Die vorliegende Arbeit setzt sich zum Ziel, zu erforschen, inwieweit das Konzept eines Geschäftsmodells als Bewertungstool in einem Ideenmanagementprozess eingesetzt werden kann. Dazu wird das Prozessmodell des Ideenmanagements im Unternehmen aufgebaut, das Geschäftsmodell Canvas wird als Entscheidungsgrundlage für die Ideenbewertung herangezogen. Als themenrelevante Forschungen existieren initiale Ansätze zur Ideenmanagementgestaltung von Brem sowie Anwendung des Businessplans in der Ideenqualifizierungsphase von Miecznik. Es existiert bisher keine einheitliche Ausarbeitung einer Anwendung des Geschäftsmodells in der Bewertungsphase des Ideenmanagementprozesses.
Die Dynamik und Komplexität der Umweltbedingungen, zunehmender Wettbewerbsdruck und Angleichung von Produkten und Dienstleistungen fordern von Unternehmen innovatives Denken. Um erfolgreich zu sein und eine starke Wettbewerbsposition zu erlangen und zu sichern, müssen Ideen als einzigartige Chancen behandelt und in einem erfolgreichen Geschäftsmodell verwirklicht werden. Ausschlaggebend für ein Unternehmen ist es, eine Innovationskultur und Innovationsstrategie aufzustellen und ein Ideenmanagement als Triebkraft für das Unternehmen zu etablieren.
Eine Herausforderung für ein Unternehmen in einer dynamischen Umwelt besteht darin, die breite Produktpalette, überentwickelte Produkte und die Anforderungen der Zielmärkte zu strukturieren. Um dieser Herausforderung zu begegnen, soll das Denken in Geschäftsmodellen in verschiedenen Phasen des Ideenmanagements angewandt werden, um kundenorientierte und ressourcensparende Lösungen komplexen Produkten gegenüberzustellen.
Inhaltsverzeichnis
1. EINLEITUNG
2. THEORETISCHE GRUNDLAGEN
2.1. Definition „Ideenmanagement“
2.2. Definition „Geschäftsmodell“
3. IDEENMANAGEMENT MIT INTEGRIERTEM GESCHÄFTSMODELL-ANSATZ
3.1. Ausgangslage und Problemdarstellung
3.2. Praktische Relevanz
3.3. Aufstellung des Ideenmanagementmodells
3.4. Ideenauswahl und -bewertung mit Anwendung des BMC
4. FAZIT UND AUSBLICK
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht, wie das Konzept des „Business Model Canvas“ (BMC) systematisch als Bewertungswerkzeug innerhalb eines Ideenmanagementprozesses eingesetzt werden kann, um kundenorientierte und wirtschaftlich tragfähige Innovationsideen in mittelständischen Unternehmen zu identifizieren und zu konkretisieren.
- Theoretische Fundierung von Ideenmanagement und Geschäftsmodellkonzepten
- Aufbau eines strukturierten Ideenmanagement-Prozessmodells
- Anwendung des Value Proposition Designs (VPD) zur Operationalisierung von Bewertungskriterien
- Praktische Implementierung des Business Model Canvas zur Ideenkonkretisierung
- Analyse und Bewertung von Geschäftsmodellprototypen an einem Fallbeispiel
Auszug aus dem Buch
3.1. Ausgangslage und Problemdarstellung
Folgende Daten werden für diese Arbeit angesetzt: In einem mittelständischen Softwareunternehmen werden die Ideen weder dokumentiert noch strukturiert bearbeitet. In den letzten Jahren ist die Fluktuationsrate im Unternehmen gestiegen, viele Ideen gehen verloren, werden doppelt entwickelt, nicht weitergeführt, da bereits neue Trends und Technologien entwickelt wurden, die kundenbindende Auswirkung haben. Die Mitarbeiter sind demotiviert, immer dieselben Personen befassen sich mit der Ideengenerierung, eine Verdichtung findet kaum statt, die Selektion ist ausschließlich an die Führungsperson geknüpft, es entstehen keine überraschenden Lösungen. Es mangelt an Transparenz und Strukturierung im Bereich Kommunikation und Ideenmanagement.
