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Atomkraft im Film. Die Godzilla-Filmreihe als Beispiel für die Widerspiegelung der Einstellung der japanischen Gesellschaft zur Atomkraft

Titel: Atomkraft im Film. Die Godzilla-Filmreihe als Beispiel für die Widerspiegelung der Einstellung der japanischen Gesellschaft zur Atomkraft

Hausarbeit , 2016 , 37 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Caroline Block (Autor:in)

Asienkunde, Asienwissenschaften

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Für die vorliegende Arbeit sind zwei Hauptcharakteristika der Godzilla-Filme von Interesse: Zum einen spielt, wie bereits angedeutet, die Atomkraft und deren (falsche) Nutzung eine wichtige Rolle und wird immer wieder auf unterschiedlichste Weise aufgegriffen. Zum anderen ist im Laufe der Serie eine graduelle charakterliche Wandlung in Godzillas Wesen zu erkennen. Aus kriegerischer Nutzung der Atomkraft geboren, stellt er anfänglich eine furchterregende Bedrohung für die Menschheit dar, doch entwickelt sich langsam zu ihrem Retter, indem er die Erde gegen fremde (meist außerirdische) Monster verteidigt. Später allerdings fällt Godzilla wieder in seine ursprüngliche Rolle des gedankenlosen Zerstörers zurück – doch auch das nicht konstant. Schaut man in diesem Zusammenhang auf die Kerneigenschaft Godzillas als Verkörperung der Atombombe oder im weiteren Sinne der Atomkraft, so könnte man seine charakterliche Wandlung mit der veränderten Wahrnehmung der Atomkraft in Verbindung bringen – denn Filme sind auch immer bis zu einem gewissen Grad eine Widerspiegelung der Gesellschaft, aus der sie entstehen.

Aus diesen Überlegungen ergibt sich die Leitfrage dieser Arbeit: Spiegelt die Gesinnung Godzillas (und deren Wandlung) die Einstellung der japanischen Gesellschaft zur Atomkraft wider?

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Grundüberlegungen zum Thema Film

2.1 Wie funktionieren Filme?

2.2 Japanische Filme in der Kriegs- und Nachkriegszeit

2.2.1 Der japanische Film während des Zweiten Weltkriegs

2.2.2 Der japanische Film zwischen 1945 und 1952

3. kaijū eiga

3.1 Hintergründe: Monster im Horror- und Science-Fiction-Film

3.2 kaijū eiga und nukleare Monsterfilme

3.2 Godzilla als Filmmonster

4. Untersuchung der Filme

4.1 Auswahl der Filme

4.2 Begriffsklärung: „gut“ vs. „böse“

4.3 Einordnung der Filme

4.4 Geschichtlicher Bezug

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, inwieweit die charakterliche Wandlung des Filmmonsters Godzilla innerhalb der Filmreihe die Einstellung der japanischen Gesellschaft zur Atomkraft widerspiegelt. Die Forschungsfrage fokussiert dabei auf die Korrelation zwischen der Darstellung des Monsters und den zeitgenössischen gesellschaftlichen sowie politischen Diskursen in Japan.

  • Analyse der Godzilla-Filmreihe als soziokulturelles Spiegelbild
  • Untersuchung der filmischen Entwicklung vom zerstörerischen Monster zum Verteidiger der Erde
  • Zusammenhang zwischen der Nutzung von Atomkraft und der filmischen Darstellung
  • Einfluss der japanischen Kriegs- und Nachkriegsgeschichte auf das japanische Kino
  • Vergleichende Betrachtung von Filmhandlung und historischen Fakten zur Atomenergiepolitik

Auszug aus dem Buch

3.1 Hintergründe: Monster im Horror- und Science-Fiction-Film

Die Ursprünge des kaijū eiga liegen im Horrorfilm. Der erste Teil der Godzilla-Reihe kann als der düsterste und grauenerregendste Vertreter der Reihe gesehen werden – er war durch und durch als Horrorfilm gedacht und wurde auch als solcher aufgenommen. Horrorfilme arbeiten mit der Angst der Zuschauer, welche durch die Stimulierung von Urängsten erzeugt werden soll. Im klassischen Horrorfilm waren es übernatürliche Wesen wie Dämonen, Monster oder Zombies, die als unheimliche Bedrohung in die Normalität der Protagonisten eindrangen. Um diese imaginären Wesen auf der Leinwand zum Leben zu erwecken, wurden Filmtechniken wie Schnitt, Trick, Spezialeffekte, Computeranimation oder auch, wie bei den Godzilla-Filmen, Kostüme und Miniaturbauten verwendet.

