaffinen Third Wave Feminism und etablierte sich ab den 1990er Jahren als Reflektion der Riot-Grrrls-Bewegung. Diese ging als erste dezidiert feministische Subkultur aus der US-amerikanischen Punk- und Hardcoreszene hervor und ist neben provokativ auftretenden weiblich besetzten Bands wie Bikini Kill auch durch die Anregung von feministischen Magazinen, queer-politischen Netzwerken und sogenannten Ladyfesten gekennzeichnet.

Wie Eingangs bereits formuliert, werden die Riot-Grrrls als antihegemoniale Empowerment-Bewegung innerhalb einer männlich dominierten Subkulturen-Szene rezipiert und sind damit bis heute der wichtigste Kristallisationspunkt feministischer Interventionen in der Populärkultur und immer wieder Referenz der wissenschaftlichen Reflektion von Popfeminismus. Zudem sind die Riot-Grrrls Ausdruck eines Third Wave Feminism, der „die männlichen Zuschreibungen (in der Populärkultur) […] - weniger als politische, sondern eher als ästhetische Praxis – in Frage stellt“ und auf kulturell symbolische Repräsentationen von Weiblichkeit Bezug nimmt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Problematik des Popfeminismus ein und skizziert das Spannungsfeld zwischen subversiven, historisch gewachsenen Interventionen und der modernen Vermarktung durch Celebrity-Figuren.

2. Theoretische Diskussion: Dieses Kapitel erörtert die kulturelle Bedeutung von Popkultur als Erfahrungsraum und stellt die Debatte über die Unmöglichkeit von Subversion im Kapitalismus den polysemen Lesarten der Cultural Studies gegenüber.

3. (Begriffs-)Geschichte des Popfeminismus: Hier wird die historische Genese des Begriffs sowie die Bedeutung der Riot Grrrls als Ausgangspunkt für feministische Interventionen im Pop dargestellt.

4. „Femojis“ und Celebrity Feminismus: Dieses Kapitel untersucht die aktuelle Präsenz von Feminismus-Bekenntnissen bei Popsängerinnen und analysiert die Verknüpfung von politischem Labeling mit einer Lifestyle-Ökonomie.

4.1 Diskussion: Der Unterpunkt vertieft die kritische Auseinandersetzung mit der medialen und ökonomischen Instrumentalisierung feministischer Rhetorik.

4.1.1 im ökonomischen Kontext: Dieser Abschnitt beleuchtet den sogenannten Choice-Feminismus und wie Konsumentscheidungen fälschlicherweise als autonomes politisches Handeln umgedeutet werden.

5. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass die Komplexität des Pop-Feldes eine einfache Einordnung erschwert und mahnt, die ökonomische Dimension bei der Analyse von Celebrity Feminism nicht zu vernachlässigen.

Schlüsselwörter

Popfeminismus, Celebrity Feminism, Girlie-Kultur, Riot Grrrls, Cultural Studies, Kapitalismus, Vereinnahmungsthese, Empowerment, Choice-Feminismus, Gender Acts, Mainstream, Subkultur, Repräsentation, Feminismus, Popkultur

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Einordnung und Bewertung des gegenwärtigen Popfeminismus, insbesondere die Transformation von einer subkulturellen, politisch intendierten Bewegung hin zu einem medialen und kommerziellen Phänomen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die Themenfelder umfassen die Geschichte des Popfeminismus, die Auseinandersetzung mit der sogenannten Vereinnahmungsthese, die Rolle der Celebrity-Kultur und die ökonomische Verwertung von Geschlechterdiskursen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Forschungsfrage zielt darauf ab, zu klären, inwieweit sich ein gegenwärtiger Popfeminismus auf eine Tradition linkspolitischer Interventionen stützen kann und wie die aktuelle Rezeption innerhalb der Populärkultur zu bewerten ist.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine theoretische und diskursanalytische Herangehensweise unter Einbeziehung medien- und kulturwissenschaftlicher Ansätze, insbesondere der Cultural Studies.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung, eine historische Aufarbeitung der Riot-Grrrl-Bewegung sowie eine Fall-Analyse zum sogenannten Celebrity Feminism und den ökonomischen Aspekten wie dem Choice-Feminismus.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den prägenden Begriffen gehören Popfeminismus, Celebrity Feminism, Vereinnahmungsdiagnose, Cultural Studies und Girlie-Kultur.

Was unterscheidet den Popfeminismus der 1990er Jahre von dem heutigen Celebrity Feminism?

Der Popfeminismus der 1990er Jahre war stark mit den Riot Grrrls verknüpft und als subkulturelle, politische Gegenbewegung zu einer männlich dominierten Popwelt konzipiert, während der heutige Celebrity Feminism oft durch individuelle Markennamen und kommerzielle Verwertungsinteressen geprägt ist.

Wie bewertet die Autorin die Verwendung von "Femojis" oder Slogan-Kampagnen?

Die Autorin betrachtet diese Phänomene skeptisch, da sie in der Regel als Ausdruck eines "sinnentleerten" und hyperindividualisierten Feminismus fungieren, der politische Inhalte zugunsten eines verkaufbaren Lifestyles ausblendet.

Ist der heutige Popfeminismus laut der Arbeit gänzlich abzulehnen?

Nein, die Arbeit plädiert für eine differenzierte Sichtweise: Trotz inhaltlicher Verflachung und kommerzieller Vereinnahmung können diese Debatten dennoch vielfältigere Repräsentationsmöglichkeiten im öffentlichen Raum schaffen.

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Details

Title
Versuch einer Einordnung des gegenwärtigen "Popfeminismus"
College
Christian-Albrechts-University of Kiel  (Institut für Europäische Ethnologie/ Volkskunde)
Course
Hauptseminar: Popkultur
Author
Martha-Lotta Körber (Author)
Publication Year
2017
Pages
17
Catalog Number
V378433
ISBN (eBook)
9783668558854
ISBN (Book)
9783668558861
Language
German
Tags
Popfeminismus Riot Girls Popmusik Cultural Studies Popkultur Popsängerinnen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Martha-Lotta Körber (Author), 2017, Versuch einer Einordnung des gegenwärtigen "Popfeminismus", Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/378433
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