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Vom Dialekt zum Regiolekt. Sterben deutsche Dialekte aus?

Titel: Vom Dialekt zum Regiolekt. Sterben deutsche Dialekte aus?

Seminararbeit , 2016 , 23 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Winnie Faust (Autor:in)

Germanistik - Linguistik

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Am Dialekt lässt sich erkennen, aus welcher Region ein Mensch in Deutschland stammt. Diese allgemeingültige Aussage klingt erst einmal plausibel. Heutzutage trifft man jedoch immer mehr Menschen, die keinen erkennbaren Dialekt mehr sprechen. Warum ist das so?

Grundsätzlich geht man immer davon aus, dass nur „die alten Leute“ den „richtigen“ Dialekt sprechen. Und wenn diese Menschen sterben, stirbt dann auch der Dialekt als wichtiger Teil der deutschen Tradition mit ihnen? Gibt es in Deutschland wirklich ein Dialektsterben und wenn ja, was kommt danach?

Auf der anderen Seite gibt es auch die These des Dialektwandels. Wie genau wandelt sich ein Dialekt; kommt Neues hinzu oder wird Altes ersetzt? Wandel der Sprache geht immer einher mit gesellschaftlicher Veränderung. Was genau ändert sich in unserer Gesellschaft und inwiefern hat die soziale Wandlung Einfluss auf den Dialekt?
Zunächst einmal soll untersucht werden, ob die spürbaren Veränderungen des deutsches Dialekts auf ein Dialektserben oder einen Dialektwandel hinweisen und mit welchen Faktoren diese Annahmen einhergehen.

Diese Kernfrage möchte ich im Laufe meiner Arbeit erörtern und dabei Antworten auf die vorangegangenen Fragen finden.

In Punkt 2 möchte ich auf den historischen Stellenwert des Dialekts innerhalb der Gesellschaft eingehen. Welchen Stellenwert hatte Dialekt in der deutschen Tradition bisher und inwiefern bestimmt Dialekt einen Teil der Identität?
Punkt 3 behandelt die Frage, ob wir es – falls überhaupt – mit einem Dialektsterben oder einem Dialektwandel zu tun haben und Punkt 4 erläutert die Faktoren, die die Annahme eines Dialektverfalls bedingen. Des Weiteren wird untersucht, inwieweit sich die Funktion des Dialekts kongruent zu den gesellschaftlichen Veränderungen und Modernisierungserscheinungen gewandelt hat.

Im Anschluss wird die Alternative und mögliche Nachfolgeerscheinung des Dialekts in Form der Regionalsprache besprochen. Ob sich die These der Regionalsprache bewahrheitet, darauf werde ich im Laufe der Erläuterung unter Punkt 5 eingehen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Dialekt – Traditionsmerkmal und identitätsstiftende Komponente

3. Dialektsterben oder -wandel?

4. Faktoren für Dialektwandel

4.1 gesellschaftliche Funktion

4.2 Mobilität

4.3 Globalisierung / Internationalität

4.4 Medien

5. Vom Dialekt zur Regionalsprache

6. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die gegenwärtige Situation der deutschen Dialekte und analysiert, ob die beobachteten sprachlichen Veränderungen als ein Dialektsterben oder als ein kontinuierlicher Dialektwandel zu bewerten sind, wobei insbesondere der Einfluss gesellschaftlicher Faktoren auf das Sprachverhalten im Vordergrund steht.

  • Identitätsstiftende Funktion und Tradition des Dialekts
  • Differenzierung zwischen Dialektsterben und Dialektwandel
  • Einfluss von Mobilität, Globalisierung und sozialen Faktoren auf den Sprachwandel
  • Die Rolle neuer Medien und der elektronischen Kommunikation
  • Die Entwicklung von Dialekten hin zu Regionalsprachen

Auszug aus dem Buch

4.1 gesellschaftliche Funktion

Schon immer hatten sozialhistorische Ereignisse Einfluss auf die Sprache und verursachten deren Transformation. Man denke nur an die Territorialgeschichte, Eroberungen und Kriege und damit verbundene Umsiedlungen. Als weiteres Beispiel wäre auch die Konfessionsgeschichte anzuführen, wie zum Beispiele die sprachrevolutionäre Translation der Bibel durch Martin Luther. Solche sozialen Umwälzungen haben großen Einfluss auf die Bewegung der Sprache.34

Grundsätzliche kann man den Sprachwandel bezüglich der sozialen Funktion an vier Parametern festmachen: Alter, Geschlecht, Ausbildung und soziale Position.35

