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Der Teilungsvertrag zwischen Philipp V. und Antiochos III.

Umstände, Inhalte und Überlieferung

Title: Der Teilungsvertrag zwischen Philipp V. und Antiochos III.

Term Paper (Advanced seminar) , 2017 , 21 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Richard Wissing (Author)

World History - Early and Ancient History

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Summary Excerpt Details

Diese Arbeit behandelt die Umstände, Inhalte und die Überlieferung eines Vertrages zwischen Philipp V. und Antiochos III. In diesem Vertrag verbündete sich der König der Makedonen mit dem der Seleukiden gegen das Reich der Ptolemäer.

Die unmittelbare Folge war jedoch, dass Rom nach dem Bericht über den Vertrag durch rhodische und
pergamenische Gesandte vor dem Senat intervenierte und so den zweiten Makedonischen Krieg auslöste. Diese Abläufe geschahen in einem System, dass aus den Nachfolgestaaten des Alexanderreichs bestand, dessen Einfluss auch hier leicht erkennbar ist.

Die damaligen Diadochen begründeten eine Tradition der stetigen Bereitschaft, günstige Gelegenheiten zu ergreifen und dem Gegner mindestens Stiche zu versetzen. Diese Tradition wurden von den hellenistischen Herrschern extensiv ausgelebt. Dazu kam die prinzipielle Erfolgsorientiertheit, ihr Wille und Zwang zum Ruhm. Dadurch bildeten die hellenistischen Staaten ein potentiell instabiles System, in dem sich sehr schnell existentielle Gefährdungen ergaben.

Dieses System bildete höchstens ein labiles Gleichgewicht, welches nur existierte, weil zunächst niemand die Position erreichen konnte, es dauerhaft zu erschüttern. Das wird insbesondere deutlich an Philipp und Antiochos, die möglicherweise beide die Möglichkeit sahen, dieses Gleichgewicht zu erschüttern und eine hegemoniale Position zu erreichen.

Diese Arbeit konzentriert sich auf den Teilungsvertrag zwischen Philipp und Antiochos an sich, die Umstände, Motivationen und Folgen dessen. Um den Rahmen dieser Arbeit nicht zu sprengen, werde ich die genauen militärischen Abläufe des Krieges hauptsächlich zwischen Makedonien auf der einen und Pergamon und Rhodos auf der anderen Seite vernachlässigen.

Die Geschehnisse sind zwar wichtig zum Verständnis und zur Einordnung, deren Folgen waren aber meiner Ansicht nach nicht sehr prägend. Die Quellenlage ist sehr lückenhaft, der Forschungsstand hingegen besser. Insbesondere die Historizität des Vertrags wird sehr kontrovers diskutiert, sodass es eine Vielzahl von Arbeiten mit unterschiedlichen Meinungen gibt. Eine erste grundlegend maßgebliche Arbeit hat Holleaux bereits 1930 angefertigt. Obwohl es mittlerweile neue Forschungsstände und
archäologische Funde gibt, gelten viele seiner Thesen nach wie vor unvermindert. Ein anderes, auch für diese Arbeit grundlegendes Werk hat Hatto H. Schmitt 1964 veröffentlicht.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. EINLEITUNG

2. DIE AUSGANGSLAGE

2.1. RÖMISCHE SICHT

2.2. MAKEDONISCHE SICHT

2.3. PTOLEMÄISCHE SICHT

2.4. SELEUKIDISCHE SICHT

3. DIE QUELLENLAGE DES VERTRAGS

3.1. QUELLENKRITIK

3.2. DIE DARSTELLUNG DER EREIGNISSE

3.2.1. Die Darstellung des Polybios

3.2.2. Die Darstellungen des Livius

3.2.3. Die Darstellungen von Appian

4. DIE MODERNE DISKUSSION UM DEN VERTRAG

4.1. DIE HISTORIZITÄT DES VERTRAGS

4.2. INHALT DES VERTRAGS

4.3. WIE KAM DER VERTRAG ZUSTANDE?

5. FOLGEN DES VERTRAGS

6. FAZIT

7. QUELLEN- / LITERATURVERZEICHNIS

7.1. QUELLENVERZEICHNIS

7.2. LITERATURVERZEICHNIS

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die historischen Umstände, den Inhalt sowie die Überlieferung des Teilungsvertrages zwischen dem makedonischen König Philipp V. und dem seleukidischen König Antiochos III. Das Ziel besteht darin, die Historizität dieses Abkommens kritisch zu prüfen, seine geplante Umsetzung im Kontext des ptolemäischen Reiches zu analysieren und die Rolle des Vertrages als Auslöser für die Intervention Roms und den Zweiten Makedonischen Krieg zu bewerten.

