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Die Sakralität der Person als Gegenstand moderner Religion

Eine Anthropologisierung des Religionsbegriffes nach Émile Durkheim

Title: Die Sakralität der Person als Gegenstand moderner Religion

Essay , 2016 , 6 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Maximilian Bekmann (Author)

Theology - Miscellaneous

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Summary Excerpt Details

Das Zeitalter der Aufklärung war unter anderem vor allem gekennzeichnet durch eine anthropologische Wende im philosophischen Denken. Der Mensch als Person und seine Vernunft trat in das Zentrum des Denkens und Suchens nach Erkenntnis und Wahrheit. Damit einher geht eine kritische Einstellung, die daraus hinausläuft, alles in Frage zu stellen, was einer rationalen Prüfung durch die Vernunft nicht standhält. Dadurch sollte durch Kritik an abergläubischen Meinungen und Dogmen dem religiösen Fanatismus entgegengewirkt und die Toleranz gefördert werden. Dies geschah auf der Basis von bestimmten Zurückführungen von Ansichten auf die ihnen je zugrundeliegenden Interessen und deren Gegenüberstellungen zum vernünftigen, mathematisch-naturwissenschaftlichen Denken. Damit einher geht so zu sagen auch eine Rationalisierung der Religion. [...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Die Sakralität der Person als Gegenstand moderner Religion

1.1 Eine Anthropologisierung des Religionsbegriffes nach Émile Durkheim

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die theoretische Konzeption der „Sakralität der Person“ im Denken von Émile Durkheim. Dabei wird analysiert, wie ein moderner Religionsbegriff, der den Menschen als sakrales Objekt betrachtet, einen Beitrag zur Humanisierung und zum Schutz der Menschenwürde leisten kann, indem er als säkulare Alternative zu dogmatischen Ideologien fungiert.

  • Religionskritik und die anthropologische Wende
  • Ludwig Feuerbachs Projektionstheorie und das Selbstbild des Menschen
  • Émile Durkheims Konzept des moralischen Individualismus
  • Die Unterscheidung zwischen Individuum und Person
  • Religion als soziales System der Verehrung von Werten
  • Das Potenzial einer „Religion der Humanität“ gegen Fundamentalismus

Auszug aus dem Buch

Die Sakralität der Person

Der Begriff der Person als Objekt sakraler Verehrung grenzt sich vom „Individuum“ dadurch ab, dass er nicht als Gegenbegriff zur universalen Gemeinschaft verwendet werden kann.

Die Person enthält in ihrem Wesen gemeinschaftliche Elemente und weist auf die notwendige Sozialität des Individuums hin. Dadurch kommt der Person ein besonderer Wert zu. Im Glauben an die Menschenrechte vollzieht sich eine Sakralisierung der Person, sie wird heilig. Dabei handelt es sich bei der Sakralität der Person wirklich um einen Glauben, der dem Gottes-Glauben gleichbedeutend ist. In der Unterscheidung von Person und Individuum kommt der autonome Wert dieses Glaubens zum Tragen, der auf das soziale Band der Menschen hin ausgerichtet ist und so eben nicht zu einem egoistischen „Kult des Individuums“ werden kann. Die Triebfeder für einen solchen Glauben ist nicht etwa ein Kreisen um das eigene Ich, sondern vielmehr eine größere Leidenschaft für alle menschlichen Lebensvollzüge. Das bedeutet konkret ein größeres Einfühlungsvermögen und Mitleid für alle Sorgen, Probleme, Schmerzen und menschlichen Tragödien. Damit verbunden ist dann ein umso größerer Drang, diese Dinge zu bekämpfen und sich ganz entschieden für die Humanität und damit auch für die Rechte des Menschen einzusetzen. Daher kommt der Sakralität der Person eine sozial-integrative Wirkung zu. Der besonders pragmatische Ansatz dieser „religion de l´humanité“, wie Durkheim sie auch nennt, steht einem utilitaristischen Verständnis traditioneller Religionen gegenüber. Damit hat er in erster Linie die Funktion von Religion als Garantie für soziale Harmonie im Blick. So verstandene Religiosität würde nur einem bestimmten Zweck dienen und hätte demnach keinen letztbegründenden Wert in sich selbst.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Die Sakralität der Person als Gegenstand moderner Religion: Diese Einleitung führt in das Spannungsfeld zwischen Religionskritik, moderner Vernunft und dem Bedürfnis nach einem neuen Religionsverständnis ein, das die Menschenwürde in den Mittelpunkt stellt.

