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Die Fesseln des Seins. Über die Bedeutung der Dike im parmenideischen Lehrgedicht

Title: Die Fesseln des Seins. Über die Bedeutung der Dike im parmenideischen Lehrgedicht

Term Paper , 2015 , 16 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Luise Schubert (Author)

Philosophy - Philosophy of the Ancient World

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Schwerpunkt dieser Arbeit soll nun aber die Figur der Dike sein. Sie ist nicht nur die Göttin des Rechts und der Gerechtigkeit und Wächterin des Tores, sondern auch die Fessel des Seins.
In welchem Verhältnis steht sie zur Aletheia und Doxa und welche Funktion hat sie in der parmenideischen Weltstruktur? Wie steht sie zu uns „nichts wissenden […] doppelköpfigen“ Sterblichen? Und welche Rolle spielen ihre Gefährtinnen, die Notwendigkeit und das Geschick?
Um die Position der Dike besser verständlich zu machen, werde ich zunächst die Situation der Aletheia und Doxa knapp erläutern. Anschließend soll die Auseinandersetzung mit Begrenztem und Unbegrenztem bei Parmenides dazu beitragen, den Grenzaspekt der Dike zu beleuchten. Danach sollen ihre Aufgaben- und Wirkungsbereiche genauer definiert werden, und außerdem ein Einblick in die Diversität der Dikeinterpretationen in der Forschung gegeben werden.
Anschließend soll die Bedeutung des Notwendigkeits- und des Schicksalsbegriffes kurz erläutert und abschließend die Ergebnisse der Arbeit zusammengefasst werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Aletheia und Doxa – antagonistische Weltstruktur bei Parmenides

3. Dike als Fessel des Seins

3.1 Begrenztes und Unbegrenztes

3.2 Die unerbittliche Richterin

3.3 Die doppelte Wesenheit der Dike

3.4 Die verbindliche Richtigkeit der Konsequenz, moralische Wächterfigur oder Herrscherin über die Wahrheit – Dikeinterpretationen in der Forschung

4. Ananke und Moira

5. Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die zentrale Rolle der Göttin Dike im Lehrgedicht des Parmenides von Elea. Ziel ist es, ihre Funktion als Wächterin des Rechts, als Grenze des Seins sowie ihre Beziehung zur Aletheia (Wahrheit) und Doxa (Meinung) zu ergründen, um ihre Stellung innerhalb der parmenideischen Ontologie präziser zu definieren.

  • Die philosophische Bedeutung von Dike als „Fessel des Seins“.
  • Analyse des Spannungsfeldes zwischen Aletheia und Doxa.
  • Untersuchung der Grenzaspekte zwischen begrenztem und unbegrenztem Sein.
  • Interpretation der mythologischen Figuren Ananke und Moira in Bezug auf Dike.
  • Zusammenführung verschiedener Forschungsansätze zur Dike-Figur.

Auszug aus dem Buch

3.2 Die unerbittliche Richterin

Parmenides überschreitet im Proömium selbst „das Tor der Straßen von Nacht und Tag“ und wird empfangen von der Göttin, die ihm ihre Welt des wahren Wissens offenbart. So steht die Nacht für die Welt des Scheins und der verdunkelten Meinung des Menschen, der trotz seiner Augen nicht wirklich erkennen kann. Das Tor selbst ist aber schon voller „Ätherlicht“ und zeigt dem Reisenden „einen gähnenden Schlund“. Trotz des übersinnlichen Lichtes hat das Tor „bronzebeschlagene Pfosten“ und ist „mit Nägeln und Nieten gezimmert“. Es entspringt also eindeutig menschlicher Handwerkskunst. Das widerspricht der transzendentalen Wirkung des ätherischen Lichts und der Situation, in der Parmenides sich hier befindet.