  • Historische Ausgangslage und Motivationen der hellenistischen Großmächte
  • Quellenkritische Einordnung der antiken Geschichtsschreiber (Polybios, Livius, Appian)
  • Debatte um die Historizität und den Charakter des „Raubvertrags“
  • Analyse der Folgen für die Stabilität des hellenistischen Systems und den Aufstieg Roms

Auszug aus dem Buch

3.2.1. Die Darstellung des Polybios

Polybios schenkt dem Geheimvertrag eine große Beachtung. Bereits in seiner Inhaltsübersicht liefert er uns eine erste Beschreibung und Bewertung des Vertrags:

„Daran werden wir die Erzählung über die Wirren in Ägypten anschließen, und wie nach dem Tod Ptolemaios Antiochos und Philipp sich als Komplizen zur Teilung des Reichs seines hinterlassenen Sohns zusammenfanden, ein hinterhältiges Spiel begannen und [die ptolemäischen Besitzungen] angriffen. Philipp die in Ägypten, Karien und Samos, Antiochos die in Koilesyrien und Phoinike.“

Die Stellen des Werkes, an denen der Vertrag und seine Folgen konkret besprochen worden sein müssen, sind uns leider nicht erhalten geblieben. Allerdings schien es wohl keinem späteren Autor, der Polybios als Quelle benutzte, relevant genug, um es ins eigene Werk mitaufzunehmen. Daraus lässt sich schließen, dass entweder Polybios keine umfassenden weiteren Angaben zum Vertrag machte, die besagten Stellen schon verschwunden waren bevor die anderen Autoren darauf zugriffen oder die Angaben des Polybios den anderen Geschichtsschreibern nicht ins Bild passten.

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINLEITUNG: Einführung in die Thematik des Teilungsvertrags zwischen Philipp V. und Antiochos III. und die systemischen Spannungen im hellenistischen Machtgefüge.

2. DIE AUSGANGSLAGE: Untersuchung der politischen Ausgangspositionen von Rom, Makedonien, dem ptolemäischen Reich und den Seleukiden vor Abschluss des Vertrages.

3. DIE QUELLENLAGE DES VERTRAGS: Quellenkritische Analyse der antiken Überlieferungen durch Polybios, Livius und Appian unter Einbeziehung archäologischer Inschriftenfunde.

4. DIE MODERNE DISKUSSION UM DEN VERTRAG: Auseinandersetzung mit der Forschung zur Historizität, dem tatsächlichen Inhalt und den Entstehungsbedingungen des Vertrages.

5. FOLGEN DES VERTRAGS: Analyse der diplomatischen und militärischen Konsequenzen, insbesondere im Hinblick auf die römische Intervention und den Zweiten Makedonischen Krieg.

6. FAZIT: Zusammenfassende Bewertung der Bedeutung des Vertrages und der Ambitionen der beteiligten Herrscher trotz der Quellenunsicherheit.

7. QUELLEN- / LITERATURVERZEICHNIS: Verzeichnis der verwendeten antiken Quellen und wissenschaftlichen Forschungsliteratur.

Schlüsselwörter

Teilungsvertrag, Philipp V., Antiochos III., Ptolemäerreich, Hellenismus, Zweiter Makedonischer Krieg, Römische Intervention, Quellenkritik, Polybios, Historizität, Raubvertrag, Kleinasien, Diplomatie, Machtgefüge, Inschriften von Bargylia.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit analysiert den historischen Teilungsvertrag zwischen dem makedonischen König Philipp V. und dem seleukidischen König Antiochos III. und untersucht dessen Auswirkungen auf die antike Machtpolitik.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Schwerpunkte sind die politische Ausgangslage der hellenistischen Staaten, die Quellenkritik antiker Berichte, die Diskussion um die Historizität des Vertrages sowie dessen Rolle bei der Auslösung römischer Interventionen.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die Arbeit fragt nach der Historizität und dem Charakter des Vertrages: War es ein echtes, bindendes Abkommen zur Teilung des ptolemäischen Reiches oder lediglich eine diplomatische Interessensabsteckung?

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es wird eine quellenkritische Analyse durchgeführt, die literarische antike Überlieferungen (Polybios, Livius, Appian) mit modernen archäologischen Befunden (Inschriften) vergleicht.

Was behandelt der Hauptteil?

Der Hauptteil gliedert sich in die Quellenanalyse der antiken Autoren, die moderne Forschungsdiskussion zur Existenz und zum Inhalt des Vertrages sowie eine Untersuchung der kausalen Zusammenhänge zum Zweiten Makedonischen Krieg.

Welche Schlüsselbegriffe prägen die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind der Teilungsvertrag, die Machtpolitik der Diadochen, römische Außenpolitik und das ptolemäische Krisenszenario.

Welche Bedeutung kommt dem Fund von Bargylia zu?

Das rhodische Dekret aus Bargylia liefert entscheidende neue Erkenntnisse und dient als Beleg dafür, dass das Abkommen einen historischen Kern besitzt und keine reine Fälschung war.

Wie bewertet der Autor die Rolle des „Raubvertrags“?

Der Autor schließt sich der Meinung an, dass es sich um eine wirksame Drohgebärde und ein Instrument zur Interessensabgrenzung handelte, dessen Dimensionen zwar groß waren, das aber in der Praxis durch die römische Intervention überschattet wurde.

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Details

Title
Der Teilungsvertrag zwischen Philipp V. und Antiochos III.
Subtitle
Umstände, Inhalte und Überlieferung
College
University of Münster  (Seminar für alte Geschichte)
Course
Hauptseminar: Kleinasien - Brückenland zwischen Orient und Okzident
Grade
1,3
Author
Richard Wissing (Author)
Publication Year
2017
Pages
21
Catalog Number
V373849
ISBN (eBook)
9783668510586
ISBN (Book)
9783668510593
Language
German
Tags
Philipp V. Antiochos III. Geheimvertrag Teilungsvertrag Griechenland
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Richard Wissing (Author), 2017, Der Teilungsvertrag zwischen Philipp V. und Antiochos III., Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/373849
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