1.1 Eine Anthropologisierung des Religionsbegriffes nach Émile Durkheim: Dieser Abschnitt analysiert Durkheims Theorie der Sakralisierung der Person als Gegenentwurf zum egoistischen Individualismus und als Chance für eine säkulare, humanistische Ethik.

Schlüsselwörter

Sakralität der Person, Émile Durkheim, Religionskritik, Anthropologie, Menschenwürde, moralischer Individualismus, Religion der Humanität, Säkularisation, Ludwig Feuerbach, Fundamentalismus, soziale Integration, Menschenrechte, Heiliges, Religionsbegriff, Humanisierung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, wie der Begriff der Person in der modernen Zeit durch ein Konzept der Sakralität aufgewertet werden kann, um als Grundlage für menschliches Zusammenleben und Menschenrechte zu dienen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind das Verhältnis von Religion und Säkularisierung, die Abgrenzung von Individuum und Person sowie die Bedeutung der Menschenwürde als „sakrales“ Gut in einer modernen Gesellschaft.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, den Religionsbegriff nach Émile Durkheim so zu anthropologisieren, dass er auch ohne transzendenten Bezug soziale Harmonie und Humanität stiften kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine soziologisch-philosophische Analyse, basierend auf den Theorien von Émile Durkheim, unter Einbeziehung der Religionskritik von Ludwig Feuerbach.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Unterscheidung zwischen dem destruktiven Kult des Individuums und dem moralischen Individualismus, der die Person als soziales, sakrales Wesen begreift.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Sakralität der Person, moralischer Individualismus, Menschenwürde, Religion der Humanität und soziale Integration.

Warum unterscheidet Durkheim zwischen Individuum und Person?

Die Unterscheidung dient dazu, den egoistischen Individualismus vom moralischen Individualismus abzugrenzen, der das soziale Band zwischen Menschen betont.

Inwiefern kann das Konzept gegen Fundamentalismus helfen?

Indem der Mensch und seine Würde ins Zentrum rücken, wird die Ideologiebildung durch exklusive religiöse Dogmen untergraben und stattdessen eine inklusive, humanistische Basis geschaffen.

Welche Rolle spielt das Christentum in dieser Theorie?

Durkheim sieht im Christentum einen historischen Vorgriff auf seine „Religion der Humanität“, erkennt jedoch die Notwendigkeit, dieses System durch eine moderne, säkulare Definition von Heiligkeit zu ersetzen.

Was bedeutet „Sakralität der Person“ im Alltag?

Es bedeutet ein gesteigertes Einfühlungsvermögen und Mitleid für das Leiden anderer, verbunden mit dem konkreten Einsatz für die Rechte und die Würde jedes einzelnen Menschen.

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Details

Title
Die Sakralität der Person als Gegenstand moderner Religion
Subtitle
Eine Anthropologisierung des Religionsbegriffes nach Émile Durkheim
College
University of Salzburg  (Katholisch-Theologische Fakultät)
Course
Seminar: Dogmatische Wissensformen
Grade
1,0
Author
Maximilian Bekmann (Author)
Publication Year
2016
Pages
6
Catalog Number
V356786
ISBN (eBook)
9783668425538
ISBN (Book)
9783668425545
Language
German
Tags
Sakralität der Person Würde des Menschen Anthropologie
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Maximilian Bekmann (Author), 2016, Die Sakralität der Person als Gegenstand moderner Religion, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/356786
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