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Karl Jaspers und die metaphysische Schuld

Title: Karl Jaspers und die metaphysische Schuld

Term Paper (Advanced seminar) , 2017 , 18 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Christian Risse (Author)

Philosophy - Philosophy of the 20th century

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Summary Excerpt Details

In dieser Arbeit soll Jaspers' Begriff der metaphysischen Schuld näher untersucht und seine Argumentation auf Schlüssigkeit überprüft werden.

Im Jahre 1946 verfasste der Philosoph Karl Jaspers unter dem direkten Einfluss der Zeit des Nationalsozialismus, des verlorenen zweiten Weltkrieges und der folgenden Vorwürfe der Alliierten, wie auch der gesamten Welt „Die Schuldfrage“. In diesem Werk setzt er sich mit den Taten der Nationalsozialisten und der Rolle der deutschen Bevölkerung, nicht nur als aktiv Handelnde, sondern auch mit seiner Verantwortung als Mitwisser, Mitläufer und nur allzu oft schlicht Nicht-Verhinderer der Untaten auseinander. Im Zuge dessen führt Jaspers vier verschiedene Arten von Schuld ein, unter anderem den Begriff der metaphysischen Schuld.

Im Kontext dieses Begriffs argumentiert Jaspers einerseits zum Teil mit explizit religiösen Begriffen, etwa, wenn er als richtende Instanz dieser Schuld Gott angibt, andererseits benutzt er philosophische Begriffe, wie den der Metaphysik. Problematisch werden seine Ausführungen, wenn bei näherer Betrachtung deutlich wird, dass Jaspers religiöse, philosophische und ethische Begriffe zum Teil ohne nähere Erläuterung in verschiedenen Kontexten verwendet und dabei nicht voneinander abgrenzt oder näher definiert. An zahlreichen Stellen erscheint seine Argumentation eher schwach und diffus, dennoch erhebt er den Anspruch mit seinen Ausführungen zur Schuldfrage auch die deutsche Gesellschaft zu einer Reflexion und zu einer Veränderung zu bewegen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Karl Jaspers, seine Philosophie und seine Ansichten zur Metaphysik

3. Metaphysische und andere Arten von Schuld

4. Kritik am Konzept der metaphysischen Schuld

5. Fazit

6. Verwendete Literatur

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das von Karl Jaspers in seinem Werk "Die Schuldfrage" entwickelte Konzept der metaphysischen Schuld. Ziel ist es, die philosophische Fundierung dieses Begriffs zu analysieren, seine innere Schlüssigkeit zu überprüfen und die konzeptionellen Schwächen innerhalb von Jaspers' Argumentation aufzuzeigen.

  • Grundlagen der Philosophie von Karl Jaspers und sein Verständnis von Metaphysik
  • Darstellung der vier von Jaspers definierten Schuldbegriffe (kriminelle, politische, moralische und metaphysische Schuld)
  • Kritische Analyse der metaphysischen Schuld und deren Abgrenzung zu anderen Schuldformen
  • Untersuchung der religiösen Begrifflichkeiten in Jaspers' existentialistischer Philosophie
  • Diskussion der Leistungsfähigkeit einer individualistischen Ethik

Auszug aus dem Buch

Karl Jaspers unterscheidet in vier Schuldbegriffe:

1. Die kriminelle Schuld, die sich ganz klassisch auf konkrete Verbrechen und nachweisbare Gesetzesverstöße richtet und deren bewertende Instanz ein Gericht ist.

2. Die politische Schuld, die vor allem im Handeln von Staatsmännern liegt, die sich aber auch in der Staatsangehörigkeit manifestiert und deren Konsequenzen jeder, der dem jeweiligen Staat angehört zu tragen hat. Die Instanz dieser Schuld ist der Sieger in einem internationalen Konflikt, wobei Jaspers ebenfalls klarstellt, dass dessen Wille idealerweise gewissen natur- und völkerrechtlichen Normen unterworfen ist.

3. Die moralische Schuld, die sich vor allem auf persönliche Handlungen bezieht, die in irgendeiner Art und Weise moralische Standards verletzen, wobei Jaspers aus eindeutig etwa solche einschließt, die vor allem auf einen Befehl hin, etwa im Krieg, ausgeführt worden sind. Die Schuld muss nach Jaspers jeder mit sich allein ausmachen, ihre richtende Instanz ist das eigene Gewissen, allerdings auch die Kommunikation mit anderen nahestehenden Menschen, die dadurch beeinflusst wird.

