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Der Stricker und die göttliche Ordnung in seiner Märe "Der Begrabene Ehemann"

Title: Der Stricker und die göttliche Ordnung in seiner Märe "Der Begrabene Ehemann"

Term Paper (Advanced seminar) , 2017 , 15 Pages , Grade: 2,3

Autor:in: Jennifer Fuhrmann (Author)

German Studies - Older German Literature, Medieval Studies

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Summary Excerpt Details

Der Stricker zählt zu den bekanntesten Dichtern der Märendichtung. Seine Werke umfassen verschiedene Themenbereiche, von denen in dieser Seminararbeit aber nur ein Stück aus der Ehethematik behandelt wird. Diese Arbeit befasst sich mit der Märe "Der Begrabene Ehemann" vom Stricker.
An diesem Werk soll untersucht werden, wie mit dem göttlichen Prinzip der Ordnung umgegangen wird. Dieses Thema war zu Zeiten des Stricker im Alltag präsent und wurde daher auch von ihm aufgegriffen. Es soll untersucht werden, wie sich der Stricker mit der göttlichen Ordnung auseinandergesetzt hat und sie in seiner Märe thematisierte.
Für die Arbeit an diesem Thema konnten einige Forschungstexte zu Rate gezogen werden, wie „Die Ordnung, der Witz und das Chaos“ von Klaus Grubmüller, welcher sich besonders für das Gebiet der ordo1als dienlich erwies. Die Grundlage für die Arbeit am mittelhochdeutschen Text bildete das Buch „Verserzählungen“, welches von Hanns Fischer herausgegeben wurde.
Im Ersten Kapitel wird genauer auf den Stricker und seine Ansicht zur göttlichen Ordnung eingegangen. In Kapitel Zwei wird die Handlung der Märe bearbeitet und anschließend untersucht, wie es sich dort mit Ordnung verhält. Kapitel Drei bildet das Fazit, in dem vorangegangene Erkenntnisse noch einmal zusammengefügt und erläutert werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1.Der Stricker

1.1 Der Stricker und die göttliche Ordnung

2 Der Begrabene Ehemann

2.1 Ordnungsverstoß und Replik in Der Begrabene Ehemann

3. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Seminararbeit untersucht die Märe "Der Begrabene Ehemann" des Autors "Der Stricker" unter dem zentralen Aspekt des Umgangs mit dem göttlichen Prinzip der Ordnung (ordo). Es soll analysiert werden, wie sich der Autor mit dieser im mittelalterlichen Alltag präsenten Ordnung auseinandersetzt und welche didaktischen Ziele er durch die Thematisierung von Ordnungsverstößen und deren Konsequenzen innerhalb der Erzählung verfolgt.

  • Die Bedeutung des "Ordo"-Begriffs im Kontext der mittelalterlichen Gesellschaft
  • Die Darstellung von Rollenbildern und Machtstrukturen innerhalb der Ehe
  • Die Analyse der Handlungslogik von Ordnungsverstoß und Replik
  • Die Funktion des Epimythions als lehrhafte Fazitbildung
  • Der didaktische Anspruch der Märendichtung des Strickers

Auszug aus dem Buch

2 Der Begrabene Ehemann

Bei der hier thematisierten Märe handelt es sich um eine Kurzgeschichte, die als Ehe-Märe einzuordnen ist. Es liegt eine Dreierkonstellation vor die aus Ehefrau, Ehemann und Pfaffe besteht. Bei den Eheleuten handelt es sich um einfache Leute, was zu Beginn der Märe schon erkennbar wird. So steht im Text

Ein man sprach wider sîn wîp (V.1)

Wäre hier ein Ritter gemeint, stünde dies auch deutlich im Text. Da aber nur ein Mann zu seinem Weibe spricht, kann man darauf schließen dass es sich nicht auf höfische Gesellschaft bezieht. Besagter Ehemann erklärt seiner Frau seine Liebe sei größer als die ihr und sie könnte es niemals schaffen diese Liebe zu erreichen.

