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Chancengleichheit in der Bildung? Bourdieus "Illusion der Chancengleichheit"

Title: Chancengleichheit in der Bildung? Bourdieus "Illusion der Chancengleichheit"

Term Paper , 2014 , 20 Pages , Grade: 2,3

Autor:in: Karla Weiler (Author)

Sociology - Social System and Social Structure

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Summary Excerpt Details

In der Arbeit werden die theoretischen Annahmen Bourdieus zum Thema Chancengleichheit in der Bildung betrachtet. Es wird versucht, anhand der wichtigsten Forschungsergebnisse aufzuzeigen, wie Chancenungleichheiten im Bildungssystem entstehen.

Zunächst werden die zentralen, kulturtheoretischen Konzepte von Bourdieus Theorie, wie Habitus, Kapital und Feld, vorgestellt. Danach werden Erklärungsversuche für die Chancenungleichheit, basierend auf Bourdieus Konzept der kulturellen Reproduktion und seiner Illusion der Chancengleichheit, dargestellt. Zuletzt wird anhand der PISA-Studie 2001 der Zusammenhang von Bildungschancen und sozialer Herkunft fokussiert und überprüft, ob Bourdieus Ansatz für eine plausible Erklärung der Bildungsungleichheiten herangezogen werden konnte. Abschließend wird dann festgehalten, wie Chancenungleichheiten entstehen und mit Bourdieu begründet werden können und was Gegenstand einer an Bourdieu angelehnten lösungsorientierten Forschung sein kann.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Bourdieus Theorie sozialer Ungleichheit - zentrale Aspekte

2.1 Habitus

2.2 Soziale Felder

2.3 Kapital

3 Illusion der Chancengleichheit

3.1 Bildungsexpansion

3.2 Chancengleichheit – Chancenungleichheit

3.3 Kulturelle Passung

3.4 PISA Studien und Bezüge zu Bourdieu

4 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht theoretische Annahmen von Pierre Bourdieu zum Thema Chancengleichheit in der Bildung, um die Entstehungsmechanismen von Bildungsungleichheiten kritisch zu analysieren und deren Illusion aufzudecken.

  • Grundbegriffe der Bourdieuschen Soziologie: Habitus, Kapital und soziales Feld
  • Die Funktion des Bildungssystems als Instrument sozialer Reproduktion
  • Das Konzept der "kulturellen Passung" als Bindeglied zwischen sozialer Klasse und Schule
  • Kritische Auseinandersetzung mit der PISA-Studie unter Rückgriff auf Bourdieu

Auszug aus dem Buch

3.2 Chancengleichheit – Chancenungleichheit

Bourdieu und Passeron untersuchten in ihrer Studie von 1961/1962 den gesamten Auslesemechanismus im französischen Bildungswesen. Sie ermittelten dabei die Wahrscheinlichkeit für einen Hochschulbesuch in Abhängigkeit vom Beruf der Eltern. Dabei zeigte sich deutlich, dass die Chancen der unterprivilegierten Schichten auf den Besuch einer Hochschule minimal (unter 5 Prozent) betragen. Für Kinder der oberen Klassen liegen die Chancen bei 60 Prozent. Diese klassenbezogenen Chancen für einen Hochschulbesuch sind ein klarer Indikator für Ungleichheit im Bildungssystem. Hinzu kommen noch diverse interne Auslese- und Verdrängungsmechanismen bezüglich der Länge der Studienzeit, des Geschlechts oder der Wahl des Studienfachs.

Bourdieu und Passeron haben mit der Bezugnahme von Bildungssystem und sozialen Klassen herausgefunden, dass das Bildungssystem vorherrschende Ungleichheiten besonders gut verfestigen und konservieren kann.

