Kapitel 1 befasst sich mit dem Thema Globalisierung, das als Spezialfall der Internationalisierung aufgefasst werden kann. Nach einer Abgrenzung zu verwandten, häufig undifferenziert genutzten Begriffen werden verschiedene Dimensionen der Globalisierung dargestellt. Schließlich werden wichtige Herausforderungen erläutert, die sich aus einer internationalen Unternehmenstätigkeit ergeben. Kapitel 2 beschäftigt sich mit den Kulturfeldern, in denen sich ein internationales Unternehmen bewegt. Neben einer allgemeinen Definition von Kultur werden dabei zunächst verschiedene Unternehmenskulturkonzeptionen vorgestellt. Unternehmenskulturen dürfen jedoch nicht unabhängig von anderen Teilkulturen betrachtet werden. Im Rahmen der Internationalisierung sind vor allem auch die Landeskulturen von Bedeutung. Hier werden die Arbeiten von Hofstede und Dülfer vorgestellt, die sich auf unterschiedliche Weise mit der Landeskulturthematik beschäftigen. Auf der anderen Seite sind jedoch auch weitere Kulturfelder relevant: vor allem internationale Unternehmen sehen sich dabei einem Spektrum multipler Teilkulturen konfrontiert. Schließlich wird auch die Bedeutung von Unternehmenskultur in internationalen Unternehmen diskutiert. Interkulturelle Abstimmungs-, Differenzierungs- und Integrationsprobleme sind Teilbereiche des interkulturellen Management, das im 3. Kapitel thematisiert wird. Hier wird zunächst das Problem kultureller Unterschiede auf individueller, organisationaler und gesellschaftlicher Ebene erläutert. In einem zweiten Schritt werden dann anhand des E.P.R.G-Modells von Heenan/Perlmutter verschiedene Optionen untersucht, wie Unternehmen das Problem unternehmenskultureller Differenzierung und Integration zu lösen versuchen. In diesem Zusammenhang wird abschließend die Bedeutung interkultureller Kompetenz als Erfolgsfaktor herausgestellt.
Inhaltsverzeichnis
Einleitung
1. Globalisierung
1.1. Definition und begriffliche Abgrenzung
1.2. Dimensionen der Globalisierung
1.2.1. Ökonomische Dimension
1.2.2. Politisch-rechtliche Dimension
1.2.3. Technologische Dimension
1.2.4. Sozio-kulturelle Dimension
1.3. Unternehmerische Herausforderungen der Globalisierung
2. Kultur in der internationalen Unternehmung
2.1. Zum Kulturbegriff
2.2. Unternehmenskultur
2.2.1. Kultur als Variable
2.2.2. Kultur als Metapher
2.2.3. Kultur als dynamisches Konstrukt
2.3. Landeskultur
2.3.1. Kulturdimensionen nach Hofstede
2.3.2. Das Schichtenmodell von Dülfer
2.4. Multikulturalität in internationalen Unternehmen
2.5. Die Bedeutung von Unternehmenskultur in internationalen Unternehmen
3. Interkulturelles Management
3.1. Kulturelle Unterschiede als Problem
3.1.1. Individuelle Problemdimension
3.1.2. Organisationale Problemdimension
3.1.3. Gesellschaftliche Problemdimension
3.2. Internationalisierungsmodelle und Kulturtypen in internationalen Unternehmen
3.2.1. Internationale Unternehmensstrategie
3.2.1.1. Ethnozentrische Orientierung
3.2.1.2. Polyzentrische Orientierung
3.2.1.3. Geozentrische Orientierung
3.2.1.4. Regiozentrische Orientierung
3.3. Interkulturelle Kompetenz als Erfolgsfaktor
4. Fazit
Zielsetzung & Themen
Diese Hausarbeit untersucht den Einfluss der zunehmenden Globalisierung auf die Unternehmenskultur in international agierenden Unternehmen. Ziel ist es, die komplexen Wechselwirkungen zwischen globalen Marktveränderungen und kulturellen Strukturen zu analysieren, wobei ein besonderer Schwerpunkt auf dem interkulturellen Management liegt.
- Dimensionen und Auswirkungen der Globalisierung auf Unternehmen
- Konzepte der Unternehmenskultur und deren Bedeutung in internationalen Kontexten
- Analyse kultureller Unterschiede und deren Einordnung in Problemdimensionen
- Internationalisierungsstrategien (E.P.R.G.-Modell) und ihr Bezug zur Unternehmenskultur
- Bedeutung der interkulturellen Kompetenz als kritischer Erfolgsfaktor
Auszug aus dem Buch
1.2.1. Ökonomische Dimension
Trotz der Multi-Dimensionalität der Globalisierung stehen in der Literatur oftmals ökonomische Aspekte im Vordergrund, also die Globalisierung von Märkten und Unternehmen.
