Die Problemstellung dieser Arbeit ist, dass nicht genau feststeht, welche ökonomischen Aspekte Sharing-Economy-Plattformen erfolgreich machen. Ziel dieser Arbeit ist es also ökonomische Aspekte der Sharing Economy allgemein zu analysieren und diese dann auf zwei Beispielunternehmen anzuwenden, um zu sehen, ob die Annahmen der Theorien auf diese übertragen werden können.
Im zweiten Kapitel wird zunächst ein Versuch einer Definition des Themas Sharing Economy gewagt, um ein Grundverständnis darüber geben zu können, worum es sich bei dem Thema handelt.
Das darauffolgende Kapitel beschäftigt sich allgemein mit ökonomischen Theorien und ist dabei in zwei Theorien aufgeteilt: Die Theorie der Transaktionskosten und die Theo-rie des kollektiven Handelns. Diese Theorien werden erläutert, damit sie später auf die beiden Beispielunternehmen angewendet werden können.
Das vierte Kapitel gibt zunächst kurz einen Überblick darüber, welche erfolgreichen Sharing-Economy-Unternehmen es bereits gibt und zeigt gleichzeitig, dass Uber, eines der zwei gewählten Unternehmen für diese Arbeit, bereits zu den erfolgreichsten Unternehmen dieser Branche zählt. Anschließend wird zunächst das Unternehmen Uber kurz vorgestellt und das Geschäftsmodell erläutert. Danach wird Uber auf seine ökonomischen Aspekte hin analysiert und die beiden Theorien aus Kapitel 3 werden auf das Unternehmen angewendet. Abschließend wird ein kurzes Zwischenfazit gegeben, bevor am Beispiel des deutschen Unternehmens ampido dieselben Schritte der Vor-stellung und Analyse durchgeführt werden.
Im Fazit der Arbeit soll abschließend die Forschungsfrage beantwortet werden und ein Ausblick in die Zukunft der Sharing Economy gegeben werden.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
1.1 Problemstellung, Zielsetzung und Forschungsfrage
1.2 Vorgehensweise
2 Definition Sharing Economy
3 Ökonomische Analyse der Sharing Economy
3.1 Die Theorie der Transaktionskosten
3.2 Die Theorie des kollektiven Handelns
4 Analyse der beiden Geschäftsmodelle
4.1 Unternehmensvorstellung Uber
4.1.1 Das Geschäftsmodell
4.1.2 Ökonomische Analyse des Unternehmens
4.1.3 Zwischenfazit
4.2 Unternehmensvorstellung ampido
4.2.1 Das Geschäftsmodell
4.2.2 Ökonomische Analyse des Unternehmens
4.2.3 Zwischenfazit
5 Fazit und Ausblick
Zielsetzung & Themen
Ziel dieser Arbeit ist es, die ökonomischen Erfolgsfaktoren von Sharing-Economy-Plattformen zu analysieren und theoretische ökonomische Konzepte auf konkrete Fallbeispiele anzuwenden, um deren praktische Anwendbarkeit und Effizienz zu bewerten.
- Grundlagen der Sharing Economy und deren Definition
- Ökonomische Theorien (Transaktionskosten und kollektives Handeln)
- Analyse des Geschäftsmodells von Uber
- Analyse des Geschäftsmodells von ampido
- Vergleich der ökonomischen Anreize und Wirkungsweisen
Auszug aus dem Buch
Die Theorie der Transaktionskosten
Betrachtet man die im weiteren Verlauf näher beleuchteten Unternehmen Uber und ampido genauer, fällt auf, dass deren Geschäftsmodelle vor allem auf der Transaktionskostentheorie basieren. Beide Unternehmen positionieren sich im Markt als Intermediär zwischen dem Anbieter eines Guts oder Dienstleistung und dem Abnehmer des Guts oder der Dienstleistung. Ziel beider Unternehmen ist es so viele erfolgreiche Transaktionen wie möglich zwischen den beiden Seiten zu vermitteln, um eine Provision für die Vermittlung zu erhalten.
Die Transaktionskostentheorie wurde von Coase in seinem 1937 publizierten Artikel „The Nature of the Firm“ definiert. In dieser Publikation analysierte Coase warum Unternehmen entstehen, wenn die effiziente Verteilung der (knappen) Güter im Markt garantiert ist. Wäre die effiziente Verteilung der Güter tatsächlich garantiert, wäre es in jedem Falle effizienter diese Transaktionen über den Markt zu tätigen. Die Erkenntnis von Coase war allerdings diejenige, dass der Markt bzw. der Marktmechanismus nicht immer vollkommen effizient ist und daher ein Marktversagen vorliegen kann. Daher besagt Coase: „The main reason why it is profitable to establish a firm would seem to be that there is a cost of using the price mechanism“, was lose übersetzt bedeutet, dass Transaktionen nicht kostenlos vollzogen werden können und das der Grund ist eine Firma zu gründen.
