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Zwischen Ehrverlust und Wiedererlangung. Gründe für den Verlust der Ehre und Möglichkeiten ihrer Wiederherstellung in mittelalterlichen Erzählungen

Titel: Zwischen Ehrverlust und Wiedererlangung. Gründe für den Verlust der Ehre und Möglichkeiten ihrer Wiederherstellung in mittelalterlichen Erzählungen

Hausarbeit , 2016 , 12 Seiten , Note: 2,3

Autor:in: Erik H. (Autor:in)

Germanistik - Ältere Deutsche Literatur, Mediävistik

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

In der vorliegenden Hausarbeit ist es meine Intention, die beiden Erzählungen „Die halbe Birne“ und „Heinrich von Kempten“ dahingehend miteinander zu vergleichen, wodurch die jeweiligen Hauptfiguren in gesellschaftliche Ungnade fallen und ob es sich in beiden Fällen um den Verlust der Ehre handelt. Der Titel der Arbeit. „Zwischen Ehrverlust und Wiedererlangung – Gründe für den Verlust und Möglichkeiten für Figuren der Erzählungen in den Jahrhunderten des Mittelalters, diese wiederherzustellen“ schließt die Frage mit ein, inwiefern es den beiden Charakteren gelingt, die gesellschaftliche Akzeptanz wiederzuerlangen und die eigene Ehre wiederherzustellen. Der Reiz bei diesem Sachverhalt ist darin begründet, dass die Figuren höchst unterschiedliche Wege wählen um an ihr gemeinsames Ziel zu gelangen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Was ist unter dem mittelhochdeutschen Begriff <ere> zu verstehen?

2.1 Was bedingt den Ehrverlust in „Die halbe Birne“?

2.2 Kann man in Heinrich von Kempten ebenfalls von Ehrverlust sprechen?

2.3 Sind neben den beiden Hauptfiguren noch weitere Personen in den Ehrverlust involviert?

3 Wodurch war es einem Menschen möglich seine Ehre wiederherzustellen?

3.1 Wie gelingt es Ritter Arnolt in „Die halbe Birne“ seine Ehre wiederzuerlangen?

3.2 Inwiefern ist die Wiederherstellung der Ehre im Fall Heinrichs von Kempten besser mit den gesellschaftlichen Konventionen vereinbar?

3.3 Parallelen und Kontrate in beiden Fällen des Ehrverlustes und Wiedererlangung

4 Schlusswort

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit analysiert den Verlust und die Wiederherstellung der Ehre anhand der beiden mittelhochdeutschen Erzählungen „Die halbe Birne“ und „Heinrich von Kempten“. Ziel ist es zu untersuchen, auf welche Weise die Hauptfiguren in gesellschaftliche Ungnade fallen, wie sie ihre soziale Identität zurückgewinnen und ob dabei konventionalisierte, rituelle Handlungen zur Ehrewiederherstellung erkennbar sind.

  • Definition des mittelhochdeutschen Ehrbegriffs (<ere>)
  • Analyse der Ursachen für Ehrverlust in den beiden Mären
  • Vergleich der individuellen Handlungsweisen zur Ehrewiederherstellung
  • Rolle gesellschaftlicher Konventionen und Gewalterfahrungen
  • Untersuchung der Reaktionen sozialer Gruppen auf den Ehrverlust

Auszug aus dem Buch

2 Was ist unter dem mittelhochdeutschen Begriff <ere> zu verstehen?

Ehrismann beschreibt den Begriff wie folgt: „ere war der <Ehrenkodex>, die Norm, die die adelige Gesellschaft in bezug auf das wünschenswerte Handeln ihrer Mitglieder setzte und die diese internalisiert hatten“ (Ehrismann, Ehre, S. 66). Es handelt sich also hierbei um ein Konstrukt, welches jedem Adeligen vertraut war und nachdem es zu handeln galt. Der Ritter diente dabei als „Repräsentant der Ehre“ (Ehrismann, Ehre, S.66). Eigenschaften, die man mit Rittern in Verbindung brachte, wie beispielsweise Mut, Tapferkeit oder das Riskieren des eigenen Lebens, sind eng an den Begriff <ere> geknüpft und ohne sie wäre „Ere [...] nicht denkbar“ (Ehrismann, Ehre, S. 66). Der Stellenwert der <ere> in der mittelhochdeutschen Zeit, lässt sich mit einem weiteren Zitat von Ehrismann verdeutlichen, der sie „als das höchste (ethische) Gut“ (Ehrismann, Ehre, S.66) bezeichnet. Da es im weiteren Verlauf der Arbeit noch von Bedeutung ist, sei noch erwähnt, dass nach damaligem Verständnis die Verletzung des Körpers auch einer Verletzung der Ehre gleichkam (vgl. Ehrismann, Ehre, S. 66). Nach Althoff ist die Ehre auch elementar für den Rang, den die Person in der Gesellschaft einnimmt. Dieser wiederum ist von größter Bedeutung, weil er „alle Möglichkeiten der Mitwirkung, der Einflussnahme und Gestaltung in den Lebens- und Herrschaftsordnungen des Mittelalters“ (Althoff, Composito, S. 63) bestimmt. Um den Begriff <ere> in seiner Vollständigkeit zu erfassen sollte man ihn nicht nur auf das Abstraktum des Ehrenkodex der Menschen reduzieren, sondern auch anmerken, dass er als Metapher Verwendung fand. Die Nutzung war breitgefächert, Ehre konnte auf alles referieren was „höchste Sozialwerte beinhaltete“ (Ehrismann, Ehre, S.69).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung stellt die Forschungsfrage vor, wie die Protagonisten der Erzählungen „Die halbe Birne“ und „Heinrich von Kempten“ ihre Ehre verlieren und welche individuellen Wege sie zur Wiedererlangung wählen.

