Hausarbeiten logo
Shop
Shop
Tutorials
De En
Shop
Tutorials
  • How to find your topic
  • How to research effectively
  • How to structure an academic paper
  • How to cite correctly
  • How to format in Word
Trends
FAQ
Zur Shop-Startseite › Geschichte Deutschlands - Nationalsozialismus, Zweiter Weltkrieg

Die Charismatisierung Goebbels‘ als Motiv für seine Bindung an Hitler

Titel: Die Charismatisierung Goebbels‘ als Motiv für seine Bindung an Hitler

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2013 , 20 Seiten , Note: 2,3

Autor:in: Julia Sonne (Autor:in)

Geschichte Deutschlands - Nationalsozialismus, Zweiter Weltkrieg

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Goebbels‘ Wirken war auch deshalb möglich, weil die Inhalte seiner Propaganda mit seiner eigenen Ideologie übereinstimmten. Betrachtet man allerdings die frühe Biographie Goebbels‘, so scheinen sein Eintritt in die NSDAP und die besondere Fixierung auf Hitler unabsehbar.

Bis zu seiner Hinwendung zum Nationalsozialismus im Alter von 27 Jahren, hatte sich Goebbels nahezu gar nicht für Politik interessiert, den Ersten Weltkrieg etwa verfolgte er nur ganz am Rande. Er selbst sah sich als Künstler, Konzeptionen bezüglich Verfassung, Staatslehre oder politischer Philosophie besaß er nicht. Zudem fand er in der Arbeit für Gregor Strasser zu Anfang seiner politischen Karriere seine Tendenz zum linken Sozialismus, der einen scharfen Gegensatz zu Hitlers Kurs bildete, bestätigt. Aus der Folgenschwere seiner Entscheidung trotzdem ganz im Dienste Hitlers zu arbeiten ergibt sich daher die Notwendigkeit andere Ursachen für seine Entscheidung zu finden und zu erforschen.

Inwiefern das Verhältnis, das Goebbels zu Hitler entwickelte, Folge einer Charismatisierung durch Hitler gewesen sein könnte, ist Ziel dieser Arbeit.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Tagebücher als Quelle für den Untersuchungsgegenstand

3. Arbeitsdefinitionen „Charisma“ und „Charismatisierung“

4. Die Charismatisierung Goebbels‘ durch Hitler

4.1 Die biographischen Voraussetzungen

4.2 Hitler als Projektionsfläche für Goebbels‘ Vorstellung vom Führer aus der Krise

4.3 Der Stellenwert der Interaktionen mit Hitler

4.4 Die Bewährung Hitlers in Goebbels‘ Krise

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Verhältnis von Joseph Goebbels zu Adolf Hitler unter der Fragestellung, inwiefern Goebbels’ Bindung an Hitler als Folge einer Charismatisierung durch Letzteren verstanden werden kann und welche Rolle dies für seine politische Karriere sowie seine persönliche psychologische Stabilität spielte.

  • Charismatisierungsprozesse nach Max Weber
  • Die Funktion von Goebbels’ Tagebüchern als historische Quelle
  • Narzisstische Persönlichkeitsstrukturen und Projektionsbedürfnisse
  • Die Rolle der Krise als Voraussetzung für charismatische Bindungen
  • Die Bedeutung der Interaktion für die Aufrechterhaltung der Führerbindung

Auszug aus dem Buch

4.2 Hitler als Projektionsfläche für Goebbels‘ Vorstellung vom Führer aus der Krise

Auf der Gauführertagung der NSDAP am 12. Juli 1925 traf Goebbels Hitler das erste Mal persönlich. Tagebucheintragungen zwischen dem 9. Juni 1925 und dem 12. August 1925 liegen bis jetzt noch nicht vor, sodass sich seine unmittelbare Reaktion auf ihn nicht rekonstruieren lässt. Die Zeit danach war von wachsender Begeisterung für Hitler geprägt, ohne dass Goebbels ihn bereits gewiss als Führer wahrnahm. Vielmehr beschäftigte ihn noch die Frage, ob er „der Christus, oder nur der Johannes?“ sei. Damit fragte er sich, ob Hitler der gottgesandte Erlöser, auf den er bereits wartete, für ihn sein konnte oder eben doch nur sein Verkünder war. Im November sah er Hitlers Rolle bereits klar:

Alles hat dieser Mann, um König zu sein. Der geborene Volkstribun. Der kommende Diktator.

Indem Goebbels Hitler als Diktator sehen wollte, drückte er seine Bereitschaft sich ihm unterzuordnen unmissverständlich aus. Im Frühjahr 1926 wollte er sich selbst als „Apostel und Prediger“ sehen und fügte hinzu: „Ich beginne wieder zu glauben!“ Damit treten nicht nur erneut Goebbels‘ Unterordnung und seine religiösen Implikationen in seinem Führerbild hervor. Er sah sich hier auch auf dem Weg aus einem Teilbereich seiner persönlichen Krise, seiner Glaubenskrise. Hitlers Funktion innerhalb der Krise Goebbels‘ wird in 4.3 noch näher betrachtet werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit führt in die Fragestellung ein, wie Joseph Goebbels als Reichspropagandaleiter eine charismatisch motivierte Bindung zu Adolf Hitler entwickelte und welche Bedeutung diese für das NS-Regime hatte.