Andererseits verdeutlicht es die Position des Tores, nämlich das Zusammentreffen der beiden Welten. Doch es wird klar: das Tor ist weder Passage noch Durchgang. Hier richtet die unerbittliche Dike darüber, wer das Reich des Lichts betreten darf. Ἡ Δίκη tritt hier als Personifikation des Rechts, der Richtigkeit und der Ordnung auf. So kann sie nur die Richtigkeit des Denkens verlangen, die den Einlass in die Welt der Aletheia ermöglicht. Nur wer schon den richtigen Weg des Suchens eingeschlagen hat und wem bewusst ist, dass die Phänomenwelt nichts weiter ergibt als geltungsbedürftigen Schein, darf hier eintreten. Nur „unumstößlich richtiges, zwingendes, notwendiges Denken“ lässt Dike das Tor öffnen. Die Schlüssel sind die „Vergelter“: Sie halten das Tor verschlossen, wenn das einzutretende Subjekt nicht auf dem Weg der δίκη ist.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung stellt die Fragmente des Parmenides vor, erläutert die gängige Einteilung in Proömium, Aletheia und Doxa und benennt Dike als zentralen Untersuchungsschwerpunkt.

2. Aletheia und Doxa – antagonistische Weltstruktur bei Parmenides: Das Kapitel beschreibt die durch das Proömium inszenierte Reise des Parmenides und die ontologische Trennung zwischen der absoluten Wahrheit und der menschlichen Meinung.

3. Dike als Fessel des Seins: Hier wird Dike als regulierende Instanz, Grenzhüterin und Fessel des Seins analysiert, wobei verschiedene Aspekte ihrer Funktion und unterschiedliche Forschungsmeinungen beleuchtet werden.

4. Ananke und Moira: Dieses Kapitel untersucht die Rolle von Notwendigkeit (Ananke) und Schicksal (Moira) als begleitende Faktoren, die, ähnlich wie Dike, das Sein umschließen und strukturieren.

5. Schlussbetrachtung: Die Autorin fasst zusammen, dass Dike eine komplexe Identität zwischen juristischer Personifikation und logischer Weltfunktion einnimmt und als „das Dritte“ neben Sein und Nicht-Sein von hoher Bedeutung ist.

Schlüsselwörter

Parmenides, Dike, Aletheia, Doxa, Ontologie, Lehrgedicht, Ananke, Moira, Sein, Nicht-Sein, Wahrheit, griechische Philosophie, Metaphysik, Grenzerfahrung, Erkenntnistheorie

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert das Lehrgedicht des Parmenides mit dem spezifischen Fokus auf die Figur der Göttin Dike und ihre Rolle im parmenideischen Weltbild.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die Schwerpunkte liegen auf der Differenzierung von Wahrheit und Meinung, der Rolle von Grenzen innerhalb der Seinslehre und der Interpretation mythologischer Gestalten als logische oder ethische Prinzipien.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, die Funktion der Dike als „Fessel des Seins“ zu klären und ihren Platz im Verhältnis zu den Bereichen der Aletheia und der Doxa sowie den Begleitfiguren Ananke und Moira zu bestimmen.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Die Autorin stützt sich auf eine philologische und philosophische Exegese der Fragmente des Parmenides unter Einbeziehung maßgeblicher Kommentare und Monographien der Forschungsliteratur.

Welche Inhalte werden im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung des Begrenzten und Unbegrenzten, die Analyse der Dike als Richterin und Wächterin, ihre doppelte Wesenheit sowie eine kritische Auseinandersetzung mit verschiedenen Forschungsmeinungen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Parmenides, Dike, Aletheia, Doxa, ontologische Weltstruktur, Wahrheit, Notwendigkeit und Sein.

Warum wird die Dike im Text als „Fessel des Seins“ bezeichnet?

Diese Metapher beschreibt, wie Dike das Sein zusammenhält und begrenzt, wodurch es erst seine Vollkommenheit und Unbewegtheit erhält.

Welche Bedeutung kommt der „Doppelköpfigkeit“ der Sterblichen zu?

Der Begriff beschreibt den fehlerhaften Erkenntniszustand der Menschen, die zwischen der Welt der Sinne und der Wahrheit nicht unterscheiden können, eine Schwäche, die durch das richtige Denken überwunden werden muss.

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Details

Title
Die Fesseln des Seins. Über die Bedeutung der Dike im parmenideischen Lehrgedicht
College
Johannes Gutenberg University Mainz
Grade
1,0
Author
Luise Schubert (Author)
Publication Year
2015
Pages
16
Catalog Number
V370083
ISBN (eBook)
9783668485648
ISBN (Book)
9783668485655
Language
German
Tags
fesseln seins über bedeutung dike lehrgedicht
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Luise Schubert (Author), 2015, Die Fesseln des Seins. Über die Bedeutung der Dike im parmenideischen Lehrgedicht, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/370083
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