Ursprünglich verkörperten die Monster in Horrorfilmen unterdrückte Triebe und Bedürfnisse, die in einer geordneten Gesellschaft nicht ausgelebt werden dürfen. Somit bargen sie immer etwas Menschlichkeit in sich, mit der sich der Zuschauer identifizieren konnte (siehe Werwölfe, Affenmenschen, Vampire, …). Später hielt dann die Pseudowissenschaft Einzug in die Monsterthematik: „Die Science Fiction übernahm das Motiv, ließ das Ungeheuer aber nicht mehr durch einen inneren Zwang oder naturgewolltes Schicksal entstehen, sondern durch Eingriffe aus dem Bereich der Naturwissenschaften.“ (Seeßlen, Kling 1977: 162) Die Entstehung von Monstern ließ sich dann meist auf Experimente von wahnsinnigen Wissenschaftlern (wie in z.B. „Frankenstein“) zurückführen, oder aber, begründet durch die neuen Ängste des Atomzeitalters, auf atomare Strahlung. Neben den kaijū eiga, die eine japanische Identität für sich beanspruchen, soll „gojira“ noch ein weiteres Subgenre, nämlich das des „nuklearen Monsterfilms“ (Koebner 2002: 538), geschaffen haben.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einführung erläutert die Bedeutung Godzillas in der Popkultur und stellt die zentrale Forschungsfrage nach dem Zusammenhang zwischen der Charakterentwicklung des Monsters und der gesellschaftlichen Wahrnehmung der Atomkraft in Japan.

2. Grundüberlegungen zum Thema Film: Das Kapitel beleuchtet allgemeine Einflussfaktoren auf die Filmproduktion sowie die spezifischen Zensurbedingungen und filmischen Rahmenbedingungen in der japanischen Kriegs- und Nachkriegszeit.

3. kaijū eiga: Hier wird das Filmgenre der japanischen Monsterfilme definiert und Godzilla als nukleares Monster sowie dessen symbolische Bedeutung als Verkörperung der Atombombe analysiert.

4. Untersuchung der Filme: Dieser Hauptteil analysiert die Godzilla-Filme anhand eines Schemas, ordnet die Charakterwandlungen des Monsters ein und setzt diese in direkten Bezug zu geschichtlichen Ereignissen und zur japanischen Kernenergiepolitik.

5. Fazit: Die Arbeit schließt mit der Bestätigung der These ab, dass die Wandlung Godzillas ein Abbild der japanischen Einstellung zur Atomkraft ist, und ordnet die Bedeutung der Filmreihe als Mahnmal für kommende Generationen ein.

Schlüsselwörter

Godzilla, kaijū eiga, Atomkraft, japanische Gesellschaft, Filmgeschichte, Nachkriegszeit, Kernenergie, Monsterfilm, kulturelle Identität, gesellschaftliche Trauma, Zensur, Propaganda, Filmgenre, Umweltverschmutzung, Filmmonster.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit im Kern?

Die Arbeit untersucht die Godzilla-Filmreihe unter diskursanalytischen Gesichtspunkten, um aufzuzeigen, wie sich die Darstellung des Monsters über Jahrzehnte hinweg verändert hat.

Welche Themenbereiche stehen im Fokus der Untersuchung?

Im Zentrum stehen die filmischen Wandlungen Godzillas, die japanische Atomenergiepolitik, filmgeschichtliche Einflüsse der Nachkriegszeit sowie die Frage, wie Filme gesellschaftliche Traumata reflektieren.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Forschungsfrage lautet, ob die charakterliche Entwicklung Godzillas vom zerstörerischen Monster zum Retter und wieder zurück die Einstellung der japanischen Bevölkerung zur Atomkraft widerspiegelt.

Welche wissenschaftliche Methode wird zur Analyse verwendet?

Es wird eine qualitativ-analytische Methode angewandt, bei der die Filmreihe in Staffeln unterteilt und mit historischen Fakten zur japanischen Energiepolitik und den Zensurbedingungen der jeweiligen Zeit korreliert wird.

Welche Aspekte werden im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Überlegungen zum Medium Film, eine Einordnung in das Genre des kaijū eiga sowie die konkrete Untersuchung und Klassifizierung der einzelnen Godzilla-Filme.

Welche Schlüsselbegriffe sind charakteristisch für diese Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Godzilla, kaijū eiga, Kernenergie, japanisches Nachkriegskino, gesellschaftliche Spiegelung, nuklearer Monsterfilm und politisch-historische Bedrohung.

Warum wird Godzilla als eine Metapher für die Atombombe bezeichnet?

Der Autor führt aus, dass Godzilla aus der Angst vor Wasserstoffbombentests entstanden ist und in seiner ursprünglichen Form als Verkörperung des durch menschliche Hybris verursachten Schreckens sowie der Unberechenbarkeit der Natur dient.

Welche Rolle spielt die "Suitimation" für die Wahrnehmung der Filme?

Die Suitimation-Technik wird als traditionelles Element des japanischen Kinos beschrieben, das einerseits den Charme der Filme ausmacht, aber auch zu Kritik an der technischen Qualität im internationalen Vergleich geführt hat.

Ende der Leseprobe aus 37 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Atomkraft im Film. Die Godzilla-Filmreihe als Beispiel für die Widerspiegelung der Einstellung der japanischen Gesellschaft zur Atomkraft
Hochschule
Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn
Note
1,7
Autor
Caroline Block (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2016
Seiten
37
Katalognummer
V371432
ISBN (eBook)
9783668493391
ISBN (Buch)
9783668493407
Sprache
Deutsch
Schlagworte
atomkraft film godzilla-filmreihe beispiel widerspiegelung einstellung gesellschaft
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Caroline Block (Autor:in), 2016, Atomkraft im Film. Die Godzilla-Filmreihe als Beispiel für die Widerspiegelung der Einstellung der japanischen Gesellschaft zur Atomkraft, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/371432
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Leseprobe aus  37  Seiten
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