Die vorliegende Diplomarbeit gliedert sich in sechs Kapitel. Diese können, abgesehen von den Kapiteln 1 und 6 in zwei logische Einheiten unterteilt werden: In den Kapiteln 2 bis 4 werde ich eine ausführliche Analyse von Musikpromotion und des deutschen Musikmedienmarktes durchführen. Basierend auf den gewonnenen Informationen werde ich in Kapitel 5 das Geschäftsmodell und Strategien für eine europäische Promotionagentur entwickeln und anhand von strategischen Managemententscheidungen überprüfen. Im Folgenden werde ich den Aufbau detaillierter darstellen: Im zweiten Kapitel werden Begriffe wie „Medienarbeit“ mit dem Fokus auf Musikpromotion, und „Popmusikindustrie“ erläutert, um ein einheitliches Verständnis für die weitere Auseinandersetzung zu schaffen. Im dritten Kapitel soll die Frage beantwortet werden, was Musikpromotion eigentlich ist. Hier wird eine Analyse des Dienstleistungssektors anhand von Tätigkeitsbeschreibungen, Instrumenten, Branchenanalyse, Ist-Situation, Bedeutung und Arten von Promotion durchgeführt. Im vierten Kapitel werde ich die deutsche Musikmedienlandschaft näher durchleuchten. Welche Möglichkeiten bestehen für Indie-Labels in Deutschland, um eine zielgruppengerechte Öffentlichkeit durch Print, Radio und TV zu erlangen? Im fünften Kapitel wird auf Grundlage der in den vorherigen Kapiteln generierten Informationen ein Geschäftsmodell und Strategien für eine europäische Promotionagentur mit Schwerpunkt auf den Ländern Frankreich, Großbritannien, Deutschland und Italien entwickelt und auf Erfolgsaussichten hin überprüft. Im sechsten Kapitel erfolgt eine Schlussbetrachtung.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
1.1. Zielsetzung
1.2. Aufbau der Arbeit
2. Begriffsdefinition
2.1 Medienarbeit
2.1.1 Medienarbeit in der Musikwirtschaft
2.1.2 Musikpromotion
2.1.3 Mediennutzung
2.1.3.1 Auflagenziffern
2.1.3.2 Reichweite
2.2 Popmusikindustrie
2.2.1 Independent-Labels
2.2.2 Independent-Vertriebe
3. Musikpromotion
3.1 Anbieter – Branchenanalyse
3.2 Geschichte von Promotion-Agenturen
3.3 Anzahl von Releases/Entwicklung der Release Situation
3.4 Auftraggeber
3.5 Bedeutung von Musikpromotion
3.6 Arten von Musikpromotion
3.6.1 Inhouse
3.6.2 Freie Promotionagenturen
3.6.3 Tourpromotion
3.6.4 Digitale Bemusterung
3.7 Grundprinzipien der Promotion-Tätigkeit
3.7.1 Kontakte/Kontaktpflege
3.7.2 VÖ-Planung
3.7.3 Kontingent
3.7.4 Release Information
3.7.5 Koordination der einzelnen Tätigkeiten
3.7.6 „Die eigentliche Promotion“
3.8 Instrumente und Ergebnisse von Promotion
3.8.1 Reviews/Airplays/Videoplays
3.8.2 Features
3.8.3 Anzeigen
3.8.4 CD-Beilage in Magazinen
3.8.5 Verlosungen
3.9 Unterschiede zwischen Major- und Independent-Promotion
3.10 Budget
3.11 Erfolgskontrolle der Promotion
3.11.1 Quantitative Medienauswertung
3.11.2 Qualitative Medienauswertung
4. Die deutsche Musikmedienlandschaft
4.1 Printmedien
4.1.1 Musikmagazine
4.1.1.1 SPEX
4.1.1.2 VISIONS
4.1.1.3 INTRO
4.1.1.4 Musikexpress
4.1.1.5 Rolling Stone
4.1.2 Kundenzeitschriften am Beispiel des WOM-Magazin
4.1.3 Stadtzeitungen
4.1.4 Lifestyle-Magazine
4.1.5 Fernsehzeitschriften
4.1.6 Fanzines
4.2 Digitale Medien
4.3 Radio/Hörfunk
4.3.1 Geschichtliche Entwicklung des Radios
4.3.2 Promotionmöglichkeiten im Indie-Segment
4.4 Musikpromotion im Fernsehen
4.4.1 Musikchannels
4.4.2 Musik in Vollprogrammen
4.4.2.1 Musiksendungen
4.4.2.2 Sendungen mit Musikanteil
4.4.2.3 Sonderformen der Musikvermarktung
4.4.3 Web-TV
5. Das Geschäftsmodell einer europäischen Promotionagentur
5.1 Umweltanalyse
5.1.1 Marktattraktivität
5.1.1.1 Marktanalyse
5.1.1.2 Branchenstrukturanalyse
5.2 Marktattraktivität unseres Geschäftsmodells
5.2.1 Großbritannien
5.2.1.1 Volkswirtschaftliche Zahlen
5.2.1.2 Musikwirtschaft
5.2.1.3 Musikpromotion
5.2.2 Frankreich
5.2.2.1 Volkswirtschaftliche Zahlen
5.2.2.2 Musikwirtschaft
5.2.2.3 Musikpromotion
5.2.3 Italien
5.2.3.1 Volkswirtschaftliche Zahlen
5.2.3.2 Musikwirtschaft
5.2.3.3 Musikpromotion
5.2.4 Deutschland
5.2.4.1 Volkswirtschaftliche Zahlen
5.2.4.2 Musikwirtschaft
5.3 Unternehmensanalyse
5.3.1 Ressourcen
5.3.2 Fähigkeiten und Aktivitäten
5.3.3 Kernkompetenz
5.4 Integrierte Betrachtung der Einflusskräfte
5.4.1 Vorgehensweise
5.4.2 Synergie- und Erfolgspotenzial der europäischen Promoagentur
6. Fazit/Ausblick/Schlussbetrachtung
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht das Feld der Medienpromotion in der Popmusikindustrie mit Fokus auf kleine Independent-Labels. Ziel ist es, ein Geschäftsmodell für eine europäische Promotionagentur zu entwickeln, um die Effizienz der Medienarbeit unter Berücksichtigung begrenzter Budgets zu steigern.
