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Die Gesellschaftsform Familie im gesellschaftlich-historischen Kontext

Eine multidisziplinäre Einführung

Title: Die Gesellschaftsform Familie im gesellschaftlich-historischen Kontext

Term Paper , 2013 , 22 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Bachelor of Arts Soziale Arbeit Markus Fromm (Author)

Social Work

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Diese Arbeit beschäftigt sich mit der Gesellschaftsform Familie im gesellschaftlich-historischen Kontext.
Die Institution „Familie“ darf nicht als eine homogene Institution verstanden werden. Es existiert keine ethnologisch-allgemeingültige Definition, sondern sie ist ein sehr komplexes, mit verschiedenen Definitionen versehenes Gebilde, dem sich u.a. drei unterschiedliche Disziplinen ausführlich widmen: die Soziologie, die Psychologie und die Erziehungswissenschaften (vgl. Ecarius 2007, S. 24).

Die Soziologie ist „Die Wissenschaft vom menschlichen Zusammenleben mit den dazugehörigen komplexen Struktur-, Funktions- und Entwicklungszusammenhängen der Gesellschaft und ihren Institutionen[…].“ (Stimmer 2000, S. 705) In Bezug auf die Institution Familie beschäftigt sie sich hier mit der Rolle der Familie in der Gesellschaft und mit den verschiedenen Familienformen. Sie untersucht die Abhängigkeit von Familienstrukturen, -funktionen und -prozessen von der Kultur und der Gesellschaft (vgl. Otto/ Thiersch 2001, S. 508), also „Familie als gesellschaftlich beeinflusste Umwelt.“ (Otto/ Thiersch 2001, S. 508)
Soziologie betrachtet seit einiger Zeit verstärkt Aspekte von Veränderungsprozessen in der Gesellschaft, die Pluralität sowie kulturelle und regionale Umbrüche.

Die Psychologie als Hauptdisziplin „ist die Wissenschaft vom Verhalten und Erleben des Menschen.“ (Stimmer 2000, S. 537) Bezüglich ihres Forschungsfeldes „Familie“ befasst sich die Familienpsychologie, als eine von vielen Unterdisziplinen, mit den Auswirkungen des Geschehens innerhalb der Familie auf die Persönlichkeitsentwicklung der einzelnen Mitglieder (vgl. Otto/ Thiersch 2001, S. 508).

[...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Vorbemerkungen zum multidisziplinären Blick auf die Familie

2 Familie im gesellschaftlich- historischen Kontext

3 Soziologische und psychologische Theorien

4 Entwicklung und Erziehung in der Familie

5 Familienalltag am Beginn des 21. Jahrhunderts

6 Anforderungen an das Arbeitsfeld „Jugendamt“

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit bietet eine multidisziplinäre Einführung in das Thema Familie und untersucht deren Wandel, theoretische Fundierung sowie die Herausforderungen an die moderne Soziale Arbeit, insbesondere im Kontext von Kindeswohlgefährdung und dem Arbeitsfeld Jugendamt.

  • Multidisziplinäre Perspektiven auf die Institution Familie
  • Historischer Wandel und gesellschaftliche Einflüsse
  • Soziologische und psychologische Erklärungsmodelle
  • Sozialisationsprozesse und Erziehungsstile
  • Rechtliche Grundlagen und Aufgaben des Jugendamtes

Auszug aus dem Buch

3 Soziologische und psychologische Theorien

Der Strukturfunktionalismus „begreift die Gesellschaft als eine Einheit, in der Strukturelemente […] derart angeordnet sind, dass wichtige Funktionen für die Menschen erfüllt werden.“ (Marx 2011, S. 24) Entwickelt wurde diese Theorie von Talcott Parson (1902- 1979) und Robert K. Merton (1910- 2003). „Der Strukturfunktionalismus beschäftigt sich mit den Funktionsbeziehungen zwischen den strukturellen Elementen in sozialen Systemen.“ (Stimmer 2000, S. 722) Die Gesellschaft ist ein hierarchisches System, welches in verschiedene Teile (Subsysteme wie z.B. Politik, Wirtschaft, Familie) aufgeteilt ist. Jedes Subsystem hat eine bestimmte Bedeutung und Funktion im Gesamtsystem (Gesellschaft) zu erfüllen. Innerhalb der Familienforschung liegt der Schwerpunkt in der Klärung der Frage nach den Funktionen der Familie und deren Entwicklung in der Gesellschaft. Die Familie stellt mit ihren Funktionen für die Sozialisation ihrer Nachkommen einen sehr wichtigen Faktor dar. In der Funktionalistischen Theorie passt sich primär die Familie an die Gesellschaft und deren Erfordernisse an (vgl. Hill/ Kopp 2006, S. 72- 76).

Damit die notwendigen Bedingungen des gesellschaftlichen Überlebens geschaffen werden, müssen vier Bedingungen erfüllt werden, die Parson in seiner Weiterentwicklung zum Systemfunktionalismus als das sog. AGIL-Schema bezeichnete: Adaption (Anpassung an die Umwelt), Goal-Attaintment (Verwirklichung der gesellschaftlich wichtigen Ziele), Integration (Integration der Komponenten der Gesellschaft) und Lattent Pattern Maintenance (verlässliche Bewältigung von Spannungen). Der Strukturfunktionalismus betrachtet die Menschen vorwiegend als Rollenträger, die so handeln (müssen), wie die gesellschaftlich definierten Rollen es nahelegen. Die Gesellschaft gibt also die Rollendefinition vor, d.h. jede Rolle beinhaltet soziale Erwartungen an diese. Diese Theorie geht davon aus, dass alle Subsysteme wichtige Funktionen für die Gesellschaft und ihr Fortbestehen erfüllen bzw. zu erfüllen haben.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Vorbemerkungen zum multidisziplinären Blick auf die Familie: Dieses Kapitel erläutert, dass Familie kein homogenes Gebilde ist, und führt die Disziplinen Soziologie, Psychologie und Erziehungswissenschaft als notwendige Perspektiven für die Soziale Arbeit ein.

