Diese Arbeit macht es sich zur Aufgabe, den sprachübergreifenden Aspekt, insbesondere von Lehrmitteln, was bei der Mehrsprachigkeitsdidaktik von hoher Relevanz ist, zu präsentieren. Das Projekt des Kantons St.Gallen, das in Form der Broschüre mit dem Titel: ,"Brücken zwischen Young World und envol – Unterwegs zur Mehrsprachigkeit" im Jahre 2011 erschienen ist, wird hier vorgestellt. Die vorliegende Arbeit beruht weitgehend auf dieser Broschüre, jedoch mit dem Hauptanliegen, eigene Unterrichtsideen, mit denen die Mehrsprachigkeitsdidaktik umgesetzt werden kann, vorzustellen. Bevor eine ganze Unterrichtseinheit präsentiert wird, wird zunächst jedoch auf den dafür unabdingbaren theoretischen Standpunkt der Merhsprachigkeitsdidaktik eingegangen.
Der Mehrsprachigkeitsdidaktik kommt in dem heutigen Fremdsprachenunterricht eine bedeutende Rolle zu. Angesichts der zunehmenden Globalisierung und dem damit steigenden Bedarf an mehrsprachigem Personal in dem professionellen Leben nach der Schule kommt der Schule als Bildungseinrichtung die verantwortungsvolle Aufgabe zu, Schülerinnen und Schüler sprachübergreifend zu unterrichten, um so die Mehrsprachigkeit zu fördern. Um das Ziel der Mehrsprachigkeit im schulischen Rahmen zu erreichen, stellt sich für die Schule und Lehrpersonen die Frage, wie erreicht werden kann, dass alle Schülerinnen und Schüler neben Englisch mindestens eine weitere Fremdsprache lernen können.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Mehrsprachigkeitsdidaktik
3. Brücken zwischen sprachübergreifenden Lehrmitteln
3.1 Brücken zwischen Young World und envol – Unterwegs zur Mehrsprachigkeit
3.2 ,,Brücken zwischen Young World und envol – Unterwegs zur Mehrsprachigkeit“: Anregung 4: Le corps
3.2.1 Arbeitsblatt zu Anregung 4: ,,Le corps“
3.2.2 Analyse des Arbeitsblatts
4. Konzept der eigenen Unterrichtseinheit
4.1 Ausgangslage
4.2 Sachliche Überlegungen
4.3 Didaktische Überlegungen
4.4 Methodische Überlegungen
5. Zusammenfassung
6. Bibliographie
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit befasst sich mit der praktischen Umsetzung einer mehrsprachigkeitsdidaktischen Unterrichtseinheit. Das primäre Ziel ist es, auf Basis der Broschüre "Brücken zwischen Young World und envol" ein Konzept zu entwickeln, das die im Klassenzimmer vorhandene Sprachenvielfalt der Schülerinnen und Schüler aktiv als Ressource für das Sprachenlernen nutzt.
- Theoretische Grundlagen der Mehrsprachigkeitsdidaktik
- Sprachübergreifendes Lernen durch den Vergleich von Sprachfamilien
- Einbeziehung von Herkunftssprachen zur Wertschätzung und Motivation
- Methodisches Vorgehen durch zirkulierende Gruppenarbeit und Expertenrollen
- Interdisziplinäre Verknüpfung von Sprach- und Geographiekenntnissen
Auszug aus dem Buch
3.2.1 Arbeitsblatt zu Anregung 4: ,,Le corps“
Das Arbeitsblatt zu Anregung 4 ist mit dem Titel ,,Le corps“ versehen. Es handelt sich hier, wie der Titel bereits sagt, um Körperteile. Ganz oben ist das Arbeitsblatt mit einer Abbildung versehen, auf der vier Jugendliche, vor einem großen Spiegel stehend, nebeneinander abgebildet sind.
Jede dieser vier Abbildungen ist mit einer französischen Bezeichnung eines bestimmten Körperteils versehen: • la jambe, • le pied, • le genou, • la main, • le bras, • les doigts, • le ventre, • la tête, • le cou.
