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Menschenrechte in der Flüchtlingsunterkunft. Eine Kurzanalyse für Deutschland

Titel: Menschenrechte in der Flüchtlingsunterkunft. Eine Kurzanalyse für Deutschland

Ausarbeitung , 2017 , 14 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Uta Sandhop (Autor:in)

Soziale Arbeit / Sozialarbeit

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

In dieser Kurzanalyse werden die rechtlichen Rahmenbedingungen im deutschen Grundgesetz beleuchtet, die sich mit Menschenrechten und besonders mit den Rechten und Pflichten von Flüchtlingen befassen. Die Autorin greift bei der Analyse auf ihre praktischen Erfahrungen als Sozialarbeiterin in einer Flüchtlingsunterkunft zurück.

Seit März 2016 arbeite ich in einer Gemeinschaftsunterkunft als Sozialarbeiterin. Das ehemalige Hotel befindet sich in zentraler Lage und beherbergt auf 6 Etagen ca. 360 erwachsene männliche Asylbewerber. Aufgrund aktueller Ereignisse wie Beschwerden von Asylbewerbern bezüglich des rauen Umgangstons des Hotelmanagements als Reaktion auf die Bedürfnisse der Bewohner, stelle ich mich der Frage nach Wertschätzung und Menschenwürde. Das möchte ich mit den Menschenrechten an einigen Beispielen näher erläutern und mit praktischen Beispielen unterlegen.
Fragen und Widersprüche werden deutlich und zeigen den Graben zwischen Ist und Soll. Wie groß oft die täglich empfundene Not die Menschen in der Unterkunft quält – die Frage von außen nach Recht und Unrecht in der Gemeinschaftsunterkunft und die Suche nach der eigenen Haltung im Einklang mit Profession, Trägerinteresse und ressourcenorientiertem Handeln der Stadt – bewegt mich, die Menschenrechte näher zu untersuchen. Wo steht denn da der Ausländer, der Flüchtling, der Asylbewerber, der Fremde in einem fremden System, das auch von den professionellen Akteuren hohes Fachwissen und Kompetenz abverlangt? Welche Erwartungen kann der Asylbewerber haben? Welche Menschenrechte sind fragwürdig umgesetzt? Menschenrechte im Großen formuliert und bekannt, scheinen selbst deutsche Verhältnisse nicht im Geringsten selbstverständlich in der Umsetzung, wenn es um Details und die Würde geht.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einstieg

2 Problemaufriss – Fragestellung: Menschenrechte in der Flüchtlingsunterkunft

3 Menschenrechte – grober Umriss

4 Artikel 13 – Freizügigkeit und Auswanderungsfreiheit

5 Artikel 14 – Das Recht auf Asyl

6 Artikel 15 – Das Recht auf Staatsangehörigkeit

7 Artikel 3 – Das Recht auf Leben und Freiheit

8 Artikel 18 – Das Recht auf Gedanken-, Gewissens- und Religionsfreiheit

9 Artikel 22 – Das Recht auf soziale Sicherheit

10 Artikel 23 – Das Recht auf Arbeit und gleichen Lohn

11 Artikel 26 – Das Recht auf Bildung

12 Artikel 29 – Grundpflichten

13 Artikel 27 – Das Recht auf die Freiheit des Kulturlebens

14 Definition: Flüchtling

15 Kontrolle

16 Erkenntnisse

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Kurzanalyse untersucht die praktische Umsetzung und Einhaltung von Menschenrechten in der spezifischen Umgebung einer Flüchtlingsunterkunft. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, wie das Spannungsfeld zwischen professioneller Sozialarbeit, behördlichen Vorgaben und der individuellen Würde der Asylbewerber unter Berücksichtigung rechtlicher Rahmenbedingungen bewertet werden kann.

  • Analyse ausgewählter Artikel der UN-Menschenrechtsresolution im Kontext der Flüchtlingsunterkunft.
  • Gegenüberstellung von rechtlichem Anspruch und der praktischen Realität in der Unterkunft.
  • Untersuchung der Herausforderungen für Sozialarbeiter in einem komplexen regulatorischen System.
  • Bewertung von Integrationsmaßnahmen und der Einhaltung von Grundpflichten.
  • Diskussion der Diskrepanz zwischen Unterbringungssituation und menschenwürdigen Lebensbedingungen.

