Das Bergsteigen, gerade in den hohen Bergen des Himalayas, wird immer populärer. Jedoch birgt gerade das Höhenbergsteigen in extremer Höhe viele Risiken, welche leicht zu tödlich verlaufenden Krankheiten führen.
Im Folgenden wird zunächst die Geschichte des Bergsteigens aufgegriffen. Anschließend wird auf die Gefahren des Höhenbergsteigens eingegangen. Danach werden die drei am meisten vorkommenden Höhenkrankheiten vorgestellt.
Inhaltsverzeichnis
2 Die Geschichte des Bergsteigens
3 Die Auswirkungen des Bergsteigens in extremer Höhe auf den Körper
3.1 Die Hypoxie
3.2 Die Hypothermie
3.3 Die Dehydratation
4 Die Höhenkrankheit als Folge der Mangelerscheinung
4.1 Die milde AMS (akute Höhenkrankheit)
4.2 Das Höhenlungenödem
4.3 Das Höhenhirnödem
5 Bergsteigen – um jeden Preis?
Zielsetzung und Themen der Arbeit
Die vorliegende Arbeit untersucht die physischen Belastungen und gesundheitlichen Risiken, denen Bergsteiger in extremen Höhen ausgesetzt sind. Dabei steht insbesondere die Frage im Mittelpunkt, wie der menschliche Organismus auf Sauerstoffmangel sowie extreme Umweltbedingungen reagiert und welche medizinischen Folgen sich daraus ergeben können.
- Historische Entwicklung des Bergsteigens vom Mythos zum Breitensport
- Physiologische Anpassungsprozesse des Körpers in der Höhe
- Medizinische Grundlagen der Hypoxie, Hypothermie und Dehydratation
- Differenzierung und Gefahrenpotenzial verschiedener Höhenkrankheiten
- Ethische und sicherheitsrelevante Aspekte des kommerziellen Alpinismus
Auszug aus dem Buch
3.1 Die Hypoxie
Um verstehen zu können, wie die Akklimatisierung der Körper funktioniert, muss zunächst die Ausgangssituation erfasst werden. Mit der zunehmenden Höhe sinkt der Luftdruck und damit verbunden auch der Sauerstoffpartialdruck (PO2). Die Luft hat auf Meereshöhe einen Druck von 760 mmhg (Millimeter Quecksilbersäure)2, was dem Sauerstoff durch seinen circa 21-prozentigen Anteil am Gasgemisch Luft einen Partialdruck von circa 160 mmhg schafft. In den Alveolen herrscht ein PO2 von ca. 105 mmhg. Der Sauerstoff diffundiert durch das Bindegewebe der Lungenbläschen in die Erythrozyten, sodass das arterielle Blut nun einen Sauerstoffpartialdruck von ca. 85 mmhg hat. Man spricht von einem Druckausgleich. Das venöse Blut besitzt noch einen PO2 von ca. 40 mmhg.
Wie bereits zuvor erwähnt sinkt in der Höhe der PO2 in der Luft; auf 5500 Metern Höhe beträgt der Luftdruck noch 379 mmhg, das heißt also, der Sauerstoffpartialdruck in der Luft liegt bei ca. 79 mmhg und im arteriellen Blut noch ca. 40 mmhg. „Mit abnehmendem Sauerstoffpartialdruck (PO2) in den Alveolen (Lungenbläschen) nimmt die arterielle Sauerstoffsättigung ab“ (Berghold & Schaffert, 2010, S. 22). Unter der Sauerstoffsättigung des Blutes versteht man den Anteil des Hämoglobins, der mit Sauerstoff gesättigt ist. Diese beträgt auf dem Mount Everest auf 8848 Metern Höhe nur noch 40% (vgl. Berghold & Schaffert, 2010, S. 25f.). Einfach gesagt: Der Körper bekommt nicht den Sauerstoff, den er für das reibungslose Funktionieren benötigt. Diesen Mangel nennt man Hypoxie.
