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strepitus, fumus et nebula. Leben im Rom der Kaiserzeit

Title: strepitus, fumus et nebula. Leben im Rom der Kaiserzeit

Seminar Paper , 2014 , 19 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Felix Eibenstein (Author)

World History - Antiquity

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Summary Excerpt Details

Die vorliegende Arbeit soll sich mit der Beantwortung zweierlei Kernfragen beschäftigen. Zum einen soll ergründet werden, wie die römische Stadtverwaltung die Versorgung der Stadtbevölkerung mit lebensnotwendigen Gütern sicherstellen konnte. Zum anderen stellt sich die Frage, welche Auswirkungen der demografische Wandel auf die Lebensqualität der römischen Stadtbevölkerung hatte.

Kaum eine andere Stadt ist so eng mit Ruhm, Ehre und Macht verbunden, wie die Hauptstadt des Imperium Romanum. Kaiser, Kriege und Päpste prägen den Ruf der Tiberstadt Rom. Der Aufschwung der Stadt in der Kaiserzeit verhalf Rom zu voller Blühte und prägte das Stadtbild bis heute. Auf die Kaiserzeit folgten die Krisenjahre und die Jahre des Niederganges. Das Imperium zerfiel und die Bedeutung Roms lagt weniger in kulturellen, als in religiösen Bereichen.

Rom ist heute eine Millionenstadt und zählt ca. 2,6 Mio. Einwohner. Zu Zeiten der größten Bevölkerungszahl um 330 n.Chr. drängten sich Schätzungen zufolge etwa 1 Million Einwohner auf den Straßen der ewigen Stadt. Man kann diese Zahlen nicht direkt belegen. Die Getreideempfängerzahlen sprechen aber dafür, dass diese Schätzung nicht abwegig ist. Geht man von knapp 200 000 Empfängern aus, die für sich vermutlich noch drei Familienmitglieder zu ernähren hatten, vervierfacht sich die Zahl auf 800 000 Einwohner. Da es sich bei den Getreideempfängern um Angehörige der plebs handelte, müssen noch Senatoren, wohlhabendere Römer und Sklaven hinzugezählt werden. Damit wird die Schätzung von einer Million Einwohner durchaus plausibel.

Diese für die damalige Zeit hohen Einwohnerzahlen sind die Folge eines tiefgreifenden demografischen Wandels, welcher sich in der Stadt Rom vollzog. Getrieben von dem Willen und der Hoffnung eine bessere Zukunft in Rom zu haben, zog es viele Menschen aus dem Imperium in die Hauptstadt. Auf Dauer ergaben sich aus diesem rasanten Bevölkerungsanstieg Probleme in der Versorgung und der allgemeinen Lebensbedingungen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Rom - Metropole der Antike

2 Thesen und Quellenlage

3 Versorgung der Stadtbevölkerung

3.1 Wasserversorgung und Abwasserentsorgung

3.2 Nahrungsmittelbeschaffung - Produktionsstätten in den Provinzen

3.3 Infrastruktur und Handelslogistik

4 Generelle Lebensbedingungen in der Stadt Rom

4.1 Lebenshaltungskosten

4.2 Mangelnde soziale Unterstützung

4.3 Bleivergiftungen

5 “Großstadteffekte”

5.1 Überbevölkerung

5.2 Lärm

5.3 Smog

5.4 Gewalt und Kriminalität

6 Roma crescet et olet

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die administrativen und sozialen Aspekte der römischen Metropole während der Kaiserzeit, wobei der Fokus auf der Versorgungssicherheit der Bevölkerung und den daraus resultierenden Auswirkungen auf die Lebensqualität liegt.

  • Versorgungssysteme (Wasser und Nahrung) in der Antike
  • Logistische Meisterleistungen und antike Infrastruktur
  • Sozioökonomische Disparitäten in der stadtrömischen Gesellschaft
  • Gesundheitliche Risiken durch Umweltbelastung und Bleikontamination
  • Phänomene der Urbanisierung wie Lärm, Smog und Kriminalität

Auszug aus dem Buch

4.1 Lebenshaltungskosten

“[. . . ], denn teuer schon ist eine elende Wohnung, teuer der Bauch auch der Sklaven, und ein einfaches Essen ist teuer. Isst man von irdenem Geschirr, hier schämt man sich,[. . . ]”20

Juvenal spricht in seiner Satire über Unzuträglichkeiten des Großstadtlebens und fährt gleichsam mit finanziellen Schwierigkeiten auf, welche der Großteil der stadtrömischen Bevölkerung besaß. Angesichts der hohen Mieten und teuren Sklaven ist man schon gezwungen, einsparungen vorzunehmen. Jedoch beschreibt Juvenal auch, dass das Essen eine kostenintensive Angelegenheit ist. Das liegt vor allem auch am recht teuren Geschirr (fictilibus), welches man tagtäglich benutzt. Man schäme sich regelrecht, wenn man billigeres Geschirr verwende.