Auszug aus dem Buch

4 Artikel 13 – Freizügigkeit und Auswanderungsfreiheit

„1. Jeder hat das Recht, sich innerhalb eines Staates frei zu bewegen und seinen Aufenthaltsort frei zu wählen.“5

Ein großer offensichtlicher Widerspruch zu diesem Recht ist die Residenzpflicht, die die Wohnsitznahme festlegt, gemäß § 12a Aufenthaltsgesetz.6 In dieser Residenzpflicht wird durch die Ausländerbehörde der Asylbewerber während des Asylverfahrens an einen Ort gebunden. Der Asylbewerber bekommt einen Wohnort zugewiesen. Das Gesetz wird durch die Landeshauptstadt umgesetzt durch die Verschriftlichung in der Aufenthaltsgestattung, dem mitzuführenden Ausweisersatzpapier und dem Sozialamt, das für die örtliche Zuweisung und die Kostenerstattung und Versorgung im gesundheitlichen Bereich zuständig ist. Der Asylbewerber kann mittels Antrag auf Umverteilung den Wohnort nach Bewilligung wechseln, diese Anträge werden aber immer negativ beschieden, als Argument wird während des Asylverfahrens auf selbiges verwiesen und die Gestattung der Umverteilung deshalb abgelehnt oder es wird auf die Beendigung des Asylverfahrens hingewiesen und die Residenzpflicht unterstrichen. Innerhalb eines Bundeslandes ist die Umverteilung eher möglich, da die Erstzuweisung des Asylbewerbers ursprünglich auf den Königsteiner Schlüssel zurückzuführen ist. Dieses völlig veraltete System ermöglicht es kaum, in einen anderen Ort zu wechseln. Dem Asylbewerber wird praktisch sehr oft verwehrt, mit seiner Familie zusammen zu kommen, die oft unterschiedlichen Orten zugewiesen wurden. Das ergibt sich oft aus unterschiedlichen Nachnamen und falsch transkribierten Namen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einstieg: Die Autorin beschreibt ihre Tätigkeit als Sozialarbeiterin in einer großen Gemeinschaftsunterkunft und gibt einen Einblick in die Organisationsstruktur vor Ort.

2 Problemaufriss – Fragestellung: Menschenrechte in der Flüchtlingsunterkunft: Die Einleitung beleuchtet das Spannungsfeld zwischen dem professionellen Handeln der Sozialarbeit und den Herausforderungen durch Beschwerden und rechtliche Fragestellungen.

3 Menschenrechte – grober Umriss: Dieses Kapitel verortet die Arbeit im Rahmen der UN-Resolution 217 A (III) und definiert den Geltungsbereich der Menschenrechte.

4 Artikel 13 – Freizügigkeit und Auswanderungsfreiheit: Die Autorin setzt sich kritisch mit der Residenzpflicht auseinander, die das Recht auf freie Wahl des Aufenthaltsorts einschränkt.

5 Artikel 14 – Das Recht auf Asyl: Hier wird der Prozess der Asylentscheidung durch das BAMF erläutert und die Komplexität der verschiedenen Ausgangsszenarien aufgezeigt.

6 Artikel 15 – Das Recht auf Staatsangehörigkeit: Es wird die Problematik gefälschter Herkunftsangaben und die Relevanz der Staatsangehörigkeit im Asylverfahren erörtert.

7 Artikel 3 – Das Recht auf Leben und Freiheit: Das Kapitel kritisiert die mangelnden Mindeststandards und die einschränkenden Sicherheitskontrollen in der Unterkunft.

8 Artikel 18 – Das Recht auf Gedanken-, Gewissens- und Religionsfreiheit: Die Umsetzung religiöser Rechte wird beleuchtet, ebenso wie die Konflikte zwischen Bewohnern verschiedener Glaubensrichtungen.

9 Artikel 22 – Das Recht auf soziale Sicherheit: Es erfolgt eine Auseinandersetzung mit der materiellen Versorgung nach dem AsylbLG und der Forderung nach einer soziokulturellen Teilhabe.

10 Artikel 23 – Das Recht auf Arbeit und gleichen Lohn: Dieses Kapitel diskutiert die Hürden beim Marktzugang, das Arbeitsverbot und die Problematik von prekären Beschäftigungsverhältnissen.

