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Die Machtkonzeption im Werk des Thukydides

Titel: Die Machtkonzeption im Werk des Thukydides

Hausarbeit , 2014 , 16 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Robin Beck (Autor:in)

Weltgeschichte - Frühgeschichte, Antike

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Mit seinem Werk über den Peloponnesischen Krieg hat der griechische Historiker Thukydides eine der bedeutendsten Schriften der Antike verfasst. Darin beschreibt Thukydides die Ereignisse, die zum Ausbruch des Peloponnesischen Krieges führten und versucht danach eine möglichst genaue Schilderung eben jenes Kriegsverlaufes. Dabei lässt sich erkennen, dass Thukydides Athen und deren Machtpolitik stark fokussiert. „Thucydides, in his approach to the problem of political power and its effect on history in general, through the mirror of his History in particular, thus stands at the beginning of a long development of historico-philosophic thought.” Diese Machtkonzeption und deren Auswirkungen, wie der Althistoriker Arthur Geoffrey Woodhead sie hier nennt, sollen in dieser Arbeit einer genauen Betrachtung unterzogen werden. Dabei sollen im ersten Schritt an zwei Beispielen die unterschiedlichen Formen der Macht, die Thukydides in seinem Werk skizziert, aufgezeigt werden. Im nächsten Schritt soll zu dieser Darstellung der einzelnen Machtformen noch ein moralisches Element herausgearbeitet werden. Schließlich soll im dritten Schritt dieser Betrachtung der thukydideischen Machtkonzeption mit einer näheren Beleuchtung eines dynamischen Elements zum Abschluss gebracht werden.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1.Einleitung

2. Formen der Macht

2.1 Mytilene

2.2 Melos

3. Moralisches Element der Macht

4. Dynamisches Element der Macht

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die Machtkonzeption im Geschichtswerk des Thukydides über den Peloponnesischen Krieg. Das primäre Ziel ist es, die verschiedenen Ausprägungen von Macht – unterteilt in deren Formen, moralische Aspekte und ihre Eigendynamik – anhand zentraler historischer Episoden wie der Mytilene-Debatte, dem Melierdialog und der sizilischen Expedition zu analysieren und kritisch einzuordnen.

  • Analyse der Machtformen am Beispiel der Ereignisse um Mytilene und Melos.
  • Untersuchung des moralischen Elements der Macht durch den Vergleich von Perikles' Politik mit späterem athenischem Machtstreben.
  • Betrachtung der dynamischen Eigendynamik athenischer Machtpolitik.
  • Kritische Würdigung der thukydideischen Erzählweise als implizite Machtanalyse.

Auszug aus dem Buch

2.2 Melos

Im Jahre 415 v.Chr. fuhren athenische Flotten gegen die Insel Melos, eine Siedlung Spartas, um diese zu einem Bündnis mit ihnen zu zwingen.19 Da die Melier sich gegen diese Aufforderung der Athener widersetzten, wurde eine Versammlung auf Melos einberufen, in der sich die Melier mit den Forderungen der Athener auseinandersetzen konnten.20 Dabei äußerten die Athener den Vorschlag die Versammlung in Form eines Dialogs abzuhalten, in dem sich Melier und Athener in kurzen Gesprächspassagen gegenseitig abwechseln sollten.21 Die Melier stimmten diesem Vorschlag zu.22 In diesem abwechselnden Redemuster brachten die Athener ihre Argumente vor, die sie zur Übernahme von Melos berechtigen. So stellten die Athener die Melier vor die Wahl, sich entweder von ihnen unterwerfen zu lassen oder von den athenischen Truppen hingerichtet zu werden.23 Trotz dieser Androhung beabsichtigten die Melier ihre Neutralität gegenüber den Athenern zu bewahren.24 Im weiteren Verlauf dieses Dialogs argumentieren die Athener, dass sie aufgrund der Wahrung ihrer Herrschaft es nicht zulassen könnten, dass Melos und andere Inseln unabhängig seien.25 Die Melier zeigten sich, da sie in jedem Falle versklavt werden würden, jedoch bereit, es auf eine Konfrontation ankommen zulassen.26 So beriefen sich die Melier auf ihre Mutterstadt Sparta und hofften, dass diese ihnen bei der kommenden Auseinandersetzung mit den Athenern beistehen würde.27 Schließlich zogen sich die Melier zur Beratung zurück und verkündeten den Athenern, dass sie nicht den Forderungen der Athener nachgeben wollen, sondern stattdessen auf die Hilfe Spartas hoffen.28 Daraufhin begannen die Athener die Stadt Melos zu belagern. Als die Spartaner nicht mehr zu deren Rettung kamen, ergaben sich die Melier und wurden entweder hingerichtet oder in die Sklaverei verkauft.29

Zusammenfassung der Kapitel

1.Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Thematik der Machtkonzeption bei Thukydides ein und skizziert den methodischen Ansatz, die Macht anhand von drei Hauptelementen zu untersuchen.

