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Die Geschichte der Homosexualität. Menschenrechtliche und ethische Betrachtungsweisen

Title: Die Geschichte der Homosexualität. Menschenrechtliche und ethische Betrachtungsweisen

Term Paper , 2017 , 17 Pages , Grade: 1,5

Autor:in: Marijana Riek (Author)

Ethics

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Im Folgenden wird das Thema der Homosexualität im Vordergrund stehen. Inhalt dieser Hausarbeit sind unter Anderem die Geschichte, Verfolgung, religiöse Konnotation und ethischen Positionen.

Die meisten Forschungen basierten auf der Voraussetzung, dass die Heterosexualität für den Menschen das „Normale“ oder „das Natürliche“ ist, und dass die in unserem Kulturraum heterosexuelle Lebensform die dem Menschen am besten entsprechende Lebensform sei. Heterosexualität war die Basisnorm aller Gesellschaften, die keiner wissenschaftlichen Rechtfertigung bedurfte. Die Homosexualität wurde auf Grund ihrer Andersartigkeit, als Krankheit oder Verbrechen eingestuft und deswegen zu ständigen Untersuchungen herangezogen. Während der Schwulen- und Lesbenbewegung in den 70er Jahren wurde die Forschung nach Ursachen der Homosexualität auch deswegen oft kritisch gesehen, weil die Erforschung der Ursache dazu dienen könne, die Homosexualität „abzuschalten“, d. h. es wurde befürchtet, dass man alle als schwul bzw. lesbisch vermuteten Föten abzutreiben oder ggf. gentechnische Korrekturen vornehmen wolle. Bis in die 1960er Jahre wurde sogar versucht, Lesben und Schwule mit Stromschlägen zu „heilen". Es ist noch gar nicht lange her, da galt Homosexualität auch in Deutschland als behandelbares psychisches Leiden. Noch bis 1992 erfasste der Krankheiten-Katalog der Weltgesundheitsorganisation (WHO) Homosexualität unter dem Klassenkürzel 302.0 als eigene Krankheit. "Bei der Behandlung der vermeintlich psychisch kranken Männer und Frauen kam bis in die 1960er Jahre auch Elektroschocktherapie zum Einsatz", erzählt Museumsdirektor Dr. Hermann Arnhold. Heterosexuelles Begehren sollte antrainiert werden. Mithilfe dieses Elektroschockapparates sollten homosexuelle "Patienten" bestimmte Reize mit negativen Assoziationen in Form von Schmerzen verbinden. Dafür wurden ihnen beispielsweise homoerotische Abbildungen gezeigt, während sie gleichzeitig Elektroschocks erhielten. Im nächsten Schritt der "Behandlung" bekamen die Personen Bilder heterosexueller Natur gezeigt – diesmal ohne begleitende Schmerzen. Arnhold: "Durch diese Form der negativen Konditionierung sollte homosexuelles Begehren quasi ab- und heterosexuelles Begehren antrainiert werden.“ Erst ab den Siebzigerjahren veränderte sich die Sicht der Wissenschaft. Homosexualität wurde zunehmend als normale Variante menschlicher Entwicklung gesehen.

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Inhaltsverzeichnis

1. Wissenschaft und Homosexualität

2. Ursache der Homosexualität

3. Geschichte der Homosexualität

3.1. Homosexualität im antiken Griechenland

3.2. Homosexualität im alten Rom

3.3. Homosexualität im Mittelalter

3.4. Homosexualität im Zeitalter der Aufklärung

3.5. Homosexualität Ende des 19. Jahrhunderts

3.6. Homosexualität im Zeitalter der Nationalsozialisten

3.7. Homosexualität ab dem 20. Jahrhundert

4. Homosexualität und internationaler Menschenrechtsschutz

5. Homosexualität und Religion

6. Homosexualität - strafrechtliche Verfolgung

7. Verfolgungssituationen

8. Auswirkungen

8.1. Probleme am Arbeitsplatz

8.2. Therapie

9. Zur heutigen ethischen Position

10. Eigene Meinung

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht die historische und gegenwärtige Situation von Homosexuellen unter besonderer Berücksichtigung der Menschenrechte, der strafrechtlichen Verfolgung weltweit sowie ethischer und religiöser Diskurse.