„Das Bildungswesen hat die geheime Funktion, die Gesellschaftsordnung zugleich zu perpetuieren und zu legitimieren, es perpetuiert sie um so wirksamer gerade dadurch, dass seine konservative Funktion unter einem ideologischen Selbstverständnis verborgen ist.“ (Bourdieu/Passeron 1971:16)

Grundlegend für die Untersuchung ist die Erkenntnis, dass Teilhabe an Bildung von der Zugehörigkeit zu den sozialen Klassen abhängt. Bildungsferne Schichten haben der Untersuchung zufolge eine viel geringere Chance ein Hochschulstudium zu beginnen und werden bereits in der Schule einem latenten Ausleseprozess unterworfen. Bourdieu und Passeron fragen genau hier nach den verborgenen Mechanismen dieser Selektion. Ein erster Befund kann nun über den Zusammenhang von Bildungschancen und Bildungserwartung hergestellt werden. Aufgrund der in den niedrigen sozialen Klassen vorherrschenden Bildungserwartung werden bestimmte höhere Bildungsabschlüsse gar nicht erst in Betracht gezogen. Vielfach wird das Studium

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problemstellung der Bildungsungleichheit ein und skizziert den theoretischen Ansatz von Pierre Bourdieu zur Analyse dieses Phänomens.

2 Bourdieus Theorie sozialer Ungleichheit - zentrale Aspekte: Das Kapitel erläutert die fundamentalen Konzepte Habitus, Soziale Felder und Kapital, welche das Fundament für Bourdieus soziologische Analyse bilden.

3 Illusion der Chancengleichheit: In diesem Hauptteil wird dargelegt, wie das Bildungssystem durch Mechanismen wie die Bildungsexpansion und kulturelle Passung bestehende soziale Ungleichheiten eher reproduziert als abzubauen.

4 Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Erkenntnisse zusammen und betont die Notwendigkeit einer reflexiven Pädagogik, um die Reproduktion sozialer Ungleichheit im Bildungssystem zu durchbrechen.

Schlüsselwörter

Pierre Bourdieu, Bildungschancen, soziale Ungleichheit, Habitus, kulturelles Kapital, soziale Felder, Illusion der Chancengleichheit, Bildungsungleichheit, Reproduktion, PISA-Studie, Selektion, kulturelle Passung, Bildungsabschluss, Klassenlage, soziale Herkunft.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, warum Chancengleichheit im Bildungssystem oft eine Illusion bleibt und welche Rolle soziale Herkunft und kulturelle Bedingungen dabei spielen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die zentralen Felder umfassen die Bourdieusche Theorie (Habitus, Kapital, soziale Felder) sowie deren Anwendung auf das moderne Bildungssystem und die empirische Bildungspraxis.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, die verborgenen Mechanismen und Selektionsprozesse im Bildungswesen aufzudecken, die dazu führen, dass trotz formaler Chancengleichheit weiterhin soziale Unterschiede reproduziert werden.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die Bourdieus soziologische Konzepte auf den Diskurs der Bildungsungleichheit anwendet und bestehende Studien, wie die PISA-Ergebnisse, kritisch reflektiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert die theoretischen Grundlagen des Habitus und Kapitals und untersucht, wie diese in Kombination mit dem Konzept der "kulturellen Passung" den Bildungserfolg maßgeblich beeinflussen.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie soziale Reproduktion, Habitus-Bildung, Kapitalarten (ökonomisch, kulturell, sozial, symbolisch) und die Kritik an der Bildungsexpansion.

Wie erklärt Bourdieu den Zusammenhang zwischen Bildungserfolg und sozialer Herkunft?

Bourdieu argumentiert, dass der Erfolg in der Schule stark vom bereits im Elternhaus erworbenen kulturellen Kapital abhängt, welches als "natürliche Begabung" missverstanden wird.

Welche Rolle spielt das Konzept der "kulturellen Passung" bei der Bildungsselektion?

Die kulturelle Passung beschreibt, wie das Bildungssystem Werte und Sprachcodes bevorzugt, die Kindern aus privilegierten Familien vertraut sind, während sie Kindern aus bildungsfernen Schichten den Zugang erschweren.

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Details

Title
Chancengleichheit in der Bildung? Bourdieus "Illusion der Chancengleichheit"
College
University of Hagen
Grade
2,3
Author
Karla Weiler (Author)
Publication Year
2014
Pages
20
Catalog Number
V356688
ISBN (eBook)
9783668424883
ISBN (Book)
9783668424890
Language
German
Tags
chancengleichheit bildung bourdieus illusion Bourdieu Benachteiligung Berufsausbildung Ungleichheit Deutschland
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Karla Weiler (Author), 2014, Chancengleichheit in der Bildung? Bourdieus "Illusion der Chancengleichheit", Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/356688
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