2 Was ist unter dem mittelhochdeutschen Begriff <ere> zu verstehen?: Dieses Kapitel definiert den Begriff <ere> als zentralen Ehrenkodex der mittelalterlichen Gesellschaft und analysiert die spezifischen Ehrverluste der beiden Hauptfiguren sowie die beteiligten Personen.

3 Wodurch war es einem Menschen möglich seine Ehre wiederherzustellen?: Das Kapitel untersucht die methodischen Ansätze der Ehrewiederherstellung, vergleicht dabei die spezifischen Vorgehensweisen von Ritter Arnolt und Heinrich von Kempten und beleuchtet die Rolle gesellschaftlicher Konventionen.

4 Schlusswort: Das Schlusswort fasst die Ergebnisse zusammen und kommt zu dem Schluss, dass es keine universellen, konventionalisierten Handlungen zur Ehrewiederherstellung gab, sondern die Wiederherstellung stets vom spezifischen Kontext und der Art der Verletzung abhing.

Schlüsselwörter

Ehre, Ehrverlust, Wiedererlangung, Konrad von Würzburg, Die halbe Birne, Heinrich von Kempten, Mittelalter, Ehrenkodex, Ritter, Soziale Identität, Konflikt, Gewalt, Gesellschaftliche Konventionen, Mären, Höfische Etikette

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit beschäftigt sich mit dem Konzept der Ehre im Mittelalter und analysiert, wie zwei literarische Figuren ihre Ehre verlieren und diese anschließend wiederherstellen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die zentralen Themenfelder umfassen den mittelhochdeutschen Ehrbegriff (<ere>), die Struktur des Ehrverlusts bei Konflikten sowie die Analyse männlicher Handlungsstrategien in den Mären.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Arbeit fragt danach, ob es im 13. Jahrhundert konventionalisierte Handlungen zur Wiederherstellung der Ehre gab und wie unterschiedlich Ritter Arnolt und Heinrich von Kempten ihr Ansehen zurückgewinnen.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Es handelt sich um eine vergleichende literaturwissenschaftliche Analyse, die sowohl die Primärtexte von Konrad von Würzburg als auch einschlägige mediävistische Sekundärliteratur zu Ehrkonflikten heranzieht.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Definition des Ehrbegriffs, die Untersuchung der spezifischen Ehrverlust-Situationen der Protagonisten und den Vergleich ihrer Strategien zur Ehrewiederherstellung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Schlüsselbegriffe sind Ehre, Ehrverlust, Wiedererlangung, höfischer Ehrenkodex, Konrad von Würzburg und die beiden Mären „Die halbe Birne“ sowie „Heinrich von Kempten“.

Inwiefern unterscheidet sich die Ehrewiederherstellung bei Ritter Arnolt von der bei Heinrich von Kempten?

Während Ritter Arnolt seine Ehre durch ein Verhalten zurückerlangt, das an das ursprüngliche Vergehen (Erotik/Bloßstellung) anknüpft, nutzt Heinrich von Kempten einen heroischen Gewaltakt zur Rettung des Kaisers.

Welche Bedeutung kommt der Gewalt in den untersuchten Erzählungen zu?

Gewalt fungiert sowohl als Auslöser für den Ehrverlust (z.B. Mord) als auch als legitimes Mittel zur Ehrewiederherstellung, wobei die Ausprägung – psychisch-verbal bei Arnolt, physisch bei Heinrich – variiert.

Ende der Leseprobe aus 12 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Zwischen Ehrverlust und Wiedererlangung. Gründe für den Verlust der Ehre und Möglichkeiten ihrer Wiederherstellung in mittelalterlichen Erzählungen
Hochschule
Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Note
2,3
Autor
Erik H. (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2016
Seiten
12
Katalognummer
V356231
ISBN (eBook)
9783668419872
ISBN (Buch)
9783668419889
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Ehre Ehrverlust Halbe Birne Konrad von Würzburg
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Erik H. (Autor:in), 2016, Zwischen Ehrverlust und Wiedererlangung. Gründe für den Verlust der Ehre und Möglichkeiten ihrer Wiederherstellung in mittelalterlichen Erzählungen, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/356231
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Leseprobe aus  12  Seiten
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