- Analyse der Strukturen von Musikpromotion für Independent-Labels
- Untersuchung der deutschen Musikmedienlandschaft
- Vergleich von Major- und Independent-Promotion
- Strategische Entwicklung und Bewertung eines Geschäftsmodells für eine europäische Promotionagentur
Auszug aus dem Buch
3.6.1 Inhouse
Die meisten Vertriebe und Plattenfirmen verfügen über eigene festangestellte Promoter.77 In der Praxis bleibt diesen Inhouse-Promotern jedoch oftmals nicht die Zeit, sich um alle Releases entsprechend zu kümmern. So hat Cargo Records einen Promoter abgestellt, der durchschnittlich 30-50 Releases pro Monat, in Spitzenzeiten wie im Frühjahr und Herbst werden eher 50 promotet.78 Im Vergleich dazu betreut Herr A. (king.ink) zwischen vier bis fünf Releases pro Monat.79
Dementsprechend kann natürlich nicht auf jede Veröffentlichung individuell eingegangen werden. Meist fehlt die Zeit, nach Versand der Bemusterungsexemplare bei den Journalisten nachzufragen oder es wird einfach blind eine geringe Anzahl bzw. auf Anfrage, Promos zu den Keymedien geschickt. Somit kann man sich nicht mehr in dem Maße um die Promotion einer Platte kümmern und der erwünschte und benötigte Medieneinsatz kommt nicht zustande. Deswegen beauftragen Tonträgerfirmen oftmals freie Agenturen mit der Promotion ihrer Releases.80
Als problematisch speziell im Indie-Segment sind die geringen Verkaufszahlen, so dass sich das Engagement einer Promotionagentur oftmals nicht rechnet.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Erläuterung des Themas Medienpromotion in der Popmusikbranche, insbesondere bei Indie-Labels, sowie die Formulierung der Forschungsfragen.
2. Begriffsdefinition: Definition zentraler Begriffe wie Medienarbeit, Musikpromotion und Popmusikindustrie, um ein einheitliches Verständnis zu schaffen.
3. Musikpromotion: Ausführliche Analyse des Dienstleistungssektors Musikpromotion, seiner Instrumente, Branchengegebenheiten und der Rolle des Musikpromoters.
4. Die deutsche Musikmedienlandschaft: Detaillierte Betrachtung der Möglichkeiten für Indie-Labels in Print, Radio und TV in Deutschland.
5. Das Geschäftsmodell einer europäischen Promotionagentur: Entwicklung und strategische Prüfung eines Modells für eine europäische Agentur basierend auf einer Umwelt- und Unternehmensanalyse.
6. Fazit/Ausblick/Schlussbetrachtung: Zusammenfassende Bewertung der Sinnhaftigkeit eines europäischen Modells unter Berücksichtigung der Synergieeffekte.
Schlüsselwörter
Medienpromotion, Independent-Labels, Popmusikindustrie, Musikpromotion, Marketing, Medienarbeit, Promotionagentur, Geschäftsmodell, Musikmedienlandschaft, Musikjournalismus, Vertrieb, Musikindustrie, Musikmarkt, Erfolgsfaktoren, Strategisches Management
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundlegend?
Die Arbeit analysiert die Herausforderungen der Medienpromotion für kleine Independent-Labels und entwickelt ein Konzept für eine europäische Promotionagentur.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Arbeit behandelt die Musikmarktstruktur, die Rolle von Musikpromotern, verschiedene Promotion-Instrumente sowie die spezifische Medienlandschaft für Indie-Musik.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Ziel ist es, zu zeigen, wie durch ein grenzübergreifendes Modell einer europäischen Promotionagentur die Medienpräsenz für Indie-Labels optimiert werden kann.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Neben einer ausführlichen Literaturanalyse basieren die Ergebnisse der Arbeit maßgeblich auf Interviews mit Branchenexperten und Journalisten.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil analysiert die Praxis der Musikpromotion, vergleicht Major- mit Indie-Promotion und beleuchtet die deutsche Musikmedienlandschaft sowie die Potenziale für eine europäische Vernetzung.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Schlüsselbegriffe sind Medienpromotion, Independent-Labels, Musikpromotion, Marketing, Geschäftsmodell und Musikindustrie.
Warum ist das Geschäftsmodell einer europäischen Promotionagentur sinnvoll?
Es ermöglicht die Nutzung von Synergien, reduziert Mehrfachaufwand in verschiedenen Ländern und bietet den Labels einen zentralen Ansprechpartner, was besonders bei knappen Budgets entscheidend ist.
Welche Rolle spielen Fanzines bei der Promotion von Indie-Musik?
Fanzines gelten als wichtige Multiplikatoren für eine "indieaffine" Klientel, auch wenn ihre Reichweite im Vergleich zu großen Musikmagazinen begrenzt ist.
- Arbeit zitieren
- Denise Newsham (Autor:in), 2005, Optimierung von Medienpromotion für Indie-Labels in der Popmusikindustrie durch Entwicklung einer europäischen Promotionagentur, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/37195