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Das Happy End in Alexander Kluges "Blechernes Glück"

Titel: Das Happy End in Alexander Kluges "Blechernes Glück"

Hausarbeit , 2016 , 10 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Katharina Müller (Autor:in)

Germanistik - Neuere Deutsche Literatur

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Die internationale DFG-Tagung "Glück am Ende? Episodisches Erzählen in Mittelalter und Gegenwart" brachte internationale Expertinnen und Experten der Narratologie, der Alt- und Neugermanistik, der Literatur- und Medienwissenschaft sowie Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler verschiedenster Disziplinen zusammen, um sich gemeinsam der quest – der Suche nach der Sinnhaftigkeit und der Problematiken eines glücklichen Endes zu widmen. Die studentische Projektgruppe Heidelberg präsentierte Überlegungen zu Alexander Kluges "Blechernes Glück". Die Erzählung verbindet die Hauptthemen der DFG-Tagung des episodischen Erzählens und der quest und soll im Folgenden näher beleuchtet werden, indem nach Details zur Konzeption, die narrative Instanz in den Vordergrund gerückt wird. Daraufhin werden drei Thesen vorgestellt, welche die Motivierung der Erzählung darlegen, das typische Happy End problematisieren und die Plausibilität der dargestellten Glücksbegriffe überprüfen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Alexander Kluge: Blechernes Glück

2.1. These 1: Der Handlungsverlauf wird durch kausale und finale Motivierungen vorangetrieben.

2.2. These 2: In der postmodernen Erzählung Blechernes Glück von Alexander Kluge wird das typische Happy End problematisiert.

2.3. These 3: Die Erzählung will die Kontingenzerfahrung nicht mehr bewältigen oder reduzieren, sondern exponiert sie vielmehr, eingebunden in eine inszenierte erzähltechnische Kohärenz.

3. Schlussbemerkungen

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Erzählung „Blechernes Glück“ von Alexander Kluge unter narratologischen Gesichtspunkten. Ziel ist es, die spezifische Erzählstruktur zu analysieren, die Motivierung des Handlungsverlaufs zu hinterfragen und zu prüfen, inwiefern die Erzählung das klassische „Happy End“ durch ironische Distanz und eine ambivalente Darstellung des Glücksbegriffs problematisiert.

  • Narratologische Analyse des Erzählers und der Fokalisierung
  • Untersuchung von kausaler und finaler Motivierung im Handlungsverlauf
  • Dekonstruktion des Happy Ends und des Glücksbegriffs (fortuna vs. felicitas)
  • Auseinandersetzung mit der Kontingenzerfahrung in der Postmoderne
  • Reflexion über Textkohärenz und ironische Brechungen

Auszug aus dem Buch

2.1. These 1: Der Handlungsverlauf wird durch kausale und finale Motivierungen vorangetrieben.

Nach Martinez und Scheffel ist die Motivierung eines Geschehens das Epitom der Beweggründe für den Gang der Handlung. Einzelne Ereignisse einer Erzählung werden durch die Motivierung – oder auch Motivation – in einen kohärenten Kontext eingegliedert und lässt diese nicht wahllos, sondern nach einer bestimmten Gesetzmäßigkeit aufeinander folgen. Es sind kausale, finale – und ästhetisch-kompositorische Arten der Motivierung zu parzelieren, welche während einer Handlung durchaus in Kombination auftreten können. Die kausale Motivierung stellt Ereignisse – Geschehnisse oder Handlungen – in einen empirisch möglichen Ursache-Wirkungs-Zusammenhang. Seltener tritt die finale Motivierung auf, bei welcher die Handlung durch eine göttliche Allmacht begründet ist. Die ästhetisch-kompositorische Motivierung folgt künstlerischen Kriterien.

Die episodische Erzählung Blechernes Glück ist anachronistisch aufgebaut. Beginnend mit dem Selbstmordversuch der Protagonistin, deren Name zunächst nicht genannt wird, beschreibt die narrative Instanz ein Geschehnis, das chronologisch betrachtet in der Mitte der Erzählung seinen Platz hätte. Details zu der Protagonistin wie Name, Alter, Herkunft und Motivation des Selbstmordversuchs erfährt der Rezipient erst nach der ausführlichen Beschreibung des Sturzes. Hier bedient sich der Erzähler der Form der Analepse, da er die Vorgeschichte erst nach Schilderung des Selbstmordversuches aufbereitet. Nach logischer zeitlicher Reihenfolge wird die Handlung der Erzählung durch Ereignisse markiert, die durchaus als Episoden zu bezeichnen sind, da diese jeweils Teile der Haupthandlung sind und durch die Protagonistin Wilma Bison miteinander verbunden werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die interdisziplinäre Tagungs-Thematik des episodischen Erzählens ein und stellt die Erzählung „Blechernes Glück“ von Alexander Kluge als Analyseobjekt vor.

