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Welche Risiken und Chancen bieten Volksentscheide in Deutschland?

Eine Analyse auf Grundlage der Volksabstimmungen zur Hamburger Schulreform, dem Bayrischen Nichtraucherschutzgesetz und dem Tempelhofer Feld in Berlin

Title: Welche Risiken und Chancen bieten Volksentscheide in Deutschland?

Term Paper , 2016 , 20 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Sascha Rogge (Author)

Politics - Basics and General

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Summary Excerpt Details

Diese Arbeit analysiert Volksentscheide zur Hamburger Schulreform, dem Bayrischen Nichtraucherschutzgesetz und zum Tempelhofer Feld in Berlin nach deren Wahlbeteiligung. Dabei wird ein besonderes Augenmerk auf die Bevölkerungsgruppen geworfen, die durch den Ausgang des Volksentscheids primär benachteiligt oder bevorteilt werden. Hierfür werden sowohl aktuelle wissenschaftliche Analysen zur Direkten Demokratie als Literatur benutzt als auch die offiziellen Daten zu den Volksabstimmungen der Bundesländer und deren Sozialberichte. Ebenso wird auf die Chancen und Stärken eingegangen, die sich durch den Einsatz der Direkten Demokratie ergeben können.

Die Direkte Demokratie wird ein immer beliebteres politisches Instrument in ganz Europa. Sie wird als eine Möglichkeit gesehen, der Politikverdrossenheit der Bürger entgegen zu treten und dem Trend der sinkenden Wahlbeteiligung Einhalt zu gebieten. Darüber hinaus soll sie Politik zugänglicher für die Bevölkerung machen, die nun auch über konkrete Fragen entscheiden kann und nicht mehr ihre ganze politische Entscheidungskraft alle vier Jahre einer Partei überträgt. Die Direkte Demokratie soll also im Idealfall die Repräsentative Demokratie ergänzen und so politische Entscheidungen, da wo es geeignet ist, direkt an den Volkswillen binden.

Die gängigste Kritik an der Direkten Demokratie ist, dass der Minderheitenschutz vernachlässigt wird, bzw. gar nicht mehr gegeben ist. Diese Kritik leuchtet in der Tat ein, da es in der Natur der Sache der Direkten Demokratie liegt, dass der Mehrheitswille durchgesetzt wird. Allerdings werden in der Bundesrepublik Minderheitenrechte, zumindest rudimentär, durch das Grundgesetz und einem starken Verfassungsgericht geschützt, so dass minderheitenfeindliche Volksabstimmungen, die gesetzeskonform sind, die Ausnahme bleiben dürften.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Mögliche Schwächen und Stärken der Direkten Demokratie

2.1 Stärken der Direkten Demokratie

2.2 Mögliche Schwächen der Direkten Demokratie

3. Entwicklung der Direkten Demokratie in Hamburg

3.1 Die Entwicklung der Hamburger Schulreform

3.2 Die Volksinitiative „Wir wollen lernen!“

3.3 Das Problem mit der Wahlbeteiligung zur Volksabstimmung

4. Das Bayrische Nichtraucherschutzgesetz

5. Das mangelnde Interesse der Raucher am Volksentscheid

6. Der Berliner Volksentscheid über das Tempelhofer Feld

7. Schlussbetrachtung

8. Bibliographie

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit analysiert die Risiken und Chancen direktdemokratischer Verfahren in Deutschland, wobei der Fokus auf der ungleich verteilten Wahlbeteiligung und der potenziellen Benachteiligung bestimmter Bevölkerungsgruppen liegt. Basierend auf Fallbeispielen aus Hamburg, Bayern und Berlin wird untersucht, inwieweit soziale Faktoren das Abstimmungsverhalten beeinflussen und ob die Direkte Demokratie als faire Ergänzung zur repräsentativen Demokratie fungieren kann.

  • Analyse der direkten Demokratie als Instrument der Bürgerbeteiligung.
  • Untersuchung des Einflusses des sozioökonomischen Status auf die Wahlbeteiligung.
  • Evaluierung der Hamburger Schulreform, des bayrischen Nichtraucherschutzgesetzes und des Berliner Volksentscheids zum Tempelhofer Feld.
  • Diskussion der Gerechtigkeit und Repräsentativität bei Volksabstimmungen.

Auszug aus dem Buch

3.3 Das Problem mit der Wahlbeteiligung zur Volksabstimmung

Es lässt sich im Allgemeinen die Tendenz erkennen, dass in „städtischen Problemgebieten“ die Wahlbeteiligung niedriger ausfällt als in intakten Gebieten. Ein städtisches Problemgebiet zeichnet sich durch eine hohe Bevölkerungsdichte, einen hohen Ausländeranteil, eine hohe Arbeitslosenquote und eine große Anzahl von Singlehaushalten aus.

Des Weiteren lässt sich ein positiver Zusammenhang zwischen den Problemgebieten und dem Bildungsstatus der Bevölkerung herstellen. So haben beispielsweise in dem sog. Problemviertel Jenfeld nur rund 20 Prozent der Bevölkerung ein Abitur oder Fachabitur erworben. Ebenso fiel die Wahlbeteiligung in Jenfeld mit 26,2 Prozent unterdurchschnittlich aus. Auf der anderen Seite des Spektrums liegt der Stadtteil Nienstedten, der mit einem besonders hohen Statusindex ausgezeichnet worden ist. In Nienstedten haben 47,4 Prozent der Bürger ein Abitur oder ein Fachabitur, mit dieser Abiturientenquote liegt der Stadtteil am oberen Ende aller Hamburger Stadtteile. Tatsächlich hat Nienstedten aber auch mit 60,3 Prozent die höchste Wahlbeteiligung überhaupt in Hamburg.

