Betrachtet man die derzeitigen Zahlen des UNHCR zur den gegenwärtigen Fluchtbewegungen weltweit, wird die nachhaltige Integrationsfrage auf kommunaler Ebene dringlicher denn je und die damit verbundene, wie die Kommunen, beispielsweise Mannheim, mit der neuen Herausforderung der gesamtgesellschaftlichen Integration gerade auf dem Wohnungsmarkt umzugehen haben.
Welche Probleme der nachhaltigen Integration für Mannheim im speziellen offenbaren sich wohnungspolitisch bei dem anhaltenden Zustrom von Flüchtlingen? Kann die Stadt stadtpolitisch allen Bedürftigen die nach Wohnraum suchen gerecht werden? Dies sind die zentralen Fragen dieser Arbeit. Zunächst werden im Verlauf der Arbeit die Formen von Migration betrachtet, wie dann auch auf die damit einhergehenden Probleme. Sodann folgt der Blick auf den Mannheimer Wohnungsmarkt und die damit verbundenen nachhaltigen Integrationsprobleme. Am Schluss wird ein möglicher Lösungsvorschlag für eine nachhaltige Integration präsentiert.
Inhaltsverzeichnis
I. Migrationssysteme und Migrationstheorien
1. Geschichte von Wanderungsbewegungen
2. Migrationsbewegungen als Fundament für den Arbeitsmarkt
3. Die Nationalstaatsentwicklung und das Problem der Integration
4. Das Drei-Phasen-System von Wanderungssystemen
5. Die nationalökonomisch-administrative Theorie der Migration
6. Prozesse für Migration
7. Das Problem der Integration
II. Der Wohnraum und die kommunale Wohnraumpolitik als Problem der Integration
1. Mannheim und das Problem der Flüchtlingsunterbringung
2. Das sozialstrukturelle Problem als Barriere für die Integration
3. Das Problem der Integration in den Stadteilen aufgrund des fehlenden Sozialwohnungsbaus
4. Die Bevölkerungsentwicklung und das Integrationsproblem
5. Das Problem Miete und der damit verbundenen Integration
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit untersucht die Herausforderungen nachhaltiger Integration auf kommunaler Ebene, wobei das spezifische Beispiel der Stadt Mannheim und die dortige wohnungspolitische Situation im Kontext anhaltender Fluchtbewegungen im Fokus stehen.
- Historische Analyse von Migrationssystemen und -theorien
- Die Rolle der kommunalen Wohnraumpolitik für gelungene Integration
- Wechselwirkungen zwischen Sozialstruktur und Integrationserfolg
- Analyse stadtpolitischer Maßnahmen am Beispiel Mannheims
Auszug aus dem Buch
1. Geschichte von Wanderungsbewegungen
Wenn mit dem Begriff Migration gearbeitet wird, so kann dies auf vielerlei Definitionen zurückgeführt werden. Zum einen geht man auf die Form der Zuwanderung aus einem benachbarten Staat zurück, oder aber man denkt an die transatlantische Wanderungsbewegung. Auch ist es möglich, dass man den Begriff als Zuwanderungsmodus ansieht, welcher kulturell bestimmt ist. Wenn man das Wort Migration ausnationalstaatlicher Sicht betrachtet, so gehen die meisten Konzeptionen von Wanderungsbewegungen von einem Land in das andere aus.
Geht man also von der nationalstaatlichen Ebene der Wanderungsbewegungen aus, so bedeutet dies auch gleichzeitig, dass die soziokulturelle Charakterisierung der Migranten dazu führt, dass die Mehrheitsgesellschaft erst durch diese Einstellungsmerkmale auf die Zugewanderten aufmerksam werden. Dies bedeutet wiederum vereinfachend betrachtet, dass Migration eine einmalige Situation darstellt, die meist zielgerichtet ist und auf die jeweiligen Lebensbedingungen des Ziellandes ausgerichtet ist.
Zusammenfassung der Kapitel
I. Migrationssysteme und Migrationstheorien: Dieses Kapitel erläutert historische und theoretische Grundlagen der Migration, inklusive Push- und Pull-Faktoren sowie unterschiedlicher Migrationsmodelle.
II. Der Wohnraum und die kommunale Wohnraumpolitik als Problem der Integration: Hier wird der Fokus auf die konkrete Situation in Mannheim gelegt und untersucht, wie Wohnungsmarkt und Wohnungspolitik als Hindernis oder Chance für die Integration wirken.
Schlüsselwörter
Migration, Integration, Wanderungsbewegungen, Wohnraumpolitik, Mannheim, Flüchtlingsunterbringung, Sozialwohnungsbau, Migrationssysteme, Pull-Faktoren, Push-Faktoren, Urbanisierung, Segregation, Wohnungsmarkt, Demografischer Wandel, kommunale Politik
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert die Zusammenhänge zwischen Migration und den Herausforderungen der gesellschaftlichen Integration auf kommunaler Ebene, besonders in Bezug auf den Wohnungsmarkt.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Felder sind Migrationstheorien, die wohnungspolitische Lage in Mannheim und der Einfluss von Wohnraumverfügbarkeit auf Integrationsprozesse.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es, die spezifischen wohnungspolitischen Probleme der Stadt Mannheim im Kontext des Zustroms von Flüchtlingen zu identifizieren und Lösungsansätze zu diskutieren.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Analyse von Migrationsformen sowie einer empirischen Untersuchung lokaler Daten zur Bevölkerungsentwicklung und Wohnsituation in Mannheim.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil behandelt theoretische Migrationskonzepte und untersucht dann detailliert die Mannheimer Wohnungsmarktstatistik, Mietpreise und sozialstrukturelle Entwicklungen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Migration, Integration, Wohnraumpolitik, Mannheim, Sozialer Wohnungsbau und Segregation.
Wie beeinflusst die Mannheimer Wohnraumpolitik die Integration?
Laut der Untersuchung kann eine unzureichende Wohnraumpolitik, insbesondere bei knappen bezahlbarem Wohnraum, zur Segregation und zur Bildung sozialer Brennpunkte führen.
Welche Rolle spielt die Kostenfrage bei der Folgeunterbringung?
Die Forderung nach einer kostenneutralen Folgeunterbringung wird als schwer umsetzbar bewertet, da sie bei steigendem Bedarf und Investitionsstau im sozialen Wohnungsbau oft an der Realität scheitert.
- Quote paper
- Ilya Zarrouk (Author), 2016, Migration und kommunalpolitische Engpässe. Die Krise des sozialen Wohnungsbaus durch die Migrationskrise am Beispiel Mannheims, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/378055