Das Ziel dieser Arbeit ist es, den Einfluss kultureller Rahmenbedingungen und deren Berücksichtigung im Controlling aufzuzeigen. Ebenfalls sollen Möglichkeiten zur Vermeidung bzw. zur Reduktion von kulturellen Einflüssen auf Seiten des Controllings dargestellt und erläutert werden.
Die Arbeit besteht aus fünf Kapiteln. Das erste Kapitel beinhaltet eine Einleitung, welche den Leser zur Thematik der Arbeit hinführen soll. Des Weiteren werden die Problemstellung und Zielsetzung sowie der Aufbau der Arbeit aufgezeigt. Im zweiten Kapitel werden die für den weiteren Verlauf der Arbeit benötigten theoretischen Grundlagen bezüglich der Begrifflichkeit internationales Unternehmen vermittelt. Dementsprechend wird eine an das Untersuchungsobjekt dieser Arbeit angepasste Definition gegeben, die verschiedenen Arten der Internationalisierung sowie deren Ziele aufgeführt und näher beleuchtet. Anschließend wird im dritten Kapitel auf die theoretischen Grundlagen des internationalen Controllings eingegangen, welche von besonderer Bedeutung für das Verständnis des Lesers in Bezug auf den weiteren Verlauf der Arbeit sind. Dies erfolgt indem nach einer allgemeinen Definition die Aufgaben und Ziele sowie ausgewählte Instrumente des Controllings auf allgemeiner bzw. nationaler Basis an einen internationalen Kontext angepasst werden. Daran anknüpfend soll im vierten Kapitel auf die kulturellen Divergenzen, also die kulturellen Einflüsse auf das Controlling sowie deren Berücksichtigung und Beseitigung bzw. Reduktion, eingegangen werden. Im Zuge dessen wird zunächst die Notwendigkeit eines interkulturellen Controllings erläutert. Darauf folgend werden die Begrifflichkeiten Kultur und Kulturelemente definiert, um dem Leser ein hintergründiges Verständnis zu ermöglichen. Im nächsten Schritt werden die Kulturdimensionen Hofstedes dargestellt und deren Einfluss auf das internationale Controlling erläutert. Darauf aufbauend wird gezeigt, wie Kultur allgemein im Controlling zu berücksichtigen ist, und abschließend, wie dies konkret anhand verschiedener Maßnahmen möglich ist. Den Abschluss der Arbeit bildet das fünfte Kapitel, in welchem das Erarbeitete zusammengefasst und ein Ausblick gegeben wird.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Theoretische Grundlagen des internationalen Unternehmens
2.1 Begriffsklärung internationales Unternehmen
2.2 Internationalisierungsgrade
2.3 Ziele der Internationalisierung
3 Theoretische Grundlagen des internationalen Controllings
3.1 Begriffsklärung Controlling
3.2 Ziele und Aufgaben des nationalen Controllings
3.2.1 Ziele und Aufgaben auf strategischer Ebene
3.2.2 Ziele und Aufgaben auf operativer Ebene
3.3 Ziele und Aufgaben des internationalen Controllings
3.3.1 Ziele und Aufgaben auf strategischer Ebene
3.3.2 Ziele und Aufgaben auf operativer Ebene
3.4 Ausgewählte Controlling-Instrumente und deren Anpassung an das internationale Controlling
3.4.1 Kennzahlen und Kennzahlensysteme
3.4.2 Anpassung der Kennzahlen und Kennzahlensysteme an das internationale Controlling
3.4.3 Balanced Scorecard
3.4.4 Anpassung der Balanced Scorecard an das internationale Controlling
3.4.5 Budgetierung
3.4.6 Anpassung der Budgetierung an das internationale Controlling
4 Einfluss und Berücksichtigung von Kultur im internationalen Controlling
4.1 Notwendigkeit eines interkulturellen Controllings
4.2 Begriffsklärung Kultur und Kulturelemente
4.3 Kulturdimensionen nach Hofstede und deren Einfluss auf das internationale Controlling
4.3.1 Machtdistanz
4.3.2 Individualismus versus Kollektivismus
4.3.3 Maskulinität versus Feminität
4.3.4 Unsicherheitsvermeidung
4.3.5 Konfuzianische Dynamik
4.4 Berücksichtigung von Kultur im Controlling
4.5 Maßnahmen zur Beseitigung bzw. Reduktion von kulturellen Störungen
5 Fazit
Zielsetzung & Themen
Das primäre Ziel dieser Arbeit ist es, den Einfluss kultureller Rahmenbedingungen auf das internationale Controlling aufzuzeigen und Strategien zur Vermeidung bzw. Reduktion kulturell bedingter Störungen zu analysieren und zu erläutern.
- Theoretische Fundierung des internationalen Controllings und dessen Abgrenzung vom nationalen Controlling.
- Anpassung klassischer Controlling-Instrumente (wie Kennzahlensysteme, Balanced Scorecard, Budgetierung) an internationale Kontexte.
- Analyse kultureller Divergenzen mithilfe der Kulturdimensionen nach Hofstede.
- Entwicklung von Maßnahmen zur Steigerung der Kultursensibilität im Controlling, wie Mitarbeiterentsendung und regelmäßige Meetings.
