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Pompeius' Eingreifen in den Spartacus-Aufstand

Title: Pompeius' Eingreifen in den Spartacus-Aufstand

Term Paper , 2004 , 15 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Arne Friedemann (Author)

World History - Early and Ancient History

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Summary Excerpt Details

In den 70er Jahren vor unserer Zeitrechnung wurde die römische Republik durch eine Reihe von Kriegen erschüttert. Zum einen hatte der frühere Proprätor Q. Sertorius in Spanien eine eigene Herrschaft errichtet, von der aus er seit 80 v. Chr. den römischen Staat bedrohte.1 Zum anderen waren auch die römischen Besitzungen in Kleinasien in Gefahr, wo im Herbst 74 ein neuer Krieg mit König Mithridates VI. von Pontus begonnen hatte.2 Diese beiden Konflikte banden bereits drei der angesehensten Feldherren der Republik – Q. Metellus Pius und Cn. Pompeius in Spanien, L. Licinius Lucullus in Kleinasien – als noch ein drittes Problem auftauchte. Denn zu allem Überfluss brach nun, im Jahre 73, in Süditalien ein Sklavenaufstand unter der Führung des thrakischen Gladiators Spartacus aus. Dieser Aufstand entwickelte sich mehr und mehr zum Flächenbrand und wurde schließlich zum gefährlichsten Sklavenkrieg in der römischen Geschichte.3 Nachdem bereits mehrere Proprätoren und dann die Konsuln des Jahres 72 anSpartacus' Sklavenheer gescheitert waren, trat im Herbst 72 ein neuer Mann auf den Plan: Marcus Licinius Crassus.4 Ausgestattet mit einem proconsularischen Imperium sowie acht Legionen gelang es Crassus, die Armee des Spartacus in die südöstliche Ecke Bruttiums zu drängen. Dort verfiel der neue Feldherr auf den Plan, die Sklaven mit Hilfe eines von Küste zu Küste reichenden Walles von jeglicher Versorgung abzuschneiden. Gleichzeitig machte eine verstärkte Bewachung der gegenüber liegenden Küste Siziliens ein Entweichen auf dem Seeweg unmöglich. Spartacus gelang es zwar noch, mit seinen Truppen den Wall zu durchbrechen (Januar 71). Doch Crassus' Armee nahm umgehend die Verfolgung auf und fügte den Sklaven schließlich im Norden Lucaniens die entscheidende Niederlage zu, in einer Schlacht, in der auch Spartacus ums Leben kam. [...] 1 RE IIa 2 (1923), 1747 ff., s.v. Q. Sertorius 3 (Schulten, Peter). 2 RE XV 2 (1932), 2181, s.v. Mithridates VI. Eupator Dionysos 12 (Münzer, Friedrich). 3 Onken, Björn, Spartacus, in: Der Neue Pauly. Enzyklopädie der Antike, herausgegeben v. Hubert Cancik u. Helmuth Schneider (im Folgenden "DNP"), Bd. 11, Stuttgart und Weimar 2001, 795. 4 Die folgende Zusammenfassung des Aufstandes folgt der Darstellung M. Gelzers, in: RE XIII 1 (1926), 303 ff., s.v. M. Licinius Crassus Dives 68 (im Weiteren: "Gelzer, Crassus").

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Quellenwert

2. Quelleninhalt

3. Quellenkritik

4. Ergebnis

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Eingreifen des Pompeius in den Spartacus-Aufstand auf Basis der antiken Überlieferung durch den Historiker Appian. Die zentrale Forschungsfrage fokussiert dabei auf die Plausibilität von Appians Darstellung im Vergleich zu alternativen Quellen, insbesondere hinsichtlich der Rolle des Senats und des römischen Volkes bei der Entscheidung zur Entsendung des Pompeius.

  • Analyse und Bewertung der Quelle Appian (Bürgerkriege)
  • Untersuchung der römischen Verfassungspraxis zur Zeit der späten Republik
  • Kritische Gegenüberstellung von Appians Bericht mit der Darstellung bei Plutarch
  • Bewertung des militärischen und politischen Agierens von Crassus und Pompeius

Auszug aus dem Buch

3. Quellenkritik

Appian behauptet also, "die Römer in der Stadt" hätten einen "Volksbeschluss" gefasst, aufgrund dessen Pompeius befohlen wurde, in den Spartacus-Aufstand einzugreifen. Um die Richtigkeit dieser Behauptung zu prüfen, muss gefragt werden, wer in Rom eigentlich das Recht hatte, eine Entscheidung von solcher Tragweite zu treffen. Mit anderen Worten, wir müssen einen Blick auf die römische Verfassung werfen, und zwar in der Form, die sie durch die wenige Jahre zuvor durchgeführten Reformen Sullas erhalten hatte.

