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Der voseo in Argentinien. Ein anerkanntes Pronomen?

Titel: Der voseo in Argentinien. Ein anerkanntes Pronomen?

Hausarbeit , 2017 , 19 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Sergio Soares (Autor:in)

Romanistik - Lateinamerikanische Philologie

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Warum wird der voseo gerade in Argentinien als anerkanntes Pronomen verwendet? Um die Forschungsfrage letztlich zufriedenstellend beantworten zu können, beschäftigt sich diese Hausarbeit mit der Geschichte bzw. der Entstehung des voseo, mit der schriftlichen und verbalen Verwendung sowie dem soziolinguistischen Status des heutigen voseo in Argentinien. Des Weiteren wird ein Vergleich zu dem chilenischen voseo gezogen, um den Unterschied zwischen zwei der bevölkerungsreichsten lateinamerikanischen Länder zu dokumentieren. Diverse Beispiele aus den vergangenen dreißig Jahren veranschaulichen den aktuellen Gebrauch des voseo in Argentinien und sollen letztlich zur Klärung der Forschungsfrage beitragen.

Heutzutage ist Spanisch mit etwa 470 Millionen Muttersprachlern vor Portugiesisch und Französisch mit großem Abstand die meistgesprochene der romanischen Sprachen. Mit dem Begriff des voseo und dessen Gebrauch in Lateinamerika assoziiert man zunächst einmal ein umfassendes sprachliches Phänomen, das sich nicht allein auf die Ersetzung des herkömmlichen Pronomens tú durch vos reduzieren lässt, sondern das darüber hinaus auch viele regionale und gesellschaftliche Unterschiede in Spanisch-Amerika in sich birgt respektive aufzeigt. Genau dieser Umstand macht der voseo zu einem linguistischen Phänomen, obwohl es sich doch eigentlich nur um ein Pronomen der 2. Person Singular handelt. Dies zeigt sich auch in zahlreichen linguistischen Veröffentlichungen, beispielsweise von Fontanella de Weinberg. Das Phänomen trifft jedoch nur auf einige der vielen Länder Mittel- und Südamerikas zu. Im Spanisch der Iberischen Halbinsel taucht er zum Beispiel überhaupt nicht mehr auf. Neben dem alternativen Gebrauch zu tú wirkt es sich darüber hinaus auch auf die Konjugation der Verben sowie auf die anderen pronominalen Deklinationen aus. In Argentinien genießt der voseo aufgrund seiner allgemeingültigen Akzeptanz und Anwendung in Wort und Schrift eine Sonderstellung gegenüber anderen Ländern Lateinamerikas.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Eine Definition des voseo im schriftlichen und mündlichen Sprachgebrauch

3. Die Historie des voseo

4. Landesspezifische Besonderheiten Argentiniens

4.1 Die Sprache Argentiniens

4.2 Besonderheiten Argentiniens

4.3 Der soziolinguistische Status des voseo in Argentinien

5. Der voseo im Vergleich der Länder Argentinien und Chile – Paradigmen

5.1 Pronominales Paradigma

5.2 Verbales Paradigma

6. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Phänomen des "voseo" (die Verwendung des Pronomens "vos" anstelle von "tú" zur Anrede in der zweiten Person Singular) in Argentinien. Ziel ist es, die Gründe für die allgemeingültige Akzeptanz und Verwendung dieses Pronomens in Wort und Schrift zu erläutern und den voseo in seinen geschichtlichen, soziolinguistischen und morphologischen Facetten zu beleuchten.

  • Historische Entwicklung und Ursprünge des voseo im Lateinischen
  • Soziolinguistischer Status und Wandel der Anerkennung in Argentinien
  • Vergleichende Analyse des voseo in Argentinien und Chile
  • Struktur des pronominalen Paradigmas
  • Analyse des verbalen Paradigmas (Monophthongierung vs. Diphthongierung)

Auszug aus dem Buch

3. Die Historie des voseo

Der Ursprung des voseo ist wie bei allen romanischen Sprachen im Lateinischen zu suchen. „En el contexto latino, se observa que vos forma parte del sistema pronominal, teniendo en cuenta que los pronombres personales eran: 'ego', 'tú' y 'vos'.“ (Cisneros Estupiñan, 1996: 28) Bereits im Jahre 400 wurde der römische Imperator als Einzelperson mit vos angesprochen (vgl. Carricaburo 1999: 15).

Wie es letztlich zu dessen Verwendung kam, lässt sich bis heute nur vermuten. Zum einen könnte es damals zwei Imperatoren gegeben haben, die gemeinsam im Plural angesprochen werden sollten oder aber es musste auf diese Art und Weise ihre übermächtige gesellschaftliche Stellung als Vertreter des Volkes und ihr häufig überzogenes Selbstbild sprachlich hervorgehoben werden (vgl. Carricaburo, 1999: 15). Beide Überlegungen sind denkbar, letztlich lässt sich der Grund für die Verwendung des vos nicht eindeutig belegen.

Nach dem Untergang des römischen Reiches wurde die Anrede vos auch bei offiziellen Autoritäten, wie höheren Mitgliedern des Militärs, der Polizei oder des Klerus verwendet. Es wurde mehr und mehr zu einer ausschließlich singulären Anrede und kennzeichnete eine Person von höherer Autorität und gesellschaftlichem Ansehen.

