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Die Theorie der neuen Kriege. Inwiefern ist der bewaffnete Konflikt in Kolumbien ein Beispiel für einen neuen Krieg?

Title: Die Theorie der neuen Kriege. Inwiefern ist der bewaffnete Konflikt in Kolumbien ein Beispiel für einen neuen Krieg?

Term Paper (Advanced seminar) , 2017 , 21 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Jan Onno Steenweg (Author)

Politics - Region: Middle and South America

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Diese Hausarbeit setzt sich zur Aufgabe, zu überprüfen, inwiefern der bewaffnete Konflikt in Kolumbien Kaldors Kriterien des neuen Krieges entspricht. Damit soll sie einen Beitrag zur wissenschaftlichen Diskussion über die Theorie der neuen Kriege leisten. Sollten die Kriterien des neuen Krieges erfüllt sein, wäre es ein Hinweis dafür, dass auch vor 1980 in anderen Regionen jene Formen von Gewalt herrschten, die Mary Kaldor die neuen Kriege nennt. Ihre These würde damit an Schärfe und Beweiskraft verlieren.

Es ergibt sich folgende Fragestellung: Inwiefern ist der bewaffnete Konflikt in Kolumbien ein Beispiel für einen neuen Krieg? Arbeitsthese dabei ist, dass der kolumbianische Konflikt die Kriterien des neuen Krieges erfüllt und diese Übereinstimmung Mary Kaldors Aussagen über die zeitliche und räumliche Verteilung von neuen Kriegen widerspricht.

Um die These zu überprüfen und die Frage zu beantworten, wird in einem ersten Schritt in dieser Hausarbeit Kaldors These der neuen Kriege vorgestellt. Dabei werden zehn Wesenszüge des neuen Krieges herausgearbeitet. In einem zweiten Schritt wird anhand dieser Eigenschaften geklärt, inwiefern der bewaffnete Konflikt in Kolumbien den Kriterien des neuen Krieges entspricht. In einem letzten Schritt erfolgt die Synthese der vorherigen Erkenntnisse und die Einordnung der Untersuchungsergebnisse.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die „neuen Kriege“

2.1. Der empirische Befund

2.2. Die Theorie der neuen Kriege

3. Der kolumbianische Bürgerkrieg

4. Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Hausarbeit untersucht, inwiefern der bewaffnete Konflikt in Kolumbien als Beispiel für einen „neuen Krieg“ im Sinne der Theorie von Mary Kaldor und Herfried Münkler betrachtet werden kann, um zu prüfen, ob die Merkmale dieser Gewaltform auch außerhalb der von Kaldor genannten zeitlichen und räumlichen Kontexte auftreten.

  • Grundlagen der Theorie der „neuen Kriege“
  • Analyse des bewaffneten Konflikts in Kolumbien anhand spezifischer Kriterien (Akteure, Privatisierung, Kommerzialisierung)
  • Untersuchung der Rolle von Identität und Brutalisierung in der Konfliktführung
  • Überprüfung der zeitlichen und räumlichen Gültigkeit der Theorie neuer Kriege

Auszug aus dem Buch

2.2. Die Theorie der neuen Kriege

Herfried Münkler behauptet, der alte zwischenstaatliche Krieg sei nicht verschwunden, sondern habe lediglich auf Grund veränderter Systembedingungen seine Form geändert. Die Globalisierung in allen ihren Erscheinungsformen habe auch den Krieg globalisiert. Die zunehmende Entgrenzung der Wirtschaft und der Politik spiegele sich in den bewaffneten Konflikten wieder:

Schauplatz der neuen Kriege sind oftmals sogenannte „failed states“, also jene Staaten, die ihre grundlegenden Aufgaben nicht erfüllen und somit z.B. ihr Gewaltmonopol nicht aufrecht erhalten können. In einem so hinterlassenen Machtvakuum kämpfen organisierte Gruppen, deren Zwecke nicht unbedingt vorrangig politisch sein müssen, so wie es im „klassischen Bürgerkrieg“ der Fall ist. Ihre Ziele können auch ethnisch oder kommerziell sein.

Das Akteursgeflecht wird dabei immer größer und damit schwieriger zu durchblicken. Die Konfliktlinien ziehen sich dabei nicht mehr (nur) zwischen Nationalstaaten, sondern zwischen sozialen Schichten, ethnischen Gruppen oder Kriegsbanden.

Hinzu kommt, dass oftmals eine klare Trennung von Gewaltakteuren nicht mehr möglich ist. Wo in den „alten Kriegen“ (zwischenstaatliche Konflikte) zwei klar voneinander trennbare Heere kämpften, gibt es heute ein Geflecht von Paramilitärs, Armeen, Selbstverteidigungskomitees, Söldnergruppen, Kriegsbanden, ethnischen Gruppen, Gotteskriegern und Guerillas, die sich oftmals gegenseitig überschneiden. Dabei entsteht das, was Kaldor und Münkler als asymmetrische Kriegsführung beschreiben. Es treten nicht mehr ungefähr gleichartig organisierte Armeen aufeinander, sondern verschieden organisierte Gruppen mit unterschiedlichen Zielen und Taktiken.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung stellt den kolumbianischen Konflikt als hochaktuelles Beispiel vor und führt die Forschungsfrage ein, ob dieser Konflikt die Kriterien der Theorie der „neuen Kriege“ nach Mary Kaldor erfüllt.