2. Alexander Kluge: Blechernes Glück: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über die Erzählung, charakterisiert den Erzählstil und analysiert die Distanz zwischen der narrativen Instanz und der Protagonistin Wilma Bison.

2.1. These 1: Der Handlungsverlauf wird durch kausale und finale Motivierungen vorangetrieben.: Hier wird untersucht, wie die Erzählung durch eine Mischung aus kausaler Kette und finaler „Fügung“ ihre Struktur gewinnt.

2.2. These 2: In der postmodernen Erzählung Blechernes Glück von Alexander Kluge wird das typische Happy End problematisiert.: Das Kapitel analysiert die ironische Brechung des Happy Ends und die zweifelhafte Plausibilität des vermittelten Glückszustands.

2.3. These 3: Die Erzählung will die Kontingenzerfahrung nicht mehr bewältigen oder reduzieren, sondern exponiert sie vielmehr, eingebunden in eine inszenierte erzähltechnische Kohärenz.: Der Abschnitt befasst sich mit der bewussten Inszenierung von Zufall und Sinnhaftigkeit innerhalb der Erzählung.

3. Schlussbemerkungen: Das Fazit fasst zusammen, dass Kluge das klassische Happy End als fragwürdiges Konstrukt entlarvt, das eher der ironischen Distanz als der tatsächlichen Glückserfahrung dient.

Schlüsselwörter

Alexander Kluge, Blechernes Glück, Narratologie, Happy End, Kontingenz, Kausale Motivierung, Finale Motivierung, Postmoderne Literatur, Textkohärenz, Fortuna, Felicitas, Erzählinstanz, Selbstmordversuch, Ironie, Epische Erzählung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert die Kurzgeschichte „Blechernes Glück“ von Alexander Kluge und hinterfragt die erzählerische Gestaltung sowie die Glaubwürdigkeit des Happy Ends innerhalb des Textes.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zentrale Themen sind die narratologische Struktur (Erzähler, Fokalisierung), die Motivation von Handlungsverläufen und die kritische Auseinandersetzung mit literarischen Konventionen wie dem Happy End.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es aufzuzeigen, wie Kluge durch eine ironische Erzählhaltung und eine inszenierte Kohärenz das klassische Glückskonzept dekonstruiert und in Frage stellt.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Untersuchung folgt narratologischen Analysemethoden, wobei insbesondere Konzepte von Martinez und Scheffel zur Motivierung sowie filmwissenschaftliche Definitionen des Happy Ends herangezogen werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden drei Thesen entfaltet: die Motivierung der Handlung, die Problematisierung des Happy Ends und die Exposition von Kontingenzerfahrungen innerhalb einer narrativ konstruierten Ordnung.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren diese Publikation?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Postmoderne Erzählung, Kontingenz, Kohärenz, ironische Brechung, Fortuna, Felicitas und narrative Instanz.

Wie bewertet der Autor das „glückliche Ende“ der Erzählung?

Der Autor stuft das Happy End als „blechern“ ein – also als erzwungen, unglaubwürdig und instabil, wodurch es als ironischer Kommentar auf die Erwartungen des Publikums fungiert.

Warum spielt der Begriff „Fügung“ eine so zentrale Rolle?

„Fügung“ dient als narrative Krücke, um ein zufälliges Ereignis (den Sturz) retrospektiv in eine teleologische Kette zu verwandeln, was die ironische Distanz des Erzählers unterstreicht.

Welche Rolle spielt die psychische Verfassung der Protagonistin Wilma Bison?

Ihre instabile psychische Verfassung ist ein wesentlicher Indikator, der das vom Erzähler behauptete „Glück“ am Ende als inauthentisch und brüchig erscheinen lässt.

Ende der Leseprobe aus 10 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Das Happy End in Alexander Kluges "Blechernes Glück"
Hochschule
Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg  (Germanistisches Seminar)
Note
1,0
Autor
Katharina Müller (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2016
Seiten
10
Katalognummer
V375216
ISBN (eBook)
9783668541238
ISBN (Buch)
9783668541245
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Alexander Kluge Blechernes Glück Happy Ende
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Katharina Müller (Autor:in), 2016, Das Happy End in Alexander Kluges "Blechernes Glück", München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/375216
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