  • Wissenschaftliche Betrachtung und Historie der Homosexualität
  • Internationale Menschenrechtssituation und Diskriminierung
  • Einfluss religiöser Institutionen auf die Wahrnehmung
  • Umgang mit Homosexualität im Strafrecht und staatliche Repression
  • Theoretische Grundlagen therapeutischer Ansätze

Auszug aus dem Buch

1. Wissenschaft und Homosexualität

Die meisten Forschungen basierten auf der Voraussetzung, dass die Heterosexualität für den Menschen das „Normale“ oder „das Natürliche“ ist, und das die in unserem Kulturraum heterosexuelle Lebensform die dem Menschen am besten entsprechende Lebensform sei. Heterosexualität war die Basisnorm aller Gesellschaften, die keiner wissenschaftlichen Rechtfertigung bedurfte. Die Homosexualität wurde auf Grund ihrer Andersartigkeit, als Krankheit oder Verbrechen eingestuft und deswegen zu ständigen Untersuchungen herangezogen. Während der Schwulen- und Lesbenbewegung in den 70er Jahren wurde die Forschung nach Ursachen der Homosexualität auch deswegen oft kritisch gesehen, weil die Erforschung der Ursache dazu dienen könne, die Homosexualität „abzuschalten“, d. h. – es wurde befürchtet, dass man alle als schwul bzw. lesbisch vermuteten Föten abzutreiben oder ggf. gentechnische Korrekturen vornehmen wolle. Bis in die 1960er Jahre wurde sogar versucht, Lesben und Schwule mit Stromschlägen zu „heilen".

Es ist noch gar nicht lange her, da galt Homosexualität auch in Deutschland als behandelbares psychisches Leiden. Noch bis 1992 erfasste der Krankheiten-Katalog der Weltgesundheitsorganisation (WHO) Homosexualität unter dem Klassenkürzel 302.0 als eigene Krankheit. "Bei der Behandlung der vermeintlich psychisch kranken Männer und Frauen kam bis in die 1960er Jahre auch Elektroschocktherapie zum Einsatz", erzählt Museumsdirektor Dr. Hermann Arnhold. Heterosexuelles Begehren sollte antrainiert werden. Mithilfe dieses Elektroschockapparates sollten homosexuelle "Patienten" bestimmte Reize mit negativen Assoziationen in Form von Schmerzen verbinden. Dafür wurden ihnen beispielsweise homoerotische Abbildungen gezeigt, während sie gleichzeitig Elektroschocks erhielten. Im nächsten Schritt der "Behandlung" bekamen die Personen Bilder heterosexueller Natur gezeigt – diesmal ohne begleitende Schmerzen. Arnhold: "Durch diese Form der negativen Konditionierung sollte homosexuelles Begehren quasi ab- und heterosexuelles Begehren antrainiert werden.“ Erst ab den Siebzigerjahren veränderte sich die Sicht der Wissenschaft. Homosexualität wurde zunehmend als normale Variante menschlicher Entwicklung gesehen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Wissenschaft und Homosexualität: Beleuchtet den historischen Wandel der wissenschaftlichen Sichtweise von der Einstufung als Krankheit hin zur Anerkennung als normale Variante.

2. Ursache der Homosexualität: Diskutiert verschiedene Erklärungsansätze, von biologischen/genetischen Faktoren bis hin zu psychologischen Modellen.

3. Geschichte der Homosexualität: Zeichnet die gesellschaftliche Einstellung von der Antike bis zum 20. Jahrhundert nach.