2. Die Tagebücher als Quelle für den Untersuchungsgegenstand: Es wird die Eignung und Intention der Tagebücher von Goebbels als zentrales Quellenmaterial kritisch analysiert, insbesondere hinsichtlich der Narration des Selbstbildes.

3. Arbeitsdefinitionen „Charisma“ und „Charismatisierung“: Basierend auf Max Weber wird der theoretische Rahmen definiert, um Charismatisierung als psychologischen Prozess der Projektion und Anerkennung zu bestimmen.

4. Die Charismatisierung Goebbels‘ durch Hitler: Dieses Kernkapitel untersucht anhand biographischer Faktoren, der Krisensituation Goebbels', der Interaktionen und der Spiegelung eigener Bedürfnisse in Hitler den Prozess der Charismatisierung.

5. Fazit: Die Arbeit fasst zusammen, dass die Bindung Goebbels’ an Hitler alle Kriterien einer charismatisch motivierten Unterordnung erfüllte, begünstigt durch Goebbels' narzisstische Persönlichkeitsstörung und seine Suche nach einer Erlösung aus seiner persönlichen Krise.

Schlüsselwörter

Nationalsozialismus, Joseph Goebbels, Adolf Hitler, Charisma, Charismatisierung, Führerkult, Tagebücher, Narzissmus, Identitätskrise, Führer-Mythos, Politische Psychologie, Ideologie, Propaganda, Unterordnung, Krisenbewältigung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit primär?

Die Arbeit analysiert die psychologischen und ideologischen Ursachen für die radikale Bindung von Joseph Goebbels an Adolf Hitler und untersucht diese unter dem Aspekt der Charismatisierung.

Welche zentralen Themenfelder stehen im Mittelpunkt der Untersuchung?

Im Zentrum stehen die Konzepte von Charisma, das Krisenbewusstsein von Goebbels, die Funktion von Tagebuchaufzeichnungen als Selbstzeugnisse sowie die Rolle narzisstischer Bedürfnisse bei der politischen Radikalisierung.

Was ist die primäre Forschungsfrage der Arbeit?

Die zentrale Frage ist, inwiefern Goebbels’ Verhältnis zu Hitler als direkte Folge einer Charismatisierung durch den "Führer" verstanden werden kann und welche Motive dies im Kontext von Goebbels’ persönlicher Krise hatte.

Welche wissenschaftliche Methode wird in dieser Arbeit verwendet?

Die Autorin/der Autor nutzt eine quellenkritische Analyse der persönlichen Tagebücher von Joseph Goebbels, ergänzt um moderne biographische Forschung und soziologische Theorien zum Charismabegriff nach Max Weber.

Was wird im umfangreichen Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Quellenkritik, die theoretische Definition von Charisma und eine detaillierte Untersuchung des Charismatisierungsprozesses, inklusive der biographischen Voraussetzungen Goebbels’ sowie der Bedeutung persönlicher Interaktionen mit Hitler.

Welche Begriffe charakterisieren diese Arbeit maßgeblich?

Wichtige Begriffe sind insbesondere die Charismatisierung, das narzisstische Spiegelungsbedürfnis, die Führersehnsucht und die religiös konnotierte Sprache im Kontext politischer Ideologie.

Welche Rolle spielt die "Glaubenskrise" von Goebbels in dieser Analyse?

Die Arbeit zeigt auf, dass Goebbels' persönliche Krise und sein Bedürfnis nach Erlösung Hitler als idealen Projektionspunkt erscheinen ließen, wobei Hitler die Rolle eines "prophetischen Erlösers" einnahm.

Wie bewertet der Autor die Veränderung der Tagebuch-Intention im Laufe der Jahre?

Die Arbeit stellt fest, dass sich der Zweck der Tagebuchführung von einer intimen Selbstanalyse hin zu einem kalkulierten Selbstbild für die Nachwelt wandelte, was bei der quellenkritischen Analyse berücksichtigt wird.

Warum war die Interaktion zwischen Hitler und Goebbels so entscheidend für die Bindung?

Die regelmäßigen privaten Interaktionen und das Lob Hitlers befriedigten Goebbels’ narzisstisches Bedürfnis nach Anerkennung, was die Bindung langfristig festigte und eine kritische Auseinandersetzung verhinderte.

Ende der Leseprobe aus 20 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Charismatisierung Goebbels‘ als Motiv für seine Bindung an Hitler
Hochschule
Universität zu Köln  (Historisches Institut)
Veranstaltung
Hauptseminar: Charismatische Bewegungen und Führerkulte im 20. Jahrhundert
Note
2,3
Autor
Julia Sonne (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2013
Seiten
20
Katalognummer
V356611
ISBN (eBook)
9783668423817
ISBN (Buch)
9783668423824
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Hitler Adolf Hitler Goebbels Joseph Goebbels Charisma Charismatisierung Tagebücher Tagebuch Führerkult charismatischer Führer Goebbels Tagebücher
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Julia Sonne (Autor:in), 2013, Die Charismatisierung Goebbels‘ als Motiv für seine Bindung an Hitler, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/356611
Blick ins Buch
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
Leseprobe aus  20  Seiten
Hausarbeiten logo
  • Facebook
  • Instagram
  • TikTok
  • Shop
  • Tutorials
  • FAQ
  • Zahlung & Versand
  • Über uns
  • Contact
  • Datenschutz
  • AGB
  • Impressum