Im 12. und 13. Jahrhundert kam es zu einer Einteilung der Gesellschaft in drei Stände: Adel, Klerus und Bürgertum. Diese neue Einteilung bedarf natürlich auch einer sprachlichen Anpassung und gestaltete sich wie folgt: (1) vos als ehrerbietige Anrede, welches aufgrund des Standes gebraucht wurde. (2) vos, welches aufgrund der sozialen Distanz für Personen einer niedrigeren Schicht angewendet wurde. (3) Vos für einen Gesprächspartner, von dem man sich einen Gefallen oder eine Wohltat erhofft. (4) tú, das aufgrund des familiären Verbundes angewendet wird. (5) tú, welches aufgrund des größeren Innen- bzw. Außenständischen Ranges gebraucht wird. (6) ein Gebrauch von tú als Ausdruck gefühlter Nähe (in formalen oder informellen Situationen anerkannt).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die globale Bedeutung des Spanischen ein und lokalisiert den voseo als zentralen, signifikanten Unterschied zwischen dem amerikanischen und iberischen Spanisch.

2. Eine Definition des voseo im schriftlichen und mündlichen Sprachgebrauch: Dieses Kapitel definiert den voseo als komplexes linguistisches Phänomen und unterscheidet zwischen verschiedenen Mischformen des pronominalen und verbalen Gebrauchs.

3. Die Historie des voseo: Hier wird die historische Herleitung des voseo von den lateinischen Wurzeln bis hin zur sozialen Differenzierung in der Ständegesellschaft des Mittelalters und der Kolonialzeit nachgezeichnet.

4. Landesspezifische Besonderheiten Argentiniens: Dieses Kapitel beleuchtet die Rolle des voseo im Kontext des argentinischen Spanisch, einschließlich soziolinguistischer Aspekte und des historischen Wandels der gesellschaftlichen Anerkennung.

5. Der voseo im Vergleich der Länder Argentinien und Chile – Paradigmen: Ein Vergleich zwischen den Sprachvarianten in Argentinien und Chile verdeutlicht die Unterschiede in der Anwendung des Pronomens sowie in der Konjugation (Monophthong- vs. Diphthongformen).

6. Fazit: Das Fazit fasst die Bedeutung des voseo als wesentliches Element der Morfosyntax des amerikanischen Spanisch zusammen und betont seine Sonderstellung in Argentinien als gesellschaftlich akzeptiertes Pronomen.

Schlüsselwörter

Voseo, Argentinien, Spanisch, Lateinamerika, Pronominale Anrede, Verbale Konjugation, Soziolinguistik, Sprachgeschichte, Sprachwandel, Tipo argentino, Tipo chileno, Sprachkontrast, Identität, Grammatik, Spanische Philologie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Arbeit befasst sich mit dem linguistischen Phänomen des "voseo" im argentinischen Spanisch, einer Anredeform der zweiten Person Singular, die sich durch die Verwendung von "vos" und spezifischen Verbformen auszeichnet.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Zu den Schwerpunkten gehören die historische Entwicklung des voseo, dessen soziolinguistischer Status, die morphologische Ausprägung sowie ein kontrastiver Vergleich zwischen den argentinischen und chilenischen Sprachvarianten.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das primäre Ziel ist es, zu analysieren, warum der voseo in Argentinien eine solche Sonderstellung genießt und als allgemein akzeptierte, gesellschaftsschichtübergreifende Anredeform in Wort und Schrift fungiert.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit nutzt eine linguistische Analyse unter Einbeziehung historischer Dokumente, Briefwechsel und fachwissenschaftlicher Literatur, um Sprachwandelprozesse und morphologische Unterschiede zu dokumentieren.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Definition des Phänomens, eine historische Herleitung, eine Untersuchung landesspezifischer Besonderheiten Argentiniens sowie eine detaillierte Gegenüberstellung der pronominalen und verbalen Paradigmen im Vergleich zu Chile.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Zentrale Begriffe sind Voseo, Sprachwandel, Argentinisches Spanisch, Morfosyntax, pronominales Paradigma und Sprachgeografie.

Wie unterscheidet sich der voseo im Vergleich zwischen Argentinien und Chile?

Während der voseo in Argentinien gesellschaftlich vollständig akzeptiert ist, existiert er in Chile eher in der Umgangssprache, wobei dort pronominale Mischformen verbreitet sind und der pronominale voseo teils noch als weniger gesellschaftsfähig gilt.

Welche Rolle spielt die Konjugation für das Verständnis des voseo?

Die Konjugation ist entscheidend, da sie zwischen Monophthong-Formen (häufig in Argentinien) und Diphthong-Formen unterscheidet, was laut der Forschung von Pedro Henríquez Ureña zur Einteilung in "tipo argentino" und "tipo chileno" führt.

Ende der Leseprobe aus 19 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Der voseo in Argentinien. Ein anerkanntes Pronomen?
Hochschule
Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main
Note
1,7
Autor
Sergio Soares (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2017
Seiten
19
Katalognummer
V371395
ISBN (eBook)
9783668498976
ISBN (Buch)
9783668498983
Sprache
Deutsch
Schlagworte
voseo tú vos Argentinien Spanisch Romanistik Iberische Halbinsel Fonanella de Weinberg Lateinamerika Grammatik
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Sergio Soares (Autor:in), 2017, Der voseo in Argentinien. Ein anerkanntes Pronomen?, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/371395
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Leseprobe aus  19  Seiten
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