Die Bedürfnisse der Gesellschaft rücken derzeit zunehmend in den Vordergrund, was sich deutlich durch die Forschungstheorie Uses & Gratifications Approach, die bereits seit den 1970ern besteht, zeigt. Hierbei treten drei wesentliche Aspekte in den Vordergrund: der Rezipient ist erstens aktiv und hat demnach die Möglichkeit, aus dem Medienangebot frei zu wählen, zweitens wählt er, um seine Bedürfnisse zu befriedigen, und drittens ist seine Mediennutzung „interpretatives soziales Handeln“.
Wie sehr sich diese Erkenntnisse auf die aktuelle Zeit übertragen, wird in vielen Medienbereichen deutlich. So werden im Bereich Fernsehen Zufriedenheitsbefragungen durchgeführt und im virtuellen Bereich Nutzeranpassungen vollzogen. Diese Forschungstheorie findet ebenso Anwendung im Event-Bereich. Der Fokus liegt hierbei meist auf der Forschung im Bereich Event-Marketing. Allerdings soll die vorliegende Arbeit Anlass dazu geben, an die Wurzeln eines Events zu greifen.
Im Zusammenhang mit der Forschungstheorie soll geprüft werden, welche Rolle die Multisensualität bei einem Event spielt. Auf dieser Basis ergeben sich folgende untersuchungsleitende Forschungsfragen: F1: Findet eine grundsätzliche Beeinflussung der Sinne untereinander statt? F2: Kann ein Stimulus die Wirkung eines weiteren Stimulus verstärken oder abschwächen?
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
1.1 Problemstellung
1.1 Stand der Forschung
1.2 Aufbau der Arbeit
2. Event
3. Multisensuales Event
3.1 Visuell
3.2 Auditiv
3.3 Gustatorisch
3.4 Olfaktorisch
3.5 Taktil
4. Methode und Operationalisierung
4.1 Methodenwahl
4.2 Einzelfallanalyse – Methodenvorstellung
4.3 Leitfadeninterview – Methodenvorstellung
4.4 Operationalisierung
5. Untersuchungsgegenstand
5.1 Szenario
5.2 Pink Floyd (The Floyd)
5.2.1 Pink Floyd – The Wall (Album)
5.2.2 Pink Floyd – The Wall (Film)
5.3 Planetarium
5.4 Starlight Productions
5.5 Rezipientenauswahl
5.5.1 Rezipient 1 – Einzelfallanalyse
5.5.2 Rezipient 2 – Leitfadeninterview
6. Einzelfallanalyse
6.1 Ergebnisdarstellung
6.2 Interpretation
7. Leitfadeninterview
7.1 Ergebnisdarstellung
7.2 Interpretation
8. Bewertung der Ergebnisse
9. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht die Rolle der Multisensualität bei Events und prüft anhand der 360-Grad-Multimedia-Choreographie von Pink Floyds "The Wall", ob eine erhöhte Ansprache der menschlichen Sinne zu einer intensiveren Erlebniseinstufung führt.
- Multisensualität als Wirkungsfaktor bei Veranstaltungen
- Event-Marketing und die Bedeutung der Sinneswahrnehmung
- Analyse des Untersuchungsgegenstands "The Wall" im Planetarium
- Methodische Untersuchung durch Einzelfallanalyse und Leitfadeninterview
- Evaluation der subjektiven Rezipientenwahrnehmung
Auszug aus dem Buch
1.1 Problemstellung
Die Bedürfnisse der Gesellschaft rücken derzeit zunehmend in den Vordergrund, was sich deutlich durch die Forschungstheorie Uses & Gratifications Approach, die bereits seit den 1970ern besteht, zeigt. Hierbei treten drei wesentliche Aspekte in den Vordergrund: der Rezipient ist erstens aktiv und hat demnach die Möglichkeit aus dem Medienangebot frei zu wählen, zweitens wählt er um seine Bedürfnisse zu befriedigen und drittens ist seine Mediennutzung „interpretatives soziales Handeln“ (Hugger, 2008, S. 174). Wie sehr sich diese Erkenntnisse auf die aktuelle Zeit übertragen, wird in vielen Medienbereichen deutlich. So werden im Bereich Fernsehen Zufriedenheitsbefragungen durchgeführt und im virtuellen Bereich Nutzeranpassungen vollzogen. Diese Forschungstheorie findet ebenso Anwendung im Event-Bereich. Der Fokus liegt hierbei meist auf der Forschung im Bereich Event-Marketing (Bruhn & Hadwich, 2012). Allerdings soll die vorliegende Arbeit Anlass dazu geben an die Wurzeln eines Events zu greifen. Im Zusammenhang mit der Forschungstheorie soll geprüft werden, welche Rolle die Multisensualität bei einem Event spielt. Auf dieser Basis ergeben sich folgende untersuchungsleitende Forschungsfragen:
F1: Findet eine grundsätzliche Beeinflussung der Sinne untereinander statt?
