Bei Betrachtung wissenschaftlicher Kommunikationsstudien, zeigt sich, dass lediglich ca. 20% des gesprochenen Inhalts zu uns durchdringt. Den Rest bildet zu geringem Anteil unsere Stimmlage/Betonung sowie größtenteils unsere Körpersprache (Haltung, Gestik, Mimik). Im weiteren Verlauf dieser Arbeit möchte ich, ausgehend von einer selbst gehaltenen
Stunde zur Lerneinheit Hörverstehen, deren Bedeutung genauer erläutern. Vorab aber alle Rahmenbedingen unter welchen dieses Lernen statt fand.
Inhaltsverzeichnis
Einleitung
Schulsituation – institutionelle Bedingungen
Zusammensetzung der Klasse 8
Sachanalyse
Hören
Einordnung in den Bildungsplan
Kompetenzen
Didaktische Analyse
Didaktische Reduktion
Ausgangslage des Unterrichts
Methodische Erörterung
Reflexion
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit befasst sich mit der Konzeption und Durchführung einer Unterrichtssequenz zum Thema Hörverstehen. Ziel ist es, die didaktische Notwendigkeit der Förderung von Hörkompetenzen bei Schülern der 8. Klasse zu verdeutlichen und methodische Ansätze für einen abwechslungsreichen und zielgerichteten Deutschunterricht in diesem Bereich aufzuzeigen.
- Bedeutung des Hörverstehens im Kontext des Spracherwerbs
- Analyse der schulinternen Rahmenbedingungen und Schülerschaft
- Didaktische Reduktion komplexer Inhalte für den Unterricht
- Methodische Gestaltung einer Unterrichtseinheit zum Thema "Biotonne"
- Reflexion über den Lernerfolg und die Schülerbeteiligung
Auszug aus dem Buch
Sachanalyse
Das Hörverstehen gehört zu der Basis allen Verstehens und ist somit ein unumgänglicher Bestandteil eines jeden Unterrichts. Das bietet schon Grund genug, um diesen Lerngegenstand analytisch zu untersuchen.
Interaktion und Kommunikation, und somit das Verstehen sprachlicher Äußerungen wird hauptsächlich durch Sprache erlangt. Nach dem Krieg war das Zuhören in den Lehrplänen als ein Teil der Sprecherziehung fest verankert. Aber auch heute noch, gehört das Zuhören neben der instrumentellen Funktion und Aufgabe beim Spracherwerb und der Sprecherziehung, zu den Bildungsstandards und ist ein eigener Kompetenzbereich.
Zuhören bildet das Gegenstück zum Sprechen, weshalb diese eine untrennbare Einheit bilden. Das Zuhören ist daher Voraussetzung und Thema bei den Sprechwissenschaften und in der Sprecherziehung. Hierbei werden vor allem die Zusammenhänge von Denken und Sprechen, Denken und Zuhören dargestellt und untersucht. Während Kinder in Vor- und Grundschulalter noch oft im Rahmen einer ästhetischen Erziehung, die ausgeprägte Kultur des Vorlesens, oder Anhörens von Hörspielen in verschiedener medialer Form erleben, lässt dies mit dem Eintritt in die Sekundarstufe I oft nach. Von hieran wird das Zuhören eher zu einem natürlichen, eigentlich schon selbstverständlichen Akt, welcher nur in wenigen Situationen bewusst wahrgenommen wird. Durch den veränderten Medienkonsum kann zudem die Schwierigkeit auftreten, dass einseitige Wahrnehmungs- und Bewegungsmuster zu einer fehlenden Konzentrationsfähigkeit führen und den SuS somit in seiner kognitiven Fähigkeit einschränken.
Zusammenfassung der Kapitel
Einleitung: Es wird die fundamentale Bedeutung des Zuhörens für die zwischenmenschliche Interaktion und den schulischen Erfolg erörtert.
Schulsituation – institutionelle Bedingungen: Dieser Abschnitt beschreibt die Rahmenbedingungen der Schule sowie die Zusammensetzung und das Lernverhalten der Klasse 8.
Sachanalyse: Es erfolgt eine theoretische Fundierung des Hörverstehens als zentraler Bestandteil des Spracherwerbs und als Kompetenzbereich im Bildungsplan.
Didaktische Analyse: Hier wird begründet, wie das Thema Hörkompetenz aufbereitet werden muss, um den heterogenen Lernvoraussetzungen der Schüler gerecht zu werden.
Methodische Erörterung: Es wird der konkrete Plan der Unterrichtsstunde zur Einführung der Biotonne dargelegt, inklusive der gewählten Übungsformate.
Reflexion: Die Autorin bewertet den tatsächlichen Verlauf der Unterrichtsstunde und reflektiert die Effektivität der gewählten Lehrmethoden.
Schlüsselwörter
Hörverstehen, Zuhören, Deutschunterricht, Didaktische Reduktion, Bildungsplan, Kompetenzentwicklung, Unterrichtsentwurf, Medienkonsum, Konzentrationsfähigkeit, Biotonne, Sekundarstufe, Kommunikation, Hörkompetenz, Schülersituation, Unterrichtsreflexion
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit der didaktischen Planung und praktischen Erprobung einer Unterrichtssequenz zur Förderung der Hörkompetenz im Deutschunterricht der 8. Klasse.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Zu den zentralen Themen gehören die theoretische Einordnung des Hörverstehens, die schulinternen Rahmenbedingungen, die didaktische Reduktion von Inhalten sowie die methodische Umsetzung in einer Unterrichtssequenz.
Was ist das primäre Ziel der Unterrichtseinheit?
Das Ziel ist es, die Schüler gezielt darin zu schulen, Informationen aus gesprochenen Texten (in diesem Fall zum Thema Biotonne) zu filtern, zu notieren und inhaltlich wiederzugeben.
Welche wissenschaftliche Methode wird zur Analyse verwendet?
Die Autorin nutzt eine Kombination aus fachwissenschaftlicher Theoriearbeit zum Thema "Zuhören" und einer empirischen Reflexion der eigenen Unterrichtspraxis.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine Sachanalyse des Hörbegriffs, eine didaktische Begründung der Unterrichtsinhalte und eine methodische Erörterung des Stundenverlaufs.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit lässt sich maßgeblich über die Begriffe Hörverstehen, Didaktische Reduktion, Kompetenzentwicklung und Unterrichtsmethodik definieren.
Wie wurde das Thema "Biotonne" didaktisch in die Unterrichtsstunde eingebettet?
Das Thema diente als alltagsnaher Informationstext, um die Schüler zur aktiven Informationsentnahme und anschließenden Diskussion zu motivieren.
Zu welchem Schluss kommt die Autorin bei der Reflexion?
Die Autorin stellt fest, dass die Thematik trotz anfänglicher Bedenken auf großes Interesse bei den Schülern stieß und die methodische Abwechslung zu guten Lernergebnissen führte.
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- Ilona Goedel (Author), 2015, Die Bedeutung des Hörverstehen. Unterrichtsstunde für eine 8. Klasse, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/358951