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Imagination und das innere Auge. Eine interdisziplinäre Annäherung

Title: Imagination und das innere Auge. Eine interdisziplinäre Annäherung

Term Paper (Advanced seminar) , 2017 , 25 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Jan Schmutzler (Author)

Philosophy - Miscellaneous

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Summary Excerpt Details

Diese Arbeit soll aktuelle Forschung zur bildlichen Vorstellungskraft einordnen und diese mit philosophischen und soziologischen Perspektiven verknüpfen. Was wird unter bildlicher Vorstellung verstanden und in welchem Verhältnis steht diese zum Begriff der Imagination? Welche Unterschiede sind intersubjektiv festzustellen und welche Erklärungsmodelle stehen hierfür zur Verfügung? Wie kann und wie sollte die Gesellschaft mit diesen Erkenntnissen umgehen?

Um diesen Fragen näherzukommen werden zunächst einige Begriffe eingeführt und diskutiert. Anschließend wird näher auf die kognitionswissenschaftlichen Grundlagen eingegangen, die mit bildlicher Vorstellung in Verbindung gebracht werden. Sobald diese Grundlagen über Ausprägungen und Funktionen des inneren Auges skizziert wurden, wird im letzten Abschnitt darauf eingegangen, welche lebensweltlichen Auswirkungen diese Form der menschlichen Varianz hat und haben kann. Schlussendlich soll diese Arbeit als Plädoyer für eine gesellschaftliche Debatte über kognitive Vielfalt verstanden werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Vorstellungskraft

3. Imagery debate

4. A case of blind imagination

5. Relative Existenzen

6. Kognitive Vielfalt artikulieren

7. Rückblick und Ausblick

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das komplexe Verhältnis zwischen bildlicher Vorstellungskraft und dem allgemeinen Begriff der Imagination. Dabei wird hinterfragt, wie kognitive Prozesse der mentalen Repräsentation bei unterschiedlichen Individuen variieren und welche Bedeutung diese kognitive Vielfalt für die wissenschaftliche und gesellschaftliche Debatte hat.

  • Phänomenologie und Funktion der bildlichen Vorstellungskraft
  • Kritische Auseinandersetzung mit der "imagery debate" in den Kognitionswissenschaften
  • Analyse der Fallstudie zum Phänomen der Aphantasie
  • Verbindung kognitionswissenschaftlicher Befunde mit der Akteur-Netzwerk-Theorie
  • Plädoyer für eine gesellschaftliche Anerkennung kognitiver Varianz

Auszug aus dem Buch

A case of blind imagination

In dieser Fallstudie von Zeman et al. wird der Fall des Patienten MX beschrieben, der nach einer OP am Herzen plötzlich seine Fähigkeit verloren hat Bilder vor seinem geistigen Auge zu sehen. Anders als in ähnlichen Fällen, in denen auch vermeintlich verwandte Fähigkeiten betroffen waren (Gesichtserkennung, räumliche Orientierung, Bildgedächtnis etc.), ist dies bei MX nicht der Fall. Dem Patienten fehlt ausschließlich die phänomenologische Erfahrung des bildhaften Vorstellens.

In konkreten Messwerten stellt sich das folgendermaßen dar: Während insbesondere der VVIQ, der eingangs erwähnt wurde, und die phänomenologische Erfahrung der bildlichen Vorstellungskraft misst, bei ihm einen Wert von 16 erreicht (das ist der Minimalwert, da es ein Selbsteinstufungstest mit 16 Fragen ist, die mit 1-5 bewertet werden können) erreicht die Kontrollgruppe einen Durchschnittswert von 59 (von 80 möglichen Punkten). In allgemeinen Tests zur Intelligenz schnitt MX durchschnittlich bis überdurchschnittlich ab. Ebenso in allgemeinen Tests zur Gedächtnisleistung. Erstaunlich sind aber vor allem seine Ergebnisse in Tests, die dazu gedacht sind die visuelle Lösungskompetenz zu bewerten.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Die Einleitung führt in die Bedeutung der bildlichen Vorstellungskraft ein und benennt die Zielsetzung der Arbeit, aktuelle Forschung mit philosophischen und soziologischen Perspektiven zu verknüpfen.

