Diese Arbeit wird sich mit dem Fragebogen als Erhebungsinstrument befassen und die Konstruktion von ebendiesem erläutern. Die Regeln zur Formulierung der einzelnen Fragen sowie die äußere Gestaltung, also die Form des Fragebogens, wird im Folgenden näher erläutert, sowie die Auswirkungen eben dieser auf die Ergebnisse. Anschließend werden die vorgestellten Wegweiser auf ein konkretes Beispiel angewandt, um sie zu verdeutlichen.
Der gesamte Forschungsprozess unterteilt sich in mehrere Schritte, die nacheinander abgearbeitet werden müssen. Selbstverständlich gibt es nicht den Forschungsprozess, der unumstritten eingehalten werden muss, sondern viele verschiedene Prozesse, die sich in einzelnen Feinheiten unterscheiden. Im folgenden Abschnitt bezieht sich die Autorin auf den „Fahrplan zum Forschungsprojekt“, welcher sich in 12 Einzelschritte untergliedert. Welches Forschungsdesign, also ob sich der Forschungsprozess quantitativer oder qualitativer Methoden bedient, wird bereits im zweiten Schritt entschieden. Erst danach wird überhaupt die konkrete Hypothese formuliert. Da sich diese Arbeit mit der Konstruktion von Fragen und Antworten im Fragebogen auseinandersetzt, müssen an dieser Stelle einige Schritte übersprungen werden. Welches Erhebungsinstrument genutzt werden soll und welches Instrument in Bezug zur Forschungsfrage überhaupt Sinn ergibt, wird im sechsten Schritt geklärt. Dabei muss man sich immer die Frage stellen, was überhaupt machbar ist und was sich im eigenen speziellen Fall am sinnvollsten herausstellt. Im achten Schritt folgt die konkrete Entwicklung des im sechsten Schritt gewählten Erhebungsinstrumentes. Dabei geht es darum, das entsprechende Instrument vollends zu gestalten und so für die kommende Forschung bereitzustellen.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Fragebogenkonstruktion
2.1 Die 10 Gebote der Frageformulierung
2.2 Form des Fragebogens
2.3 Möglichkeiten bei der Antwortgestaltung
3. Anwendung an realem Fragebogen
4. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht die theoretischen Grundlagen der Fragebogenkonstruktion unter Berücksichtigung wissenschaftlicher Standards und wendet diese Erkenntnisse kritisch auf einen realen Fragebogen an, um die Auswirkungen von Regelkonformität auf die Datenqualität zu analysieren.
- Methoden der quantitativen Sozialforschung
- Die „10 Gebote“ der Frageformulierung nach Rolf Porst
- Typologie von Fragebögen und Antwortkategorien
- Praktische Evaluation des ALLBUS-Fragebogens 2008
- Analyse der Reliabilität und Validität durch Fragegestaltung
Auszug aus dem Buch
2.1 Die 10 Gebote der Frageformulierung
In dieser Arbeit gehen wir nun also davon aus, dass im zweiten Schritt die Wahl des Forschungsdesigns auf die quantitative Sozialforschung fiel und im sechsten Schritt als Erhebungsinstrument die schriftliche Befragung als sinnvoll erachtet wurde. Der achte Schritt, also die Entwicklung eben dieses Fragebogens wird in dieser Arbeit beschrieben. Welche Möglichkeiten bieten sich, welche Entscheidungen müssen auf dem Weg zum fertigen Fragebogen getroffen werden, welche Regeln müssen möglicherweise eingehalten werden und welche Auswirkungen auf die Forschungsergebnisse hat eine Nichteinhaltung dieser Regeln? Auf diese und noch weitere Aspekte wird im kommenden Teil eingegangen. Das ganze wird mit einem konkreten Beispiel unterfüttert, nämlich einem real existierenden Fragebogen aus dem ALLBUS 2008. Zunächst werde ich auf den allgemeinen Ablauf und Aufbau bei der Konstruktion von Fragen im Fragebogen eingehen, danach auf die Möglichkeiten die sich bei Antwortkategorien, Antwortskalen, etc. bieten und anhand des Beispiels aufzeigen wie gewisse Regeln gemeint sein können, oder auch eben nicht gemeint sein könnten. Im Anschluss daran werde ich beschreiben wie sich die Nichteinhaltung bestimmter Regeln möglicherweise auf die Ergebnisse der gesamten Forschung auswirken kann.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Einführung in die quantitative Sozialforschung und Abgrenzung zu qualitativen Methoden sowie Vorstellung der Relevanz der Fragebogenkonstruktion.
2. Fragebogenkonstruktion: Detaillierte Darstellung der „10 Gebote“ der Frageformulierung, der verschiedenen Fragetypen und der Möglichkeiten bei der Antwortgestaltung.
3. Anwendung an realem Fragebogen: Praktische Überprüfung ausgewählter Fragen aus dem ALLBUS 2008 anhand der zuvor definierten theoretischen Qualitätskriterien.
4. Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Fragebogenkonstruktion und Reflexion über die Durchführbarkeit der theoretischen Gebote in der Forschungspraxis.
Schlüsselwörter
Sozialforschung, Fragebogenkonstruktion, Quantitative Methode, Frageformulierung, ALLBUS, Datenerhebung, Antwortkategorien, Operationalisierung, Forschungsdesign, Validität, Reliabilität, Befragung, Skalierung, Fragebogendesign, Sozialwissenschaften
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit der methodisch korrekten Konstruktion von Fragebögen in der quantitativen Sozialforschung.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen sind die Regeln der Frageformulierung (die „10 Gebote“), die Dramaturgie eines Fragebogens und die Gestaltung von Antwortmöglichkeiten.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie sich die Einhaltung oder Nichteinhaltung von Fragebogen-Regeln auf die Qualität der erhobenen Forschungsergebnisse auswirkt.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wird eine theoretische Fundierung durch Literaturrecherche vorgenommen, die anschließend in einer Fallstudie am ALLBUS-Fragebogen 2008 angewandt wird.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Erläuterung der Konstruktionsregeln und die anschließende kritische Analyse von konkreten Fragen aus dem ALLBUS-Datensatz.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die wichtigsten Begriffe sind Fragebogenkonstruktion, quantitative Sozialforschung, Frageformulierung und methodische Fehleranalyse.
Warum spielt das 8. Gebot laut der Autorin eine so wichtige Rolle?
Das Gebot, disjunkte und erschöpfende Antwortkategorien zu verwenden, ist essentiell, damit jeder Befragte eine für ihn passende Antwort findet, ohne dass Verzerrungen durch Überschneidungen entstehen.
Wie bewertet die Autorin den Umgang mit heiklen Fragen?
Heikle Fragen wie die Einkommensabfrage werden positiv bewertet, sofern sie durch angemessene Anonymitätshinweise ergänzt werden, um die Antwortbereitschaft zu erhöhen.
- Quote paper
- Tanja Heckl (Author), 2014, Beeinflussen Einhaltung und Nicht-Einhaltung bestimmter Kriterien die Ergebnisse? Konstruktion eines Fragebogens, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/356561