Doch zunächst soll bestimmt werden, wen Appian eigentlich mit den "Römern in der Stadt" gemeint haben könnte. Diese Frage lässt sich leicht beantworten: Da ein "Volksbeschluss" nur von einer der Volksversammlungen gefasst werden konnte, müssten die "Römer in der Stadt" identisch sein mit dem populus Romanus, aus dem sich diese Versammlungen speisten. Das heißt, es handelt sich bei "Römern in der Stadt" um die freien, männlichen Bewohner des römischen Territoriums: die römischen Bürger. Von diesen aber sondert Appian ausdrücklich die in der Stadt lebenden Römer ab, was insofern der römischen Verfassungsrealität entspricht, als die auf dem Land lebenden römischen Bürger fast nie zu den Volksversammlungen nach Rom kamen. Als Motive für den "Volksbeschluss" gibt Appian an, dass die römischen Bürger den sich hinziehenden Sklavenkrieg als "Schande" empfunden und seine Beendigung als ein "großes und schweres Stück Arbeit" angesehen hätten. Somit erweckt der antike Autor den Eindruck, die "Römer in der Stadt" hätten den entsprechenden Volksbeschluss in Eigeninitiative gefasst, und zwar wegen des schändlichen Charakters und der noch zu erwartenden Schwere der Kämpfe.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Der Autor führt in den historischen Kontext der römischen Republik in den 70er Jahren v. Chr. ein und skizziert den Verlauf des Spartacus-Aufstandes bis zur Intervention des Pompeius.

1. Quellenwert: Dieses Kapitel ordnet den Historiker Appian und seine "Bürgerkriege" als Sekundärquelle ein und beleuchtet dessen Arbeitsweise sowie Objektivität.

2. Quelleninhalt: Hier werden die relevanten Textstellen Appians zusammengefasst, die das Vorgehen des Crassus sowie die Entscheidung zur Hinzuziehung des Pompeius beschreiben.

3. Quellenkritik: Der Autor hinterfragt Appians Darstellung eines "Volksbeschlusses" kritisch unter Einbeziehung der römischen Verfassungsrealität und vergleicht diese mit den abweichenden Berichten Plutarchs.

4. Ergebnis: Die Untersuchung schließt mit dem Fazit, dass Plutarchs Bericht aufgrund seiner größeren historischen Konsistenz und psychologischen Plausibilität gegenüber Appians Darstellung zu bevorzugen ist.

Schlüsselwörter

Spartacus-Aufstand, Pompeius, Crassus, Appian, Plutarch, Römische Republik, Quellenkritik, Volksbeschluss, Senat, Bürgerkriege, Antike Geschichtsschreibung, Sklavenkrieg, Militärkommando, Römische Verfassung, Interventionsstrategie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert kritisch den Bericht des antiken Historikers Appian zum Eingreifen des Pompeius in den Spartacus-Aufstand.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Im Mittelpunkt stehen die historische Quellenanalyse, die römische Verfassungspraxis in der ausgehenden Republik sowie die militärische Rolle von Crassus und Pompeius.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, zu klären, ob die von Appian behauptete Initiative des römischen Volkes zur Entsendung des Pompeius historisch plausibel ist.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit verwendet eine klassische quellenkritische Methode, bei der Appians Text mit dem Kenntnisstand über die römische Verfassung und anderen antiken Berichten (insbesondere Plutarch) verglichen wird.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Bestimmung des Quellenwerts, die Wiedergabe des Inhalts, die detaillierte Quellenkritik der Angaben Appians sowie eine abschließende Bewertung der historischen Glaubwürdigkeit.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich primär durch Begriffe wie Quellenkritik, Spartacus-Aufstand, Pompeius, Crassus und Römische Verfassung definieren.

Wie bewertet der Autor Appians Angabe zum „Volksbeschluss“?

Der Autor stuft diese Angabe als historisch nicht plausibel ein, da der Senat das primäre Entscheidungsorgan für militärische Belange war und nicht das Volk in Eigeninitiative handelte.

Warum wird Plutarch als glaubwürdiger als Appian eingestuft?

Plutarch zeigt sich bei der Darstellung der politischen Abläufe und der Motivation des Crassus präziser und liefert eine psychologisch schlüssigere Erklärung für den Hilferuf an Pompeius.

Welche Rolle spielte der persönliche Ehrgeiz des Pompeius laut der Analyse?

Pompeius wird als ein Feldherr gezeichnet, der die Gunst der Stunde nutzte und sich den Ruhm für den Sieg über Spartacus sicherte, indem er die Bedeutung der Arbeit des Crassus herabsetzte.

Excerpt out of 15 pages  - scroll top

Details

Title
Pompeius' Eingreifen in den Spartacus-Aufstand
College
Free University of Berlin
Grade
1,0
Author
Arne Friedemann (Author)
Publication Year
2004
Pages
15
Catalog Number
V37751
ISBN (eBook)
9783638370134
Language
German
Tags
Pompeius Eingreifen Spartacus-Aufstand
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Arne Friedemann (Author), 2004, Pompeius' Eingreifen in den Spartacus-Aufstand, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/37751
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