Diese Abbildung samt ihren französischen Bezeichnungen der Körperteile dient als Grundlage für das Arbeitsblatt, das folgende Fragestellungen enthält: 1. Wem gleichst du am meisten in deiner Familie? Woran ist das zu sehen? 2. So wie es Ähnlichkeiten unter den Familienangehörigen gibt, so gibt es auch unter den Sprachen Ähnlichkeiten. Solche Sprachen bilden eine Sprachfamilie wie zum Beispiel die «romanischen Sprachen», die ihren Ursprung in der lateinischen Sprache der Römer haben. Vergleiche die romanischen Sprachen in der Tabelle 1 miteinander. Welche Wörter gleichen sich? Woraus schliesst du das? 3. Unser Deutsch gehört zu den «germanischen Sprachen». Jedes germanische Volk hatte seine eigene Sprache, doch waren die Völker untereinander eng verwandt. Vergleiche die germanischen Sprachen in der Tabelle 2 miteinander. Woran erkennst du, dass die Wörter miteinander verwandt sind? 4. Gibt es Klassenkameradinnen oder Klassenkameraden, die eine der Sprachen in der Tabelle sprechen? Wie hört sich das an? Kannst du die Wörter nachsprechen?
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Autorin beschreibt den Anlass der Arbeit und die Relevanz der Mehrsprachigkeitsdidaktik im Kontext von Lehrmitteln.
2. Mehrsprachigkeitsdidaktik: Dieser Abschnitt definiert den Begriff der Mehrsprachigkeitsdidaktik und erläutert deren Bedeutung für den modernen Fremdsprachenunterricht.
3. Brücken zwischen sprachübergreifenden Lehrmitteln: Es wird die Broschüre "Brücken zwischen Young World und envol" vorgestellt und ein konkretes Arbeitsblatt zur Analyse der Sprachfamilien eingeführt.
4. Konzept der eigenen Unterrichtseinheit: Hier wird ein didaktisches Konzept entworfen, das das Arbeitsblatt durch zirkulierende Gruppenarbeit und die Einbindung der Herkunftssprachen der Schüler praktisch anwendet.
5. Zusammenfassung: Abschließend wird das Konzept reflektiert und die Wertschätzung für die Sprachenvielfalt der Schüler als wesentlicher Erfolgsfaktor hervorgehoben.
6. Bibliographie: Auflistung der verwendeten Literatur und Quellen für die theoretische Fundierung.
Schlüsselwörter
Mehrsprachigkeitsdidaktik, sprachübergreifendes Lernen, Sprachfamilien, Young World, envol, Körperteile, Sprachbewusstsein, Fremdsprachenunterricht, Herkunftssprachen, interkulturelle Bildung, Sprachvergleich, Mehrsprachigkeit, Unterrichtskonzept, Schülerpartizipation, Sprachsensibilisierung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundlegend?
Die Arbeit thematisiert die Förderung von Mehrsprachigkeit im Unterricht durch den Einsatz von Lehrmitteln, die gezielt Brücken zwischen verschiedenen Sprachen schlagen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Im Zentrum stehen die Mehrsprachigkeitsdidaktik, der Vergleich von romanischen und germanischen Sprachfamilien sowie die didaktische Aufbereitung von Unterrichtsmaterialien.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist die Erstellung eines Unterrichtskonzepts, das durch spielerische Methoden und den Einbezug der Herkunftssprachen die Sprachkompetenz und das Sprachbewusstsein der Lernenden fördert.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Autorin nutzt eine theoretische Auseinandersetzung mit der Fachliteratur in Kombination mit der praktischen Entwicklung und Analyse eines unterrichtspraktischen Konzepts.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil analysiert bestehendes didaktisches Material ("Le corps") und leitet daraus ein modifiziertes Unterrichtsmodell für eine multikulturelle 5. Primarklasse ab.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Mehrsprachigkeitsdidaktik, sprachübergreifendes Lernen, Sprachfamilien und die aktive Einbeziehung der Lernenden als Experten ihrer Herkunftssprachen.
Warum ist die Rolle der "kleinen Lehrpersonen" im Konzept so wichtig?
Diese Expertenrolle ermöglicht es Schülern, ihre Herkunftssprache aktiv in den Unterricht einzubringen, was ihre Identität stärkt und die Mehrsprachigkeit im Klassenzimmer als wertvolle Ressource für alle sichtbar macht.
Welchen Stellenwert nimmt die Geographie in diesem Unterrichtskonzept ein?
Die Geographie dient der interdisziplinären Ergänzung, indem Schüler Flaggen den entsprechenden Sprachen zuordnen, was ihr räumliches und kulturelles Verständnis erweitert.
- Quote paper
- Anonym (Author), 2014, Mehrsprachigkeitsdidaktik umsetzen. Vorstellung einer Unterrichtseinheit in Anlehnung an die Broschüre "Brücken zwischen Young World und envol", Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/377212