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Warum geht es beim Sport immer nur um das Gewinnen?

Title: Warum geht es beim Sport immer nur um das Gewinnen?

Seminar Paper , 2004 , 16 Pages , Grade: gut

Autor:in: Anett Senftleben (Author)

Philosophy - Philosophy of the 20th century

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Summary Excerpt Details

Warum geht es beim Sport immer nur ums Gewinnen? Ist die Frage so selbstverständlich, dass sie keiner stellen würde, beziehungsweise würden sich leistungsschwache Schüler im Sport diese Frage stellen? Aber Leistung gilt es nicht nur im Sport, sondern in allen Bereichen des Lebens zu erbringen. Warum haben es schwache Schüler im Klassenkollektiv nicht leicht, werden bei Mannschaftssportarten im Schulsport, Sportfesten oder Schwimmfesten immer zuletzt gewählt? Weil jeder gewinnen will. Niemand möchte einen Schwachpunkt in der Mannschaft haben, und wenn man sich das aussuchen kann, vermeidet man es.
Aber warum ist das so, warum will jeder gewinnen? Warum ist nicht die Niederlage der Sieg? Wieso hat es sich so entwickelt, dass es so wichtig ist der Beste zu sein? Wieso kann nicht auch der Letzte Erster sein? Woher kommt dieser Gedanke siegen zu wollen?
Ist das Siegen-wollen vielleicht angeboren oder doch nur anerzogen? Gibt es das „Gewinn-Gen“?

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. EINLEITUNG

2. DIE WICHTIGKEIT DES SPORTS

3. WARUM GEWINNEN?

3.1 EVOLUTIONSBIOLOGISCHER ANSATZ

3.2 PSYCHOLOGISCHER ANSATZ

3.3 GESELLSCHAFTLICHER ANSATZ

4. ZUSAMMENFASSUNG

5. QUELLENANGABE

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die philosophischen, psychologischen und gesellschaftlichen Ursachen für den ausgeprägten Siegeswillen im Sport. Die zentrale Forschungsfrage fokussiert sich darauf, warum das Streben nach dem Gewinn ein so dominantes Merkmal sportlicher Betätigung ist und ob dieses Verhalten angeboren oder durch gesellschaftliche Prozesse erlernt wurde.

  • Evolutionsbiologische Grundlagen des Wettkampfverhaltens
  • Psychologische Bedeutung des Gewinnens für das Selbstwertgefühl
  • Einfluss der gesellschaftlichen Leistungsgesellschaft auf den Sport
  • Historische Betrachtung des Siegesverständnisses von der Antike bis heute
  • Abgrenzung zwischen natürlichem Trieb und anerzogenem Leistungszwang

Auszug aus dem Buch

3.1 Evolutionsbiologischer Ansatz

Es ist schwer zu sagen, woher der Siegeswille kommt. Eine Hypothese ist daher, dass der Siegeswille sich mit Evolution entwickelt hat. Diese Hypothese wird in diesem Abschnitt vorgestellt und mit Beispielen belegt.

Das Gewinnen ist möglicherweise in der Urgeschichte eine Notwendigkeit zum Überleben gewesen. Dies kann auch mit Charles Darwins Theorie “survival of the fittest“, erklärt werden, wonach sich in der Natur immer nur das stärkste bzw. effektivste Verhalten durchsetzt und somit den folgenden Generationen übermittelt wird. Mit dieser Vermutung gehen wir davon aus, dass das Gewinnen ein überlebensnotwendiges Verhalten war und sich somit durchgesetzt hat. Wir wissen zum Beispiel, dass die Urmenschen keine Reißzähne oder ähnliche natürliche „Jagdwaffen“ mehr hatten und dadurch gezwungen waren, die Reste von anderen Tieren zu stehlen. Bei diesem Vorhaben war es sehr wichtig durch Schnelligkeit, Klugheit und Kooperation zu überzeugen. Im Kampf um das Überleben war es sehr wichtig Erster zu sein. Wie heute noch bei Tieren beobachtet werden kann, dass es das Recht des Ersten gibt, wo der Erste sich seinen Teil der Beute aussuchen kann, war das bei den Urmenschen wahrscheinlich auch der Fall. Das Siegen war in diesem Fall überlebensnotwendig und wurde als effektives Verhalten weitergegeben.