Das Leben über die Verhältnisse scheint in Rom ein tägliches Geschäft zu sein. Juvenal schrieb weiter:

“Hier aber herrscht Eleganz weit über Vermögen, verschwendet wir hier mehr als genug, was doch oft nur von anderen geliehen. Ganz verbreitet ist hier das Laster; wir leben hier alle anspruchsvoll, ob auch arm. [. . . ] In Rom gibt es alles nur für Geld. [. . . ]”21

Die Eleganz in der Stadt steht weit über dem Vermögen, über welches verfügt wird. Selbst die arme Bevölkerung sieht sich gezwungen an diesem Kreislauf teilzuhaben. In diesem durchaus verschwenderischen Leben liegt auch Grund, weshalb die Kluft zwischen Arm und Reich in Rom stetig zunimmt. Juvenal beschreibt, sein Vermögen sei von einem Tag zum nächsten schon kleiner geworden und er geht weiter davon aus, dass er einen Tag darauf noch weniger zur Verfügung hat.22

Zusammenfassung der Kapitel

1 Rom - Metropole der Antike: Einleitung in die demografische Entwicklung Roms und Definition der zentralen Forschungsfragen zur Versorgung und Lebensqualität.

2 Thesen und Quellenlage: Darstellung der aufgestellten Thesen und kritische Einordnung der antiken literarischen sowie architektonischen Quellen.

3 Versorgung der Stadtbevölkerung: Analyse der technischen und logistischen Systeme zur Wasserversorgung sowie der Beschaffung und Verteilung von Nahrungsmitteln aus den Provinzen.

4 Generelle Lebensbedingungen in der Stadt Rom: Untersuchung der sozioökonomischen Realität, finanzieller Zwänge und gesundheitlicher Gefahren durch Bleibelastung.

5 “Großstadteffekte”: Diskussion der negativen Begleiterscheinungen des urbanen Wachstums wie Überbevölkerung, Lärm, Smog sowie Kriminalität.

6 Roma crescet et olet: Abschließende Betrachtung, die Rom als antikes Vorbild für moderne Großstadtprobleme identifiziert und ein Fazit über die Ambivalenz des römischen Lebens zieht.

Schlüsselwörter

Römisches Reich, Kaiserzeit, Versorgung, Infrastruktur, Wasserleitungen, Lebensmittelhandel, Urbanisierung, Lebensqualität, Juvenal, soziale Ungleichheit, Bleivergiftung, Großstadteffekte, Rom, Demografie, Antike.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Lebensumstände in Rom während der Kaiserzeit unter besonderer Berücksichtigung der Versorgung der Bevölkerung und der damit einhergehenden Belastungen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen die römische Wasser- und Nahrungsmittelversorgung, Handelslogistik, soziale Schichtungen sowie negative Begleiterscheinungen des urbanen Lebens.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es zu ergründen, wie die Stadtverwaltung die Versorgung sicherstellte und welche Auswirkungen der demografische Wandel auf die Lebensqualität der Bevölkerung hatte.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es werden antike literarische Quellen, insbesondere Satiren, mit architektonischen Überresten und modernen historischen Modellen korreliert, um die Lebensbedingungen zu rekonstruieren.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil behandelt die Infrastruktur der Versorgung, ökonomische Herausforderungen, gesundheitliche Risiken wie Bleivergiftungen und die sogenannten "Großstadteffekte".

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie römisches Reich, Versorgung, Urbanisierung, Lebensqualität, Infrastruktur und soziale Disparitäten charakterisiert.

Wie sicherte Rom die Trinkwasserversorgung seiner Millionenbevölkerung?

Durch einen komplexen Apparat aus Fernwasserleitungen, der durch staatliche curatores aquarum verwaltet wurde, um die Stadt trotz des hohen Wasserbedarfs zu versorgen.

Welche Rolle spielten die Provinzen für das Überleben der Stadt?

Die Provinzen fungierten als unverzichtbare Lieferanten für Nahrungsmittel und spezialisierte Güter, was eine weitreichende Handelslogistik und den Ausbau von Hafenanlagen wie in Ostia erforderte.

Warum war Bleivergiftung ein so großes Problem in Rom?

Blei wurde aufgrund seiner einfachen Handhabung in vielen Alltagsgegenständen, Geschirr und Wasserleitungen verwendet, was zu chronischen gesundheitlichen Beeinträchtigungen führte.

Inwieweit lässt sich Rom mit modernen Metropolen vergleichen?

Der Autor zeigt auf, dass typische urbane Probleme wie Lärm, Smog, Überbevölkerung und Kriminalität bereits in der antiken Metropole existierten und Parallelen zur Industrialisierung aufweisen.

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Details

Title
strepitus, fumus et nebula. Leben im Rom der Kaiserzeit
College
Dresden Technical University
Grade
2,0
Author
Felix Eibenstein (Author)
Publication Year
2014
Pages
19
Catalog Number
V368053
ISBN (eBook)
9783668465091
ISBN (Book)
9783668465107
Language
German
Tags
Rom Altertum Geschichte Leben Alltag Antike
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Felix Eibenstein (Author), 2014, strepitus, fumus et nebula. Leben im Rom der Kaiserzeit, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/368053
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