Dialekte haben ihre ursprüngliche Funktion, die der räumlichen Determinierung, verloren. Konnte man also bisher früher anhand des Dialekts ablesen, aus welcher Region der Sprecher stammt, ist diese Bestimmung heute zunehmend schwieriger. Allerdings hat die Notwendigkeit innerhalb der Gesellschaft nachgelassen, sich über seine Herkunft zu identifizieren oder sein Gegenüber diesbezüglich einzuordnen. Die Bestimmung der sozialen Position ist ortsunabhängig geworden und eher bezüglich des beruflichen Werdegangs und des Status gewichtet. Demnach kann ein Mensch gemäß seines Status sowohl in Hamburg als auch in München beruflich erfolgreich sein. Die gesellschaftlichen Barrieren sind gemeinsam mit der sprachlichen Barriere gesunken.36

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik des Dialektwandels in Deutschland ein und stellt die Kernfragen nach den Ursachen und Folgen der Veränderung von Dialektgebrauch sowie Identität.

2. Dialekt – Traditionsmerkmal und identitätsstiftende Komponente: Das Kapitel erläutert die Bedeutung von Dialekten für das Heimatgefühl und ihre Funktion als identitätsstiftendes Merkmal innerhalb einer Sprachgemeinschaft.

3. Dialektsterben oder -wandel?: Hier wird die Frage erörtert, ob die beobachteten Tendenzen tatsächlich ein Aussterben der Dialekte bedeuten oder eher einen Prozess des Sprachwandels hin zur Regionalsprache darstellen.

4. Faktoren für Dialektwandel: Dieses Hauptkapitel analysiert die verschiedenen sozialen und extralingualen Einflussfaktoren wie gesellschaftliche Funktionen, Mobilität, Globalisierung und Medien auf den Prozess des Sprachwandels.

5. Vom Dialekt zur Regionalsprache: Das Kapitel beschreibt die Entwicklung von den traditionellen Basisdialekten hin zu überregionalen Umgangssprachen, den sogenannten Regiolekten.

6. Fazit: Die abschließenden Ergebnisse zeigen, dass traditionelle Dialektformen zwar abnehmen, jedoch durch neue regionale Sprachformen im Kontext gesellschaftlicher Veränderungen ersetzt werden.

Schlüsselwörter

Dialekt, Dialektwandel, Dialektsterben, Regionalsprache, Regiolekt, Kiezdeutsch, Sprachwandel, soziale Mobilität, Standarddeutsch, Identität, Sprachgebrauch, Dialektkompetenz, Soziolinguistik, Globalisierung, Medien.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der aktuellen Entwicklung der Dialekte in Deutschland, insbesondere mit der Frage, ob diese aussterben oder sich in einem fortlaufenden Wandel befinden.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die zentralen Felder umfassen die Rolle des Dialekts für die Identität, die Unterscheidung zwischen Dialektverfall und -wandel sowie die Einflussfaktoren gesellschaftlicher Veränderungen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es, die spürbaren Veränderungen des deutschen Dialekts zu untersuchen und zu analysieren, welche Faktoren diese Entwicklung vorantreiben.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf bestehenden Studien, Statistiken und linguistischer Fachliteratur basiert, um sprachliche Phänomene und gesellschaftliche Prozesse zu interpretieren.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden die soziologischen und medialen Faktoren beleuchtet, die den Wandel beeinflussen, sowie das Phänomen der Entwicklung von Dialekten hin zu Regionalsprachen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Dialektwandel, Identität, soziale Mobilität und Regionalsprache charakterisiert.

Welche Bedeutung kommt dem Kiezdeutsch in der Untersuchung zu?

Kiezdeutsch wird als ein aktuelles, beispielhaftes Resultat gravierender gesellschaftlicher und globaler Prozesse angeführt, das zeigt, wie sich Sprache dynamisch neu formt.

Welches Fazit zieht die Arbeit bezüglich der Zukunft der Dialekte?

Die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass alte Dialektformen zwar verschwinden, aber nicht verloren gehen, sondern sich in neue, großflächigere Regionalsprachen transformieren.

Ende der Leseprobe aus 23 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Vom Dialekt zum Regiolekt. Sterben deutsche Dialekte aus?
Note
1,0
Autor
Winnie Faust (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2016
Seiten
23
Katalognummer
V370414
ISBN (eBook)
9783668481824
ISBN (Buch)
9783668481831
Sprache
Deutsch
Schlagworte
dialekt regiolekt sterben dialekte
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Winnie Faust (Autor:in), 2016, Vom Dialekt zum Regiolekt. Sterben deutsche Dialekte aus?, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/370414
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  23  Seiten
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