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINLEITUNG: Einführung in die Problematik des Siegeswillens im Sport und die Fragestellung, ob das Streben nach dem Gewinn angeboren oder anerzogen ist.

2. DIE WICHTIGKEIT DES SPORTS: Analyse der sozialen, pädagogischen und gesundheitlichen Funktionen des Sports sowie die Einbettung des Leistungsprinzips in die moderne Gesellschaft.

3. WARUM GEWINNEN?: Untersuchung der Ursachen des Siegesstrebens durch drei Perspektiven: den evolutionsbiologischen, den psychologischen und den gesellschaftlichen Ansatz.

4. ZUSAMMENFASSUNG: Synthese der Untersuchungsergebnisse, die verdeutlicht, dass das Siegen ein gesellschaftlich erlernter Prozess ist und kein „Gewinn-Gen“ existiert.

5. QUELLENANGABE: Auflistung der verwendeten Literatur und Internetquellen zur Untermauerung der Arbeit.

Schlüsselwörter

Sport, Siegeswille, Gewinnen, Leistungsprinzip, Psychologie, Evolution, Gesellschaft, Wettkampf, Narzissmus, Antike, Leistung, Motivation, Selbstwertgefühl, Selektion, Sozialisation.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit primär?

Die Arbeit analysiert die philosophischen und soziologischen Hintergründe, warum das Gewinnen im Sport einen so hohen Stellenwert einnimmt.

Welche zentralen Themenfelder werden untersucht?

Die Untersuchung umfasst die evolutionsbiologische Notwendigkeit, psychologische Aspekte der Selbstwertregulation und den gesellschaftlichen Leistungsdruck.

Was ist das zentrale Ziel der Forschungsarbeit?

Es soll geklärt werden, ob der Siegeswille genetisch verankert ist oder über Jahrtausende durch gesellschaftliche Wandlungsprozesse anerzogen wurde.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit nutzt eine theoretische Analyse durch Literaturstudium und eine philosophisch-anthropologische Einordnung von Fachbegriffen wie der narzisstischen Homöostase.

Welche Inhalte stehen im Hauptteil der Arbeit im Vordergrund?

Der Hauptteil gliedert sich in die drei Ansätze der Evolutionsbiologie, der Psychologie und der gesellschaftlichen Entwicklung von der Antike bis heute.

Welche Schlagworte charakterisieren das Werk?

Zentrale Begriffe sind Leistungsprinzip, Siegeswille, Evolution, Wettkampf und Gesellschaft.

Wie erklärt die Arbeit den Zusammenhang zwischen Sport und Antike?

Die Autorin verdeutlicht, dass der Sieg in der Antike bereits überlebenswichtig war und soziale Sonderstellungen sowie religiöse Nähe zu Göttern ermöglichte.

Was besagt die Theorie der „narzisstischen Homöostase“ in diesem Kontext?

Sie beschreibt die psychologische Regulation des Selbstwertgefühls durch äußere Anerkennung, wobei Siege im Sport dazu dienen, ein inneres Ungleichgewicht auszugleichen.

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Details

Title
Warum geht es beim Sport immer nur um das Gewinnen?
College
University of Rostock  (Philosophisches Institut)
Course
Einführung in die Philosophie
Grade
gut
Author
Anett Senftleben (Author)
Publication Year
2004
Pages
16
Catalog Number
V37207
ISBN (eBook)
9783638366212
Language
German
Tags
Warum Sport Gewinnen Einführung Philosophie
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anett Senftleben (Author), 2004, Warum geht es beim Sport immer nur um das Gewinnen?, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/37207
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