In dieser Projektarbeit wird die Problematik analysiert welche die Generation Z für die Jugendarbeit mit sich bringt. Doch dabei soll es nicht bleiben. Projektorientierte Jugendarbeit wird als eine mögliche Lösung vorgestellt.
Inhaltsverzeichnis
1. Das Problem mit der Generation Z
2. Auswirkung der Generation Z im Jugendkreis
3. Projektorientierte Jugendarbeit als Lösungsansatz
4. Nachteile der projektorientierten Jugendarbeit
5. Schlussfolgerungen für die Praxis
6. Quellenverzeichnis
6.1 Literaturverzeichnis
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht die veränderten Werthaltungen und Verhaltensweisen der sogenannten Generation Z im Kontext der kirchlichen Jugendarbeit und erörtert, inwiefern projektorientierte Arbeitsweisen als Antwort auf die abnehmende Bereitschaft zu kontinuierlichem ehrenamtlichem Engagement dienen können.
- Charakterisierung der Generation Z (Digital Natives, Fokus auf Lebenslust, Ich-Bezogenheit)
- Herausforderungen für bestehende Strukturen in Jugendkreisen
- Konzeption und Vorteile projektorientierter Jugendarbeit
- Kritische Reflexion und Risiken kurzlebiger Mitarbeit
- Integration von Projekten in die allgemeine Jugendarbeit
Auszug aus dem Buch
1. Das Problem mit der Generation Z
Wie soll ich das noch schaffen? Aber das ist ja in meiner Freizeit. Das bedeutet bestimmt viel Arbeit... So oder so ähnlich könnten typische Aussagen der Generation Z aussehen. Dabei handelt es sich um die nach 1995 Geborenen, also die Menschen, die jetzt als Jugendliche die Jugendkreise der Gemeinden besuchen oder wenigstens besuchen könnten. Diese Generation zeichnet sich vor allem dadurch aus, dass es eine Werteverschiebung gibt. Erfolg, Karriere und Reichtum ordnen sich dem Spaß und einem erfülltem Privatleben eindeutig unter. Die Lebenslustmaximierung steht an erster Stelle und dafür sind Bindungs- und Verantwortungslosigkeit die wichtigsten Grundlagen. Arbeit ist also nur ein Mittel zum Zweck und soll so verantwortungslos, anspruchslos, und gering wie möglich gehalten werden.
Verantwortung und Führungspositionen verbinden sie sofort mit Schlaflosigkeit und Burn-out. Die Generation Z hat bei ihren Eltern gesehen was die Folgen karriereorientierter Arbeit sind: Überstunden, wenig Urlaub, komplizierte Aufgaben übernehmen… Der daraus folgende höhere Verdienst und damit verbundene Lebensstandard ist das der Generation Z nicht wert. Der Grund hierfür ist aber nicht etwa Faulheit, sondern eine starke Ich-Bezogenheit. Sie wollen nur das tun wovon sie selbst einen Vorteil haben und was ihnen nicht schadet. Auch ein Solidaritätsgefühl kommt deswegen kaum auf. Sie lassen sich schwer motivieren ihren Einsatz für ein Kollektiv wie z.B. die Firma oder auch den Jugendkreis zu bringen.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Das Problem mit der Generation Z: Dieses Kapitel analysiert die spezifischen Wertvorstellungen der nach 1995 Geborenen, die durch eine starke Ich-Bezogenheit und das Streben nach Lebenslustmaximierung geprägt sind.
2. Auswirkung der Generation Z im Jugendkreis: Hier wird beleuchtet, wie die Ablehnung von Verbindlichkeit und langfristiger Verantwortung die traditionellen Strukturen in Jugendkreisen vor große Herausforderungen stellt.
3. Projektorientierte Jugendarbeit als Lösungsansatz: Das Kapitel stellt die Methode der projektorientierten Arbeit als Instrument vor, um Jugendliche durch zeitlich begrenzte und klar definierte Aufgaben wieder zur Mitarbeit zu motivieren.
4. Nachteile der projektorientierten Jugendarbeit: Es werden die Risiken diskutiert, etwa die Gefahr der endgültigen Abkehr von kontinuierlichem Engagement und die Problematik, dass diese Form der Arbeit nicht für alle Bereiche der Jugendarbeit geeignet ist.
5. Schlussfolgerungen für die Praxis: Dieser Teil gibt konkrete Handlungsempfehlungen für die Gestaltung von Projekten, um die Stärken der Jugendlichen zu fördern und sie behutsam in die langfristige Gemeindearbeit einzubinden.
6. Quellenverzeichnis: Auflistung der verwendeten Literatur und Quellen.
6.1 Literaturverzeichnis: Detailliertes Verzeichnis der Fachliteratur und Zeitungsartikel.
Schlüsselwörter
Generation Z, Jugendarbeit, Projektarbeit, Ehrenamt, Verbindlichkeit, Lebenslustmaximierung, Digital Natives, Werteverschiebung, Jugendkreis, Verantwortungsübernahme, Projektmanagement, SMART-Methode, Konterkulturation, Gabenorientierung, Jugendengagement
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt die Schwierigkeiten der heutigen Jugendarbeit, Jugendliche der Generation Z für langfristige ehrenamtliche Mitarbeit zu gewinnen, aufgrund deren veränderter Wertehaltung.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen sind der demografische und gesellschaftliche Wandel der Jugend, das Spannungsfeld zwischen Unverbindlichkeit und Gemeinschaft sowie die Implementierung von Projektarbeit in Gemeinden.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, zu analysieren, wie durch projektorientierte Arbeitsformen ein niederschwelliger Zugang zur Mitarbeit geschaffen werden kann, ohne die nötige Qualität der Jugendarbeit zu verlieren.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse aktueller Fachpublikationen zum Thema Generation Z sowie auf pädagogischen Konzepten für Projektarbeit in der Jugendarbeit.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der Problemlage, die Vorstellung projektorientierter Arbeit, deren Vorteile und Nachteile sowie praxisorientierte Umsetzungsmöglichkeiten.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Generation Z, Projektorientierung, Ehrenamt, Verbindlichkeit und moderne Jugendarbeit.
Inwiefern beeinflusst die Generation Z die Bindung an einen Jugendkreis?
Da diese Generation stark auf Autonomie und Spaß fokussiert ist, werden langjährige Verpflichtungen häufig abgelehnt, was die Arbeit in herkömmlichen Jugendkreisen erschwert.
Warum wird die Projektarbeit als "Lösungsansatz" bezeichnet?
Weil Projekte zeitlich begrenzt sind, klare Ziele definieren und somit die Hemmschwelle zur Mitarbeit senken, da das Ende des Engagements absehbar ist.
Welche Gefahr besteht bei der ausschließlichen Nutzung von Projektarbeit?
Es besteht die Gefahr, dass die notwendige kontinuierliche Arbeit und tiefere geistliche Bindungen innerhalb der Gemeinde vernachlässigt werden könnten.
Wie kann das Modell SMART bei der Arbeit mit Jugendlichen helfen?
Das SMART-Modell (spezifisch, messbar, attraktiv, realistisch, terminiert) hilft Leitern, Aufgaben so zu strukturieren, dass sie für Jugendliche klar verständlich und motivierend sind.
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- David Rümmler (Author), 2016, Jugendarbeit. Probleme mit der Generation Z, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/375873