4. Die metaphysische Schuld, die weit über die juristische, politische und moralische Schuld hinausgeht und mit deren Maßstäben auch nicht zu greifen ist. Jaspers führt aus, dass sich diese moralische Schuld aus einer „Solidarität zwischen Menschen als Menschen“ ergibt die jeden für alles unrecht in der Welt, vor allem das, was man bewusst miterlebt, verantwortlich macht. Menschliche Verhältnisse untereinander bedingen so auch immer eine Schuld, die sich vor allem in einem Spannungsverhältnis zwischen Selbstschutz und einem sich für andere einsetzen ohne auf eventuelle Konsequenzen zu achten, ergibt. Die richtende Instanz für die Metaphysische Schuld ist Jaspers zufolge Gott.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in das Werk "Die Schuldfrage" von Karl Jaspers ein und definiert die Forschungsfrage, welche die Schlüssigkeit des Begriffs der metaphysischen Schuld untersucht.

2. Karl Jaspers, seine Philosophie und seine Ansichten zur Metaphysik: Das Kapitel skizziert die Grundzüge der Jasperschen Philosophie, insbesondere sein Verständnis von Transzendenz, Existenz und dem philosophischen Glauben.

3. Metaphysische und andere Arten von Schuld: Hier werden die vier Schuldbegriffe nach Jaspers systematisch vorgestellt und in den historischen Kontext der Nachkriegszeit eingeordnet.

4. Kritik am Konzept der metaphysischen Schuld: Dieses Kapitel analysiert die begriffliche Unschärfe und die problematische Verwendung religiöser Termini in Jaspers' Konzept, insbesondere im Hinblick auf die Rolle Gottes als richtende Instanz.

5. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse der Untersuchung zusammen und hinterfragt, ob es Jaspers um ein geschlossenes Ethik-System oder primär um einen Appell zur Selbstreflexion ging.

6. Verwendete Literatur: Dieses Verzeichnis listet sämtliche für die Arbeit herangezogenen Quellen und Sekundärliteratur auf.

Schlüsselwörter

Karl Jaspers, Die Schuldfrage, metaphysische Schuld, Existentialismus, Transzendenz, Schuld, moralische Schuld, politische Schuld, Selbstreflexion, Verantwortung, philosophischer Glaube, Ethik, Nationalsozialismus, Gott, Gewissen

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der Untersuchung und kritischen Analyse des Begriffs der "metaphysischen Schuld", den der Philosoph Karl Jaspers in seinem Werk "Die Schuldfrage" nach dem Zweiten Weltkrieg einführte.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die Arbeit deckt die philosophischen Grundlagen von Jaspers, seine Unterteilung der Schuld in vier Kategorien sowie die kritische Reflexion seiner Argumentation im Kontext von Existenz, Religion und Ethik ab.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das primäre Ziel ist es, die Schlüssigkeit der Argumentation von Jaspers in Bezug auf die metaphysische Schuld zu prüfen, da diese oft diffus und begrifflich unscharf erscheint.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine philosophisch-analytische Arbeit, die auf der kritischen Textinterpretation von Jaspers' Hauptwerk sowie der Einbeziehung relevanter Sekundärliteratur basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Jasperschen Philosophie, die Definition der vier Schuldkategorien und eine umfassende Kritik an der begrifflichen und logischen Konsistenz seines Konzepts.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird wesentlich durch Begriffe wie metaphysische Schuld, Existentialismus, Transzendenz, Eigenverantwortung und kritische Selbstreflexion charakterisiert.

Wie unterscheidet Jaspers moralische von metaphysischer Schuld?

Während bei der moralischen Schuld das Gewissen die richtende Instanz ist und die Schuld aus persönlichen Handlungen erwächst, wird die metaphysische Schuld durch eine allgemeine Solidarität unter Menschen begründet, wobei Gott als richtende Instanz fungiert.

Warum wird Jaspers' Konzept der metaphysischen Schuld kritisiert?

Die Kritik entzündet sich primär an der begrifflichen Unschärfe, der widersprüchlichen Verwendung religiöser Begriffe durch einen nicht-religiösen Philosophen sowie der mangelnden praktischen Leistungsfähigkeit der individualistischen Ethik.

Welche Rolle spielt Gott in der Philosophie von Jaspers?

Für Jaspers fungiert Gott als eine transzendente Instanz, die jedoch nicht im Sinne eines traditionellen, institutionellen Religionsglaubens zu verstehen ist, sondern als Teil seines "philosophischen Glaubens" zur Erhellung der Existenz.

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Details

Title
Karl Jaspers und die metaphysische Schuld
College
Ruhr-University of Bochum  (Institut für Philosophie)
Course
Seminar: Schuld für historisches Unrecht
Grade
2,0
Author
Christian Risse (Author)
Publication Year
2017
Pages
18
Catalog Number
V365439
ISBN (eBook)
9783668447035
ISBN (Book)
9783668447042
Language
German
Tags
Karl Jaspers Metaphysische Schuld Moralische Schuld Ethik Holocaust
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Christian Risse (Author), 2017, Karl Jaspers und die metaphysische Schuld, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/365439
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