Du möchtest mir niemer sô holt

werden, als ich dir bin. (V.6-7)

Seine Frau erwidert ihm, dass er dieses zu beweisen habe und fordert bedingungsloses Vertrauen, welches ihr von ihrem Gatten auch zugesichert wird. Dies stellt schon den ersten Verstoß gegen die einzuhaltende Ordnung darstellt, da der Ehemann sich selbst mit diesem absoluten Minnebekenntnis aus seiner der Frau übergeordneten Rolle heraus in eine niedrigere Stellung begibt. Der Mann sieht seine eigene Liebe als unerreichbar, selbst von der eigenen Frau nicht.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Diese Einleitung führt in das Thema der göttlichen Ordnung in der Märe "Der Begrabene Ehemann" ein und legt das methodische Vorgehen sowie die Forschungsgrundlage dar.

1.Der Stricker: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über den Autor, seine Bedeutung als Begründer der deutschen Märendichtung und seine rhetorische sowie theologische Prägung.

1.1 Der Stricker und die göttliche Ordnung: Hier wird das mittelalterliche Weltbild des "Ordo" erläutert und die hierarchische Unterordnung der Frau unter ihren Ehemann im Kontext christlicher Lehre verortet.

2 Der Begrabene Ehemann: Dieses Kapitel analysiert die Handlung der Märe, die Dreierkonstellation zwischen Eheleuten und Pfaffen sowie die schrittweise Umkehrung der Machtverhältnisse durch den Eid des Mannes.

2.1 Ordnungsverstoß und Replik in Der Begrabene Ehemann: Hier wird untersucht, wie der Mann durch sein Handeln das Chaos und den Ordnungsverstoß mitverursacht und warum die Katastrophe im Sinne einer göttlichen Restitution unvermeidlich ist.

3. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass die Märe den lehrhaften Charakter der Werke des Strickers unterstreicht und zeigt, welche Folgen die Missachtung der göttlichen Ordnung nach sich ziehen kann.

Schlüsselwörter

Der Stricker, Der Begrabene Ehemann, Märe, Ordo, göttliche Ordnung, Ehethematik, Mittelalter, Didaktik, Epimythion, Ordnungsverstoß, Machtverhältnisse, Literaturwissenschaft, Kleinepik, Minne, Handlungsmodell.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der mittelalterlichen Märe "Der Begrabene Ehemann" von dem Dichter "Der Stricker" und der darin dargestellten göttlichen Ordnung.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zentrale Themen sind die Ehethematik, das mittelalterliche Verständnis von "Ordo", die Umkehrung von Machtrollen innerhalb der Ehe sowie die lehrhafte Funktion der Erzählung.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es zu untersuchen, wie der Stricker das Prinzip der göttlichen Ordnung in seiner Märe thematisiert und welche Konsequenzen aus einem Verstoß gegen diese Ordnung für die Protagonisten resultieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine literaturwissenschaftliche Analyse unter Heranziehung von Forschungstexten zur Märendichtung und zum mittelalterlichen Ordo-Begriff sowie auf die Interpretation des mittelhochdeutschen Originaltextes.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Vorstellung des Dichters und seines Weltbildes, eine inhaltliche Bearbeitung der Märe sowie eine Untersuchung der Ordnungsverstöße und deren Auswirkungen auf die Handlung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Der Stricker, Ordo, göttliche Ordnung, Märe, Ehethematik und didaktische Ziele.

Warum wird der Ehemann in der Geschichte zum "Minnetoren" degradiert?

Er verliert seinen Status als ordentliches Familienoberhaupt, indem er seiner Frau blinden Gehorsam schwört, was gegen die göttlich vorgesehene Hierarchie verstößt.

Welche Rolle spielt das Epimythion für das Verständnis der Märe?

Es dient als lehrhafter Kommentar, der Klarheit darüber schafft, dass der Bauer durch seine Unterordnung und das Fehlverhalten am Ende selbst für sein tragisches Schicksal verantwortlich ist.

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Details

Title
Der Stricker und die göttliche Ordnung in seiner Märe "Der Begrabene Ehemann"
College
Free University of Berlin  (Institut für Deutsche und Niederländische Philologie)
Course
Strickermären Aufbauseminar
Grade
2,3
Author
Jennifer Fuhrmann (Author)
Publication Year
2017
Pages
15
Catalog Number
V371652
ISBN (eBook)
9783668499454
ISBN (Book)
9783668499461
Language
German
Tags
Der Stricker Märendichtung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Jennifer Fuhrmann (Author), 2017, Der Stricker und die göttliche Ordnung in seiner Märe "Der Begrabene Ehemann", Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/371652
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