Als Ergebnis entsteht das Risiko von großem Ressourcen- und Budgetabfluss, welches durch die schlanke Struktur von KMU minimiert werden kann. Diese Mankos sind nicht fortschrittsfördernd, weshalb ein Ideenmanagement eingeführt werden muss. Ebenfalls ist zu beachten, dass insbesondere KMU mit begrenzten Ressourcen (Budget, Personal, F&E) sich keine Fehler leisten können, wie Produkte mit geringem Wertangebot aus unüberlegten Ideen zu entwickeln. Aus diesem Grund soll das BMC zur Ideenbewertung herangezogen werden. Gelingt es dem Unternehmen, neue Angebote kosteneffizient und kundenorientiert zu entwickeln, können sie ihre Vorteile wie Flexibilität und Kundennähe nutzen und damit Vorsprungsgewinne erreichen und eine überlegene Wettbewerbsstellung erzielen.
Zusammenfassung der Kapitel
1. EINLEITUNG: Die Arbeit thematisiert die Notwendigkeit eines strukturierten Ideenmanagements und das Ziel, das Business Model Canvas als Instrument für die Bewertung von Innovationsideen zu etablieren.
2. THEORETISCHE GRUNDLAGEN: Dieses Kapitel liefert eine theoretische Abgrenzung der zentralen Fachbegriffe „Ideenmanagement“ und „Geschäftsmodell“ im Kontext des Innovationsprozesses.
3. IDEENMANAGEMENT MIT INTEGRIERTEM GESCHÄFTSMODELL-ANSATZ: Der Hauptteil erläutert die praktische Prozessgestaltung des Ideenmanagements und die Anwendung von Bewertungstools wie VPD und BMC an einem Fallbeispiel.
4. FAZIT UND AUSBLICK: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen, reflektiert die Anwendbarkeit des Modells und gibt Ausblicke auf weiterführende Forschungsaspekte wie die Kano-Methode oder digitale Transformationsprozesse.
Schlüsselwörter
Ideenmanagement, Geschäftsmodell, Business Model Canvas, BMC, Value Proposition Design, Innovationsmanagement, KMU, Ideenbewertung, Prozessinnovation, Kundennutzen, Wertangebot, Softwareentwicklung, Wettbewerbsvorteil, Innovationsstrategie, Prozessmodellierung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Optimierung des Ideenmanagements in mittelständischen Unternehmen durch die Integration von Geschäftsmodellkonzepten zur systematischen Bewertung von Innovationen.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Die zentralen Themen umfassen die Prozessgestaltung von Ideenfindung über Auswahl bis zur Bewertung unter Einbeziehung des Business Model Canvas.
Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie das Konzept des Geschäftsmodells als Bewertungstool eingesetzt werden kann, um Ideen im Ideenmanagementprozess effizient zu konkretisieren.
Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?
Die Arbeit stützt sich auf eine theoretische Fundierung, Prozessmodellierung sowie die Anwendung von Scoring-Modellen und dem Business Model Canvas im Rahmen eines Fallbeispiels.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil widmet sich der Problemanalyse, dem Aufbau eines Ideenmanagementmodells und der detaillierten Anwendung von VPD und BMC auf ein konkretes Fallbeispiel einer „Lernsoftware“.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?
Die Arbeit ist insbesondere durch Begriffe wie Ideenmanagement, Business Model Canvas, Wertangebot, Prozessinnovation und Mittelstand gekennzeichnet.
Wie werden die Ideen im Prozess konkret bewertet?
Die Bewertung erfolgt anhand einer 5-Punkte-Skala, die Kriterien wie Wichtigkeitsgrad der Aufgaben, Schwierigkeitsgrad der Kundenprobleme und Relevanz des Gewinns berücksichtigt.
Warum wird das Business Model Canvas als Tool gewählt?
Das BMC dient als Entscheidungsgrundlage, um kosteneffiziente und kundenorientierte Lösungen zu identifizieren und die Geschäftstauglichkeit neuer Ideen frühzeitig zu prüfen.
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- Larissa Petersen (Author), 2017, Der Ansatz des Business Model Canvas in der Entscheidungsphase des Ideenmanagements, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/370984