Vorstellungskraft: Dieses Kapitel differenziert zwischen verschiedenen Begriffen der Imagination und erörtert die theoretischen Unterscheidungen zwischen produktiver und reproduktiver Vorstellungskraft.

Imagery debate: Hier wird die kognitionswissenschaftliche Debatte darüber nachgezeichnet, ob mentales Denken zwingend auf bildhaften Repräsentationen basiert oder durch propositionale Logik erklärt werden kann.

A case of blind imagination: Das Kapitel analysiert die Fallstudie eines Patienten mit Aphantasie, um aufzuzeigen, dass kognitive Problemlösungsfähigkeiten auch ohne bildliche Vorstellungskraft existieren können.

Relative Existenzen: Aufbauend auf der Akteur-Netzwerk-Theorie von Latour wird untersucht, wie Wissen und Entitäten in wissenschaftlichen Prozessen durch verschiedene Repräsentationsformen konstruiert werden.

Kognitive Vielfalt artikulieren: Dieses Kapitel diskutiert die Notwendigkeit, verschiedene kognitive Strategien gesellschaftlich anzuerkennen und pädagogisch zu fördern, statt individuelle Unterschiede zu pathologisieren.

Rückblick und Ausblick: Der abschließende Teil fasst die zentralen Argumente zusammen und unterstreicht das Ziel, das Verständnis von Imagination als flexiblem Spiel mit inneren Repräsentationen zu etablieren.

Schlüsselwörter

Imagination, Vorstellungskraft, Aphantasie, Kognitionswissenschaften, Imagery debate, mentale Repräsentation, kognitive Vielfalt, Akteur-Netzwerk-Theorie, bildhaftes Denken, propositionale Repräsentation, visuelle Wahrnehmung, Fallstudie, Problemlösungskompetenz, Bewusstsein, kognitive Strategien.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Erforschung der menschlichen Vorstellungskraft und der Frage, inwieweit bildliche mentale Repräsentationen für kognitive Leistungen notwendig sind.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die Themenfelder umfassen die kognitionswissenschaftliche Debatte über das "innere Auge", philosophische Aspekte der Imagination sowie soziologische Betrachtungen zur Wissenskonstruktion.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, die Beziehung zwischen Imagination und bildlicher Vorstellung zu klären und ein Plädoyer für eine breitere gesellschaftliche Debatte über kognitive Vielfalt zu formulieren.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?

Die Arbeit stützt sich primär auf eine interdisziplinäre Literaturanalyse sowie die kritische Auswertung psychologischer Fallstudien, insbesondere zum Phänomen der Aphantasie.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Abgrenzung von Begriffen, die Diskussion der "imagery debate", die Analyse der Fallstudie "MX" und die Anwendung der Akteur-Netzwerk-Theorie auf kognitive Prozesse.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Publikation?

Wichtige Begriffe sind Imagination, Aphantasie, mentale Repräsentation, kognitive Vielfalt und die Unterscheidung zwischen bildhaftem und propositionalem Denken.

Warum ist die Fallstudie des Patienten MX so bedeutsam für das Thema?

MX verlor die Fähigkeit zur bildlichen Vorstellung, behielt aber seine hohe Problemlösungskompetenz bei, was beweist, dass das "innere Auge" für kognitive Leistungen nicht zwingend erforderlich ist.

Wie trägt die Akteur-Netzwerk-Theorie zum Verständnis der Imagination bei?

Sie liefert den Rahmen, um zu verstehen, dass Imagination ein aktiver Prozess des Variierens von Repräsentationsformen ist, durch den wir in der Welt Ordnung stiften und neue Wissensformen artikulieren.

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Details

Title
Imagination und das innere Auge. Eine interdisziplinäre Annäherung
College
University of Freiburg  (Philosophie)
Course
Theorien der Anthropologie
Grade
1,3
Author
Jan Schmutzler (Author)
Publication Year
2017
Pages
25
Catalog Number
V367961
ISBN (eBook)
9783668463851
ISBN (Book)
9783668463868
Language
German
Tags
Imagination Hirnforschung Vorstellungskraft Kognitionswissenschaften Soziologie Philosophie Aphantasia inneres geistiges Auge Foucault Latour
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Jan Schmutzler (Author), 2017, Imagination und das innere Auge. Eine interdisziplinäre Annäherung, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/367961
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