Zusammenfassung der Kapitel
2 Die Geschichte des Bergsteigens: Dieses Kapitel skizziert die kulturelle Wandlung des Bergsteigens von einer religiös-mythischen Verehrung über das erste dokumentierte Gipfelerlebnis bis hin zum heutigen kommerzialisierten Breitensport.
3 Die Auswirkungen des Bergsteigens in extremer Höhe auf den Körper: Hier werden die physiologischen Herausforderungen des Körpers in verschiedenen Höhenzonen sowie die spezifischen Mechanismen von Hypoxie, Hypothermie und Dehydratation erläutert.
4 Die Höhenkrankheit als Folge der Mangelerscheinung: In diesem Teil werden die klinischen Krankheitsbilder der akuten Höhenkrankheit (AMS) sowie die lebensbedrohlichen Formen des Lungen- und Höhenhirnödems detailliert dargestellt.
5 Bergsteigen – um jeden Preis?: Das abschließende Kapitel reflektiert kritisch über die Motivation der Bergsteiger, trotz höchster gesundheitlicher Risiken und unzureichender Vorbereitung kommerzielle Expeditionen auf extreme Gipfel zu wagen.
Schlüsselwörter
Bergsteigen, Höhentrekking, Hypoxie, Hypothermie, Dehydratation, Akklimatisierung, Höhenkrankheit, AMS, Höhenlungenödem, Höhenhirnödem, Mount Everest, Physiologie, Sauerstoffmangel, Alpinismus, Expeditionen.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Kurzhausarbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt die medizinischen und physischen Auswirkungen des Bergsteigens in großen und extremen Höhen auf den menschlichen Körper.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Die Schwerpunkte liegen auf den physiologischen Anpassungsmechanismen bei Sauerstoffmangel, den verschiedenen Formen der Höhenkrankheit und der sicherheitskritischen Entwicklung des modernen kommerziellen Bergsteigens.
Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?
Das Ziel ist es, die lebensbedrohlichen Risiken des Aufenthalts in extremen Höhen medizinisch zu erklären und die Diskrepanz zwischen menschlicher Leistungsgrenze und sportlichem Ehrgeiz aufzuzeigen.
Welche wissenschaftliche Methode wurde für die Arbeit genutzt?
Es handelt sich um eine theoretische Ausarbeitung, die auf einer fundierten Literaturrecherche und der Auswertung physiologischer sowie medizinischer Studien basiert.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Analyse der körperlichen Reaktionen auf hypoxische Bedingungen, die Pathologie der Höhenkrankheiten und eine kritische Betrachtung der Risikobereitschaft von Bergsteigern.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?
Die Arbeit wird primär durch Begriffe wie Höhenkrankheit, Hypoxie, Akklimatisierung und extreme Höhe charakterisiert.
Warum ist das Verständnis der „Schwellenhöhe“ so bedeutend?
Ab ca. 2500 Metern beginnt die Zone, in der sich der Körper aktiv akklimatisieren muss, da der reduzierte Sauerstoffpartialdruck ab hier beginnt, die physische Leistungsfähigkeit messbar zu beeinträchtigen.
Wie unterscheidet sich das Höhenlungenödem vom Höhenhirnödem?
Das Höhenlungenödem betrifft die pulmonale Funktion durch Flüssigkeitsansammlung in der Lunge, während das Höhenhirnödem eine gefährliche Flüssigkeitsanlagerung im Gehirn darstellt, die zu neurologischen Störungen führt.
Spielt der Trainingszustand bei der Anfälligkeit für die Höhenkrankheit eine entscheidende Rolle?
Interessanterweise ist die Anfälligkeit für die Höhenkrankheit laut der Arbeit weitgehend unabhängig vom allgemeinen Fitnesszustand, was das Risiko auch für erfahrene Athleten unvorhersehbar macht.
- Quote paper
- David Stein (Author), 2014, Die Auswirkungen des Bergsteigens in extremer Höhe. Geschichte und Gefahren des Bergsteigens, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/377942