11 Artikel 26 – Das Recht auf Bildung: Die Autorin beschreibt die Sprachförderprogramme und die Herausforderungen bei der Anerkennung von Bildungsabschlüssen.

12 Artikel 29 – Grundpflichten: Hier werden die Pflichten der Bewohner gegenüber der Gesellschaft und die Auswirkungen von Delikten auf das Asylverfahren thematisiert.

13 Artikel 27 – Das Recht auf die Freiheit des Kulturlebens: Es wird aufgezeigt, welche sozioökonomischen Faktoren die Teilhabe am kulturellen Leben für Asylbewerber erschweren.

14 Definition: Flüchtling: Das Kapitel präzisiert den offiziellen Flüchtlingsstatus gemäß internationalem Abkommen im Abgleich mit der Bezeichnung Asylbewerber.

15 Kontrolle: Es wird diskutiert, welche Mechanismen und Akteure die Einhaltung von Standards in der Unterbringung überwachen.

16 Erkenntnisse: Die Autorin reflektiert ihre Rolle als Sozialarbeiterin im Dreifachmandat und fordert eine differenzierte Betrachtung bei der Integration.

Schlüsselwörter

Menschenrechte, Asylbewerber, Flüchtlingsunterkunft, Sozialarbeit, Residenzpflicht, Asylverfahren, BAMF, Integration, Grundgesetz, soziale Sicherheit, Arbeitsmarktzugang, Bildung, Religionsfreiheit, Rechtsstaatlichkeit, Unterbringung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Einhaltung und praktische Umsetzung von Menschenrechten im Alltag von Bewohnern einer Gemeinschaftsunterkunft für Asylbewerber aus der Sicht einer Sozialarbeiterin.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die Schwerpunkte liegen auf der Analyse ausgewählter Artikel der UN-Menschenrechtsresolution und deren Bezug zur deutschen Gesetzgebung, wie dem Asylgesetz und dem Aufenthaltsgesetz.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die zentrale Frage ist, wie sich das Spannungsfeld zwischen professioneller Sozialarbeit, hoheitlichen Vorgaben und der Wahrung der Menschenwürde in der Praxis der Flüchtlingsunterkunft gestaltet.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Es handelt sich um eine Kurzanalyse, die auf der persönlichen Berufserfahrung der Autorin in einer Gemeinschaftsunterkunft und dem Abgleich mit rechtlichen Rahmenbedingungen und einschlägiger Gesetzgebung basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung spezifischer Artikel der Menschenrechtsresolution (wie Freizügigkeit, Asylrecht, Bildung, soziale Sicherheit) und stellt diese der täglichen Realität in einer Unterkunft gegenüber.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Publikation?

Die zentralen Begriffe sind Menschenrechte, Asylverfahren, soziale Arbeit, Unterbringung, Integration, Residenzpflicht und Rechtsstaatlichkeit.

Wie wirkt sich die Residenzpflicht auf das Leben der Asylbewerber aus?

Die Autorin stellt fest, dass die Residenzpflicht das Recht auf freie Bewegung einschränkt, Familienzusammenführungen erschwert und ein veraltetes System darstellt, das die persönliche Flexibilität stark begrenzt.

Warum wird die Situation in der Gemeinschaftsunterkunft kritisiert?

Kritikpunkte sind unter anderem die fehlenden Mindeststandards, die mangelnde Privatsphäre durch Mehrbettzimmer sowie die Sicherheitsvorkehrungen, die das Leben in der Unterkunft für viele Bewohner als einschränkend und wenig menschenwürdig erscheinen lassen.

Ende der Leseprobe aus 14 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Menschenrechte in der Flüchtlingsunterkunft. Eine Kurzanalyse für Deutschland
Hochschule
Hochschule Mittweida (FH)
Note
1,3
Autor
Uta Sandhop (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2017
Seiten
14
Katalognummer
V359162
ISBN (eBook)
9783668435353
ISBN (Buch)
9783668435360
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Flüchtling Migration Menschenrechte Asyl Flüchtlingsunterkunft
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Uta Sandhop (Autor:in), 2017, Menschenrechte in der Flüchtlingsunterkunft. Eine Kurzanalyse für Deutschland, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/359162
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Leseprobe aus  14  Seiten
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