Aus volkswirtschaftlicher Perspektive sind vor allem die Ausweitung und Verflechtung der Finanz- bzw. Kapitalmärkte, der Arbeitsmärkte sowie der Gütermärkte von Bedeutung. Da sich insbesondere die Geldsphäre von der Gütersphäre abgekoppelt hat, zeigt vor allem das Kapital eine hohe Faktormobilität. Das international ausgetauschte Finanzkapital ist den letzten Jahren drastisch angestiegen.
Andererseits nimmt auch die Dimension des anzulegenden Kapitalvolumens zu. Dies liegt jedoch nicht nur an der Zunahme des Handels. Vielmehr entfällt der größte Anteil auf firmeninterne Investitionen in Entwicklungs- und Schwellenländern. Aufgrund der Internationalisierung der Produktion nutzen die Unternehmen regelmäßig die internationalen Kapital- und Devisenmärkte für die Durchführung von finanziellen Transaktionen.
Die Globalisierung der Märkte war jedoch erst mit dem weltweiten Abbau der Kapitalverkehrsbeschränkungen möglich, die zur Bildung globaler Finanzmärkte geführt haben. Dazu zählen etwa die außenwirtschaftliche Öffnung zahlreicher Staaten gegenüber Unternehmen oder die Liberalisierung des Welthandels im Rahmen der WTO. Schließlich spielt auch die gestiegene Bedeutung institutioneller Anleger eine Rolle.
Zusammenfassung der Kapitel
Einleitung: Einführung in die Thematik der Globalisierung und Unternehmenskultur unter besonderer Berücksichtigung des interkulturellen Managements.
1. Globalisierung: Analyse der verschiedenen Dimensionen der Globalisierung und der daraus resultierenden unternehmerischen Herausforderungen.
2. Kultur in der internationalen Unternehmung: Theoretische Auseinandersetzung mit dem Kulturbegriff, verschiedenen Unternehmenskulturkonzeptionen sowie der Bedeutung von Landeskulturen.
3. Interkulturelles Management: Darstellung interkultureller Problemdimensionen und Vorstellung internationaler Strategietypen anhand des E.P.R.G.-Modells.
4. Fazit: Zusammenfassende Betrachtung der Ergebnisse zur identitätsstiftenden Kraft der Unternehmenskultur und der Notwendigkeit interkultureller Kompetenz.
Schlüsselwörter
Globalisierung, Unternehmenskultur, Interkulturelles Management, E.P.R.G.-Modell, Internationalisierung, Landeskultur, Kulturdimensionen, Organisationskultur, Wettbewerbsfähigkeit, Multikulturalität, Global Sourcing, Strategie, Führungskräfte, Interkulturelle Kompetenz, Wertvorstellungen
Häufig gestellte Fragen
Was ist das grundlegende Thema dieser Hausarbeit?
Die Arbeit beschäftigt sich mit dem Einfluss der globalen wirtschaftlichen Vernetzung auf die Unternehmenskultur international agierender Organisationen.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Die zentralen Felder umfassen die ökonomischen, politischen und technologischen Dimensionen der Globalisierung sowie die theoretische Fundierung von Unternehmenskultur und interkulturellem Management.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es aufzuzeigen, wie internationale Unternehmen die kulturelle Vielfalt managen können und welche Rolle dabei die interkulturelle Kompetenz als Erfolgsfaktor spielt.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Es handelt sich um eine theoretische Literaturanalyse, die Konzepte wie das E.P.R.G.-Modell oder das Schichtenmodell nach Dülfer zur Strukturierung der Analyse heranzieht.
Was steht im Hauptteil der Arbeit im Vordergrund?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Herleitung des Kulturbegriffs, die Analyse von Landeskulturen und die praktische Anwendung von Internationalisierungsmodellen in Bezug auf kulturelle Differenzen.
Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Globalisierung, Unternehmenskultur, Ethnozentrische Orientierung, Multikulturalität und Interkulturelle Kompetenz.
Was besagt das E.P.R.G.-Modell von Heenan/Perlmutter konkret?
Das Modell klassifiziert internationale Unternehmensstrategien in ethnozentrische, polyzentrische, geozentrische und regiozentrische Orientierungen, basierend auf den Werten und Einstellungen des Top-Managements.
Welche Rolle spielt die Unternehmenskultur nach Dülfer?
Dülfer betrachtet Unternehmenskultur durch ein Schichtenmodell, bei dem kulturelle Einflüsse als übereinander liegende Ebenen verstanden werden, die von der globalen Umwelt bis zur Aufgabenumwelt reichen.
Warum wird interkulturelle Kompetenz als kritischer Erfolgsfaktor genannt?
Sie ist notwendig, um durch Globalisierung bedingte Reibungsverluste zu minimieren, Synergieeffekte zwischen unterschiedlichen kulturellen Teams zu erzeugen und Transaktionskosten zu senken.
- Arbeit zitieren
- Alexander Gerth (Autor:in), 2004, Einfluss der Globalisierung auf die Unternehmenskultur, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/37126