F2: Kann ein Stimulus die Wirkung eines weiteren Stimulus verstärken oder abschwächen?
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Einführung in die Problematik der multisensualen Eventgestaltung unter Einbeziehung des Uses & Gratifications Approach sowie Definition der Forschungsfragen.
2. Event: Abgrenzung und Definition des Eventbegriffs unter Berücksichtigung verschiedener fachlicher Perspektiven.
3. Multisensuales Event: Theoretische Grundlagen der Multisensualität und Untersuchung der Rolle einzelner Sinne wie Visuell, Auditiv, Gustatorisch, Olfaktorisch und Taktil.
4. Methode und Operationalisierung: Vorstellung der methodischen Vorgehensweise, bestehend aus Einzelfallanalyse und Leitfadeninterview, sowie Definition der Hypothesen.
5. Untersuchungsgegenstand: Beschreibung des konkreten Events im Planetarium Berlin, der Band Pink Floyd, der Hintergrundgeschichte von "The Wall" sowie der Auswahl der Testpersonen.
6. Einzelfallanalyse: Darstellung und Interpretation der Wahrnehmungsergebnisse der ersten Testperson während der 360-Grad-Choreographie.
7. Leitfadeninterview: Auswertung und Interpretation des Interviews mit der zweiten Testperson zur kritischen Reflexion des Events.
8. Bewertung der Ergebnisse: Synthese der gewonnenen Erkenntnisse und Reflexion der subjektiven Unterschiede zwischen den Testpersonen.
9. Fazit: Zusammenfassende Beantwortung der Forschungsfragen und Ausblick auf künftige Forschungsansätze.
Schlüsselwörter
Multisensualität, Eventmanagement, Event-Marketing, Pink Floyd, The Wall, Wahrnehmungspsychologie, Einzelfallanalyse, Leitfadeninterview, Sinneswahrnehmung, 360-Grad-Choreographie, Starlight Productions, Mediennutzung, Rezipientenanalyse, Emotionalität, Eventforschung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Seminararbeit untersucht, wie Multisensualität bei Veranstaltungen wahrgenommen wird und welche Rolle die Ansprache verschiedener Sinne für das Erleben eines Events spielt.
Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?
Die Themen umfassen Event-Marketing, Wahrnehmungspsychologie, theoretische Grundlagen der Multisensualität sowie die praktische Analyse von Event-Inszenierungen.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, anhand der Hypothese zu prüfen, ob ein intensiveres Erlebnis durch die Ansprache mehrerer Sinne bei einem Event erreicht werden kann.
Welche wissenschaftlichen Methoden kommen zum Einsatz?
Die Arbeit nutzt einen qualitativen Forschungsansatz bestehend aus einer Einzelfallanalyse und einem leitfadengeführten Interview mit zwei unterschiedlichen Rezipienten.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, die Vorstellung des Untersuchungsgegenstandes (Pink Floyd "The Wall" im Planetarium) und die detaillierte Auswertung der empirischen Daten.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zu den wichtigsten Begriffen gehören Multisensualität, Eventmanagement, Wahrnehmung, Rezipientenverhalten und Event-Marketing.
Wie beeinflusst das Vorwissen der Rezipienten die Wahrnehmung?
Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass die Vorkenntnisse über die Band und das Konzept von "The Wall" einen starken Einfluss darauf haben, ob die Visualisierung als passend oder als ablenkend empfunden wird.
Welche Rolle spielt die Technik bei der Bewertung?
Die Qualität der Visualisierung und der Technik (wie Lautstärkesprünge oder Bildfehler) wird von den Rezipienten kritisch bewertet und direkt mit der Gesamtzufriedenheit verknüpft.
- Quote paper
- Franziska Stegemann (Author), 2016, Multisensuales Event. Pink Floyd "The Wall", Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/358691