2 Familie im gesellschaftlich- historischen Kontext: Das Kapitel zeichnet den Wandel der Familienstruktur von der Sippe über das "Ganze Haus" bis hin zur heutigen Kernfamilie unter dem Einfluss von Industrialisierung und gesellschaftlicher Modernisierung nach.

3 Soziologische und psychologische Theorien: Es werden zentrale wissenschaftliche Ansätze wie der Strukturfunktionalismus, die Familiensystemtheorie, der Symbolische Interaktionismus, die Psychoanalyse und Lerntheorien hinsichtlich ihrer Relevanz für die Familienarbeit diskutiert.

4 Entwicklung und Erziehung in der Familie: Dieses Kapitel thematisiert Sozialisationsprozesse, Stufenmodelle der Entwicklung (Erikson) und die Bedeutung von Bindung sowie verschiedene Erziehungsstile und deren Auswirkungen auf die Entwicklung des Kindes.

5 Familienalltag am Beginn des 21. Jahrhunderts: Der Fokus liegt hier auf den komplexen Anforderungen an Familien heute, den Definitionen von Kindeswohl sowie den rechtlichen Grundlagen und Verfahrensweisen bei Kindeswohlgefährdung.

6 Anforderungen an das Arbeitsfeld „Jugendamt“: Abschließend werden die Aufgaben und Handlungsanforderungen an die öffentlichen Träger dargelegt, wobei insbesondere auf Standards, Dokumentation und ressourcenorientiertes Arbeiten eingegangen wird.

Schlüsselwörter

Familie, Soziale Arbeit, Sozialisation, Kindeswohlgefährdung, Jugendamt, Erziehungsstile, Strukturfunktionalismus, Psychologie, Bindungstheorie, Individualisierung, Elternbildung, Schutzauftrag, Lebensphasen, Sozialpädagogik, Interdisziplinarität.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die Familie als multidisziplinäres Forschungsfeld und analysiert, wie soziologische und psychologische Erkenntnisse für die praktische Soziale Arbeit nutzbar gemacht werden können.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder sind der historische Wandel der Familie, Theorien zur Entwicklung und Erziehung, Kindeswohlgefährdung sowie die professionellen Aufgaben des Jugendamtes.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, ein tieferes Verständnis für die Komplexität der Institution Familie zu gewinnen, um daraus fundierte und ganzheitliche Unterstützungsmaßnahmen für die Soziale Arbeit abzuleiten.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Der Autor nutzt eine Literatur- und Theorieanalyse, um interdisziplinäre Konzepte (Soziologie, Psychologie, Erziehungswissenschaft) zu verknüpfen und diese kritisch auf die berufliche Praxis im Kontext der stationären Jugendhilfe zu beziehen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die historische Einordnung, die theoretische Fundierung durch verschiedene wissenschaftliche Schulen, die Analyse von Sozialisations- und Erziehungsfragen sowie eine detaillierte Auseinandersetzung mit dem Schutzauftrag des Jugendamtes.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Soziale Arbeit, Kindeswohlgefährdung, Sozialisation, Familie, Erziehungsstile und der Schutzauftrag.

Warum ist das "Ganze Haus" aus historischer Sicht relevant?

Es dient als Kontrastmodell zur modernen Kleinfamilie, da es eine ökonomische Gemeinschaft war, die weit über Verwandtschaftsverhältnisse hinausging und durch die Industrialisierung ihre Existenzgrundlage verlor.

Wie bewertet der Autor die Rolle des Jugendamtes im Fall von Kindeswohlgefährdung?

Der Autor betont die zentrale Garantenpflicht der öffentlichen Träger und fordert verbindliche Standards, eine sorgfältige Dokumentation sowie eine ressourcenorientierte Perspektive bei der Fallbearbeitung.

Welche Bedeutung misst der Autor der Genogrammarbeit bei?

Der Autor sieht in der Genogrammarbeit ein wertvolles Instrument der Familienarbeit, um Bindungen, Beziehungsstrukturen und medizinische Vorgeschichten visualisierbar zu machen und darauf basierend Unterstützungsmaßnahmen zu entwickeln.

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Details

Title
Die Gesellschaftsform Familie im gesellschaftlich-historischen Kontext
Subtitle
Eine multidisziplinäre Einführung
College
University of Applied Sciences Münster
Grade
1,3
Author
Bachelor of Arts Soziale Arbeit Markus Fromm (Author)
Publication Year
2013
Pages
22
Catalog Number
V377548
ISBN (eBook)
9783668550087
ISBN (Book)
9783668550094
Language
German
Tags
Familie
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Bachelor of Arts Soziale Arbeit Markus Fromm (Author), 2013, Die Gesellschaftsform Familie im gesellschaftlich-historischen Kontext, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/377548
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