4. Homosexualität und internationaler Menschenrechtsschutz: Analysiert das Spannungsfeld zwischen individuellen Menschenrechten und staatlicher bzw. religiöser Unterdrückung.

5. Homosexualität und Religion: Untersucht die Rolle von Kirchen und des Islam bei der Legitimation von Verfolgung und Ausgrenzung.

6. Homosexualität - strafrechtliche Verfolgung: Bietet einen Überblick über die weltweite strafrechtliche Situation und unterschiedliche Strafmaße.

7. Verfolgungssituationen: Beschreibt konkrete Beispiele staatlicher Repression und Gewalt gegen Homosexuelle.

8. Auswirkungen: Thematisiert die Folgen wie Probleme am Arbeitsplatz und stellt verschiedene Therapieansätze vor.

9. Zur heutigen ethischen Position: Diskutiert die Notwendigkeit einer neuen Ethik, die alle Lebensweisen gleichwertig integriert.

10. Eigene Meinung: Reflektiert kritisch über Diskriminierung und fordert ein stärkeres Engagement von Politik und Medien.

Schlüsselwörter

Homosexualität, Menschenrechte, Diskriminierung, Strafrecht, Geschichte, Religion, Ethik, Therapie, Reorientierungstherapie, Menschenrechtsschutz, Sexualität, Verfolgung, Gleichberechtigung, Identität, Gesellschaft

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der gesellschaftlichen, rechtlichen und historischen Situation von Homosexuellen und thematisiert die globalen Herausforderungen bezüglich der Wahrung von Menschenrechten.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den Kernpunkten zählen die historische Entwicklung, die Rolle religiöser Institutionen, weltweite strafrechtliche Verfolgung sowie ethische Reflexionen über sexuelle Identität.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, ein Bewusstsein für die weltweite Diskriminierung zu schaffen und die wissenschaftliche sowie ethische Notwendigkeit zur Normalisierung und Akzeptanz von Homosexualität aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine deskriptive und analysierende Vorgehensweise, basierend auf Literaturrecherchen und Berichten von Menschenrechtsorganisationen.

Was wird im Hauptteil schwerpunktmäßig behandelt?

Der Hauptteil analysiert die historische Entwicklung, die aktuelle globale Rechtssituation, den Einfluss von Religionen sowie therapeutische Ansätze und deren ethische Implikationen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind insbesondere Menschenrechte, Diskriminierung, Strafrecht, Ethik und der historische Wandel der Sichtweise auf Homosexualität.

Welche Rolle spielt die Religion bei der Verfolgung?

Das Dokument zeigt auf, wie religiöse Dogmen, sowohl im Islam als auch in christlichen Kirchen, historisch und aktuell zur Legitimation von Ausgrenzung und Repression instrumentalisiert wurden.

Wie unterscheidet sich die Reparativtherapie von gay-affirmativen Ansätzen?

Während Reparativtherapien darauf abzielen, homosexuelle Neigungen zu "heilen" oder zu verändern, unterstützen gay-affirmative Ansätze Betroffene darin, ihre sexuelle Identität zu festigen und ein selbstbestimmtes Leben zu führen.

Was verdeutlicht das Beispiel Uganda im Text?

Uganda dient als Beispiel für eine drastische Verschärfung der Gesetzgebung, die bis zur Todesstrafe reicht und Bürger sogar zur Denunziation homosexueller Mitmenschen verpflichtet.

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Details

Title
Die Geschichte der Homosexualität. Menschenrechtliche und ethische Betrachtungsweisen
Grade
1,5
Author
Marijana Riek (Author)
Publication Year
2017
Pages
17
Catalog Number
V371737
ISBN (eBook)
9783668497740
ISBN (Book)
9783668497757
Language
German
Tags
Homosexualität Verfolgung Religion Menschenrechte Schwule Lesben LGBT Gesellschaft
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Marijana Riek (Author), 2017, Die Geschichte der Homosexualität. Menschenrechtliche und ethische Betrachtungsweisen, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/371737
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