Auszug aus dem Buch
4.1 Notwendigkeit eines interkulturellen Controllings
Im Rahmen dieses Kapitels werden im ersten Schritt die wichtigsten Herausforderungen bzw. Störfaktoren innerhalb eines international ausgerichteten Controllings aufgeführt. Darauffolgend wird begründet, weshalb die Berücksichtigung der Komponente Kultur im internationalen Controlling zwingend notwendig ist. Eine empirische Studie ergab bezüglich eines Rankings der wichtigsten Störfaktoren, welche das internationale Controlling betreffen folgende Ergebnisse:
Eine Regulierung der ersten vier Faktoren ist mittels quantitativer Methoden wie bspw. der Länderrisikoanalyse, mittels innerbetrieblicher Verrechnungspreise sowie durch eine einheitliche Budgetierung und Bilanzierung realisierbar. Die Kulturelle Distanz hingegen bedarf eine umfangreichere und eher qualitative Herangehensweise, da diese ebenfalls Einfluss auf die anderen Faktoten nehmen kann. Bezüglich der kulturellen Distanz können folglich verschiedene Probleme auftreten, wie bspw. verschiedene Vorstellungen in Bezug auf realistische Planwerte, unzutreffende Zwischenberichte sowie unterschiedliche Berichtgenauigkeiten oder Zeithorizonte. Zu kulturbedingten Missverständnissen kann bspw. das Aufeinandertreffen eines deutschen, konservativen Controllers auf einen chinesischen Manager im Rahmen einer Budgetverhandlung führen. Demnach kann die Budgetentgegennahme durch den chinesischen Mitarbeiter problematisch sein, sofern dieser zwar Fehler im Budget sieht, sie jedoch aufgrund kulturell bedingter Höflichkeit nicht anspricht. Daraus wird deutlich, dass Controlling Instrumente an unterschiedliche kulturelle Kontexte angepasst werden müssen. Die Relevanz angepasster Controlling-Instrumente korreliert einerseits mit der kulturellen Distanz zwischen zwei verschiedenen Kulturen und andererseits mit der Anzahl an verschiedenen Kulturen die integriert werden müssen.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik ein, dass Controlling im internationalen Kontext über rein quantitative Kennzahlen hinausgeht und durch kulturelle Faktoren beeinflusst wird.
2 Theoretische Grundlagen des internationalen Unternehmens: Es werden Begrifflichkeiten und Internationalisierungsgrade international tätiger Unternehmen definiert, um die Basis für das Verständnis der Komplexität zu schaffen.
3 Theoretische Grundlagen des internationalen Controllings: Dieses Kapitel erläutert die Ziele und Aufgaben des Controllings auf nationaler und internationaler Ebene sowie die notwendige Anpassung gängiger Instrumente.
4 Einfluss und Berücksichtigung von Kultur im internationalen Controlling: Hier werden die Kulturdimensionen nach Hofstede detailliert analysiert und konkrete Maßnahmen zur Reduktion kulturell bedingter Störungen im Controlling-Prozess dargestellt.
5 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und unterstreicht, dass trotz Harmonisierungstendenzen die Rolle der kulturellen Sensitivität für den Erfolg internationaler Unternehmungen weiter an Bedeutung gewinnen wird.
Schlüsselwörter
Internationales Controlling, Kulturelle Distanz, Kulturdimensionen, Hofstede, Budgetierung, Balanced Scorecard, Risikomanagement, Interkulturelle Kompetenz, Unternehmensführung, Kennzahlensysteme, Kultursensibilität, Globalisierung, Auslandsniederlassungen, Controlling-Instrumente, Störfaktoren.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt den signifikanten Einfluss, den kulturelle Rahmenbedingungen auf das Controlling in international tätigen Unternehmen ausüben.
Welche Themenfelder stehen im Mittelpunkt?
Zentral sind die theoretische Herleitung des Controllings, die Anpassung betriebswirtschaftlicher Instrumente auf internationale Anforderungen und die kritische Analyse kultureller Störfaktoren.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie kulturelle Unterschiede im internationalen Controlling berücksichtigt werden können, um negative Auswirkungen zu minimieren und den Unternehmenserfolg zu sichern.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Die Arbeit nutzt eine theoretisch-analytische Herangehensweise, basierend auf einer Literaturstudie und der Anwendung der Kulturdimensionen nach Hofstede.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil widmet sich zunächst den Grundlagen des internationalen Unternehmens und Controllings, bevor er tiefgehend in die Analyse kultureller Dimensionen und konkreter Maßnahmen zur Konfliktvermeidung eintaucht.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren das Dokument?
Die Arbeit lässt sich am besten durch Begriffe wie Internationales Controlling, Kulturelle Distanz, Kultursensibilität und Risikomanagement beschreiben.
Warum ist eine rein quantitative Steuerung im internationalen Kontext oft nicht ausreichend?
Weil kulturelle Faktoren, wie etwa unterschiedliche Zeithorizonte oder Kommunikationsstile, die Qualität und Vergleichbarkeit von Kennzahlen massiv beeinflussen können, was eine qualitative Ergänzung notwendig macht.
Welche Rolle spielt die "Entsendung von Mitarbeitern" bei der Lösung kultureller Konflikte?
Der Personalaustausch dient dazu, das gegenseitige Verständnis für controllingspezifische Prozesse sowie die jeweiligen kulturellen Besonderheiten zu vertiefen und so eine engere Vertrautheit zwischen Zentrale und Tochtergesellschaft zu schaffen.
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- Anonym (Author), 2017, Kulturelle Rahmenbedingungen im Controlling. Einfluss, Berücksichtigung und Maßnahmen, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/356310