Ausgehend von Auszügen aus der 10. Satire Juvenals wird der Aspekt 'Brot und Spiele' mit der Dystopie "Tribute von Panem" von Suzanne Collins verglichen. Im Rahmen dieser Facharbeit möchte ich klären, woher der Ausdruck 'Panem et Circensis' kommt und welche Bedeutung er hat. Dazu werde ich mich näher mit dem Autor Juvenal und einem Auszug aus seiner 10. Satire beschäftigen. Des Weiteren möchte ich in Form eines Vergleichs prüfen ob der Aspekt Panem et Circensis auch in der Distopie „Die Tribute von Panem“ von Suzanne Collins zu finden ist, beziehungsweise, ob es noch heutige Bespiele gibt. Außerdem werde ich noch auf den Aspekt der Satire in beiden Werken eingehen und mich auch näher mit dieser Textgattung befassen.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Juvenals Satire
2.1. Auszüge aus der 10. Satire von Juvenal:
2.2. Übersetzung:
2.3. Inhalt und Interpretation
3. Decimus Junius Juvenalis
4. Textgattung der Satire
5. Inhalt Tribute von Panem
6. Vergleichender Auszug
7. Panem et Circensis
8. Fazit
9. Literaturverzeichnis
Zielsetzung & Themen
Die Facharbeit untersucht das antike Konzept „Panem et Circensis“ (Brot und Spiele) und dessen Anwendung als Herrschaftsinstrument durch den Vergleich der 10. Satire des römischen Dichters Juvenal mit der Dystopie „Die Tribute von Panem“ von Suzanne Collins.
- Analyse von Juvenals 10. Satire zur Kritik am römischen Volk.
- Untersuchung der historischen Bedeutung von Brot und Spielen in der römischen Politik.
- Darstellung der Parallelen zwischen antiker Satire und moderner Dystopienliteratur.
- Untersuchung der gesellschaftlichen Ablenkung und Unterhaltung als Herrschaftsstrategie.
- Gegenüberstellung von fiktiven Hungerspielen und historischen Gladiatorenkämpfen.
Auszug aus dem Buch
2.1. Auszüge aus der 10. Satire von Juvenal:
iam pridem, ex quo suffragia nulli
uendimus, effudit curas; nam qui dabat olim
imperium, fasces, legiones, omnia, nunc se
continet atque duas tantum res anxius optat
panem et circenses.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung stellt die Relevanz von Juvenals Satiren vor und erläutert die Forschungsfrage, ob das Konzept „Panem et Circensis“ auch in modernen Werken wie „Die Tribute von Panem“ zu finden ist.
2. Juvenals Satire: Dieser Abschnitt bietet einen Einblick in die 10. Satire, inklusive einer Übersetzung und einer detaillierten Interpretation der verwendeten rhetorischen Mittel und der zugrundeliegenden Gesellschaftskritik.
3. Decimus Junius Juvenalis: Hier wird der historische Kontext des Satirikers Juvenal sowie die politische Situation unter Kaiser Domitian beleuchtet, die seinen Werdegang maßgeblich prägte.
4. Textgattung der Satire: Dieses Kapitel erläutert den etymologischen Ursprung der Satire und definiert ihre Rolle als kritisches literarisches Instrument in der Antike.
5. Inhalt Tribute von Panem: Das Kapitel fasst die Handlung des Romans zusammen und beschreibt die Welt Panem, in der Katniss Everdeen unter dem Zwang des Kapitols ums Überleben kämpfen muss.
6. Vergleichender Auszug: Dieser Abschnitt präsentiert spezifische Zitate aus dem Roman, die die Instrumentalisierung von Essen und Unterhaltung im Vergleich zur römischen Antike verdeutlichen.
7. Panem et Circensis: Die Untersuchung verbindet die historischen Ursprünge unter Gracchus und Trajan mit der fiktiven Darstellung im Roman und identifiziert Brot und Spiele als dauerhaftes Herrschaftsmittel.
8. Fazit: Das Fazit resümiert, dass das Konzept der Ablenkung der Bevölkerung durch Brot und Spiele ein zeitloses politisches Mittel darstellt, das bis in die moderne Gesellschaft nachwirkt.
9. Literaturverzeichnis: Dies ist ein Verzeichnis aller verwendeten Buch- und Internetquellen, die der Arbeit zugrunde liegen.
Schlüsselwörter
Juvenal, Panem et Circensis, Die Tribute von Panem, Satire, Brot und Spiele, Herrschaftsmittel, Unterhaltung, Distrikte, Kapitol, Gesellschaftskritik, Dystopie, römische Politik, Suzanne Collins, Katniss Everdeen, Ablenkung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Facharbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht das antike Motiv „Panem et Circensis“ und vergleicht dessen ursprüngliche satirische Bedeutung bei Juvenal mit der Umsetzung in Suzanne Collins' Dystopie „Die Tribute von Panem“.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentrale Themen sind antike Satire, politische Machtstrukturen, das Konzept der „Brot und Spiele“-Politik sowie die Kritik an gesellschaftlicher Manipulation durch Unterhaltung.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Ziel ist es zu belegen, dass die antike Methode zur Ruhigstellung des Volkes durch materielle Zuwendungen und spektakuläre Unterhaltung eine zeitlose Strategie ist, die auch in modernen fiktiven Werken und der heutigen Realität präsent ist.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer Literatur- und Quellenanalyse, einer philologischen Interpretation der Satirentexte von Juvenal sowie einem literaturwissenschaftlichen Vergleich mit dem Roman „Die Tribute von Panem“.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine Interpretation von Juvenals 10. Satire, eine historische Einordnung des Autors, eine Einführung in die Gattung Satire, eine Inhaltsangabe des Romans sowie einen vergleichenden Analyseteil.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die wichtigsten Begriffe sind Panem et Circensis, Juvenal, Satire, Dystopie, Herrschaftsmittel, Unterhaltung und gesellschaftliche Manipulation.
Welche Rolle spielt die „lex frumentaria“ für die Argumentation?
Sie dient als historischer Beleg für die Getreideversorgung durch den Staat, welche Juvenal als Grundlage seines Konzepts der Abhängigkeit des Volkes vom Staat beschreibt.
Welche heutigen Beispiele für das Prinzip „Panem et Circensis“ werden genannt?
Als aktuelle Beispiele werden die Euphorie während der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 zur Ablenkung von politischen Reformen und die Stierkämpfe in Spanien angeführt.
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- Sophia Brinkmann (Author), 2015, Panem et Circensis als Ausgang einer vergleichenden Betrachtung der "Tribute von Panem", Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/356024