Laut Coase machen Such-, Informations-, Verhandlungs, sowie Anpassungskosten die Transaktionskosten aus und ebendiese Kosten müssen durch das Unternehmen reduziert werden, was entgegen der zur Zeit der Publikation landläufigen Meinung spricht, die besagt, dass der Sinn eines Unternehmens in der Gewinnmaximierung läge. Allerdings ist die Sharing Economy viele Jahrzehnte nach Begründung von Coases Theorie das beste Beispiel für Geschäftsmodelle, die auf der Minimierung von Transaktionskosten basieren.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Diese Einleitung erläutert den Anlass der Hausarbeit im Rahmen des Fachs "Digitale Ökonomie" und definiert die Forschungsfrage bezüglich der ökonomischen Erfolgsfaktoren von Sharing-Economy-Plattformen.
2 Definition Sharing Economy: Dieses Kapitel nähert sich einer Begriffsdefinition der Sharing Economy durch den Vergleich verschiedener Expertenmeinungen und ordnet sie in das übergeordnete Konzept der Collaborative Economy ein.
3 Ökonomische Analyse der Sharing Economy: Hier werden die theoretischen Grundlagen in Form der Transaktionskostentheorie und der Theorie des kollektiven Handelns als Analyserahmen für die Arbeit eingeführt.
4 Analyse der beiden Geschäftsmodelle: In diesem Hauptteil werden die Unternehmen Uber und ampido vorgestellt, ihre Geschäftsmodelle detailliert analysiert und die theoretischen Erkenntnisse aus Kapitel 3 auf die Unternehmen angewendet.
5 Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst die Analyseergebnisse zusammen, beantwortet die Forschungsfrage und gibt einen Ausblick auf die zukünftige Entwicklung und Rolle der Sharing Economy.
Schlüsselwörter
Sharing Economy, Transaktionskosten, Kollaborativer Konsum, Geschäftsmodell, Uber, ampido, Intermediär, Netzwerkeffekte, Theorie des kollektiven Handelns, Nachhaltigkeit, Marktanalyse, Digital Business Management, Digitale Ökonomie
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert die ökonomischen Faktoren, die Sharing-Economy-Plattformen erfolgreich machen, anhand der Fallbeispiele Uber und ampido.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentrale Themen sind die theoretische ökonomische Analyse von Transaktionskosten, die Anwendung des kollektiven Handelns auf digitale Plattformen sowie der Vergleich spezifischer Geschäftsmodelle.
Was ist die primäre Forschungsfrage?
Die Forschungsfrage lautet, welche ökonomischen Aspekte Sharing-Economy-Plattformen erfolgreich machen und ob Uber und ampido diese erfolgreich umsetzen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es erfolgt eine deskriptive Analyse sowie eine theoretisch fundierte Untersuchung unter Anwendung ökonomischer Theorien (Transaktionskosten nach Coase, Theorie des kollektiven Handelns nach Ostrom) auf die gewählten Praxisbeispiele.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung und eine praktische Analyse der Unternehmen Uber und ampido, inklusive deren Geschäftsmodelle und ökonomischer Erfolgsfaktoren.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zu den prägenden Begriffen zählen Sharing Economy, Transaktionskosten, Intermediär, Netzwerkeffekte und kollaborativer Konsum.
Wie unterscheidet sich ampido von Uber in seiner Ausrichtung?
Während Uber als globaler Player in der Personenbeförderung agiert, ist ampido ein spezialisierter Anbieter für die Vermittlung von privaten Parkplätzen, primär in städtischen Ballungszentren.
Welche Rolle spielt die Technologie bei diesen Plattformen?
Die Technologie fungiert als entscheidender Wettbewerbsvorteil, da sie Prozesse automatisiert, Transaktionskosten senkt, asymmetrische Informationen durch Transparenz beseitigt und sogar physische Barrieren wie Schranken steuern kann.
- Quote paper
- B.A. Justin Priem (Author), 2017, Sharing-Economy. Analyse der Plattformen Uber und ampido mit Berücksichtigung ökonomischer Faktoren, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/366004