2. Die „neuen Kriege“: Dieses Kapitel erläutert den empirischen Wandel bewaffneter Auseinandersetzungen nach 1945 und definiert die theoretischen Wesenszüge der „neuen Kriege“, insbesondere im Hinblick auf Akteure, Ziele und Methoden.

3. Der kolumbianische Bürgerkrieg: Hier wird der kolumbianische Konflikt systematisch anhand der zuvor erarbeiteten zehn Kriterien analysiert, um Evidenzen für eine Übereinstimmung mit der Theorie der neuen Kriege zu identifizieren.

4. Fazit: Das Fazit bestätigt die Arbeitsthese, dass der kolumbianische Konflikt ein Musterbeispiel für einen neuen Krieg darstellt, kritisiert jedoch die von Kaldor postulierte zeitliche und räumliche Eingrenzung der Theorie.

Schlüsselwörter

Neue Kriege, Mary Kaldor, Herfried Münkler, Kolumbien, FARC, ELN, Failed States, Privatisierung von Gewalt, Asymmetrische Kriegsführung, Identitätspolitik, Drogenökonomie, Bürgerkrieg, Bewaffneter Konflikt, Gewaltkultur, Globalisierung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit untersucht, inwiefern der langjährige bewaffnete Konflikt in Kolumbien die Merkmale der Theorie der „neuen Kriege“ aufweist, wie sie von Mary Kaldor und Herfried Münkler definiert wurden.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die Arbeit fokussiert sich auf die Transformation von Gewaltformen, die Rolle privatisierter Gewaltakteure, die Bedeutung von Identität im Konflikt sowie ökonomische Motive wie Drogenhandel und Ressourcenkontrolle.

Was ist die zentrale Forschungsfrage der Untersuchung?

Die Hauptfrage lautet: Inwiefern ist der bewaffnete Konflikt in Kolumbien ein Beispiel für einen neuen Krieg?

Welche wissenschaftliche Methodik kommt zum Einsatz?

Die Arbeit verfolgt einen problemorientierten Ansatz, bei dem eine theoretische Definition der neuen Kriege erarbeitet und diese anschließend anhand des Fallbeispiels Kolumbien auf ihre praktische Anwendung geprüft wird.

Welche Inhalte umfasst der Hauptteil?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung der neuen Kriege und die detaillierte empirische Überprüfung der Kriterien (z.B. Akteurslandschaft, Konfliktlinien, Brutalisierung, Verstetigung) am Beispiel Kolumbiens.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am stärksten?

Die Arbeit wird maßgeblich durch die Begriffe „neue Kriege“, „asymmetrische Kriegsführung“, „Privatisierung“, „Kommerzialisierung“ und „failed states“ charakterisiert.

Wird Kolumbien im Text als „failed state“ klassifiziert?

Die Arbeit diskutiert den „fragile states index“ und zeigt auf, dass Kolumbien Defizite bei staatlichen Kernaufgaben wie dem Gewaltmonopol aufwies, wodurch es Merkmale eines fragilen Staates im Kontext der neuen Kriege erfüllt.

Welche Rolle spielen die FARC und ELN bei der Einstufung als neuer Krieg?

Die Guerillagruppen werden als Akteure analysiert, die sich im Laufe des Konflikts von politischen Zielen hin zu kommerziellen Interessen gewandelt haben, was typisch für die Akteurskonstellationen in neuen Kriegen ist.

Was ist das Hauptergebnis bezüglich der Theorie von Mary Kaldor?

Die Arbeit kommt zu dem Ergebnis, dass der kolumbianische Konflikt zwar ein Musterbeispiel für die inhaltlichen Kriterien neuer Kriege ist, die Theorie jedoch bei der zeitlichen und räumlichen Begrenzung (ab den 1980ern, außerhalb Europas) durch den Fall Kolumbien herausgefordert wird.

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Details

Title
Die Theorie der neuen Kriege. Inwiefern ist der bewaffnete Konflikt in Kolumbien ein Beispiel für einen neuen Krieg?
College
Free University of Berlin  (Otto-Suhr-Institut für Politikwissenschaft)
Grade
1,0
Author
Jan Onno Steenweg (Author)
Publication Year
2017
Pages
21
Catalog Number
V366549
ISBN (eBook)
9783668453227
ISBN (Book)
9783668453234
Language
German
Tags
Kolumbien bewaffneter Konflikt neue Kriege Kaldor
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Jan Onno Steenweg (Author), 2017, Die Theorie der neuen Kriege. Inwiefern ist der bewaffnete Konflikt in Kolumbien ein Beispiel für einen neuen Krieg?, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/366549
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