2. Formen der Macht: Es werden die verschiedenen Machtformen anhand der historischen Beispiele Mytilene und Melos analysiert, wobei institutionelle Macht und die Macht des Stärkeren gegenübergestellt werden.

3. Moralisches Element der Macht: Dieses Kapitel kontrastiert den von Perikles propagierten maßvollen Umgang mit Macht mit dem späteren Eigennutz und der emotionalen Zügellosigkeit athenischer Politik.

4. Dynamisches Element der Macht: Der Fokus liegt hier auf der inneren Bewegung und Eigendynamik athenischer Machtausübung, die sich von einer reaktiven Angst vor Machtverlust hin zu einem aktiven Expansionsstreben entwickelt.

5. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass Thukydides Macht implizit durch die Schilderung von Ereignissen darstellt und dabei moralische sowie dynamische Aspekte eng mit den Machtformen verknüpft.

Schlüsselwörter

Thukydides, Peloponnesischer Krieg, Machtkonzeption, Athen, Mytilene, Melos, Perikles, Macht des Stärkeren, Institutionelle Macht, Politische Philosophie, Eigendynamik, Moralität, Antike Geschichte, Herrschaft, Expansion.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert die Machtkonzeption im Werk des antiken Historikers Thukydides, um zu verstehen, wie Macht in der Geschichte des Peloponnesischen Krieges durch Handlungen und Reden dargestellt wird.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die zentralen Themenfelder sind die verschiedenen Formen der Macht (institutionell vs. physisch), das moralische Verhalten von Politikern im Umgang mit Macht und die inhärente Dynamik imperialer Expansionspolitik.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die thukydideische Machtkonzeption aufzuzeigen, indem der Autor nicht explizit theoretisiert, sondern Machtverhältnisse anhand historischer Ereignisse (wie Mytilene und Melos) implizit verdeutlicht.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?

Der Autor nutzt eine textanalytische Methode, bei der zentrale Passagen des thukydideischen Werkes – insbesondere die Reden und Dialoge – im Kontext historischer Sekundärliteratur auf Konzepte von Macht hin untersucht werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit konkret behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in drei Schritte: Zuerst die Analyse verschiedener Machtformen an Fallbeispielen, dann die Untersuchung des moralischen Elements durch Perikles, und schließlich die Analyse der Eigendynamik von Macht.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Machtkonzeption, athenische Demokratie, das Recht des Stärkeren, die Gefallenenrede des Perikles und die Eigendynamik der Expansion.

Wie unterscheidet sich die Machtausübung unter Perikles von der späteren athenischen Politik?

Perikles steht laut der Arbeit für einen maßvollen und vernunftorientierten Umgang mit Macht im Sinne des Allgemeinwohls, während spätere athenische Politiker primär durch Eigennutz, Zorn und affektive Entscheidungen handelten.

Welche Rolle spielt die sizilische Expedition für die Argumentation der Arbeit?

Sie dient als Beleg für das dynamische Element der Macht, da hier die Überzeugung deutlich wird, dass Athen gezwungen ist zu expandieren, um nicht selbst Opfer von Beherrschung zu werden.

Ende der Leseprobe aus 16 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Machtkonzeption im Werk des Thukydides
Hochschule
Albert-Ludwigs-Universität Freiburg
Note
1,3
Autor
Robin Beck (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2014
Seiten
16
Katalognummer
V374156
ISBN (eBook)
9783668521292
ISBN (Buch)
9783668521308
Sprache
Deutsch
Schlagworte
machtkonzeption werk thukydides
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Robin Beck (Autor:in), 2014, Die Machtkonzeption im Werk des Thukydides, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/374156
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Leseprobe aus  16  Seiten
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