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Politischer Antisemitismus im 19. und 20. Jahrhundert. Eine Zusammenfassung der politischen Entwicklungen

Title: Politischer Antisemitismus im 19. und 20. Jahrhundert. Eine Zusammenfassung der politischen Entwicklungen

Essay , 2010 , 10 Pages , Grade: bestanden

Autor:in: Stefan Roggenkamp (Author)

Social Work

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Dieser Essay stellt eine Zusammenfassung des politischen Geschehens zum genannten Thema dar und wurde im Rahmen des Grundlagenseminar "Einführung in die Politikwissenschaft" verfasst.

Der Begriff „Antisemitismus“ wird heutzutage als Vorgeschichte der nationalsozialistischen Angriffe gegenüber Juden angesehen, was ohne Zweifel korrekt ist, dennoch liegen die Wurzeln in der Entwicklung antisemitischen Denkens und Handelns bereits im frühen Mittelalter. Antisemitismus als Begriff entstand Mitte der 1870er Jahre aus einer judenfeindlichen Bewegung wegen einer ökonomischen und politischen Krise des deutschen Kaiserreiches.

Antisemitismus bezeichnet die sozioökonomische, ethnisch-nationalistische und rassistische Judenfeindschaft, die sich durch offene Beleidigungen, verbale und physische Gewalt sowie Angriffe auszeichnet und die Kommunikation zwischen Nichtjuden über Vorurteile, angebliche Eigenschaften, Absichten oder Handlungen mit einschließt, die dazu führen, Juden als Gesamtheit auszuschließen, zu verfolgen und zu vernichten. Abzugrenzen vom Begriff des Antisemitismus ist der Begriff Antijudaismus, der ausschließlich die religiöse und christliche Judenfeindschaft bezeichnet. Heute spielt der Begriff Antijudaismus in Deutschland nur noch eine kleine Rolle und ist hauptsächlich auf Internetseiten christlicher Sekten zu finden; dennoch ist der Begriff wichtig für die Entwicklung des Antisemitismus in seiner aktuellen Form. Um den Begriff Antisemitismus in einfachen Worten zu beschreiben: „Antisemitismus ist Feindschaft gegen Juden als Juden“, allerdings nicht wegen ihrer jüdischen Religionszugehörigkeit.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Der Begriff „Antisemitismus“

2. Antisemitismus im 19. und 20. Jahrhundert

2.1. Der Wandel zum modernen Antisemitismus

2.2. Politischer Antisemitismus und Parteien

2.3. Antisemitismus in der Weimarer Republik und im Nationalsozialismus

2.4. Antisemitismus in der Bundesrepublik Deutschland

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die historische Entwicklung des Antisemitismus in Deutschland vom 19. Jahrhundert bis zur späten Bundesrepublik, mit besonderem Fokus auf den Wandel von religiös motivierter Judenfeindschaft hin zu einer rassistisch geprägten Ideologie und deren politische Instrumentalisierung.

  • Definition und Abgrenzung des Antisemitismus-Begriffs
  • Die Transformation vom Antijudaismus zum modernen Rassenantisemitismus
  • Die Rolle politischer Organisationen und Parteien bei der Verbreitung antisemitischer Ideologien
  • Die Auswirkungen des Nationalsozialismus und der ideologische Weg zum Völkermord
  • Nachkriegsentwicklung, Entnazifizierung und der Rückgang antisemitischer Einstellungen in der Bundesrepublik

Auszug aus dem Buch

Der politische Antisemitismus als Ideologieform

Der politische Antisemitismus als Ideologieform ist verbunden mit sozialer und wirtschaftlicher Bedeutung von Juden, sowie daraus entstandene Vorurteile. Juden gelten als homogene Gesamtheit mit einflussreicher sozialer Macht, deren gemeinsamen Handeln politische Ziele verfolgt, wie die Herrschaft im jeweiligen Land, bzw. der ganzen Welt. Demzufolge wird die Schuldzuweisung für politische Umbrüche wie Kriegen, Revolutionen und Wirtschaftskrisen auf die jüdische Gemeinschaft gelegt. Bereits im Mittelalter entstand der Gedanke, Juden würden Brunnen vergiften, um dadurch Menschen zu vergiften. Die Vorurteile gegenüber Juden traten erstmals im 19. Jahrhundert in systematischer Form auf, als ihnen vorgeworfen wurde, sich mit Freimaurern zusammen geschlossen zu haben, um gegen die Sozialordnung zu agieren. Weiter entwickelte sich der politische Antisemitismus im 20. Jahrhundert zu der Vorstellung der „jüdischen Weltverschwörung“, der Grundgedanke des nationalsozialistischen Denkens war.