Jenfeld und Nienstedten stellen zwar die Extrempunkte des Zusammenhangs zwischen Bildungsabschluss und Wahlbeteiligung dar, dennoch lässt sich dieser Zusammenhang in allen Stadtteilen Hamburgs mehr oder weniger stark ausgeprägt erkennen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in das Thema Direkte Demokratie in Europa ein und erörtert die Forschungsfrage hinsichtlich der Risiken und Chancen sowie der sozialen Partizipationsunterschiede.

2. Mögliche Schwächen und Stärken der Direkten Demokratie: Dieses Kapitel diskutiert theoretische Vor- und Nachteile sowie die Rolle des Minderheitenschutzes und der demokratischen Kultur.

3. Entwicklung der Direkten Demokratie in Hamburg: Hier wird die Etablierung direktdemokratischer Instrumente in Hamburg nachgezeichnet, inklusive der spezifischen Fallbeispiele zur Schulreform.

4. Das Bayrische Nichtraucherschutzgesetz: Das Kapitel analysiert den Volksentscheid über das Nichtraucherschutzgesetz als Beispiel für eine direkte Korrektur einer gescheiterten parlamentarischen Gesetzgebung.

5. Das mangelnde Interesse der Raucher am Volksentscheid: Hier wird die soziale Selektivität der Wahlbeteiligung bei diesem spezifischen Volksentscheid kritisch beleuchtet.

6. Der Berliner Volksentscheid über das Tempelhofer Feld: Die Auseinandersetzung um das Tempelhofer Feld wird als Beispiel für eine erfolgreiche, wenn auch sozioökonomisch beeinflusste Bürgerinitiative dargestellt.

7. Schlussbetrachtung: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und fordert eine stärkere Auseinandersetzung mit der Förderung der politischen Partizipation.

8. Bibliographie: Dieses Verzeichnis listet die für die Arbeit herangezogene wissenschaftliche Literatur und Datenquellen auf.

Schlüsselwörter

Direkte Demokratie, Wahlbeteiligung, Volksentscheid, Partizipation, Hamburg, Bayern, Berlin, Minderheitenschutz, sozioökonomischer Status, Bildungsniveau, Politische Teilhabe, Repräsentative Demokratie, Schulreform, Nichtraucherschutzgesetz, Tempelhofer Feld.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht das Spannungsfeld zwischen der Einführung direktdemokratischer Instrumente in Deutschland und der damit verbundenen Herausforderung einer ungleich verteilten Wahlbeteiligung.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die Schwerpunkte liegen auf der Analyse von Volksentscheiden, der Partizipationsforschung im Hinblick auf soziale Schichten und der Frage nach der Gerechtigkeit bei Abstimmungsprozessen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, zu analysieren, ob und unter welchen Bedingungen direkte Demokratie als gerechte Ergänzung zur repräsentativen Demokratie dienen kann, ohne bestimmte Bevölkerungsgruppen strukturell zu benachteiligen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine inhaltsanalytische Betrachtung aktueller wissenschaftlicher Literatur sowie eine Auswertung offizieller Daten der Bundesländer zu Wahlergebnissen und Sozialberichten durchgeführt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden drei Fallbeispiele analysiert: die Hamburger Schulreform, das bayrische Nichtraucherschutzgesetz und der Berliner Volksentscheid zum Tempelhofer Feld.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind insbesondere Direkte Demokratie, Wahlbeteiligung, Partizipation, soziale Selektivität und der Einfluss des sozioökonomischen Status auf das Abstimmungsverhalten.

Warum war das Ergebnis des Hamburger Volksentscheids zur Schulreform so umstritten?

Es gab eine deutliche Diskrepanz zwischen der Intention der Reform, bildungsferne Schichten zu unterstützen, und dem Abstimmungsverhalten, bei dem vor allem wohlhabendere Schichten erfolgreich gegen die Reform votierten.

Welche Rolle spielte der sozioökonomische Status beim Volksentscheid zum Tempelhofer Feld?

Obwohl der Status auch hier die Wahlbeteiligung beeinflusste, gilt dieser Fall als Erfolg, da keine gesellschaftliche Gruppe durch das Ergebnis benachteiligt wurde und eine vergleichsweise hohe Beteiligung stattfand.

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Details

Title
Welche Risiken und Chancen bieten Volksentscheide in Deutschland?
Subtitle
Eine Analyse auf Grundlage der Volksabstimmungen zur Hamburger Schulreform, dem Bayrischen Nichtraucherschutzgesetz und dem Tempelhofer Feld in Berlin
College
Free University of Berlin  (Otto-Suhr-Institut)
Grade
1,3
Author
Sascha Rogge (Author)
Publication Year
2016
Pages
20
Catalog Number
V364546
ISBN (eBook)
9783668443952
ISBN (Book)
9783668443969
Language
German
Tags
Direkte Demokratie Volksentscheide
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Sascha Rogge (Author), 2016, Welche Risiken und Chancen bieten Volksentscheide in Deutschland?, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/364546
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