Auch aktuell lässt sich der politische Antisemitismus wieder erkennen. Nach 1948 stieg die Aufmerksamkeit der „jüdischen Weltverschwörung“ in arabischen Ländern, die durch das Überleben des Staates Israel im Krieg bestärkt wurde. In der westlichen Welt findet diese Art des politischen Antisemitismus große Aufmerksamkeit bei Rechtsextremisten, da eine große Verbindung zum Nationalsozialismus erkennbar ist.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Der Begriff „Antisemitismus“: Dieses Kapitel definiert den Antisemitismus-Begriff, grenzt ihn vom religiösen Antijudaismus ab und erläutert seine historischen Wurzeln sowie die sozioökonomischen Hintergründe seiner Entstehung.

2. Antisemitismus im 19. und 20. Jahrhundert: Dieser Abschnitt analysiert die Chronologie der Judenfeindschaft von der Emanzipationszeit über die Radikalisierung im Kaiserreich und der Weimarer Republik bis hin zum systematischen Völkermord und der anschließenden Aufarbeitung in der Bundesrepublik.

Schlüsselwörter

Antisemitismus, Antijudaismus, Rassenantisemitismus, Nationalsozialismus, Judenfrage, Weltverschwörung, Emanzipation, Kaiserreich, Weimarer Republik, Bundesrepublik, Rassismus, Diskriminierung, Ideologie, Vorurteile, Entnazifizierung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der historischen Genese und dem ideologischen Wandel des Antisemitismus in Deutschland vom 19. Jahrhundert bis zum Ende des 20. Jahrhunderts.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind der Übergang vom religiös begründeten Antijudaismus zum modernen Rassenantisemitismus, die Rolle politischer Parteien als Multiplikatoren sowie die staatliche Aufarbeitung nach 1945.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie antisemitische Vorurteile instrumentalisiert wurden, um politische Krisen zu deuten und gesellschaftliche Umbrüche zu legitimieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine fundierte Literaturanalyse und historische Aufarbeitung bestehender wissenschaftlicher Studien zur Antisemitismusforschung.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung des Begriffsverständnisses, der Entwicklung der Ideologie vor 1945 sowie der gesellschaftlichen Einstellung zur Judenfrage in der Nachkriegszeit.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Schlagworte sind Antisemitismus, Rassenlehre, Ideologie, Nationalsozialismus, Diskriminierung und gesellschaftlicher Wandel.

Welche Rolle spielte der sogenannte „Gründerkrach“ für den Antisemitismus?

Die wirtschaftliche Krise des Kaiserreichs diente als Katalysator, um den Antisemitismus gezielt gegen den Liberalismus zu instrumentalisieren und jüdische Mitbürger als Sündenböcke für ökonomische Nöte darzustellen.

Warum ging nach 1945 der Antisemitismus nur langsam zurück?

Der langsame Rückgang ist primär darauf zurückzuführen, dass antisemitische Denkmuster tief in der im Krieg sozialisierten Generation verankert waren und erst durch Bildungsmaßnahmen und einen generellen Wertewandel über Jahrzehnte hinweg an politischer Relevanz verloren.

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Details

Title
Politischer Antisemitismus im 19. und 20. Jahrhundert. Eine Zusammenfassung der politischen Entwicklungen
College
University of Applied Sciences Düsseldorf
Course
Einführung in die Politikwissenschaft
Grade
bestanden
Author
Stefan Roggenkamp (Author)
Publication Year
2010
Pages
10
Catalog Number
V357286
ISBN (eBook)
9783668429574
ISBN (Book)
9783668429581
Language
German
Tags
politischer antisemitismus jahrhundert eine zusammenfassung entwicklungen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Stefan Roggenkamp (Author), 2010, Politischer Antisemitismus im 19. und 20. Jahrhundert. Eine Zusammenfassung der politischen Entwicklungen, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/357286
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